Esternberg

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Esternberg
Wappen Österreichkarte
Wappen von Esternberg
Esternberg (Österreich)
Esternberg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Schärding
Kfz-Kennzeichen: SD
Fläche: 40,26 km²
Koordinaten: 48° 33′ N, 13° 34′ OKoordinaten: 48° 32′ 38″ N, 13° 34′ 17″ O
Höhe: 510 m ü. A.
Einwohner: 2.850 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 71 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4092
Vorwahl: 07714
Gemeindekennziffer: 4 14 09
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Hauptstraße 33
4092 Esternberg
Website: www.esternberg.at
Politik
Bürgermeister: Rudolf Haas (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2015)
(25 Mitglieder)
11
10
3
1
11 10 
Insgesamt 25 Sitze
Lage von Esternberg im Bezirk Schärding
AltschwendtAndorfBrunnenthal (Oberösterreich)DiersbachDorf an der PramEggerdingEngelhartszellEnzenkirchenEsternbergFreinbergKopfing im InnkreisMayrhofMünzkirchenRaabRainbach im InnkreisRiedauSankt AegidiSt. Florian am InnSt. Marienkirchen bei SchärdingSt. RomanSt. WillibaldSchardenbergSchärdingSighartingSubenTaufkirchen an der PramVichtensteinWaldkirchen am WesenWernstein am InnZell an der PramOberösterreichLage der Gemeinde Esternberg im Bezirk Schärding (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Das Gemeindeamt Esternberg
Das Gemeindeamt Esternberg
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Esternberg ist eine Gemeinde im Bezirk Schärding im Innviertel in Oberösterreich mit 2850 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Schärding.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Esternberg liegt auf 510 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 8,2 km, von West nach Ost 7,4 km. Die Gesamtfläche beträgt 40,3 km². Damit ist sie die größte Gemeinde im Bezirk Schärding. 43,4 % der Fläche sind bewaldet, 46,9 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 23 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2021[1]):

  • Achleiten (178) samt Oberachleiten und Unterachleiten
  • Aug (49)
  • Dietzendorf (152) samt Hötzmannsdorf
  • Esternberg (665)
  • Gersdorf (22)
  • Hütt (107) samt Hütt-Siedlung
  • Kiesling (133) samt Oberkiesling und Unterkiesling
  • Kösslarn (59)
  • Lanzendorf (29)
  • Pfarrhof (146) samt Enzendorf, Jetzendorf und Moos
  • Pyrawang (133) samt Wörth
  • Reisdorf (58) samt Buchet, Seebach und Vollmannsdorf
  • Riedlbach (89)
  • Ringlholz (36)
  • Schacher (32) samt Rauhegg
  • Schörgeneck (312)
  • Silbering (97) samt Schwabengrub
  • Unteresternberg (116) samt Mitteresternberg
  • Urschendorf (89) samt Ruhmansedt
  • Weeg (68) samt Oberharmansedt und Untergrub
  • Wetzendorf (95)
  • Winterhof (52) samt Oberbamberg
  • Zeilberg (133) samt Oberzeilberg und Unterzeilberg

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Kiesdorf, Pyrawang, Urschendorf und Wetzendorf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals ‚Innbaiern‘) zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Oberösterreich.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde 2694 Einwohner, 2001 dann 2816 Einwohner. Die Zunahme erfolgte wegen der positiven Geburtenbilanz trotz einer negativen Wanderungsbilanz. Von 2001 bis 2011 war die Geburtenbilanz negativ (−26), dies wurde aber durch eine Zuwanderung ausgeglichen, sodass die Bevölkerungszahl auf 2902 Personen im Jahr 2011 anstieg.[2]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Esternberg
Blasonierung: „Unter goldenem Schildhaupt mit drei roten Laubkronen in Blau aus goldenem Dreiberg wachsend eine silberne Ziege.“[3]

Verleihung des Gemeindewappens und Genehmigung der vom Gemeinderat am 30. April 1976 festgesetzten Gemeindefarben durch Beschluss der oberösterreichischen Landesregierung vom 6. September 1976.

Wappenbegründung: Das Hauptmotiv erinnert an die Sage, der zufolge die am Donauufer hoch über dem Fluss gelegene Burg Krempelstein im Volksmund das „Schneiderschlößl“ genannt wird: Ein armer, in den verlassenen Mauern der Burg hausender Schneider wollte seine verendete Ziege vom Burgfelsen in die Donau werfen, verfing sich dabei in ihrem Gehörn, wurde mit in die Tiefe gerissen und ertrank. – Die drei Kronen sind ein Hinweis auf die im Nibelungenlied geschilderte Ostlandfahrt der Burgunder-Könige Gunther, Gernot und Giselher, die nach Übersetzen des Inn südlich von Passau am Landwege durch das heutige Gemeindegebiet führte. Die rote Farbe der Kronen bedeutet das blutige Ende dieses Unternehmens. – Der Dreiberg spricht für den Ortsnamen. – Entwurf des Wappens: Herbert Erich Baumert, Linz.[4]

Die Gemeindefarben sind Rot-Weiß-Blau.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gotische Wandmalerei in Pyrawang
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Esternberg
  • Pfarrkirche Esternberg: Die Kirche hat einen 47 Meter hohen Kirchturm mit einem Grundriss von 8 × 8 m, dem Pfarrpatron, dem hl. Bartholomäus geweiht; in der Mitte des neugotischen Hochaltars befindet sich eine Darstellung des hl. Bartholomäus
  • Filialkirche Pyrawang: Die Kirche ist eine Petruskirche und weist auf eine frühe Erbauungszeit hin. 1982 wurden bei der Innenrestaurierung Reste gotischer Wandmalerei des 14. Jhdts. freigelegt
  • Burg Krempelstein: Die Burg wird aufgrund einer Sage auch Schneiderschlössl genannt. Sie besteht aus einem alten Wohnturm und einem angebauten Palais. Die einstige Ringmauer ist noch teilweise erhalten.
  • Theater: seit dem Jahr 2000 gibt es eine Theatergruppe, die regelmäßig jeden Frühling Theateraufführungen bietet.
  • Kultur: Seit dem Jahr 2016 gibt es den „Kulturverein Voll abgefahrn!“, der Fahrten zu kulturellen Veranstaltungen, sowie regelmäßig Konzertabende organisiert.

