Boris Johnson

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Boris Johnson (2018) Boris Johnson

Alexander Boris de Pfeffel Johnson (* 19. Juni 1964 in New York City, Vereinigte Staaten) ist ein britischer Publizist, Politiker der Conservative Party und seit dem 24. Juli 2019 Premierminister des Vereinigten Königreichs. Von 1999 bis Dezember 2005 war Johnson Herausgeber des konservativen Nachrichtenmagazins The Spectator. Seit 2015 vertritt er den Wahlkreis Uxbridge and South Ruislip im Westen Greater Londons im Unterhaus, dem er von 2001 bis 2008 bereits für Henley angehört hatte. Von Mai 2008 bis Mai 2016 war er Londoner Bürgermeister und von Juli 2016 bis Juli 2018 britischer Außenminister.

Johnson führte die Kampagne der Befürworter eines EU-Austritts des Vereinigten Königreichs vor dem Referendum am 23. Juni 2016 an und galt damals als einer der Favoriten für die Nachfolge des Premiers David Cameron. Am 23. Juli 2019 wurde er zum Parteiführer der Conservative Party gewählt. Einen Tag später übernahm er das Amt als Premierminister von Theresa May.

Johnson ist der amtierende Vorsitzende des Commonwealth of Nations.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boris Johnson wurde 1964 als erstes von vier Kindern in New York City geboren. Seine Eltern Stanley Johnson und Charlotte Johnson-Wahl waren damals in erster Ehe verheiratet, sein Vater studierte Volkswirtschaftslehre an der Columbia University.[1] Aufgrund seines Geburtsorts besaß Johnson neben der britischen auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft, auf die er 2016 verzichtete.[2] Sein Vater war von 1979 bis 1984 Abgeordneter der Conservative Party im Europäischen Parlament. Sein Großvater mütterlicherseits James Fawcett war Mitglied und Präsident der Europäischen Kommission für Menschenrechte.[3]

Boris Johnsons türkischer Urgroßvater väterlicherseits, Ali Kemal, war 1919 kurzzeitig Innenminister des Osmanischen Reiches und wurde 1922 auf Veranlassung Nureddin Paschas ermordet. Johnsons Großvater Osman Ali floh daraufhin nach London und nahm dort als in Großbritannien naturalisierter türkischer Staatsbürger den Namen „Wilfred Johnson“ an.[4]

Ein Urgroßelternpaar mütterlicherseits waren der aus dem damals zum Russischen Kaiserreich gehörenden Litauen stammende, 1892 mit seinen jüdischen Eltern[5] nach New York ausgewanderte Elias Avery Lowe (1879–1969), ein amerikanischer Paläograph, und dessen Frau Helen Tracy Lowe-Porter (1877–1963), eine bekannte amerikanische Übersetzerin, besonders der Werke von Thomas Mann.[6]

Schulbildung und Studium (1973 bis 1987)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johnson besuchte von 1973 bis 1977 die Europäische Schule I in Brüssel. Aus dieser Zeit ist ein Zitat von Johnsons jüngerer Schwester Rachel Johnson bekannt: Was er wirklich werden wolle, das habe er ihr bereits als kleiner Junge erklärt. Er werde „der König der Welt“.[7][8]

Ab dem Schuljahr 1977/78 war Johnson Schüler am privaten Eliteinternat Eton College in Eton, wo er auch damit begann, den Vornamen Boris anstelle seines ersten Vornamens zu verwenden.[9] Er trat in dieser Zeit der Church of England bei; seine Mutter war dagegen immer eine Anhängerin des Katholizismus.[10] Danach verbrachte er von 1982 bis 1983 ein „Gap Year“ in Australien – er unterrichtete Englisch und Latein an der Geelong Grammar School, einem Eliteinternat in Victoria. Von 1983 bis 1987 studierte Johnson Klassische Altertumswissenschaft am Balliol College der Universität von Oxford. Das Studium schloss Johnson 1987 mit dem akademischen Grad Master of Arts ab. Sowohl in Eton als auch in Oxford war er als interessante Persönlichkeit aufgefallen und erreichte einen im Vergleich zu anderen Kommilitonen hohen Bekanntheitsgrad in beiden Einrichtungen.[11] Seine beiden besten Freunde in dieser Zeit waren Abkömmlinge der Britischen Oberschicht: der später wegen Versicherungsbetrugs verurteilte Darius Guppy sowie der heutige 9. Earl Spencer, der jüngere Bruder der Kronprinzessin Diana. In Oxford war Johnson Präsident des Debattierzirkels Oxford Union und Mitglied des Bullingdon Club, außerdem zusammen mit Guppy Herausgeber des satirischen Magazins Tributary. Johnson, Guppy und Spencer blieben auch nach der Universitätszeit befreundet.

Journalistische Laufbahn (1987 bis 2008)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seinem Studienabschluss erhielt Johnson zunächst eine Traineestelle bei einer Unternehmensberatung, gab diese aber nach einer Woche aus Desinteresse wieder auf und begann ein journalistisches Praktikum bei der renommierten Tageszeitung The Times. Weil er ein Zitat seines Patenonkels Colin Lucas, später Vizepräsident der Universität Oxford, verfälscht hatte, wurde er entlassen. Er schrieb dann für das mittelenglische Lokalblatt Wolverhampton Express and Star. 1987 wechselte er zum Daily Telegraph und schrieb in der Folge häufig die Leitartikel dieser Zeitung. Von 1989 bis 1994 berichtete er als Brüsseler Korrespondent und erfand Berichte über lächerliche EU-Regulierungen.[12] Von 1994 bis 1999 war er Mitherausgeber der Zeitung und wechselte dann als Hauptherausgeber zum konservativen Wochenblatt The Spectator, für das er bereits in den Jahren 1994 und 1995 gelegentlich politische Kommentare geliefert hatte.

Im April 1998 wurde Johnson erstmals einer breiteren Öffentlichkeit durch einen Auftritt in der Fernsehsendung Have I Got News For You bekannt. Es folgten weitere Auftritte in dieser Sendung. Er wurde nun auf der Straße von den Leuten erkannt und trat in der Folge auch in anderen Fernsehsendungen auf, beispielsweise in Top Gear und Question Time.

Am 16. Oktober 2004 löste ein Leitartikel des Spectator einen Skandal aus. Der Anlass war die Berichterstattung über die Geiselnahme und Ermordung des Briten Kenneth Bigley durch irakische Terroristen. Der Artikel kritisierte in harschen Worten, dass sich die Bewohner von Bigleys Heimatstadt Liverpool quasi stellvertretend für Bigley in einer Opferrolle suhlten.[13] Auch gab der Artikel betrunkenen Liverpooler Fußballfans eine Mitschuld an der Hillsborough-Katastrophe.[14] Zwar hatte Johnson den Text nicht geschrieben, doch übernahm er als Herausgeber des Spectator die Verantwortung. Da er zu dieser Zeit bereits prominent für die Tories aktiv war, befürchtete seine Partei politischen Schaden. Parteichef Michael Howard beorderte Johnson nach Liverpool, damit er dort Abbitte leiste. Bei einer Live-Sendung der BBC rief Paul Bigley an, der Bruder des ermordeten Kenneth Bigley, und sagte zu Johnson: „Sie sind ein egozentrischer, aufgeblasener Idiot – verschwinden Sie aus der Öffentlichkeit!“[15][16]

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1987 heiratete Boris Johnson Allegra Mostyn-Owen; die Ehe wurde 1993 geschieden. Im selben Jahr heiratete er die Anwältin Marina Wheeler. Aus dieser Ehe gingen zwei Söhne und zwei Töchter hervor. Im September 2018 teilten die beiden in einer gemeinsamen Erklärung mit, sie lebten getrennt und ließen sich scheiden.[17]

2009 brachte die Beraterin Helen MacIntyre eine Tochter namens Stephanie zur Welt, deren Vater der damals mit Wheeler verheiratete Boris Johnson ist.[18] Es kursieren Gerüchte, dass er auch ein weiteres uneheliches Kind gezeugt haben soll.[19]

Johnson war im Juni 2019 in einer Beziehung mit der 31-jährigen Politikberaterin[20] Carrie Symonds.[21]

Politische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorlauf und Wahl zum Bürgermeister von London 2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johnson kündigte die Möglichkeit seiner Kandidatur für die Bürgermeisterwahl 2008 am 16. Juli 2007 an.[22] Er trat als Mitglied des Schattenkabinetts zurück, wo er bis dahin für höhere Bildung zuständig war. Am 27. September 2007 wurde er zum Kandidaten der Konservativen Partei ernannt, nachdem er bei einer öffentlichen, stadtweiten Vorwahl 75 % der Stimmen bekommen hatte.[23]

Johnson versprach neue Routemaster-ähnliche Busse, wenn er zum Bürgermeister gewählt würde (2007)

