Daniel Wells (Snookerspieler)

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Daniel Wells
Daniel Wells
Geburtstag 31. Juli 1988
Geburtsort Neath, Wales
Nationalität WalesWales Wales
Profi 2008–10, 2011–2014, seit 2015
Preisgeld 142.009 £[1]
Höchstes Break 136[1]
Century Breaks 59[1]
Main-Tour-Erfolge
Weltmeisterschaften
Ranglistenturniersiege
Minor-Turniersiege
Weltranglistenplatzierungen
Höchster WRL-Platz 58[2](2017/18)
Aktueller WRL-Platz 63 (Stand: 7. Mai 2018)
Daniel Wells beim German Masters 2013

Daniel Wells (* 31. Juli 1988 in Neath) ist ein walisischer Snookerspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Qualifikationsjahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wells war schon als Jugendlicher sehr erfolgreich, er erreichte 2007 das Halbfinale der U-21-Weltmeisterschaft, war Nummer 1 der Junioren in Wales und spielte für die walisische Seniorenauswahl. Daraufhin wurde ihm die damals zum ersten Mal verliehene Paul Hunter Scholarship der World Snooker Association zuerkannt, die es ihm ermöglichte, ein Jahr lang mit Profispielern an der World Snooker Academy in Sheffield zu trainieren[3].

In der folgenden PIOS-Tour sicherte er sich unter anderem mit einer Halb- und einer Viertelfinalplatzierung Platz 6 in der Gesamtwertung und damit die Qualifikation für die Profitour 2008/09[4]. In seinem ersten Profijahr spielte er recht erfolgreich in den Qualifikationsrunden zu den großen Turnieren und verpasste nur knapp die Teilnahme an der Hauptrunde der Weltmeisterschaft nach einer 9:10-Niederlage gegen Barry Hawkins. Auch ohne Teilnahme an einer Endrunde in einem großen Turnier behauptete er seinen Main-Tour-Platz als 70. der Weltrangliste über die Einjahreswertung. In der Saison darauf unterlag er allerdings meist sehr früh in den Turnieren und kam selten bis in die zweite Runde. Er sammelte zu wenig Weltranglistenpunkte, sodass er die Profitour verlassen musste.

Seinen bislang größten Erfolg hatte Daniel Wells danach beim Paul Hunter Classic 2010. Als Amateur erreichte er bei dem Minor-Ranglistenturnier das Halbfinale. Ebenfalls in Deutschland erreichte er noch in derselben Saison bei den German Masters 2011 zum ersten Mal die Hauptrunde eines vollwertigen Weltranglistenturniers, nachdem er eine Wildcard bekommen und in der Qualifikationsrunde Liu Song geschlagen hatte.

Er kehrte in der Saison 2011/12 durch die Nominierung durch den walisischen Verband auf die Main Tour zurück. Er gewann außerdem die EBSA Europameisterschaft, die ihn auch zur Teilnahme an der Profitour berechtigt hätte. Die Saison verlief für ihn jedoch aufgrund zahlreicher Erstrundenniederlagen ziemlich negativ. Am Ende reichte es für Wells nicht für einen Verbleib auf der Main Tour. Er konnte sich jedoch beim zweiten Turnier der Q School 2012 als Sieger seiner Gruppe für die Saison 2012/13 und 2013/14 qualifizieren.

In seinem dritten Profijahr gelangen dem Waliser zwar fünf Erstrundensiege, unter anderem beim German Masters 2013 und den Welsh Open 2013, erneut schaffte er es jedoch nicht in die Hauptrunde eines Turniers und beendete die Saison auf Platz 87. Auch im Jahr darauf kam er bei vier Auftaktsiegen nie über die zweite Runde bei Weltranglistenturnieren hinaus. Auch drei Teilnahmen an der Runde der letzten 32 bei PTC-Turnieren brachten nicht genug Punkte, um nach zwei Jahren die Tourteilnahme zu halten. Er erreichte nur Platz 100 der Weltrangliste und konnte sich auch in der folgenden Q School nicht wieder zurück auf die Main Tour spielen. Immerhin hatte er in der Q School einmal das Halbfinale seiner Gruppe erreicht und er wurde deshalb in der 2014/15 als Reservespieler mit Amateurstatus zu den Qualifikationsturnieren der Profiturniere eingeladen. Bei den Australian Open erreichte er als bestes Saisonergebnis ein weiteres Mal die zweite Runde.

Etablierung auf der Main Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Q School gelang ihm im nächsten Jahr mit dem Gruppensieg über Alexander Ursenbacher erneut die Main-Tour-Qualifikation für die folgenden beiden Jahre. Nach einem wechselhaften Start in die Saison 2015/16 mit einer Top-32-Platzierung beim Paul Hunter Classic und 4:0-Siegen über die Top-32-Spieler Anthony McGill und Xiao Guodong schaffte er es bei der International Championship erstmals auch als Profi ins Hauptturnier. Beim PTC-Turnier in Bulgarien stand er im Achtelfinale. Im Jahr darauf überstand er dann beim World Open erstmals auch bei einem vollwertigen Ranglistenturnier die erste Hauptrunde, danach besiegte er die Nummer 14 der Welt Kyren Wilson mit 5:0 und verlor im Achtelfinale nach 4:2-Führung erst in einem umkämpften Entscheidungsframe mit 4:5 gegen Ali Carter.[5] Danach erreichte er dreimal die Runde der Letzten 32, verlor aber auch zweimal sein Erstrundenspiel. Erst beim vorletzten Turnier der Saison, den China Open gelang ihm mit Siegen über Marco Fu und Matthew Stevens ein zweiter Achtelfinaleinzug. Und erst dadurch verbesserte er sich auf Platz 62 der Weltrangliste, wodurch er sich erstmals direkt den Verbleib auf der Main Tour sicherte.

Die Saison 2017/18 verlief durchwachsen. Der Einzug unter die Letzten 32 beim World Open brachte ihm mit Platz 58 seine höchste Ranglistenplatzierung. Als er danach aber nur noch beim Scottish Open – wo er den Weltranglisten-6. Shaun Murphy zum Auftakt mit 4:3 schlug – den Einzug in die dritte Runde schaffte, stand er vor der abschließenden Weltmeisterschaft nur noch auf Platz 65 und hätte die Weiterqualifikation um einen Platz verpasst. Im Zweitrundenmatch gegen Zhou Yuelong drehte er jedoch einen 2:5-Rückstand in eine 9:5-Führung und holte sich mit dem Sieg über den Chinesen die nötigen Punkte für eine Top-64-Platzierung und den Tourverbleib. Seinen ersten Crucible-Einzug bei der WM verpasste er aber durch ein 4:10 gegen Liam Highfield anschließend klar.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ranglistenturniere:

Andere Profiturniere:

Qualifikationsturniere:

  • Finalist: PIOS (2007/08 – Turnier 5)

Amateurturniere:

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Profil von Daniel Wells bei CueTracker (Stand: 20. Mai 2018)
  2. World Rankings. After 2017 World Open. In: worldsnooker.com. World Professional Billiards & Snooker Association, 25. September 2017, abgerufen im 21. Mai 2018 (PDF; 351 kB, englisch).
  3. BBC Sport Snooker - Wells secures Hunter Scholarship
  4. Brownball.de - PIOS-Ranking Saison 2007/2008
  5. Daniel Wells Q&A, World Snooker, 4. August 2016

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Daniel Wells – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien