ESWE Verkehrsgesellschaft

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ESWE Verkehrs GmbH
Logo der ESWE Verkehrsgesellschaft Wiesbaden

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Der „50-Millionen-Bus“ von ESWE Verkehr

Basisinformationen
Unternehmenssitz Wiesbaden
Webpräsenz www.eswe-verkehr.de
Eigentümer Stadt Wiesbaden
Sitz Wiesbaden
Aufsichtsrat Stadtrat Andreas Kowol (Vorsitzender),

Wolfgang Klumb (stellv. Vorsitzender), Thomas Baldering, Andrea Baum, Claus-Peter Große, Hans-Joachim Hasemann-Trutzel, Marcus Maus, Petra Schabel, Michael Schiebel, Denis Seldenreich, Gerhard Uebersohn, Alexander Winkelmann

Geschäftsführung Jörg Gerhard, Hermann Zemlin
Betriebsleitung Nerobergbahn Sabine Füll[1]
Verkehrsverbund Mainz-Wiesbaden (VMW),
Rhein-Main (RMV),
Rhein-Nahe (RNN)
Mitarbeiter über 1000[2]
Umsatz 41,7 Mio.dep1
Linien
Bus 42
Sonstige Linien Nerobergbahn
Anzahl Fahrzeuge
Omnibusse 284
Statistik
Fahrgäste 59,4 Mio.
Haltestellen ca. 800
Länge Liniennetz
Buslinien über 660dep1
Betriebseinrichtungen
Betriebshöfe 1
Ein Bus der Linie 6A am neugestalteten Bussteig A der Haltestelle "Hauptbahnhof"

Die ESWE Verkehrsgesellschaft mbH, kurz ESWE Verkehr, ist die traditionelle Wiesbadener Nahverkehrsgesellschaft. Die Abkürzung geht dabei zurück auf die im Jahr 2000 aufgelösten Stadtwerke. Die Buchstaben S und W werden hier seit einer Werbeaktion zur Modernisierung des Unternehmens im Jahr 1970[3] in Lautschrift ausgeschrieben, also Es und We, sowie in Großbuchstaben gesetzt.[4] Das Unternehmen befördert im Jahr auf 42 Linien mit ca. 800 Haltestellen und einer Linienlänge von über 660 Kilometern über 59 Millionen Fahrgäste (Stand: 2018).[5] Neben dem Stadtbusverkehr in Wiesbaden betreibt ESWE Verkehr auch die Nerobergbahn. Die ESWE Verkehrsgesellschaft und die Mainzer Verkehrsgesellschaft sind die beiden Anteilseigner der Verkehrsverbund Mainz-Wiesbaden (VMW) GmbH. Darüber hinaus ist das Wiesbadener Verkehrsunternehmen Mitglied des Rhein-Main-Verkehrsverbund.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte des Öffentlichen Personennahverkehrs in Wiesbaden begann im Jahre 1875 mit Eröffnung der ersten städtischen Pferdebahnlinie, welche 1889 von einer Dampfbahn abgelöst wurde. Die Linienführung war Nerotal (damals hieß die Endhaltestelle noch Beau Site) – Wilhelmstraße – Bahnhöfe – Adolphshöhe – Biebrich Rheinufer.

Im Dreikaiserjahr 1888 wurde die Nerobergbahn eröffnet, eine mit Wasserballast betriebene Standseilbahn.

1894 wurde die erste elektrische Straßenbahn in Betrieb genommen. Nach elf Jahren heftig umstrittenen Betriebes wurde die Dampfbahn im Jahre 1900 ebenfalls von der „Elektrischen“ abgelöst.

Im Jahre 1929 stellte Wiesbaden als erste Großstadt der Welt eine Straßenbahnlinie auf Omnibusse um. Allerdings bestanden parallel noch die Straßenbahnen der Süddeutschen Eisenbahn-Gesellschaft (SEG), die erst später in den städtischen Besitz übergingen.

1954 wurden die ersten Gelenkomnibusse dem Verkehr übergeben und nur ein Jahr später die letzte noch übrig gebliebene Straßenbahnlinie 8 endgültig eingestellt. Das gleiche Schicksal erlitten 1961 die beiden O-Buslinien A und B. In den 1960er Jahren sah der Stadtplaner Ernst May die Einführung einer U-Bahn vor, dazu kam es jedoch nie.

1968 wurden die ersten Busspuren eingeführt.

