Allister Carter

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Allister Carter
Allister Carter
Geburtstag 25. Juli 1979
Geburtsort Colchester
Nationalität EnglandEngland England
Spitzname(n) The Captain
Profi seit 1996
Preisgeld 2.255.071 £[1]
Höchstes Break 147 (2×)[1][2]
Century Breaks 265[2]
Main-Tour-Erfolge
Weltmeisterschaften
Ranglistenturniersiege 4
Minor-Turniersiege 1
Weltranglistenplatzierungen
Höchster WRL-Platz 2 (Sep. und Okt. 2010)
Aktueller WRL-Platz 19 (Stand: 12. August 2018)
Allister Carter beim German Masters 2013.

Allister „Ali“ Carter (* 25. Juli 1979 in Colchester, Essex) ist ein englischer Snookerspieler. Sein Spitzname The Captain nimmt Bezug darauf, dass Carter im Besitz einer gültigen Verkehrspilotenlizenz ist.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Profijahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carter gab 1996 sein Profidebüt. Das erste Mal auf sich aufmerksam machte er, als er 1999 das Halbfinale des Grand Prix in Preston erreichte. Sein größter Erfolg vor 2006 war 1999 der Gewinn der Benson & Hedges Championship, ein Qualifikationsturnier für das Masters.

Carter wurde in der Saison 1999/2000 zum WPBSA Newcomer of the Year gewählt.

Saison 2006/2007 bis 2008/2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Snookerweltmeisterschaft 2007 erreichte er das Viertelfinale und unterlag dort Mark Selby mit 12:13 Frames. Während dieser WM spielte er mit einer Serie von 144 Punkten sein bis dahin höchstes Break.

Bei der Snooker-WM 2008 gelang ihm am 29. April im Viertelfinale gegen Peter Ebdon sein erstes offizielles Maximum Break. Zum ersten Mal in der Geschichte des Snooker wurden dort in der Endrunde eines Turniers zwei Maximum Breaks gespielt (das erste gelang Ronnie O’Sullivan am Tag zuvor), sodass die für ein Maximum ausgelobte Prämie geteilt werden musste. Carter erreichte dort erstmals das Finale eines Weltranglistenturniers, in dem er O’Sullivan mit 8:18 unterlag. Nach diesem Turnier wurde Carter erstmals unter den 8 Besten der offiziellen Weltrangliste geführt.

Bei der Northern Ireland Trophy unterlag Carter 2008 im Halbfinale erneut Ronnie O’Sullivan (5:6).

Saison 2009/2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Halbfinale der UK Championship unterlag er Marco Fu mit 7:9. Bei den Welsh Open zog er ins Finale ein, wo er mit einem 9:5-Sieg über Joe Swail seinen ersten Titel bei einem Weltranglistenturnier gewann.

Im Dezember 2009 spielte er bei der UK Championship im Viertelfinale sein 100. Century Break. Carter war erst der 32. Spieler, der hundert Centuries geschafft hatte. Bei den Welsh Open stand er erneut im Finale, konnte seinen Titel gegen John Higgins aber nicht verteidigen. Bei der Weltmeisterschaft erreichte er ebenso das Halbfinale wie bei den China Open. Er schloss die Saison als Weltranglistenvierter ab.

Saison 2010/2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim ersten Ranglistenturnier der Saison 2010/11, dem Shanghai Masters, spielte er sich zunächst ins Viertelfinale, wo er beinahe gegen den Waliser Matthew Stevens ausgeschieden wäre. Er konnte jedoch einen 1:4-Rückstand noch zu einem 5:4-Erfolg drehen und mit Siegen über Mark Selby und Jamie Burnett seinen zweiten Titel auf der Main Tour gewinnen. Dadurch schob er sich in der Weltrangliste bis auf Rang 2 vor.

Saison 2011/12 bis 2015/16[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Snookerweltmeisterschaft 2012 erreichte Carter das Finale, in dem er wiederum O’Sullivan unterlag, diesmal mit 11:18.

Im Februar 2013 triumphierte er beim German Masters in Berlin durch einen 9:6-Finalerfolg über Marco Fu.