Die Konservative Partei stellte den Australier Lynton Crosby ein, um Johnsons Wahlkampf zu leiten. Wegen Johnsons Neigung, in Fettnäpfchen zu treten, sorgte Crosby dafür, dass Johnson kaum Interviews mit Druck- und Fernsehmedien bestritt und stattdessen bei Radiogesprächen und Fernsehprogrammen tagsüber auftrat, wo eher „leichte“ Fragen gestellt wurden.[24][25] Crosby sorgte auch dafür, dass Johnson weniger Witze erzählte und einen einfacheren Haarschnitt bekam; so sollte er seriöser wirken.[24] Johnsons Wahlkampf richtete sich stark auf konservativ-geneigte Vororte im äußeren London und nutzte das Gefühl der dortigen Einwohner, von der Verwaltung unter Ken Livingstone übersehen zu werden.[25] Bei der Wahl am 1. Mai 2008 erhielt Johnson 53 Prozent der Stimmen und löste damit den für eine weitere Amtsperiode kandidierenden Amtsinhaber und Labour-Kandidaten Ken Livingstone ab. Johnson wurde am 3. Mai 2012 als Amtsinhaber mit 51,5 Prozent der Stimmen in der zweiten Auszählrunde für eine weitere Amtsperiode bestätigt, erneut mit Livingstone als stärkstem Gegenkandidaten.[26]

Wirken als Bürgermeister von London (2008–2016)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johnson hält eine Rede anlässlich seines Sieges bei der Wahl zum Bürgermeister von London 2008 in der City Hall.

Fahrkarten für den öffentlichen Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Beginn seiner Amtszeit als Bürgermeister kündigte Johnson an, die Oyster-Card, eine Zeitkarte für die öffentlichen Verkehrsmittel, für das gesamte Schienennetz einzuführen.[27] Eines der Ziele in Johnsons Wahlprogramm war, Fahrkartenschalter der Untergrundbahn zu erhalten, im Gegensatz zu Livingstones Ankündigung, 40 Verkaufsstellen zu schließen.[28] Im Juli 2008 verlautete aus dem Büro des Bürgermeisters, dass die Verkaufsstellen nicht geschlossen werden.[29]

Alkoholverbot im öffentlichen Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenige Tage nach seiner Amtsübernahme kündigte Johnson am 7. Mai 2008 ein Alkoholverbot im öffentlichen Verkehr Londons an, das dann am 1. Juni desselben Jahres in Kraft trat.[30][31] Das Verbot gilt in Fahrzeugen und Stationen von London Underground, Bussen, der Docklands Light Railway (DLR) und den Straßenbahnen im Süden Londons sowie London Overground, den S-Bahn-ähnlichen Verkehren.

Neuer Routemaster Bus (Doppeldecker)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

New Bus for London, NB4L oder Borismaster auf Linie 38

Als Teil seiner Wahlkampagne 2008 hatte Johnson angekündigt, einen Ersatz für den populären Routemaster-Bus zu beschaffen, den typischen Londoner roten Doppeldeckerbus, eines der Wahrzeichen der Stadt. Nach einem Gestaltungswettbewerb wurde Wrightbus beauftragt, den neuen Bustyp zu bauen. Die ersten Fahrzeuge, die in Anlehnung an Johnsons Vornamen und den Namen des alten Busses auch Borismaster genannt werden, starteten im Linienbetrieb im Februar 2012, die erste komplette Linie mit den neuen Fahrzeugen im Sommer 2013. Bestellt wurden über 600 neue Busse.

Fahrradverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johnson ist überzeugter Radfahrer und erreichte seit der Amtsübernahme 2008 einige Erfolge durch Anstrengungen zur Förderung des Fahrradverkehrs in London, was teilweise auf Vorarbeiten der Verwaltung unter Ken Livingstone aufbauen konnte. Besonders Blogger kritisierten, dass diese Politik nicht weit genug gehe und dass London noch immer ein extrem gefährlicher Ort zum Radfahren sei.

Im Januar 2013 ernannte Johnson den Journalisten Andrew Gilligan als Londoner Fahrradbeauftragten, obwohl Gilligan nur wenig Qualifikation dafür vorweisen konnte. Im März 2013 kündigte Johnson an, in den nächsten Jahren mit Investitionen in Höhe von fast einer Milliarde Pfund das Radfahren sicherer und damit für breitere Bevölkerungsgruppen attraktiv zu machen („to de-Lycrafy cycling“),[32] wobei die Fahrrad-Infrastruktur ausgebaut werden sollte. Im Programm enthalten ist auch ein „Crossrail for bikes“, eine 24 km lange Strecke mit eigenständigen Fahrradwegen, die quer durch London in Ost-West-Richtung verläuft (benannt in Anlehnung an ein großes Schienenverkehrsprojekt).[33][34][35]

Die Fahrräder im Londoner Fahrradleihsystem Santander Cycles (bis März 2015 Barclays Cycle Hire) werden üblicherweise „Boris Bikes“ genannt, da Johnson zum Zeitpunkt der Einführung des Systems der Bürgermeister war und es in seiner Amtszeit deutlich ausgeweitet hat.

Nachtverkehr der U-Bahn an Wochenenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 21. November 2013 kündigte Johnson größere Änderungen beim Betrieb von London Underground an, was auch eine Ausweitung des U-Bahn-Betriebs auf die Wochenendnächte beinhaltet. Gleichzeitig kündigte er an, dass Räume und Personal sämtlicher Underground-Fahrscheinverkaufsstellen durch Fahrscheinautomaten oder andere Systeme ersetzt werden sollen, um über 40 Millionen Pfund pro Jahr einzusparen.[36][37]

Rückkehr ins Parlament[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johnson hatte anfänglich bestritten, während seiner Amtszeit als Bürgermeister auf einen Wiedereinzug ins Unterhaus hinzuarbeiten. Am 26. August 2014 teilte er mit, er strebe an, als Kandidat des sicheren Wahlkreises Uxbridge and South Ruislip[38] für die Unterhauswahl am 7. Mai 2015 nominiert zu werden.[39] Am 12. September 2014 wurde er als Kandidat aufgestellt.[40][41] In einem Interview mit der BBC am 24. März 2015 nannte Premierminister Cameron Johnson einen seiner möglichen Nachfolger im Amt des Premierministers (neben George Osborne und Theresa May).[42]

Am 7. Mai 2015 wurde Johnson gewählt; er erhielt in seinem Wahlkreis 50,2 % der abgegebenen Stimmen.[43]

Führende Rolle im Brexit-Wahlkampf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang 2016 weigerte sich Johnson zunächst, sich für einen Brexit auszusprechen. Am 21. Februar 2016 sprach er zum EU-Referendum am 23. Juni 2016 seine Unterstützung für Vote Leave aus, eine am 8. Oktober gegründete Organisation, die eine Kampagne für den Brexit betrieb.[44] Er bezeichnete Camerons Argumente gegen einen Austritt aus der EU als „maßlos übertrieben“ und „Panikmache“.[45] Cameron habe sich in seinen Verhandlungen über eine EU-Reform sehr bemüht, vom Ergebnis sei er aber nicht überzeugt. Er wolle eine grundlegende Änderung in den Beziehungen des UK zur EU.[46] Nach seinem Statement fiel das Pfund Sterling um fast 2 Prozent auf seinen niedrigsten Stand seit März 2009.[47] Johnson profilierte sich schnell als einer der Wortführer der Kampagne für den EU-Austritt.[48]

Als US-Präsident Obama dem Vereinigten Königreich riet, in der EU zu bleiben, schrieb Johnson einen Beitrag für die Boulevardzeitung The Sun, in dem er spekulierte, Barack Obama lehne aufgrund seiner „teilweise kenianischen“ Abstammung möglicherweise das British Empire ab und dies könne der Grund dafür gewesen sein, dass im Jahr 2009 eine Büste Winston Churchills aus dem Oval Office im Weißen Haus verschwand.[49] Für diese Äußerung wurde er von den Labour-Politikern John McDonnell und Diane Abbott kritisiert, während der UKIP-Vorsitzende Nigel Farage und der Konservative Iain Duncan Smith Johnson verteidigten.[50][51] Nach seiner Ernennung zum Außenminister 2016 wurde jener Zeitungsartikel für Johnson zur Belastung.[52]

Johnson äußerte, die EU versuche, einen „europäischen Super-Staat“ zu errichten. „Napoleon, Hitler, diverse Leute haben das versucht, und es endete tragisch. Die EU ist der Versuch, dies auf andere Weise zu erreichen.“[53] Donald Tusk (Präsident des Europäischen Rates) erwiderte, Johnson habe damit „die Grenzen einer rationalen Diskussion überschritten und politischen Gedächtnisverlust offenbart“.[54]

Am Vormittag des 24. Juni kündigte Cameron seinen Rücktritt als Premierminister und als Tory-Vorsitzender an. Johnson galt als einer der Favoriten für diese Ämter,[55] bis er am 30. Juni 2016 überraschend mitteilte, dass er dafür nicht kandidiere.[56][57] Kurz zuvor hatte Justizminister Michael Gove, der bis dahin als Johnsons engster Verbündeter gegolten hatte,[58] seine eigene Kandidatur für die Nachfolge Camerons bekannt gegeben und dabei Johnson scharf kritisiert. Gove sagte, Johnson sei nicht in der Lage, die nötige politische Führung zu gewährleisten oder das Team für die anstehenden Aufgaben aufzubauen.[59][60][61]

