Christian Prokop

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Christian Prokop
Christian Prokop

Christian Prokop (2018)

Spielerinformationen
Geburtstag 24. Dezember 1978
Geburtsort Köthen, DDR
Staatsbürgerschaft DeutscherDeutscher deutsch
Körpergröße 1,90 m
Spielposition Rückraum links
  Rückraum Mitte
Wurfhand rechts / links
Vereinsinformationen
Verein DeutschlandDeutschland Deutschland (Männer)
Vereine als Aktiver
  von – bis Verein
0000–1998[1] DeutschlandDeutschland SV Bernburg
1998[1]–2000[2] DeutschlandDeutschland Dessauer HV
2000[2]–2001[3] DeutschlandDeutschland HC Wuppertal
2001[3]–2003[4] DeutschlandDeutschland GWD Minden
2003[4]–2003[5] DeutschlandDeutschland HG 85 Köthen
Vereine als Trainer
  von – bis Verein
2003–2004 DeutschlandDeutschland Eintracht Hildesheim
2005–2006 DeutschlandDeutschland MTV Braunschweig
2006–2009 DeutschlandDeutschland TSV Hannover-Anderten
2009–2011 DeutschlandDeutschland SC Magdeburg II
2011–11/2012 DeutschlandDeutschland SV Post Schwerin
11/2012–2013 DeutschlandDeutschland TUSEM Essen
2013–2017 DeutschlandDeutschland SC DHfK Leipzig
2017– DeutschlandDeutschland Deutschland (Männer)

Stand: 3. Mai 2017

Christian Prokop (* 24. Dezember 1978 in Köthen) ist ein deutscher Handballtrainer und ehemaliger Handballspieler.

Spielerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als linker Rückraumspieler[1] war Prokop von 1998 bis 2000 beim damaligen Zweitligisten Dessauer HV tätig, von hier wechselte er für die Saison 2000/01 in die Erste Bundesliga zum HC Wuppertal, und danach von 2001 bis 2003 zu GWD Minden. Insgesamt bestritt er 41 Bundesligaspiele, in denen er 80 Tore erzielen konnte, davon 8/16 für Wuppertal und 33/64 für Minden. Für den Deutschen Handballbund (DHB) kam er zwischen 1999 und 2002 siebenmal in der B-Nationalmannschaft zum Einsatz, wobei das Turnierspiel des Sparkassencups 2003 gegen die A-Mannschaft des DHB nicht als Länderspiel gewertet wird. In den sechs offiziellen B-Länderspielen erzielte er 14 Tore und traf dabei in jeder Begegnung mindestens ein Mal.

Nach einer schweren Knieverletzung, die Christian Prokop sich im März 1999 bei einem B-Länderspiel gegen Ägypten zugezogen hatte,[6] stellte der bis dahin als Rechtshänder Agierende seine Spielweise zur Schonung des linken Knies auf Linkshändigkeit um.[7] Aufgrund der personellen Situation bei Minden auf seiner neuen Position im rechten Rückraum kam Prokop in der Saison 2002/03 nur noch am ersten Bundesligaspieltag für Minden gegen den HSV Hamburg zum Einsatz, und sein Vertrag wurde am Ende der Saison nicht verlängert,[7] weshalb er anschließend zum Regionalligisten HG 85 Köthen wechselte, den sein Vater Heinz Prokop trainierte.[6]

Trainerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christian Prokop erwarb 2003 die A-Lizenz als Trainer des DHB und trainierte zunächst bis 2004 zwei Jugendmannschaften bei Eintracht Hildesheim. Ab März 2005 war er als Trainer beim MTV Braunschweig in der damaligen Regionalliga tätig.[8] Ab 2006 trainierte er die erste Herren-Mannschaft des TSV Hannover-Anderten, mit der er den Aufstieg von der Regionalliga in die Zweite Bundesliga schaffte. Im Jahr 2009 wechselte er zur zweiten Mannschaft des SC Magdeburg, die er bis zum Ende der Saison 2010/11 trainierte. Ab der Saison 2011/12 übernahm er das Traineramt beim SV Post Schwerin. Nach der Insolvenz des Vereins wurde er am 19. November 2012 Trainer des Bundesligisten TUSEM Essen, wo er einen Vertrag erhielt, der auch für die 2. Bundesliga Gültigkeit besaß.[9] Nachdem er am Ende der Saison 2013 mit dem TUSEM abstieg, wurde der Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst; Prokop wechselte zur Saison 2013/14 zum SC DHfK Leipzig.[10] In der Saison 2015/16 wurde er zum Trainer der Saison gewählt.

Anfang Februar 2017 wurde bekannt, dass Prokop vom DHB als neuer Trainer der deutschen Handballnationalmannschaft ausgewählt wurde und damit die Nachfolge des Isländers Dagur Sigurðsson antritt. Prokop erhielt offiziell ab 1. Juli 2017 einen Fünfjahresvertrag ohne Ausstiegsklausel. Er wurde im Rahmen des Allstar-Games am 3. Februar 2017 in Leipzig offiziell vorgestellt.[11] Das erste Spiel unter seiner Leitung fand am 18. März 2017 in Göteborg gegen Schweden statt (Ergebnis 25:27), das erste Pflichtspiel am 3. Mai 2017 in Ljubljana gegen Slowenien.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Sport absolvierte Christian Prokop von 2004 bis 2007 einen Bachelorstudiengang für das Lehramt Grund-, Haupt- und Realschulen in den Fächern Sport und Wirtschaft an der Universität Hildesheim; den anschließenden Masterstudiengang schloss er 2009 ab. Im Juni 2011 endete die Referendarzeit an der Sportsekundarschule in Magdeburg.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prokop ist verheiratet, hat eine Tochter und einen Sohn.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Christian Prokop – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Gegnerkader Dessauer HV 1996 Saison 1998/99 auf archiv.thw-handball.de, abgerufen am 2. November 2016
  2. Gegnerkader HC Wuppertal Saison 2000/2001 auf archiv.thw-handball.de, abgerufen am 2. November 2016
  3. Gegnerkader GWD Minden Saison 2001/2002 auf archiv.thw-handball.de, abgerufen am 2. November 2016
  4. Gegnerkader GWD Minden Saison 2003/2004 auf archiv.thw-handball.de, abgerufen am 2. November 2016
  5. Portrait des neuen Bundestrainers: Analytiker und "Herzensmensch" - Prokop ähnelt Sigurdsson auf handball-world.com, abgerufen am 3. Februar 2017
  6. a b Ein Comeback mit links auf welt.de vom 20. April 2003, abgerufen am 17. April 2013
  7. a b Kleistern mit Gefühl auf spiegel.de vom 5. Mai 2003, abgerufen am 17. April 2013
  8. Fliegender Wechsel beim MTV auf braunschweiger-zeitung.de, vom 1. April 2005
  9. Erster Trainerwechsel der Saison auf handball-world.com vom 19. November 2012
  10. handball-world.com: TUSEM: Dragunski wird Prokop-Nachfolger - drei Spieler auf dem Absprung vom 3. Juni 2013, abgerufen am 11. Juni 2013
  11. Handball: Prokop wird neuer Handball-Bundestrainer bei sportschau.de, 3. Februar 2017 (abgerufen am 3. Februar 2017).