Zell an der Pram

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Zell an der Pram
Wappen Österreichkarte
Wappen von Zell an der Pram
Zell an der Pram (Österreich)
Zell an der Pram
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Schärding
Kfz-Kennzeichen: SD
Fläche: 23,37 km²
Koordinaten: 48° 19′ N, 13° 38′ OKoordinaten: 48° 19′ 0″ N, 13° 38′ 0″ O
Höhe: 367 m ü. A.
Einwohner: 2.007 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 86 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4755
Vorwahl: 07764
Gemeindekennziffer: 4 14 30
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hofmark 1
4755 Zell an der Pram
Website: www.zell-pram.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Matthias Bauer (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
17
5
3
17 
Von 25 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Zell an der Pram im Bezirk Schärding
Altschwendt Andorf Brunnenthal (Oberösterreich) Diersbach Dorf an der Pram Eggerding Engelhartszell Enzenkirchen Esternberg Freinberg Kopfing im Innkreis Mayrhof Münzkirchen Raab Rainbach im Innkreis Riedau Sankt Aegidi St. Florian am Inn St. Marienkirchen bei Schärding St. Roman St. Willibald Schardenberg Schärding Sigharting Suben Taufkirchen an der Pram Vichtenstein Waldkirchen am Wesen Wernstein am Inn Zell an der Pram OberösterreichLage der Gemeinde Zell an der Pram im Bezirk Schärding (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Kirche Zell an der Pram
Kirche Zell an der Pram
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Zell an der Pram ist eine ländliche Gemeinde mit 2007 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Schärding in Oberösterreich. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Schärding. Das Ortsbild wird wesentlich von der Pfarrkirche und dem Schloss mit Fresken des Münchner Hofmalers Christian Wink geprägt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zell an der Pram liegt auf 367 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 8,5 km, von West nach Ost 5,2 km. Die Gesamtfläche beträgt 23,3 km². 13,7 % der Fläche sind bewaldet, 75,5 % der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt. Als Gewässer durchfließt die Pram den Ort.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 29 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Aiglbrechting (9)
  • Bernetsedt (33)
  • Blümling (37)
  • Brandesleiten (26)
  • Dobl (52)
  • Dorf (16)
  • Eichberg (10)
  • Fuckersberg (23)
  • Gmeinedt (39)
  • Habekendobl (23)
  • Hellwagen (25)
  • Holzedt (9)
  • Hub (22)
  • Jebling (30)
  • Krena (35)
  • Obergriesbach (21)
  • Ornetsedt (62)
  • Point (32)
  • Reischenbach (44)
  • Schwarzgrub (31)
  • Sienleiten (10)
  • Stögen (22)
  • Tischling (22)
  • Weireth (53)
  • Wiesing (50)
  • Wildhag (22)
  • Willing (47)
  • Würting (16)
  • Zell an der Pram (1192)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Aiglbrechting, Krenna, Oberndobl, Reischenbach, Schwaben, Stögen und Zell an der Pram.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2015 waren in Zell 2.013 Personen gemeldet. [2]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde der Gemeinde am 12. Dezember 1969 von der oberösterreichischen Landesregierung verliehen. Blasonierung: In Rot ein silberner, schräggestellter Schürhaken, der linke Widerhaken herabgesetzt und entgegengestellt. Der Schürhaken entstammt dem Wappen der ausgestorbenen Familie Zeller, die bereits zu Beginn des 12. Jahrhunderts am linken Ufer der Pram einen Sitz hatten. Mit Christoph Zeller erlosch das Geschlecht im Jahre 1550. Die Gemeindefarben sind Rot-Weiß.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bayrisch. Das Ortsadelsgeschlecht der Zeller hatte bereits zu Beginn des 12. Jahrhunderts am linken Pramufer einen Sitz. Mit Christoph Zeller erlosch das Geschlecht im Jahre 1550 und der Besitz kam im Erbwege an die Herrschaft St. Martin. Joseph Ferdinand Graf von Tattenbach (1723 - 1802) prägte den Ort durch Neuerrichtung der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt sowie durch den Neubau des Schlosses im Jahre 1772.

Aufgrund er Lage an der baierisch-österreichischen Grenze wurde Zell insbesondere im spanischen Erbfolgekrieg von kriegerischen Handlungen heimgesucht und geplündert. Sowohl die Österreicher als auch die Baiern führten ihre Kriegszüge durch Zell. So ist bekannt, dass der baierische Churfürst Max Emmanuel Anfang 1704 sein Hauptquartier in Zell aufschlug. [3]

Im Mai 1779 musste Baiern im Frieden von Teschen seine sieben Rentämter am rechten Innufer an Österreich abgeben. Damit kam das zum Rentamt Schärding gehörende Zell zu Österreich.

Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Oberösterreich.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Bis Ende 2002 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Raab, nach dessen Auflösung wurde sie dem Gerichtsbezirk Schärding zugewiesen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister
  • seit 2003 Matthias Bauer (ÖVP)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kath. Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Zell an der Pram
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Zell an der Pram

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sportliche Aktivitäten gehen großteils von der Sportunion aus, welche einen Sportplatz, Volleyballplatz und Asphaltstockbahnen, samt Asphaltstockhalle, betreibt. Besonders aktiv ist die Faustballmannschaft. Im Jahr 2006 stellte die Faustballsektion der Sportunion Zell den Staatsmeister der U14 männlich.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die örtliche Wirtschaft ist stark von der Landwirtschaft (Milchviehhaltung, Ackerbau, Baumschulen) geprägt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die am Ort vorbeiführende Bundesstraße 137 und die Bahnstrecke Wels–Passau ist Zell an der Pram mit einer guten Verkehrsinfrastruktur ausgestattet. Die Innkreisautobahn ist binnen weniger Minuten erreichbar.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zell an der Pram – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. http://www.land-oberoesterreich.gv.at/files/statistik/gesellschaftundsoziales/bevstand/bevstand_41430.pdf
  3. Pillwein, Geschichte Geographie und Statistik des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg, 1832