In der anschließenden Debatte um den künftigen Parteivorsitzenden der Konservativen und Premierminister sprach sich Johnson für Andrea Leadsom aus.[62]

Außenminister (2016–2018)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außenminister Johnson beim Besuch in Japan 2017
Johnson während der 53. Münchener Sicherheitskonferenz 2017

Theresa May berief Johnson im Juli 2016 nach ihrer Ernennung zur Premierministerin als Außenminister in ihr erstes Kabinett.[63] Die Ernennung kam für viele überraschend und stieß international auf ein geteiltes Echo.[64]

Die Medien erinnerten an einen Beitrag für den Telegraph aus dem Jahr 2007, in dem Johnson über die damalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton geschrieben hatte, sie habe „blondgefärbtes Haar, einen Schmollmund und einen stahlblauen, stechenden Blick wie eine sadistische Krankenschwester in einer psychiatrischen Klinik“; der Vorteil ihrer Präsidentschaft bestünde darin, dass ihr Mann Bill Clinton wieder Zugang zum Weißen Haus bekäme, denn wenn er mit Hillary fertig werde, könne er auch jede Weltkrise meistern.[65][66] Auf seiner ersten Pressekonferenz mit US-Außenminister Kerry musste Johnson auch zu diesen Äußerungen Stellung nehmen und äußerte, sie seien aus dem Kontext gerissen.[67]

Der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault äußerte am 14. Juli 2016, Johnson habe die Briten angelogen und stehe nun selbst mit dem Rücken zur Wand.[68]

Nach der vorgezogenen Unterhauswahl am 8. Juni 2017 beließ May Johnson auf seinem Posten. Mitte September 2017 veröffentlichte Johnson ein vielbeachtetes Statement, in dem er seine „Vision für ein prosperierendes Vereinigtes Königreich nach dem Brexit“ umriss.[69][70][71]

Boris Johnson geriet als Außenminister bei einigen Anlässen wegen ungeschickten und leichtfertigen Verhaltens in die Kritik. Als die britisch-iranische Staatsbürgerin Nazanin Zaghari-Ratcliffe im Iran im April 2016 festgenommen wurde und man ihr vorwarf, einen Journalismuslehrgang geleitet zu haben, in dem Propaganda gegen den Iran verbreitet worden sei, gab sie an, nur ihre Großeltern im Iran besucht zu haben. Johnson, 2017 bemüht um ihre Freilassung, sagte in einer Stellungnahme, dass Zaghari-Ratcliffe im Iran doch nichts weiter getan habe „als Journalisten auszubilden“.[72] Vier Tage nach seiner Äußerung stand Zaghari-Ratcliffe im Iran erneut vor Gericht und Johnsons Stellungnahme wurde von der Anklage ausdrücklich als Beweis gegen sie angeführt.[73]

Im Frühjahr 2018 äußerte Johnson nach dem Giftanschlag auf den in England lebenden russischen Ex-Spion Sergei Skripal in einem Radiointerview, dass das verwendete Gift „ohne Zweifel“ aus Russland stamme, obwohl die britischen Experten anhand der chemischen Zusammensetzung nur hatten feststellen können, dass es einem in der früheren Sowjetunion entwickelten Gift glich. Die russische Seite nutzte im Anschluss Johnsons Formulierung, um Zweifel an der britischen Ermittlungsarbeit und Aufrichtigkeit zu säen.[72]

Am 9. Juli 2018 trat Johnson vom Amt des Außenministers zurück, kurz nach dem Rücktritt von David Davis, der das Ministerium für den Austritt aus der Europäischen Union geleitet hatte. Johnson wird wie Davis zu den Hardlinern bei der Frage über die Ausgestaltung des EU-Austritts Großbritanniens gerechnet.[74]

Premierminister (seit 2019)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Theresa May nach einer Reihe von Abstimmungsniederlagen im Unterhaus zum Brexit als Parteivorsitzende der Konservativen am 7. Juni 2019 ihren Rücktritt angekündigt hatte, bewarb sich Johnson wie weitere Kandidaten um die Nachfolge. Er setzte sich bei der Vorauswahl der Bewerber durch die Fraktion im Unterhaus nach mehreren Abstimmungen am 20. Juni als Erstplatzierter vor Außenminister Jeremy Hunt durch. Bei der anschließenden Urabstimmung votierten die Mitglieder der konservativen Partei mit 66 Prozent (92.153 Stimmen) für ihn. Die Wahlbeteiligung der insgesamt 159.320 Parteimitglieder lag bei 87,4 %.[75][76][77]

