Schardenberg

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Schardenberg
Wappen Österreichkarte
Wappen von Schardenberg
Schardenberg (Österreich)
Schardenberg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Schärding
Kfz-Kennzeichen: SD
Fläche: 31,59 km²
Koordinaten: 48° 31′ N, 13° 30′ OKoordinaten: 48° 31′ 13″ N, 13° 29′ 51″ O
Höhe: 543 m ü. A.
Einwohner: 2.384 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 75 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4784
Vorwahl: 07713
Gemeindekennziffer: 4 14 23
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schärdinger Straße 4
4784 Schardenberg
Website: www.schardenberg.at
Politik
Bürgermeister: Josef Schachner (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
15
7
3
15 
Insgesamt 25 Sitze
Lage der Marktgemeinde Schardenberg im Bezirk Schärding
AltschwendtAndorfBrunnenthal (Oberösterreich)DiersbachDorf an der PramEggerdingEngelhartszellEnzenkirchenEsternbergFreinbergKopfing im InnkreisMayrhofMünzkirchenRaabRainbach im InnkreisRiedauSankt AegidiSt. Florian am InnSt. Marienkirchen bei SchärdingSt. RomanSt. WillibaldSchardenbergSchärdingSighartingSubenTaufkirchen an der PramVichtensteinWaldkirchen am WesenWernstein am InnZell an der PramOberösterreichLage der Gemeinde Schardenberg im Bezirk Schärding (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Die Pfarrkirche Schardenberg
Die Pfarrkirche Schardenberg
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Schardenberg ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Schärding im Innviertel mit 2384 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Schärding. 2009 wurde Schardenberg von der Oberösterreichischen Landesregierung zur Marktgemeinde erhoben.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schardenberg liegt auf 543 m Höhe im Innviertel und ist der Raumeinheit Sauwald zugeordnet. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 8,4 km, von West nach Ost 9,2 km. Die Gesamtfläche beträgt 31,6 km². 28,8 % der Fläche sind bewaldet, 61,1 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt. Auf dem Fronberg befindet sich der Sender Schardenberg, der vom ORF erbaut wurde.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 14 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Achleiten (95)
  • Asing (132)
  • Bach (43)
  • Dierthalling (56)
  • Englhaming (35)
  • Fraunhof (79)
  • Gattern (290)
  • Grub (244)
  • Ingling (143)
  • Lindenberg (93)
  • Luck (85)
  • Schardenberg (766)
  • Schönbach (91)
  • Winkl (135)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Asing, Fraunhof, Gattern, Lindenberg, Luck und Schardenberg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Passau
(DE, Bayern)
Freinberg
Neuburg am Inn
(DE, Bayern)
Kompass Esternberg
Wernstein
Brunnenthal
Rainbach im Innkreis Münzkirchen

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Über grünem, von einer goldenen Leiste gesäumtem Dreiberg von Blau und Rot durch einen silbernen, mit einem schwarzen Pilgerstab mit goldenem Knauf und goldenem Ring belegten Balken schräg geteilt; oben eine goldene, heraldische Lilie, daraus wachsend ein goldenes Patriarchenhochkreuz mit Kleeblattenden, unten eine goldene, gestürzte Pflugschar. Die Gemeindefarben sind Blau-Weiß-Rot.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Gründung des Herzogtums Bayern war das Gebiet um Schardenberg Teil des Herzogtums. 1084 erfolgt die erste Erwähnung von Schardenberg in den sog. Schardenberger Stiftungsbriefen. Seit 1704 ist der Ort eine eigene Pfarrei. Nach dem Frieden von Teschen wurde er 1779 mit dem Innviertel - damals 'Innbaiern' - dem Erzherzogtum Österreich zugeschlagen. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bei Bayern, gehört er seit 1814 wieder zu Oberösterreich. Im Jahr 1900 gründet der Salvatorianer-Pater Elseus Gabelseder das Kloster Hamberg als Studienkolleg für Spätberufene. 1910 wird die neue Pfarrkirche eingeweiht.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schardenberg wird im Ortsteil Gattern durch die Buslinie K1 der Verkehrsbetriebsgesellschaft Passau erreicht, welche dort an der Haltestelle "Mayrhof" endet.[2] Daneben wird Schardenberg von Regionalbussen des OÖVV angefahren.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister seit 1900[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1900–1903: Matthias Glöckl
  • 1903–1907: Josef Maier
  • 1907–1912: Matthias Maier
  • 1912–1919: Johann Kasbauer
  • 1919–1929: Matthias Maier
  • 1929–1938: Anton Himsl
  • 1938–1939: Johann Breinbauer
  • 1939–1945: Martin Auer
  • 1945–1967: Josef Knonbauer
  • 1967–1979: Georg Scharnböck
  • 1979–1993: Johann Knonbauer
  • seit 1993: Josef Schachner

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fatimakapelle
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Schardenberg
  • Aussichtsturm: Bereits 1886 wurde am Fronberg ein 30 Meter hoher Aussichtsturm aus Holz errichtet; dieser wurde 1931 durch einen steinernen Bau ersetzt.[4] Seit Anfang 2016 ist der Turm geschlossen.[5]
  • Pfarrkirche Schardenberg: Die heutige Kirche, auch Innviertler Dom genannt, wurde 1908–1910 nach Plänen von Dombaumeister Matthäus Schlager anstelle eines abgerissenen Vorgängerbaus errichtet, von dem aber noch der barocke Turm von 1741 erhalten ist.
  • Fatimakapelle: Im Fronwald - fünf Minuten von der Pfarrkirche entfernt - stand eine alte Kapelle, in der der hl. Petrus und die Büßerin Magdalena auf einer alten Kultstätte verehrt wurden. Der so genannte Heidenstein weist noch darauf hin. 1945 erfolgte eine Erneuerung und das Bild der Mutter Gottes rückte in den Mittelpunkt. Die Zahl der Pilger wuchs, 1949 erfolgte die Grundsteinlegung der heutigen Kapelle nach Plänen von Hans Foschum und 1951 die Einweihung des Heiligtums. Die Muttergottes-Statue stammt von derselben Künstlerhand wie das Original in Fatima, Portugal. An den 13. der Monate Mai bis Oktober werden die Fatimatage gefeiert und tausende Pilger kommen zum Heiligtum im Fronwald.
  • Nahe der Grenze zu Bayern steht das ehemalige Salvatorkloster Hamberg, heute eine Studentenwohnanlage für Studenten der Universität Passau.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schardenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. http://regiowiki.pnp.de/index.php/Buslinie_K1
  3. http://www.glasreisen.at/linienfahrplaene.html
  4. Geschichte. Webseite der Gemeinde Schardenberg; abgerufen am 2. Februar 2017.
  5. Turmareal am Fronberg verfällt. nachrichten.at, 29. Oktober 2016; abgerufen am 2. Februar 2017.
  6. Karl Bachmair. LiteraturNetz Oberösterreich; abgerufen am 6. Februar 2017.
  7. a b c d Ehrung der ausgeschiedenen Gemeinderatsmitglieder, Verleihung der Ehrenbürgerschaft. In: Gemeindenachrichten der Marktgemeinde Schardenberg. März 2016, S. 3 (schardenberg.at [PDF; abgerufen am 4. Februar 2017]).