Mitte der 1970er-Jahre tauchte zum ersten Mal das blaue ESWE-Logo auf und die Fahrzeuge wurden in Anlehnung an die nassauischen Landesfarben unten orange und oben weiß lackiert. Im Februar 1985 wurde mit der Anschaffung der ersten Omnibusse des Typs Mercedes-Benz O 405 die heute noch aktuelle blau-orange-weiße Fahrzeuglackierung eingeführt.

1990 etablierte ESWE als zweite Stadt in Deutschland (nach Köln) einen Fahrgastbeirat. Dieser traf sich vierteljährlich und sollte die Interessen der Fahrgäste gegenüber dem Verkehrsbetrieb bündeln und vertreten. Gab es in der Anfangszeit nur sporadische Auftritte in der Öffentlichkeit, so verkauften ESWE Verkehr und der Fahrgastbeirat seit 2004 am Samstag vor dem Fahrplanwechsel gemeinsam die neuen Fahrpläne, wobei der Verkaufserlös jeweils einem „guten Zweck“ gestiftet wird. Seit 2011 gibt es die Nachfolge-Institution des FahrgastForum, welches sich alle zwei Monate trifft und zusätzlich ein Forum im Internet sowie etwa alle zwei Monate einen so genannten Expertenchat. Allerdings litt das FahrgastForum an mangelnder Nachfrage und schlief bereits nach einem Jahr ein, auch ein Expertenchat kam nur im ersten Jahr zustande. Übrig ist mittlerweile nur noch ein Forum mit bestenfalls mittelmäßiger Resonanz.

Im Jahr 2000 wurden die Verkehrsbetriebe aus der ESWE ausgegliedert und in eine eigenständige GmbH umgewandelt. Seitdem bestehen die ESWE Versorgungs AG als städtisches Energieversorgungsunternehmen und die ESWE Verkehrsgesellschaft als Nahverkehrsunternehmen.

Am 1. Oktober 2004 begann die von der Wiesbadener Versorgungs- und Verkehrsholding (WVV) und der Hamburger Hochbahn (HHA) gegründete Wiesbadener Busgesellschaft mbH (WiBus). Die WVV hielt bei der Gründung 51 Prozent der Gesellschaftsanteile, die restlichen 49 Prozent die HHA. Ziel war, die Konkurrenzfähigkeit von ESWE Verkehr am Markt zu stärken, da die WiBus einem anderen Tarifvertrag unterliegt und ihren Beschäftigten deutlich geringere Gehälter zahlt. Diese Maßnahme wurde als Konsequenz der geänderten rechtlichen Rahmenbedingungen zur Vergabe von Verkehrsleistungen für notwendig gehalten. Mit der Betriebsaufnahme der WiBus endeten die Beauftragung der externen Subunternehmen Autobus Sippel, Papproth und Mester. Als Folge unterschiedlicher Auffassungen und der Planung der Hochbahn, deren Fremdbeteiligungen in die BeNex auszugliedern und wiederum 49 Prozent der BeNex zu verkaufen, beschlossen Ende 2007 die Wiesbadener städtischen Gremien den Erwerb der WiBus-Anteile der Hamburger Hochbahn, sodass sich alle Anteile der WiBus im Besitz der WVV befunden hatten. Eine weitere Schwestergesellschaft, die WTI (Wiesbaden Tours International), früher Betreiberin der blauen Kurautobusse und später viele Jahre lang neben anderen privaten Firmen als Subunternehmen tätig, ging im Herbst 2009 in die Insolvenz.

Mit dem 25. Juni 2014 wurde die Wiesbadener Busgesellschaft mbH (WiBus) in ESWE Verkehr Fahrbetrieb GmbH umbenannt und alle Anteile von der WVV auf ESWE Verkehr überschrieben.

Am 28. April 2015 beschloss der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden die vollständige Verschmelzung der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH mit ihren bisherigen Tochtergesellschaften ESWE Verkehr Fahrbetrieb GmbH (EVFB, ehemals WiBus) und ESWE Verkehr Service GmbH (EVS), die entsprechend vollzogen wurde. Seit dieser Zeit sind wieder alle Mitarbeiter beim Mutterunternehmen beschäftigt[6].

Im Jahr 2016 erteilte die Landeshauptstadt Wiesbaden ESWE Verkehr erneut die Konzession, um das lokale Busnetz zu betreiben[7]. Die Konzessionserteilung begann im Oktober 2017 und läuft für zehn Jahre.

Linienverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachfolgend aufgelistet sind alle Buslinien, die von der ESWE Verkehrsgesellschaft betrieben werden (Fahrplanstand 15. Dezember 2019).

Taglinien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Teilweise nur Montag bis Samstag bzw. Montag bis Freitag): Die Buchstaben wurden abgeschafft, für bessere Lesbarkeit.

Linie Verlauf Takt Mo–Fr (HVZ) Takt Sa (HVZ) Takt So (HVZ)
1 Nerotal (Nerobergbahn)Hauptbahnhof – Dürerplatz 10 Minuten 15 Minuten 15 Minuten
2 KlarenthalWilhelmstraßeSonnenberg (nur Schulzeit) einzelne Fahrten keine Betrieb keine Betrieb
3 NordfriedhofHauptbahnhofBiebrich, in Tagesrandzeiten und an Sonn- und Feiertagen auch über Brunhildenstraße 20 Minuten 30 Minuten 30 Minuten
4 (Kohlheck Simeonhaus/Langendellschlag –) Polizeiakademie – Hauptbahnhof – Biebrich, Rheinufer 10 Minuten 12 Minuten 15 Minuten
5 Eltville-Rauenthal/Schierstein, Oderstraße – Wiesbaden-Schierstein|Schierstein – WI-Zentrum – Erbenheim, Karl-Drebert-Str. 10 Minuten 15 Minuten 15 Minuten
6 Nordfriedhof – Platz der Deutschen EinheitMainz-Kastel BrückenkopfMainz HauptbahnhofHartenberg-Münchfeld (– Gonsenheim-Wildpark) 10 Minuten 15 Minuten 15 Minuten
8 Steinberger Straße – HauptbahnhofDambachtal, Schuhmannstr./Idsteiner Str. – Eigenheim/Bahnholz 10 Minuten 15 Minuten 15 Minuten
9 Schierstein – Biebrich – Mainz Hauptbahnhof (– Uni Campus - Jakob-Heinz-Straße Arena) 30 Minuten 30 Minuten 30 Minuten
14 (Carl-von-Linde-Straße) – Klarenthal – Hauptbahnhof – Biebrich, Äppelallee-Center 10 Minuten 12 Minuten 15 Minuten
15 Gräselberg – WI-Zentrum – Erbenheim – Nordenstadt (– WallauDelkenheim) 10 Minuten 15 Minuten 15 Minuten
16 SüdfriedhofHauptbahnhof – WI-Zentrum – Sonnenberg – Rambach (– Naurod) 10 Minuten 15 Minuten 15 Minuten
17 Klarenthal Anne-Frank-Str./Graf-von-Galen-Str. – Dotzheimer Straße – WI-Zentrum – Bierstadter Straße – Bierstadt Wolfsfeld, (abends ab Kirchgasse weiter als Linie 27 in Richtung August-Bebel-Str.) 10 Minuten 15 Minuten 15 Minuten
18 (Schierstein/Hafen) – Sauerland – Europaviertel – WI-Zentrum – Wilhelmstraße (– Thermalbad/Kurkliniken – Sonnenberg) 10 Minuten 15 Minuten 30 Minuten
20 / AST 20 NaurodBremthalNiederjosbach 30 Minuten 60 Minuten keine Betrieb
21 Platz der Deutschen Einheit – Naurod – Medenbach Am Wald (– Wildsachsen), teilweise über Tannenring und/oder Wildsachsener Str. 20 Minuten 30 Minuten 30 Minuten
22 Platz der Deutschen Einheit/Berufsschulzentrum – Naurod (– NiedernhausenOberjosbach) 60 Minuten 60 Minuten 60 Minuten
23 Schierstein – Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden – WI-Zentrum – Bierstadt – IgstadtBreckenheim 20 Minuten 30 Minuten 30 Minuten
24 Frauenstein – Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden – WI-Zentrum – Bierstadt – KloppenheimHeßloch (– Hockenberger Mühle) 20 Minuten 15/30 Minuten 15/30 Minuten
AST 24 Frauenstein Bürgermeister-Schneider-Straße – Bestattungswald Terra Levis 4 Fahrten mittwochs 4 Fahrten kein Betrieb
AST 24 Heßloch – Hockenberger Mühle – Auringen kein Betrieb kein Betrieb 60 Minuten
26 / AST 26 Bremthal – Wildsachsen – Medenbach unregelm. Takt 120 Minuten kein Betrieb
27 Dotzheim Schelmengraben/August-Bebel-Straße/Waldfriedhof – WI-Zentrum – Hauptbahnhof – Berufsschulzentrum – Freizeitbad (abends ab Luisenplatz weiter als Linie 17 in Richtung Wolfsfeld) 10 Minuten 15 Minuten 15 Minuten
28 (Platz der Deutschen Einheit – Hauptbahnhof –) Erbenheim Egerstraße – Mainz-Kastel – Schusterstraße (- Goetheplatz) 30 Minuten 30 Minuten 60 Minuten
33 (Tierpark Fasanerie –) Fasaneriestraße – Platz der Deutschen Einheit – Hauptbahnhof – Mainz-Kastel – Mainz-Kostheim, in Tagesrandzeiten und an Sonn- und Feiertagen auch über Brunhildenstraße und Krautgärten 20 Minuten 30 Minuten 30/60 Minuten
34 (Platz der Deutschen Einheit –) Hauptbahnhof – Freizeitbad – Mainz-Amöneburg/Unterer Zwerchweg unregelm. Takt 1 Fahrt kein Betrieb
AST 35 Medenbach – Breckenheim – Wallau – Nordenstadt Mo/Do