Nach Mays Rücktritt am 24. Juli 2019 wurde Johnson in seiner Funktion als Parteiführer der Mehrheitspartei im Unterhaus durch Königin Elisabeth II. am selben Tag zum Premierminister bestimmt.[78] Das Kabinett Johnson setzt die Minderheitsregierung des Kabinetts May fort. Ende Juli 2019 wurde bekannt, dass Johnson die Öffentlichkeit mit einer 100 Millionen Pfund teuren PR-Kampagne auf einen No-Deal-Brexit vorbereiten möchte.[79] Im Zusammenhang mit seiner Leave-Kampagne wurde ihm die Manipulation von Google-Suchergebnissen vorgeworfen: 2016 hatte er Busse mit der Behauptung bedrucken lassen, Großbritannien überweise der EU jede Woche 350 Millionen Pfund. Nachdem er wegen dieser Falschbehauptung wiederholt der Lüge bezichtigt wurde, erklärte er in einem Interview, in seiner Freizeit bastele er Modelle von Bussen. Die britische Presse warf ihm daraufhin vor, mit der gezielten Erwähnung des Wortes „Bus“ Google-Ergebnisse zu seiner früheren Bus-Kampagne zu verdrängen.[80]

Im August 2019 wurde ein auf selbige Zeit datiertes Regierungsdokument, das eine Einschätzung zu den unmittelbaren Folgen eines No-Deal-Brexit enthält, aus Kreisen seiner Regierung veröffentlicht.[81] Laut Michael Gove, der im Kabinett für Planungen im Falle eines No-Deal-Brexit der Regierung zuständig ist, handele es sich bei dem Worst-Case-Dokument nicht um ein aktuelles. Im selben Monat wandte sich Johnson mit einem Schreiben an die EU, in dem er seine Absicht erklärte, das Abkommen dahingehend nachzuverhandeln, sodass dieses keine Backstop-Klausel enthält. Diese Klausel sei undemokratisch und verletze Großbritanniens Souveränität. Einen vorübergehenden Verbleib in der Europäischen Zollunion lehnte er im Schreiben ab, da dies bedeuten würde, dass Großbritannien keine eigenständige Handelspolitik betreiben könne.[82]

Am 28. August 2019 kam die Queen der Bitte von Premierminister Johnson nach und beurlaubte das Unterhaus vom 10. September bis zum 14. Oktober 2019. Johnson erklärte zur Begründung, seine Regierung wolle noch vor dem Austritt aus der Europäischen Union mit ihrer „innenpolitischen Agenda“ beginnen.[83] Noch vor der Zwangspause des Parlaments verabschiedeten die Abgeordneten einen Gesetzentwurf, der den von Johnson angestrebten Brexit ohne Abkommen (No-Deal-Brexit) verhindert. Eine daraufhin von Boris Johnson beantragte bzw. zur Abstimmung gestellte, vorgezogene Neuwahl des Parlaments wurde abgelehnt; sie erreichte nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit.[84] Der Regierungschef ist damit der erste Premier seit 1894, der die erste Wahl im Unterhaus verloren hat.[85]

Zur Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boris Johnson identifiziert sich selbst als Anhänger des One-Nation-Konservatismus, der den linken Flügel der Konservativen repräsentiert. In der London Times wurden Johnsons politische Positionen als teilweise eher liberal denn konservativ beschrieben. [86] Seine Biographin Sonia Purnell beschrieb Johnson politische Ansichten als eine ideologische Leere, da er quasi beständig seine Ansichten zu verschiedenen politischen Fragen ändere.[87] Er sei, wenn nichts anderes, jedoch ein Elitist.[88]

Der britische Journalist und Historiker Max Hastings, der beim Daily Telegraph mehrere Jahre lang Johnsons Vorgesetzter gewesen war, verglich im März 2008 den damaligen Londoner Bürgermeisterkandidaten Johnson mit der P. G. Wodehouse-Figur Gussie Fink-Nottle. Johnson zeichne sich wie Gussie durch Charme, Witz und Brillanz, aber auch alarmierende Anzeichen einer gewissen Instabilität aus.[89] Im Juni 2019 bekräftigte Hastings seine Kritik erneut und warnte vor einer Wahl Johnsons zum Parteivorsitzenden:

“There is room for debate about whether he is a scoundrel or mere rogue, but not much about his moral bankruptcy, rooted in a contempt for truth. […] He is unfit for national office, because it seems he cares for no interest save his own fame and gratification.”

„Man kann darüber streiten, ob er ein Schurke ist oder nur ein Schlitzohr, aber jedenfalls ist er moralisch bankrott und hat für die Wahrheit nur Verachtung übrig. […] Er ist nicht geeignet für ein staatliches Amt, weil es scheint, dass ihm nichts wirklich wichtig ist, außer seiner eigenen Berühmtheit und der Erfüllung seiner eigenen Interessen.“

Sir Max Hastings [90]

Insbesondere nach dem Referendum und dem überraschenden Verzicht Johnsons auf die Kandidatur für das Premierministeramt thematisierten die Medien verstärkt Johnsons Charakter und seine Rolle in der britischen Politik.