Im Oktober 2014 gewann er den General Cup durch einen 7:6-Finalsieg gegen Landsmann Shaun Murphy.

Im August 2015 besiegte er Shaun Murphy im Finale des Paul Hunter Classic mit 4:3 und gewann damit erstmals ein PTC-Turnier.

Im Juli 2016 siegte Ali Carter gegen Joe Perry im Finale der Hanteng Auto World Open im chinesischen Yushan mit 10:8 und gewann damit erstmals die World Open.

Saison 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim China Championship 2017 qualifizierte er sich mit einem 5:2 gegen Ross Muir für die Erste Hauptrunde. Dort startete er einen Siegeszug: Er besiegte Aditya Mehta (5:4), David Grace (5:4), Mark Davis (5:1) und den Iren Fergal O'Brien (5:2). Carter schied erst im Halbfinale mit einem 4:6 gegen Shaun Murphy aus.

Bei den Indian Open schied er in der Qualifikation gegen Ken Doherty aus, bei den World Open trat er nicht an. Auch bei den European Masters schied er schon in der Qualifikation aus, diesmal mit 1:4 gegen Mei Xiwen. Bei den English Open 2017 schied er in der Zweiten Hauptrunde mit 3:4 gegen James Wattana aus, nachdem er Oliver Lines mit 4:1 besiegt hatte.

Beim International Championship gewann er in der Qualifikation mit 6:0 gegen Jamie Curtis-Barrett, besiegte darauf Andrew Higginson (6:3), Stephen Maguire (6:1) und Shaun Murphy (6:2) und schied erst im Viertelfinale knapp mit 5:6 gegen Martin Gould aus. Die darauffolgenden Shanghai Masters begann er mit einem 5:4-Sieg über Sam Craigie, durch den er sich für die Erste Hauptrunde qualifizierte. Dort besiegte er Stuart Carrington mit 5:3, um dann mit 4:5 gegen Stephen Maguire auszuscheiden.

Im Laufe der Saison rutschte Carter auf Weltranglistenplatz 15 ab. Dies reichte aber für eine direkte Qualifikation für die Snookerweltmeisterschaft 2018, wo er in der Ersten Runde Graeme Dott mit 10:8 schlug. In der zweiten Runde besiegte er überraschend Ronnie O'Sullivan mit 13:9 und zog damit ins Viertelfinale ein.[3] Dort verlor er mit 8:13 gegen den späteren Weltmeister Mark Williams.

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krankheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2003 wurde bei Ali Carter Morbus Crohn diagnostiziert.

Am 1. Juli 2013 wurde bekanntgegeben, dass bei ihm Hodenkrebs diagnostiziert wurde.[4] Er gilt aber mittlerweile wieder als geheilt.

Ende Mai 2014 wurde bei ihm Lungenkrebs diagnostiziert, woraufhin er sich einer Chemotherapie unterzog. Carter hat den Lungenkrebs besiegt. Dies haben ihm die Ärzte angeblich am 29. Dezember 2014 mitgeteilt.[5]

Familiäres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Freundin Sarah brachte am 1. Oktober 2009 einen Sohn zur Welt.[6]

Turniersiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allister Carter mit dem Pokal für den Sieger des German Masters 2013 und seiner Freundin.

Ranglistenturniere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstige Turniere (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Allister Carter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Profil von Ali Carter bei CueTracker (Stand: 18. August 2018)
  2. a b Snooker Info – 100Centuries (Stand 17. August 2018)
  3. https://www.eurosport.de/snooker/snooker-wm/2017-2018/snooker-wm-ronnie-osullivan-nach-niederlage-gegen-carter-ausgeschieden_sto6732390/story.shtml
  4. Carter Diagnosed With Cancer (englisch) In: worldsnooker.com. World Professional Billiards and Snooker Association. 1. Juli 2013. Abgerufen am 1. Juli 2013.
  5. Ali Carter (englisch) 24. Mai 2014. Abgerufen am 3. Juni 2014: „Ali Carter has been diagnosed with a form of lung cancer‎.“@1@2Vorlage:Toter Link/origin-www.worldsnooker.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. Ali Carter Biography (englisch), FrostSnow, 6. März 2016