Acquarossa

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Acquarossa
Wappen von Acquarossa
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Bleniow
Kreis: Kreis Acquarossa
BFS-Nr.: 5048i1f3f4
Postleitzahl: 6716 Acquarossa
6722 Corzoneso
6723 Castro
6724 Ponto Valentino
Koordinaten: 715212 / 146013Koordinaten: 46° 27′ 20″ N, 8° 56′ 18″ O; CH1903: 715212 / 146013
Höhe: 528 m ü. M.
Fläche: 61,7 km²
Einwohner: 1856 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 30 Einw. pro km²
Website: www.acquarossa.ch
Acquarossa, Blick nach Norden

Acquarossa, Blick nach Norden

Karte
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Acquarossa ist eine politische Gemeinde im Kreis Acquarossa, im Bezirk Blenio des Kantons Tessin in der Schweiz.

Sie entstand am 4. April 2004 aus der Fusion der bis dahin selbstständigen Gemeinden Castro, Corzoneso, Dongio (dt. Denntsch), Largario, Leontica, Lottigna, Marolta, Ponto Valentino und Prugiasco. Namensgeber war der zentral gelegene Kurort Acquarossa.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ort, benannt nach den dortigen Eisenquellen. Acquarossa liegt im Valle di Blenio. Nachbargemeinden sind von Norden aus im Uhrzeigersinn Olivone, Aquila, Torre und Serravalle sowie Sobrio und Faido im Bezirk Leventina.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon im 18. Jahrhundert bestand hier ein kleines Bad, das laut einer Beschreibung des Bleniotales aus dem 19. Jahrhundert aus dem Jahr 1798 stammte. Die spätere Kuranstalt wurde um die Mitte des 19. Jahrhunderts erstellt. Im Norden der Alpen fast unbekannt, wurde die Kuranstalt vor allem aus dem Tessin und Italien besucht.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Weit oberhalb des Ortsteils Prugiasco steht die romanische Kirche San Carlo di Negrentino. Sie wurde im 11. Jahrhundert erbaut und im 12. Jahrhundert erweitert. Sie gilt als eines der wichtigsten historischen Bauwerke des Bleniotals. Im Innern enthält sie romanische und spätgotische Fresken. Die von 1676 stammende Glocke zersprang in den 1940er Jahren. Im Sinn der Erhaltung von Kulturgut wurde die Glocke anstelle einer Neuanschaffung instand gestellt und läutet seit dem 7. Dezember 2008 wieder, dem Tag des heiligen Ambrosius[3]
  • Pfarrkirche Sant’Ambrogio[3]
  • Im Ortsteil Acquarossa: ex Hotel Terme[3][4]
  • Im Ortsteil Comprovasco: Pfarrkirche Santi Giacomo, Bartolomeo e Vincenzo de’ Paoli[3].
  • Im Ortsteil Lottigna: Pfarrkirche Santi Pietro e Paolo[3].
  • Im Ortsteil Corzoneso: Pfarrkirche Santi Nazario e Celso[3].

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ospedale Regionale di Bellinzona e Valli. Sede Acquarossa[5]
  • Ehemalige Biasca-Acquarossa-Bahn (1911–1973)[6]
  • Skianlagen Nara Leontica-Cancorì (mit 5 Skiliften, 2 Sesselbahnen und 30 Pistenkilometer, die auf 875–2'153 m ü. M. liegen[7])

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Giovanni Genucchi (* 10. April 1904 in Brüssel; † 3. Oktober 1979 in Acquarossa) (Bürgerort Castro TI), Bildhauer, Holzschnitzer[8]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Piero Bianconi: Acquarossa. In: Arte in Blenio. Guida della valle. S.A. Grassi & Co. Bellinzona-Lugano 1944; Idem: Acquarossa. In: Inventario delle cose d’arte e di antichità. Band I, S.A. Grassi & Co, Bellinzona 1948, S. 71–77.
  • Virgilio Gilardoni: Acquarossa. In: Il Romanico. Catalogo dei monumenti nella Repubblica e Cantone del Ticino. La Vesconta, Casagrande S.A., Bellinzona 1967, S. 388.
  • Simona Martinoli und andere: Acquarossa. In: Guida d’arte della Svizzera italiana. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Acquarossa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Acquarossa auf biblio.unibe.ch/digibern/hist_bibliog_lexikon_schweiz, S. 93 (abgerufen am 6. Mai 2017).
  3. a b c d e f Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 101–102.
  4. Gebäude der Thermen (Foto)
  5. Ospedale Regionale di Bellinzona e Valli. Sede Acquarossa in portal.dnb.de (abgerufen am: 4. Mai 2016.)
  6. Ehemalige Biasca-Acquarossa-Bahn in portal.dnb.de (abgerufen am: 4. Mai 2016.)
  7. Skianlagen in Nara Leontica-Cancorì
  8. Claudio Guarda: Giovanni Genucchi. In: Sikart (Stand: 2015), abgerufen 6. Februar 2016.