Dominic Raab, ab 2019 Außenminister im Kabinett Johnson, schrieb am 30. Juni 2016 vor dem Bekanntwerden von Goves Kandidatur in Anspielung auf einen früheren Heineken-Werbespruch[91] in einem Gastkommentar der Sun:

“He [Johnson]’s got the Heineken effect that refreshes the parts that more conventional politicians cannot reach. …The Conservatives must be the party of the aspirational underdog. Boris and Michael Gove will make a formidable partnership.”

„Er [Johnson] hat den Heineken-Effekt, der die Teile erfrischt, die konventionelle Politiker nicht erreichen. […] Die Konservativen müssen die Partei der aufstrebenden Unterprivilegierten sein. Boris und Michael Gove werden ein beeindruckendes Duo abgeben.“

Dominic Raab[92]

Nach dem Kandidaturverzicht Johnsons schrieb Martin Kettle, ein Kommentator des Guardian, Boris Johnson wäre als Premierminister ein Desaster geworden. Kettle charakterisierte Johnson wie folgt:

“… Johnson is a narcissist. A lightweight, a first-degree self-publicist with a second-rate mind.”

„[…] Johnson ist ein Narzisst. Ein Leichtgewicht und ein Selbstdarsteller ersten Grades mit zweitklassigem Intellekt.“

Martin Kettle[93]

Amber Rudd, Arbeitsministerin im Kabinett von May und Johnson, kritisierte in einer Fernsehdebatte über das EU-Referendum Boris Johnson mit folgenden Worten:

“He’s the life and soul of the party but he’s not the man you want driving you home at the end of the evening.”

„Er ist der Mittelpunkt der Party, aber er ist nicht der Mann, von dem man abends nach Hause gefahren werden will.“

Amber Rudd[94]

Berthold Kohler, einer der FAZ-Herausgeber, schrieb im Juni 2016: „Johnsons unerträgliche Leichtigkeit des politischen Seins trug ihren Teil dazu bei, dass eine knappe Mehrheit der Behauptung Glauben schenkte, Großbritannien werde es nach dem Austritt aus der EU besser gehen als bisher. Das glaubt er nun aber nicht einmal mehr selbst, falls er es jemals tat. Es ist nicht auszuschließen, dass Johnson annahm, die Woge der „Leave“-Kampagne, die er ritt, werde ihn bis in die Downing Street tragen, aber nicht so gewaltig sein, dass sie Großbritannien tatsächlich aus der EU hinaus spülen würde. Jetzt aber […] verließen ihn sein Mut und seine Großmäuligkeit. Seine Versprechen sind nicht zu erfüllen. Spätestens seit seiner Fahnenflucht kann es keinen Zweifel mehr daran geben, dass er nicht der Richtige für das Amt des Premierministers gewesen wäre. Die Briten [..] müssen sich nach seinem Offenbarungseid […] fragen, warum sie ihm nachliefen.“[95]

Spiegel-Reporter Thomas Hüetlin schrieb im Juli 2016 in einem Kommentar, Johnson sei ein „hyperaktive[r] Viel-Redner“ und „ein Clown, der sich zu Höherem berufen fühlt“, gewesen. Er halte „den Brexit eigentlich für Quatsch“. „Es war nur ein Spiel, um sich für einen Machtwechsel bei den Tories später zu positionieren. Johnson hat nie ernsthaft damit gerechnet, das Votum für einen Austritt wirklich zu gewinnen.“ Die britische Politik der letzten Jahre sei ein Privatduell zweier Snobs (Johnson und Cameron) gewesen, „die sich eigentlich nur für sich selbst interessieren und die elitärsten Kreise der britischen Klassengesellschaft.“ Der Pressemogul Rupert Murdoch habe dieses Duell „mit seinen Medien beleuchtet und mit inszeniert.“ Die Boulevardzeitung The Sun habe „verstandesbetäubend laut [für den Brexit] getrommelt“.[96]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über seine deutsche Ur-ur-ur-Großmutter Adelheid Pauline Karoline von Rottenburg (1805–1872), nichteheliche Tochter des Prinzen Paul von Württemberg, ist Boris Johnson weitläufig mit zahlreichen Staatsoberhäuptern aus dem europäischen Hochadel verwandt.[97][98] Boris Johnson ist ein Großneffe 6. Grades sowohl von Königin Elisabeth II. durch eine Abstammungslinie, die über ihre Großmutter Queen Mary führt, als auch von Prinz Philip; ihr letzter gemeinsamer Vorfahr war Herzog Friedrich Eugen von Württemberg. Ebenfalls über Paul von Württemberg ist er ein Neffe 5. Grades von König Harald V. von Norwegen, sowie ein Cousin 5. Grades von König Philippe von Belgien, Königin Margrethe II., Großherzog Henri von Luxemburg, Prinzessin Beatrix der Niederlande und König Carl XVI. Gustaf von Schweden.

