Büchlberg

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde im Landkreis Passau. Für den Basaltkegel im Fichtelgebirge siehe Büchlberg (Reichsforst).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Büchlberg
Büchlberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Büchlberg hervorgehoben
Koordinaten: 48° 40′ N, 13° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Passau
Höhe: 490 m ü. NHN
Fläche: 28,11 km2
Einwohner: 4104 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 146 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94124
Vorwahl: 08505
Kfz-Kennzeichen: PA
Gemeindeschlüssel: 09 2 75 119
Gemeindegliederung: 36 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 5
94124 Büchlberg
Webpräsenz: www.buechlberg.de
Bürgermeister: Norbert Marold (FWG)
Lage der Gemeinde Büchlberg im Landkreis Passau
Landkreis Deggendorf Landkreis Rottal-Inn Landkreis Freyung-Grafenau Passau Witzmannsberg Windorf Wegscheid Vilshofen an der Donau Untergriesbach Tittling Tiefenbach (bei Passau) Thyrnau Tettenweis Sonnen Salzweg Ruhstorf an der Rott Ruderting Rotthalmünster Pocking Ortenburg Obernzell Neukirchen vorm Wald Neuhaus am Inn Neuburg am Inn Malching Kößlarn Kirchham (Landkreis Passau) Hutthurm Hofkirchen (Donau) Hauzenberg Haarbach Bad Griesbach im Rottal Fürstenzell Fürstenstein Eging am See Büchlberg Breitenberg (Niederbayern) Beutelsbach Bad Füssing Aldersbach Aidenbach Aicha vorm Wald ÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Büchlberg ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Passau und ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Büchlberg von Hutthurm aus gesehen

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Büchlberg liegt in der Region Donau-Wald im südlichen Bayerischen Wald. Die Ortschaft befindet sich rund 13 km nordöstlich von Passau, 22 km südlich von Freyung sowie jeweils 10 km von Hauzenberg und Waldkirchen entfernt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Büchlberg hat 36 Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Donauwetzdorf, Leoprechting, Nirsching und Raßberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Rathaus
Der Marktplatz

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Büchlberg gehörte ursprünglich zum Abteiland, dem Besitz des Klosters Niedernburg, und fiel über dieses an das Hochstift Passau. In kirchlicher Hinsicht unterstand es zunächst der Pfarrei Hutthurm. Die örtliche Kapelle brannte 1723 nach einem Blitzschlag nieder. Die daraufhin neu gebaute Kirche wurde 1726 am Fest des hl. Ulrich eingeweiht. Durch das Gnadenbild Maria mit dem geneigten Haupt entwickelte sie sich zur Wallfahrtskirche.

Im Kontext der Säkularisation fiel Büchlberg 1803 zusammen mit dem größten Teil des hochstiftlichen Gebietes an Ferdinand von Toskana und kam erst 1805 zu Bayern. Im Jahr 1818 wurde die Gemeinde gegründet.

19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Gründung des Bezirksamtes Passau gehörte es zum Verwaltungsbereich Leoprechting. Kirchlich wurde Büchlberg 1873 zur Expositur und 1893 zur selbstständigen Pfarrei erhoben.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der bis dahin landwirtschaftlich geprägte Ort erfuhr seit Ende des 19. Jahrhunderts durch einen Granitsteinbruch einen wirtschaftlichen Aufschwung. Am Ende des Zweiten Weltkrieges konnte der Ort nach der Flucht deutscher Truppen am 30. April 1945 kampflos an US-amerikanische Streitkräfte übergeben werden. Der Name der Gemeinde Leoprechting wurde am 14. April 1950 amtlich in Büchelberg geändert.[3] Seit Ende der 1950er Jahre hat der Tourismus Bedeutung. In den späten 1960er Jahren wurde der Steinbruch infolge Absatzmangels aufgelassen und ist heute Landschaftsschutzgebiet. 1976 erhielt Büchlberg das Prädikat „Staatlich anerkannter Erholungsort“.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurde im Zuge der Gebietsreform in Bayern die bis dahin selbständige Gemeinde Nirsching eingegliedert.[3] Die Ortsteile Manzenberg und Hartingerhof der ehemaligen Gemeinde Raßberg kamen am 1. Mai 1978 Orte hinzu.[4] Dadurch erfuhr die politische Gemeinde eine erhebliche Vergrößerung.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 2662 Einwohner
  • 1970: 2861 Einwohner
  • 1987: 3331 Einwohner
  • 1991: 3648 Einwohner
  • 1995: 3804 Einwohner
  • 2000: 3939 Einwohner
  • 2005: 4100 Einwohner
  • 2010: 4110 Einwohner
  • 2015: 4104 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Pfarrkirche

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Norbert Marold (FWG), der 2008 mit 95,4 % der Stimmen gewählt wurde.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 2. März 2008 wie folgt zusammen:

  • CSU 6 Sitze (38,1 %)
  • FWG: 6 Sitze (34,0 %)
  • SPD: 4 Sitze (25,4 %)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Gespalten von Silber und Blau, vorne ein linksgewendeter, steigender roter Wolf, hinten drei (2:1) silberne Halbmonde, oben voneinander abgekehrt, unten schräg links gestellt.“ – Das Wappen der Gemeinde Büchlberg wird seit 1958 geführt.

Wappenerklärung: Der rote Wolf entstammt dem Wappen des Passauer Hochstifts und erinnert an die Schenkung von Büchlberg mit dem Kloster Niedernburg durch Kaiser Friedrich Barbarossa im Jahr 1161 an den Bischof von Passau, Konrad I. von Babenberg. Bis zur Säkularisation 1803 hatte das Fürstbistum Passau die Landesherrschaft im Gemeindegebiet inne. Die drei silbernen Halbmonde im blauen Feld entstammen dem Wappen des niederbayerischen Adelsgeschlechts der Puchberger, die sich nach ihrem Stammsitz Büchlberg nannten und als früheste Grundherren im Ort nachweisbar sind. Die Farben Silber und Blau weisen zudem als bayerische Landesfarben auf die Einbeziehung des Hochstifts Passau in das Königreich Bayern zu Beginn des 19. Jahrhunderts hin.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Ulrich: mit spätgotischem Chor. Das barocke Langhaus wurde 1725 erbaut und 1837 verlängert. Der Turm mit dem Spitzhelm entstand 1837. In der Kirche befinden sich das Gnadenbild Maria mit dem geneigten Haupt aus der Zeit um 1753 und zahlreiche Votivbilder.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 11, im produzierenden Gewerbe 735 und im Bereich Handel und Verkehr 85 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 147 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1293. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 4 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 6 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 74 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1440 ha, davon waren 775 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 125 Kindergartenplätze mit 116 Kindern
  • Volksschule: 1 mit 21 Lehrern und 319 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Büchlberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111117/180942&attr=OBJ&val=737
  3. a b Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 548.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 621.