Duna Média

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Duna Média Rt.

Logo
Rechtsform öffentlich-rechtlich
Gründung 1. Juli 2015
Sitz Budapest UngarnUngarn Ungarn
Leitung Dobos Menyhért
Branche Medien
Website http://www.mediaklikk.hu

Die Duna Médiaszolgáltató Zártkörűen Működő Nonprofit Részvénytársaság (kurz: Duna Média, dt. Donau Media Service GmbH) ist die zentrale öffentlich-rechtliche Rundfunkgesellschaft Ungarns. Sie wurde am 1. Juli 2015 gegründet und ist seither der einzige öffentliche Dienstleister des Landes.

Die Duna Média entstand durch den Zusammenschluss von Duna Televízió, Magyar Rádió und Magyar Televízió. Grund war die Beseitigung von unnötigen Parallelen in den öffentlich rechtlichen Medien und die Koordination durch eine zentrale Verwaltung des ungarischen Rundfunks.

Ausrichtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Einschätzung unabhängiger Medienschaffender in Ungarn strukturierte die Regierung Orban die öffentlich-rechtlichen Medien komplett um. Insgesamt wurden mehrere tausend Mitarbeitern entlassen. Die politische Themensetzung folge seitdem der Linie der Regierungspartei. Besonders besorgniserregend sei die die Situation auf dem Lande. In kleinstädtischer und dörflicher Umgebung seien die öffentlich-rechtlichen Medien, zu der neben MTV auch der öffentlich-rechtliche Nachrichtensender Kossuth Radio gehört, faktisch alternativlos. Hier gebe es fast gar keine kritischen Medien mehr. So käme es zu einer defakto flächendeckenden Gleichschaltung.[1][2]

Der NDR wies darauf hin, dass in den Programmen von Magyar Televizio Deutschland als "brandgefährliches Pflaster" dargestellt werde. Wöchentlich werden Berichte über mutmaßlich gewalttätige Migranten und deshalb verängstigte Deutsche Bürger ausgestrahlt. Nachgewiesenerweise traten mehrmals Politiker der AfD im Ungarischen Fernsehen auf und berichteten von der angeblichen angespannten Situation in der Bundesrepublik. Sie stellten sich als "normale" deutsche Bürger dar und verschwiegen ihr Engagement für die rechtspopulistische Partei.[3]

Zusammenschluss der drei großen Rundfunkgesellschaften Ungarns.

Medienübersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehsender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die TV-Programme setzen sich aus den ehemaligen Rundfunkanstalten Magyar Televízió und Duna Televízió wie folgt zusammen:

  • M1 – Informationsprogramm
  • M2 – Kinder- und Unterhaltungsprogramm
  • M3 – Archivsendungen
  • M4 – Sportprogramm
  • M5 – Kulturprogramm
  • Duna – Programm für ungarische Minderheiten
  • Duna World – Programm für ungarische Minderheiten

Radiosender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Radioprogramme wurden von der ehemaligen Rundfunkanstalt Magyar Rádió übernommen und teils durch neue Sender ergänzt:

  • Kossuth – Information (ehem. MR1-Kossuth Rádió)
  • Petőfi – Rock, Pop (ehem. MR2-Petőfi Rádió)
  • Bartók – Klassik, Jazz (ehem. MR3-Bartók Rádió)
  • Nemzetiségi – Minderheiten (ehem. MR4-Nemzetiségi adások)
  • Parlamenti – Politik (ehem. MR5-Parlamenti adások)
  • Dankó – (ehem. Dankó Rádió)
  • Duna World (Radio)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/pressefreiheit-kritik-gilt-in-ungarn-als-landesverrat/22865456.html
  2. https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/medienpolitik/Die-letzten-ihrer-Art-Freie-Medien-in-Ungarn,ungarn862.html
  3. https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/medienpolitik/Ungarisches-TV-AfD-Politiker-als-besorgter-Buerger,afd1724.html