Dorf an der Pram

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Dorf an der Pram
Wappen Österreichkarte
Wappen von Dorf an der Pram
Dorf an der Pram (Österreich)
Dorf an der Pram
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Schärding
Kfz-Kennzeichen: SD
Hauptort: Dorf
Fläche: 12,67 km²
Koordinaten: 48° 17′ N, 13° 38′ OKoordinaten: 48° 16′ 40″ N, 13° 37′ 40″ O
Höhe: 395 m ü. A.
Einwohner: 1.028 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 81 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4751
Vorwahl: 07764
Gemeindekennziffer: 4 14 05
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorf 11
4751 Dorf an der Pram
Website: www.dorf.at
Politik
Bürgermeister: Karl Einböck (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(13 Mitglieder)
8
3
2
Insgesamt 13 Sitze
Lage der Gemeinde Dorf an der Pram im Bezirk Schärding
AltschwendtAndorfBrunnenthal (Oberösterreich)DiersbachDorf an der PramEggerdingEngelhartszellEnzenkirchenEsternbergFreinbergKopfing im InnkreisMayrhofMünzkirchenRaabRainbach im InnkreisRiedauSankt AegidiSt. Florian am InnSt. Marienkirchen bei SchärdingSt. RomanSt. WillibaldSchardenbergSchärdingSighartingSubenTaufkirchen an der PramVichtensteinWaldkirchen am WesenWernstein am InnZell an der PramOberösterreichLage der Gemeinde Dorf an der Pram im Bezirk Schärding (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Dorf an der Pram ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Schärding im Innviertel mit 1028 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Schärding.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorf an der Pram liegt auf 395 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 4,9 km, von West nach Ost 5,3 km. Die Gesamtfläche beträgt 12,6 km². 7,9 % der Fläche sind bewaldet, 80,2 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 23 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Altmannsdorf (0)
  • Augendobl (36)
  • Außerjebing (31)
  • Dorf (234)
  • Großreiting (112)
  • Habetswohl (48)
  • Hinterndobl (45)
  • Kleinreiting (37)
  • Kumpfmühl (76)
  • Lohndorf (11)
  • Mitterjebing (26)
  • Mundorfing (51)
  • Natzing (20)
  • Obernparz (9)
  • Parting (33)
  • Pimingsdorf (96)
  • Roiding (10)
  • Schacha (23)
  • Schatzdorf (51)
  • Stögen (25)
  • Thalling (16)
  • Vorderndobl (10)
  • Weigljebing (29)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Dorf und Hinterndobl.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Über goldenem Dreiberg in Rot zwei silberne, abgewendete, steigende Fische. Die Gemeindefarben sind Rot-Gelb-Rot. Das Gemeindewappen der Gemeinde Dorf an der Pram geht auf das Familienwappen des Adelsgeschlechtes der Auckhentobler zurück, welches heute noch das Schiff der Pfarrkirche mit der Jahreszahl 1481 ziert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Dorf wurde erstmals in einer Urkunde aus dem Jahre 1371 erwähnt und lag damals im Bereich des Sitzes der Auckentobler (heute: Ortschaft Augendobl), welche wiederum den Herren von Schaunberg untertan waren. 1481 wurde durch Sigmund Auckhentobler in Dorf eine Kapelle zu Ehren des heiligen Wolfgang erbaut und 1501 als Filialkirche geweiht.

Das Gebiet war kirchlich Teil der Pfarre Taiskirchen im Innkreis, gehörte aber landesrechtlich nicht wie damals große Teile des Innviertels zu Bayern, sondern zum Habsburgerreich.

Schloss Hinterndobl nach Georg Matthäus Vischer um 1674

Um 1560 wurde der adelige Sitz Hinterndobl errichtet (heute Gasthof Bräu), auf welchem der Bauernführer Achaz Willinger von der Au (1626) lebte. Dieses Gebäude ist heute eine Bauernkriegsgedenkstätte.[2]

Im Jahre 1680 wurde Dorf eine eigenständige Pfarre und mit diesem Jahre begannen auch die Matrikelbücher.

Während der Napoleonischen Kriege kurz kgl. bayrisch, gehört der Ort seit 1814 endgültig zu Österreich ob der Enns.

Seit 1969 hat die katholische Pfarre Dorf an der Pram keinen eigenen Priester mehr am Ort. Derzeit wird die Pfarre von Riedau aus mitbetreut.

Ein besonderes ehrgeiziges Projekt der Gemeinde war 1998 die Errichtung der Nahwärme Dorf an der Pram, bei dem elf Personen gemeinsam den Neubau einer Hackschnitzelheizung verwirklichten.

Ebenfalls 1998 wurde das neue Gemeinde-Amtsgebäude in Betrieb genommen. Es wurde 1999 offiziell seiner Bestimmung übergeben.

2001 wurde das neue Kindergartengebäude und Probelokal feierlich der Bestimmung übergeben. Bis Ende 2002 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Raab, nach dessen Auflösung wurde sie dem Gerichtsbezirk Schärding zugewiesen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat insgesamt 13 Mitglieder. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 ÖVP, 3 FPÖ und 2 SPÖ.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1912–1919 Matthias Stelzhammer
  • 1919–1924 Josef Huemer
  • 1924–1933 Josef Petershofer
  • 1933–1942 Josef Huemer
  • 1942–1945 Rudolf Doberer
  • 1945–1949 Matthias Stelzhammer
  • 1949–1973 Johann Mössenböck
  • 1973–1979 Franz Dornhofer
  • 1979–2003 Franz Hansbauer
  • seit 2003 Karl Einböck (ÖVP)

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hatte 1991 laut Volkszählung 982 Einwohner, 2001 dann 1.015 Einwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Dorf an der Pram
Kath. Pfarrkirche hl. Wolfgang in Dorf

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Musikverein Dorf (Blasmusik)
  • Kirchenchor Dorf

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet von Dorf an der Pram führt die Bahnstrecke Wels–Passau; die Haltestelle Kumpfmühl liegt im Gemeindegebiet.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gemeinde- und Pfarrbibliothek
  • Kindergarten
  • Volksschule

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Hansbauer, ehemaliger Bürgermeister

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dorf an der Pram – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. http://maps.innviertel-hausruck.at/microsite/ausflugsziele/denkmaeler/bauernkriegs-gedenkstaette-hinterndobl-dorf-an-der-pram-86.html