Sport und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Fußballverein Union Sportverein Esternberg (SVE) wurde am 20. Juli 1952 gegründet. Die Heimspiele des SVE werden im Heinz Ertl Stadion ausgetragen, das nach dem Gründungsmitglied und langjährigen Präsidenten Heinz Ertl († 9. April 2014) benannt wurde. Der bislang größte Erfolg war der Oberösterreichische Landesliga Meistertitel 1996 und der damit verbundene Aufstieg in die Regionalliga Mitte (dritthöchste Liga in Österreich). Derzeit spielt der Verein in der Oberösterreichischen Landesliga West (5. Leistungsklasse). Die Nachwuchsabteilung des SVE organisiert für alle Altersgruppen im Nachwuchsbereich seit 1991 jeweils zum Jahreswechsel den Jugendhallencup in der Bezirkssporthalle Schärding. Mit mittlerweile 9 Turniertagen und über 200 teilnehmenden Mannschaften jährlich ist dies eines der größten Nachwuchsturniere Österreichs. Zu Gast waren bereits Mannschaften aus 19 Nationen wie Belgien, Brasilien, China, Deutschland, Dänemark, England, Finnland, Frankreich, Kroatien, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Schottland, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn.
  • Der Volleyballverein VC Esternberg wurde unter der Initiative von Heinz-Peter Zauner am 26. April 1976 gegründet. Die größten Erfolge der Damen- (1990) und Herrenmannschaft (1991, 1994, 2017, 2018) waren jeweils der Oberösterreichische Meistertitel.
  • Tennisanlage des UTC Esternberg
    Der Tennisverein UTC Esternberg wurde 1977 gegründet. Die Anlage umfasst 3 Sandplätze und einen All-Weather-Court. Der größte Erfolg war bislang der Aufstieg der 1-er Mannschaft von der Bezirksklasse in die Regionalklasse 2014.[5]
  • Der ESV Esternberg wurde 1965 gegründet. Die Stockschützenhalle verfügt über 10 Asphaltbahnen.[6]
  • Beachvolleyballplatz
  • 25-Meter-Becken des Freibades Esternberg
    Das Freibad Esternberg [7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Österreichisches Rotes Kreuz: Die RK Ortstelle Esternberg wurde 1995 gegründet.
  • Bezirksalten- und Pflegeheim Esternberg: wurde vom Sozialhilfeverband Schärding als Bauherr errichtet und ist seit 1. April 2008 geöffnet
  • Im Jahr 2013 wurde ein neues Altstoffsammelzentrum vom Bezirksabfallverband Schärding errichtet.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Esternberg gibt es auch eine Zweigstelle der Musikschule Münzkirchen. Diese Zweigstelle wurde im ehemaligen Postamtsgebäude eingerichtet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeinderat fallen seit 2015 11 der 25 Sitze auf die ÖVP, 10 auf die FPÖ, 3 auf die GRÜNEN und einer auf die SPÖ.[8]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005–2015: Irmgard Wirth (erste Bürgermeisterin in Esternberg und im Bezirk Schärding) (ÖVP)
  • seit 2015: Rudolf Haas (ÖVP)[9]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1997: Helmut Breit († 2020), Bürgermeister von Esternberg 1979–1996[10]

Söhne und Töchter von Esternberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Esternberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  2. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Eternberg, Bevölkerungsentwicklung. (PDF; 38 kB) In: statistik.at. Statistik Austria, 14. Mai 2020, abgerufen am 16. April 2019.
  3. Land Oberösterreich, Geschichte und Geografie, Esternberg, Wappen. In: land-oberoesterreich.gv.at. Amt der Oö. Landesregierung, abgerufen am 16. April 2019.
  4. Land Oberösterreich, Geschichte und Geografie, Esternberg, Wappen. In: land-oberoesterreich.gv.at. Amt der Oö. Landesregierung, abgerufen am 18. Oktober 2020.
  5. Website des UTC Esternberg. Abgerufen am 2. Juni 2021.
  6. Website des ESV Esternberg. Abgerufen am 2. Juni 2021.
  7. Website des Solarfreibades Esternberg. www.oberoesterreich.at, abgerufen am 2. Juni 2021.
  8. Ergebnisse der Wahlen vom 27. September 2015. (PDF; 210 kB) 41409 Esternberg. In: land-oberoesterreich.gv.at. Land Oberösterreich, 12. Oktober 2015, abgerufen am 16. April 2019.
  9. Gemeinde Esternberg, Politik, Bürgermeister. In: esternberg.at. Abgerufen am 16. April 2019.
  10. www.tips.at, abgerufen am 26. November 2020.
  11. Zeilberger, Johann. In: parlament.gv.at. Abgerufen am 24. Januar 2021.