60 Minuten

kein Betrieb kein Betrieb
AST 36 Sonnenberg – Bierstadt – Kloppenheim – Igstadt – Nordenstadt Di/Fr

60 Minuten

kein Betrieb kein Betrieb
37 (Nordenstadt – Igstadt – Erbenheim –) Bierstadt – Hauptbahnhof – Wielandstraße(/Gymnasium Mosbacher Berg) 15 Minuten 60 Minuten 60 Minuten
38 (Gymnasium Mosbacher Berg-) Diesterwegschule – Waldstraße – Biebrich unregelm. Takt kein Betrieb kein Betrieb
39 Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden – Dotzheim – Biebrich – Bahnhof Wiesbaden Ost, einzelne Fahrten auch zum Biebricher Friedhof 30 Minuten 30 Minuten 60 Minuten
43 Hauptbahnhof – Mainzer Straße – A 66 – Nordenstadt – WallauBreckenheim unregelm. Takt 2 Fahrten 2 Fahrten
45 (Raiffeisenplatz –) Hauptbahnhof – WI-Zentrum – Freudenberg – Biebrich 30 Minuten 30 Minuten kein Betrieb
46 Wiesbaden Hauptbahnhof – Nordenstadt – Wallau – Massenheim – Hochheim Bahnhof 60 Minuten kein Betrieb kein Betrieb
AST 46 WallauMassenheimHochheim/Wicker unregelm. Takt 60 Minuten 120 Minuten
47 (Frauenstein – Dotzheim – WI Zentrum –) Dernsches GeländeHauptbahnhof – Biebrich Carl-Bosch-Straße – Schierstein, Zeilstraße; Fahrten von Frauenstein über Luisenplatz statt Dernsches Gelände 30 Minuten 60 Minuten kein Betrieb
48 Platz der Deutschen Einheit – Nordenstadt – Wallau – Delkenheim (– Hochheim Bahnhof) 15 Minuten 30 Minuten 60 Minuten
49 Hauptbahnhof – Kahle Mühle P+R – Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden 30 Minuten kein Betrieb kein Betrieb

Ausflugslinie am Wochenende im Saisonbetrieb (Winter):

Linie Verlauf
30 Hauptbahnhof – Platz der Deutschen Einheit – Platte (Ski-Express), verkehrt nur nach Veröffentlichung, wenn auf der Platte Wintersport möglich ist

Nightliner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linie Verlauf So – Do Fr + Sa
N2 Platz der Deutschen Einheit – Erbenheim – Nordenstadt – Wallau – Delkenheim 1 Fahrt 3 Fahrten
N3 Platz der Deutschen Einheit – Hauptbahnhof – Biebrich – Schierstein 1 Fahrt 3 Fahrten
N4 Dernsches Gelände – Elsässer Platz – Dotzheim – Schelmengraben – Frauenstein 1 Fahrt 3 Fahrten
N5 Hauptbahnhof – Platz der Deutschen Einheit – Dürerplatz – Klarenthal – Kohlheck 1 Fahrt 3 Fahrten
N7 Platz der Deutschen Einheit – Hauptbahnhof – Südfriedhof – Erbenheim – Kastel – Kostheim 1 Fahrt 3 Fahrten
N9 Dernsches Gelände – Platz der Deutschen Einheit – Waldstraße – Gräselberg – Schierstein 1 Fahrt 3 Fahrten
N10 Schlachthof – Hauptbahnhof – Sonnenberg – Rambach – Naurod – Auringen – Medenbach 1 Fahrt 3 Fahrten
N11 Platz der Deutschen Einheit – Bierstadt – Heßloch – Kloppenheim – Igstadt – Breckenheim 1 Fahrt 3 Fahrten
N12 Dernsches Gelände – Platz der Deutschen Einheit – Loreleiring – Europaviertel – Sauerland – Dotzheim – Schierstein 1 Fahrt 3 Fahrten
N13 Hauptbahnhof – Dernsches Gelände – Platz der Deutschen Einheit – Bismarckring – Schiersteiner Straße – Hauptbahnhof (einseitiger Rundkurs) 15 Minuten 15 Minuten

