Amber Rudd

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Amber Rudd (2016)

Amber Augusta Rudd[1] (* 1. August 1963 in London) ist eine britische Politikerin der Conservative Party. Sie war vom 13. Juli 2016 bis zum 29. April 2018 Innenministerin Großbritanniens.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amber Rudd wurde 1963 als jüngstes von vier Kindern von Tony Rudd und Ethne Fitzgerald geboren. Sie studierte an der Universität Edinburgh Geschichte und schloss das Studium 1986 mit einem Master ab. Anschließend arbeitete sie in London und New York als Investmentbankerin. Sie ist geschieden und hat eine Tochter und einen Sohn.

Rudd wurde bei der Wahl im Mai 2010 als Kandidatin des Wahlkreises Hastings and Rye in East Sussex erstmals ins britische Unterhaus gewählt und im Mai 2015 als Abgeordnete wiedergewählt.

Premierminister David Cameron berief sie 2015 als Ministerin für Energie und Klimawandel (Secretary of State for Energy and Climate Change) in sein 2. Kabinett.

Nach Camerons Rücktritt berief Theresa May Rudd als Innenministerin in ihr Kabinett; nach der Unterhauswahl 2017 behielt sie das Amt im Kabinett May II.[2] Im April 2018 geriet sie im Zusammenhang mit Vorgängen um die Kinder der sogenannten Windrush-Generation in die Kritik. Es handelt sich dabei um Einwanderer aus ehemals britischen Kolonien in der Karibik, die britische Regierungen zwischen 1948 und 1971, als Arbeitskräftemangel herrschte, ins Land geholt haben. Viele von ihnen, die bei ihrer Einwanderung noch Kinder waren und auf den Pässen der Eltern einreisten, haben keine britische Pässe beantragt, weil ihren Eltern ein unbegrenztes Aufenthaltsrecht im Vereinigten Königreich zugesichert wurde. In vielen Fällen fehlen allerdings Unterlagen, die das belegen können. Im britischen Innenministerium gab es nun Bestrebungen, diese Menschen als illegale Einwanderer zu betrachten und auszuweisen.[3] Rudd, der vorgeworfen worden war, in der Sache widersprüchliche Angaben gemacht zu haben, trat am 29. April 2018 zurück.[4][5][6]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudd war die dritte Frau als Innenministerin Großbritanniens (die erste war Jacqui Smith von 2007 bis 2010, die zweite Theresa May von 2010 bis 2016). Sie ist die fünfte Frau, die eines der vier „great offices of state“ (Premierminister, Außenminister, Innenminister oder Schatzkanzler) innehatte; seit 1945 stieg kein anderer Politiker so schnell in eines dieser vier Ämter auf.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Amber Rudd – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://mnre.gov.in/file-manager/annual-report/2015-2016/EN/Chapter%2011/chapter_11.htm#6
  2. Amber Rudd appointed new Home Secretary itv.com, 13. Juli 2016
  3. Windrush generation: Who are they and why are they facing problems? BBC, 18. April 2018
  4. Britische Innenministerin Rudd zurückgetreten. Spiegel Online, 29. April 2018, abgerufen am selben Tage.
  5. Britische Innenministerin Amber Rudd zurückgetreten FAZ.net, 30. April 2018
  6. guardian.co.uk: Amber Rudd resigns hours after Guardian publishes deportation targets letter
  7. BBC / Andrew Marr Show (11. September 2016): Interview (S. 11, pdf)