Cerisy-la-Forêt

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Cerisy-la-Forêt
Cerisy-la-Forêt (Frankreich)
Cerisy-la-Forêt
Region Normandie
Département Manche
Arrondissement Saint-Lô
Kanton Pont-Hébert
Gemeindeverband Saint-Lô Agglo
Koordinaten 49° 12′ N, 0° 56′ WKoordinaten: 49° 12′ N, 0° 56′ W
Höhe 34–131 m
Fläche 23,81 km2
Einwohner 1.006 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 42 Einw./km2
Postleitzahl 50680
INSEE-Code

Cerisy-la-Forêt ist eine französische Gemeinde mit 1006 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Manche in der Region Normandie.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cerisy-la-Forêt liegt in der Normandie weniger als zwanzig Kilometer Luftlinie landeinwärts von der Küste zum Ärmelkanal entfernt im Kanton Saint-Clair-sur-l’Elle an der Ostgrenze des Départments Manche zum Département Calvados. Der Ort wird vom Flüsschen Esque berührt. Die Gemeinde liegt am Rande des Forêt de Cerisy genannten Waldgebietes, das sich weit überwiegend im benachbarten Département Calvados befindet. Im Südwesten der Gemeinde liegt das Tal der Elle, eines Zuflusses der Vire.

Der Sitz der Präfektur des Départements, die Stadt Saint-Lô, liegt etwa zwölf Kilometer südwestlich.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beginnend im Süden im Uhrzeigersinn grenzen an Cerisy-la-Forêt die Gemeinden Saint-Georges-d’Elle, Couvains und Saint-Jean-de-Savigny, die alle ebenfalls im Kanton Saint-Clair-sur-l’Elle und damit im Arrondissement Saint-Lô des Départements Manche liegen. Des Weiteren folgen Sainte-Marguerite-d’Elle im Kanton Isigny-sur-Mer, Tournières, Le Molay-Littry und Montfiquet im Kanton Balleroy, alle im Arrondissement Bayeux des benachbarten Départements Calvados.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerentwicklung von Cerisy-la-Forêt stellt sich wie folgt dar:[1]

1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
1.103 1.051 923 941 784 839 900

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cerisy-la-Forêt gehört zur Pfarrgemeinde der Heiligen Theresa vom Kinde Jesu (Paroisse Sainte Thérèse de l’Enfant Jésus) mit Sitz in Saint-Clair-sur-l’Elle des Dekanates Pont-Hébert (Doyenné de Pont-Hébert) des katholischen Bistums Coutances(-Avranches) (Diocèse de Coutances-et-Avranches).[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die von Herzog Robert I. dem Prächtigen erbaute Abteikirche
Grundriss der Abteikirche

Im 6. Jahrhundert gründete in Cerisy-la-Forêt der heilige Vigor,[3] Bischof von Bayeux, die später von Benediktinern geführte Abtei Cerisy-la-Forêt. Diese wird 1032 von Robert I. dem Prächtigen, Herzog der Normandie, restauriert, der im gleichen Jahr den Bau der heute noch erhaltenen einzigartigen Abteikirche beginnt. Die Abtei wird durch Roberts Sohn, Wilhelm den Eroberer, reich dotiert und später während der Französischen Revolution aufgehoben.[4]

Partnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 10. Oktober 1973 schloss Cerisy-la-Forêt eine Partnerschaft mit der damaligen Gemeinde Scharmede im damaligen Kreis Büren in Nordrhein-Westfalen. Seit dem 1. Januar 1975 ist Scharmede ein Stadtteil von Salzkotten im heutigen Kreis Paderborn.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das bedeutendste Bauwerk innerhalb der Gemeinde ist die aus dem 11. und 12. Jahrhundert stammende Abteikirche der im 6. Jahrhundert gegründeten Benediktinerabtei Saint-Vigor, ein Meisterwerk der normannischen romanischen Kunst und als Monument historique klassifiziert. Es folgen zwei Châteaus, das Château de La Boulaye aus dem 18. und 20. Jahrhundert und das Château de La Couespellière aus dem 16. bis 19. Jahrhundert, die beide je eine Unserer Lieben Frau geweihte Kapelle haben. Im 19. Jahrhundert errichtet wurde die Mühle von Airondel, im 17. Jahrhundert das Herrenhaus Manoir des Rochers.[4]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das wichtigste erhaltene Bodendenkmal in Cerisy-la-Forêt ist ein Tumulus.[4]

Parks und Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bemerkenswert sind das Tal der Elle im Südwesten der Gemeinde und der Bois l'Abbé genannte Staatsforst von Cerisy. 1976 wurde zum Schutz des dort lebenden Goldglänzenden Laufkäfers das 2124 Hektar umfassende Naturschutzgebiet des Staatsforsts von Cerisy (Réserve naturelle de la Forêt domaniale de Cerisy) eingerichtet.[4][5]

In der Gemeinde finden sich Möglichkeiten für die Jagd und fürs Angeln sowie für ausgedehnte Wander- und Fahrradtouren.[4]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wochenmarkt findet jeweils mittwochs statt, der Jahrmarkt am 1. Mittwoch im Juli. Der Termin des örtlichen Patronatsfestes ist der Sonntag, der dem 14. Juli am nächsten liegt. Die Klosterkirche ist der Ort der jährlichen Veranstaltungsreihe „Ton und Lichterglanz“ (« Son et Lumière »), die jeweils vom 14. Juli bis 15. September dauert.[4]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cerisy-la-Forêt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. INSEE: Cerisy-la-Forêt auf der Website des Insee
  2. Bistum Coutances(-Avranches): Paroisses du Doyenné de PONT-HÉBERT (Memento des Originals vom 9. Juli 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/catholique-coutances.cef.fr (Pfarreien des Dekanates Pont-Hébert)
  3. a b Heike GrieserVIGOR, Bischof von Bayeux. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 12, Bautz, Herzberg 1997, ISBN 3-88309-068-9, Sp. 1394–1395.
  4. a b c d e f quid.fr: Cerisy-la-Forêt (Manche) (Memento des Originals vom 21. Juli 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.quid.fr
  5. Passion Nature: Carabus (Chrysocarabus) auronitens Fabricius 1792
  6. Guilbert, Aimé-Victor-François. In: Salvador Miranda: The Cardinals of the Holy Roman Church. fiu.edu, Website der Florida International University; abgerufen am 30. November 2016 (englisch)
  7. französische Wikipedia: Aimé-Victor-François Guilbert