Die Linie 6 verkehrt auch im Nightlinerverkehr.

Die Linien 6, 9, 28, 33 und N7 sind konzessionsrechtlich Gemeinschaftslinien mit der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG). Die gemeinsame Konzession gilt auch für die Linien 45 und 47, die bis auf Weiteres wegen der Baumaßnahmen an der Schiersteiner Brücke aber ausschließlich auf Wiesbadener Stadtgebiet verkehren.

Besonderes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eines der Wiesbadener Wahrzeichen: Die Nerobergbahn
Oldtimer der ESWE Verkehr

Nerobergbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die mit Wasserballast bewegte historische Standseilbahn hinauf zum Neroberg, die Nerobergbahn von 1888, wird ebenfalls von der ESWE Verkehrsgesellschaft unterhalten und betrieben. Die Betriebszeit beginnt jährlich in der Karwoche und endet im Oktober.

Oldtimer-Busse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der von Grund auf in den Werkstätten der ESWE Verkehr restaurierte Oldtimer-Bus Mercedes-Benz O 317 (Fahrgestell, Aufbau: Vetter), Baujahr 1961, wird für Sonderfahrten eingesetzt und wurde lange Zeit ebenfalls zur Anmietung angeboten, bis dieses Angebot aus technischen Gründen eingestellt werden musste. Zur Anmietung steht jedoch ein weiterer Oldtimer-Bus vom Typ O 305 (Baujahr 1983) zur Verfügung. Die Fahrzeuge werden vom Oldiebus-Club Wiesbaden betreut.

ESWE-Fahrschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ESWE-Verkehrsgesellschaft hat eine Fahrschule und bildet in den Klassen B, C, CE und D aus. Langfristig werden derzeit nur noch Betriebsangehörige von ESWE Verkehr die Fahrschule aufgenommen, um für den eigenen Fahrdienst auszubilden.[8]

Aartalbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Vorfeld des beabsichtigten Baus einer Stadtbahn Wiesbaden wurde ein Teil der Aartalbahn (Wiesbaden-Dotzheim – Hohenstein) von der Deutschen Bahn gepachtet. Diese Strecke wird von der ESWE Verkehr als öffentliches Eisenbahninfrastrukturunternehmen betrieben und im Museumsbetrieb von der Nassauischen Touristik-Bahn befahren.[9]

Innovative Projekte & Elektromobilität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2017 verfolgt ESWE Verkehr eine neue Unternehmensstrategie: Künftig soll der komplette Fuhrpark des Nahverkehrsanbieters emissionsfrei betrieben[10] werden. Darüber hinaus möchte die Wiesbadener Verkehrsgesellschaft alternative ÖPNV-Konzepte erproben.

Batterieelektrische Busse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang 2019 bestellte ESWE Verkehr insgesamt 56 Batteriebusse vom Typ Mercedes-Benz eCitaro. Die ersten Fahrzeuge sind seit Ende 2019[11] im Einsatz. Die Solowagen sind im Rahmen einer längeren Testphase zunächst auf den Wiesbadener Linien 1 und 8 unterwegs. Da die Fahrzeuge zentral auf dem Betriebsgelände der Verkehrsgesellschaft geladen werden, überarbeitet ESWE Verkehr derzeit ihr komplettes Betriebshofmanagement.

Wasserstofftankstelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinsam mit den Projektpartnern Mainzer Mobilität und traffiQ hat ESWE Verkehr im Jahr 2018 das Projekt H2 Bus Rhein-Main initiiert. Der Projektumfang umfasst den Bau einer gemeinsam genutzten Wasserstofftankstelle auf dem Betriebshof von ESWE Verkehr, die im Februar 2020 in Betrieb genommen[12] wurde. Der zu tankende Wasserstoff wird unter ausschließlicher Verwendung von Windenergie im Energiepark Mainz produziert[13].

