Esternberg

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Esternberg
Wappen Österreichkarte
Wappen von Esternberg
Esternberg (Österreich)
Esternberg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Schärding
Kfz-Kennzeichen: SD
Fläche: 40,27 km²
Koordinaten: 48° 33′ N, 13° 34′ OKoordinaten: 48° 33′ 0″ N, 13° 34′ 0″ O
Höhe: 510 m ü. A.
Einwohner: 2.887 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 72 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4092
Vorwahl: 07714
Gemeindekennziffer: 4 14 09
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 33
4092 Esternberg
Website: www.esternberg.at
Politik
Bürgermeister: Rudolf Haas (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
11
10
3
1
11 10 
Insgesamt 25 Sitze
Lage der Gemeinde Esternberg im Bezirk Schärding
AltschwendtAndorfBrunnenthal (Oberösterreich)DiersbachDorf an der PramEggerdingEngelhartszellEnzenkirchenEsternbergFreinbergKopfing im InnkreisMayrhofMünzkirchenRaabRainbach im InnkreisRiedauSankt AegidiSt. Florian am InnSt. Marienkirchen bei SchärdingSt. RomanSt. WillibaldSchardenbergSchärdingSighartingSubenTaufkirchen an der PramVichtensteinWaldkirchen am WesenWernstein am InnZell an der PramOberösterreichLage der Gemeinde Esternberg im Bezirk Schärding (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Das Gemeindeamt Esternberg
Das Gemeindeamt Esternberg
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Esternberg ist eine Gemeinde im Bezirk Schärding im Innviertel in Oberösterreich mit 2887 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Schärding.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Esternberg liegt auf 510 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 8,2 km, von West nach Ost 7,4 km. Die Gesamtfläche beträgt 40,3 km². Damit ist sie die größte Gemeinde im Bezirk Schärding. 43,4 % der Fläche sind bewaldet, 46,9 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 23 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Achleiten (193)
  • Aug (52)
  • Dietzendorf (156)
  • Esternberg (636)
  • Gersdorf (33)
  • Hütt (103)
  • Kiesling (145)
  • Kösslarn (64)
  • Lanzendorf (23)
  • Pfarrhof (137)
  • Pyrawang (134)
  • Reisdorf (61)
  • Riedlbach (84)
  • Ringlholz (34)
  • Schacher (44)
  • Schörgeneck (312)
  • Silbering (108)
  • Unteresternberg (126)
  • Urschendorf (87)
  • Weeg (70)
  • Wetzendorf (117)
  • Winterhof (62)
  • Zeilberg (121)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Kiesdorf, Pyrawang, Urschendorf und Wetzendorf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals 'Innbaiern') zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Oberösterreich.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Unter goldenem Schildhaupt mit drei roten Laubkronen in Blau aus goldenem Dreiberg wachsend eine silberne Ziege. Die Gemeindefarben sind Rot-Weiß-Blau.

Erläuterung: Das Hauptmotiv erinnert an die Sage des Schneiders von Burg Krempelstein (Schneiderschlössl). Die drei Kronen sind ein Hinweis auf die im Nibelungenlied geschilderte Ostlandfahrt der Burgunder-Könige Gunther, Gernot und Giselher, die nach Übersetzen des Inn südlich von Passau am Landwege durch das heutige Gemeindegebiet führte. Die rote Farbe der Kronen bedeutet das blutige Ende dieses Unternehmens. Der Dreiberg spricht für den Ortsnamen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeinderat fallen seit 2015 11 der 25 Sitze auf die ÖVP, 10 auf die FPÖ, 3 auf die GRÜNEN und einer auf die SPÖ.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005–2015: Irmgard Wirth (erste Bürgermeisterin in Esternberg und im Bezirk Schärding) (ÖVP)
  • seit 2015: Rudolf Haas (ÖVP)

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung von Statistik Austria 2694 Einwohner, 2001 dann 2816 Einwohner.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gotische Wandmalerei in Pyrawang
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Esternberg
  • Pfarrkirche Esternberg: Die Kirche hat einen 47 Meter hohen Kirchturm mit einem Grundriss von 8 × 8 m, dem Pfarrpatron, dem hl. Bartholomäus geweiht; in der Mitte des neugotischen Hochaltars befindet sich eine Darstellung des hl. Bartholomäus
  • Filialkirche Pyrawang: Die Kirche ist eine Petruskirche und weist auf eine frühe Erbauungszeit hin. 1982 wurden bei der Innenrestaurierung Reste gotischer Wandmalerei des 14. Jhdts. freigelegt
  • Burg Krempelstein: Die Burg wird aufgrund einer Sage auch Schneiderschlössl genannt. Sie besteht aus einem alten Wohnturm und einem angebauten Palais. Die einstige Ringmauer ist noch teilweise erhalten.
  • Theater: seit dem Jahr 2000 gibt es eine Theatergruppe, die regelmäßig jeden Frühling Theateraufführungen bietet.
  • Kultur: Seit dem Jahr 2016 gibt es den "Kulturverein Voll abgefahrn!", der Fahrten zu kulturellen Veranstaltungen, sowie regelmäßig Konzertabende organisiert.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Österreichisches Rotes Kreuz: Die RK Ortstelle Esternberg wurde 1995 gegründet.
  • Bezirksalten- und Pflegeheim Esternberg: wurde vom Sozialhilfeverband Schärding als Bauherr errichtet und ist seit 1. April 2008 geöffnet
  • Im Jahr 2013 wurde ein neues Altstoffsammelzentrum vom Bezirksabfallverband Schärding errichtet.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Esternberg gibt es auch eine Zweigstelle der Musikschule Münzkirchen. Diese Zweigstelle wurde im ehemaligen Postamtsgebäude eingerichtet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Esternberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011