Zu dieser Adelsverwandtschaft gehört auch die Politikerin Beatrix von Storch als Cousine 5. Grades von Boris Johnson.

Karoline von Rottenburgs Ehemann war Karl Maximilian Freiherr von Pfeffel (1811–1890), Sohn des bayerischen Gesandten Christian Hubert von Pfeffel (1765–1834)[99] und Enkel des französisch-zweibrückischen Diplomaten Christian Friedrich Pfeffel von Kriegelstein.[100] Über dessen Vorfahrin Magdalena Kriegelstein von Wandelburg (1570–1620), verwitwete Herr, wiedervermählte Birr,[101] ist Johnson auch ein Verwandter von Fürstin Gracia Patricia und deren Sohn Fürst Albert II. von Monaco[102] sowie von Albert Schweitzer.[103]

Eine 1975 gefundene Basler Gruftmumie wurde 2018 als seine Ur-ur-ur-ur-ur-ur-Großmutter Anna Catharina Bischoff (1719–1787) identifiziert.[104]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2001 veröffentlichte Johnson einen Erfahrungsbericht über den britischen Wahlkampf. Er konnte sich gelegentlich nicht an den Titel seines Buches erinnern, und so steht auf dem Schutzumschlag der Untertitel Jottings on the Stump, auf dem Buchrücken aber Jottings from the Stump. Johnson veröffentlichte weiterhin zwei journalistisch angelegte Bücher (Johnson’s Column und Lend Me Your Ears). 2004 erschien sein erster Roman Seventy-Two Virgins (deutscher Titel: 72 Jungfrauen), in dem er in satirischer Form über einen Terrorangriff auf den US-amerikanischen Präsidenten in London erzählt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andrew Gimson: Boris: The Rise of Boris Johnson. Simon & Schuster, London 2006, ISBN 0-7432-7584-5.
  • Sonia Purnell: Just Boris: Boris Johnson: The Irresistible Rise of a Political Celebrity. Aurum Press Ltd., London 2011, ISBN 978-1-84513-665-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Boris Johnson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sonia Purnell: Just Boris. Boris Johnson: The Irresistible Rise of a Political Celebrity. Aurum Press Ltd., London 2011, ISBN 1-84513-665-9, S. 4.
  2. Who is Boris Johnson? The eccentric blond New Yorker set to rule the UK. In: The Guardian, 25. Juni 2016 (englisch); Boris Johnson among record number to renounce US citizenship in 2016. In: The Guardian, 8. Februar 2017 (englisch).
  3. Boris Johnson is related to ten US presidents. (Vom 2. August 2019; abgerufen am 21. September 2019.)
  4. The Boris Johnson story. BBC News, 4. Mai 2008, abgerufen am 9. Mai 2011 (englisch).
  5. Jüdische Allgemeine am 4. Juli 2019: Bloß nicht Labour (Abgerufen am 5. August 2019.)
  6. Todd Endelman: Leaving the Jewish Fold, 2015, S. 326.
  7. https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/boris-johnson-wollte-schon-als-kind-koenig-der-welt-sein-16298442.html
  8. https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_86135638/boris-johnsons-koenigreich-der-luegen-der-aufstieg-eines-schwindlers.html
  9. Sonia Purnell: Just Boris: Boris Johnson: The Irresistible Rise of a Political Celebrity. Aurum Press Ltd., London 2011, S. 45 ff.
  10. Sonia Purnell: Just Boris: Boris Johnson: The Irresistible Rise of a Political Celebrity. Aurum Press Ltd., London 2011, S. 48.
  11. Sonia Purnell: Just Boris: Boris Johnson: The Irresistible Rise of a Political Celebrity. Aurum Press Ltd., London 2011, S. 70.
  12. Peter Rásonyi: Grossbritannien: Jetzt kommt die Stunde des Parlaments. Neue Zürcher Zeitung, 10. September 2019.
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  104. Das ist die Ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-Oma von Boris Johnson. Spiegel Online, 25. Januar 2018.
VorgängerAmtNachfolger
Ken LivingstoneMayor of London
2008–2016
Sadiq Khan