Autonomer Kleinbus „Wilma“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Februar 2020 startete ESWE Verkehr mit dem ersten Testfeld zur Erprobung autonom fahrender Kleinbusse[14]. Bei dem zum Einsatz kommenden Fahrzeug, das „Wilma“ getauft wurde, handelt es sich um einen Kleinbus des Typs Navya Arma DL 3 aus dem Baujahr 2017.

Fahrradvermietsystem „meinRad“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit August 2018 betreibt ESWE Verkehr mit „meinRad“ ein eigenes Fahrradvermietsystem für Wiesbaden[15]. Es handelt sich hierbei um eine Weiterentwicklung des Fahrradvermietangebots MVG meinRad der Mainzer Verkehrsgesellschaft, die auch als Projektpartner fungiert. ESWE Verkehr betreibt zahlreiche Vermietstationen, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. Aufgrund der Projektpartnerschaft sind die App-basierten Fahrradvermietsysteme von Wiesbaden, Mainz und Ingelheim miteinander kompatibel[16].

Weitere Bausteine (On-Demand-Verkehr, Parkraummanagement, CityBahn)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den weiteren Bausteinen der alternativen ÖPNV-Konzepte sowie einem emissionsfreien Nahverkehr zählen die CityBahn für Wiesbaden (mit Anschluss nach Mainz und in den Taunus) und On-Demand-Shuttle-Verkehre. ESWE Verkehr ist seitens der Stadt darüber hinaus mit einer Neuausrichtung des Parkraummanagements für Wiesbaden beauftragt[17].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: ESWE-Busse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Porträt über Sabine Füll, Frankfurter Neue Presse, abgerufen am 21.11.2019.
  2. Über ESWE Verkehr, www.eswe-verkehr.de, abgerufen am 24. April 2018.
  3. Geschichte, 26. Kapitel, „So macht man den Nahverkehr attraktiver“ (Memento vom 13. März 2014 im Internet Archive)
  4. Wiesbadens öffentlicher Nahverkehr: Erfolgs-Geschichte seit 1875 (Memento vom 13. März 2014 im Internet Archive)
  5. Quelle: Wiesbadener Kurier
  6. Gemeinsame Betriebsratswahlen bei ESWE Verkehr, Quelle: Wiesbadener Kurier
  7. "Zehn weitere Jahre mit Eswe-Bussen", Quelle: Wiesbadener Kurier
  8. ESWE Verkehr: Ausbildung zum Omnibusfahrer (w/m). In: www.eswe-verkehr.de. 26. August 2016, abgerufen am 14. September 2016.
  9. Nassauische Touristikbahn e.V.: Sachstandsbericht vom 17. Juli 2014. In: Nassauische Touristikbahn e.V. (Hrsg.): Die Wiederbelebung der Aartalbahn.
  10. VRM GmbH & Co KG: Wiesbaden als Vorreiter: Eswe stellt Vision vom "völlig emissionsfreien Verkehr" vor - Wiesbadener Kurier. Abgerufen am 4. März 2020.
  11. VRM GmbH & Co KG: Erste Batteriebusse auf Wiesbadens Straßen - Wiesbadener Kurier. Abgerufen am 4. März 2020.
  12. hessenschau de, Frankfurt Germany: Wasserstoff-Tankstelle eröffnet - Kundschaft gibt es keine. 27. Februar 2020, abgerufen am 4. März 2020 (deutsch).
  13. Wasserstoffproduktion in Mainz: Ohne Wasserstoff keine Energiewende | SWR1 Rheinland-Pfalz. 30. November 2018, abgerufen am 4. März 2020.
  14. VRM GmbH & Co KG: Eswe testet autonomes Fahren mit Kleinbus „Wilma“ - Wiesbadener Kurier. Abgerufen am 4. März 2020.
  15. VRM GmbH & Co KG: Freitag fällt Startschuss für Wiesbadener Fahrrad-Mietsystem von Eswe Verkehr - Wiesbadener Kurier. Abgerufen am 4. März 2020.
  16. VRM GmbH & Co KG: Radverleihsysteme von Mainz und Wiesbaden zusammengeführt - Wiesbadener Kurier. Abgerufen am 4. März 2020.
  17. Kluges Parken - saubere Luft. Abgerufen am 4. März 2020.