Feuerthalen

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Feuerthalen
Wappen von Feuerthalen
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Andelfingenw
BFS-Nr.: 0027i1f3f4
Postleitzahl: 8245
Koordinaten: 690587 / 283097Koordinaten: 47° 41′ 32″ N, 8° 38′ 43″ O; CH1903: 690587 / 283097
Höhe: 400 m ü. M.
Fläche: 2.49 km²
Einwohner: 3641 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 1462 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Bürgerrecht)
23,9 % (31. Dezember 2016)[2]
Gemeindepräsident: Jürg Grau (SVP)
Website: www.feuerthalen.ch
Feuerthalen vom Munot aus gesehen

Feuerthalen vom Munot aus gesehen

Karte
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Feuerthalen ist eine Gemeinde im Bezirk Andelfingen des Kantons Zürich in der Schweiz. Zu der Gemeinde gehört der Ort Langwiesen.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung

In Blau ein silbernes Tatzenkreuz, überhöht von einem silbernen Sensenblatt

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feuerthalen liegt nördlich des stark bewaldeten Cholfirsts in einer durch den Rhein gebildeten Flusslandschaft im Ausseramt des Bezirks Andelfingen direkt am Flussufer gegenüber der Stadt Schaffhausen, mit der sie über eine Strassenbrücke verbunden ist. Von der Gemeindefläche dienen 16,1 Prozent der Landwirtschaft, 43,8 Prozent sind mit Wald bedeckt, 10,4 Prozent sind Verkehrsfläche, 28,1 Prozent Siedlungsgebiet und 1,6 Prozent sind Gewässer. Feuerthalen ist die nördlichste Gemeinde des Kantons Zürich.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1634 205
1739 300
1836 655
1850 769
1900 1.992
1950 2.739
1960 2.961
1990 2.772
2000 2.973
2010 3.443

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die SVP hat 32,76 %, die SP 20,41 %, die glp 9,68 %, die BDP 9,33 %, die Grüne 7,88 %, die FDP 7,29 %, die CVP 4,99 % und die EVP 2,59 % der Wählerstimmen (Nationalratswahl 2011).[3]

Gemeindepräsident ist Jürg Grau (Stand Dezember 2017).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rheinbrücke Feuerthalen – Schaffhausen
Ansicht von Schaffhausen über den Rhein auf Feuerthalen
Luftbild von 1929, aufgenommen aus 500 Metern Höhe von Walter Mittelholzer

Als erstes der beiden Dörfer wurde Langwiesen im Jahr 876 als Langewisa urkundlich erwähnt, damals übergab der Rheinauer Abt Wolvene die Ländereien an den Grafen Gozbert. Im 10. Jahrhundert ging der Besitz an das Bistum Konstanz über.

Die erste urkundliche Erwähnung von Feuerthalen war im Jahr 1318 als Furtal an dem Rine. Der Name wird von der Furt abgeleitet, die hier im Mittelalter bestand. Seit 1528 hat Feuerthalen das Marktrecht.

Am 13. April 1799 wurde die von Hans Ulrich Grubenmann in den Jahren 1754 bis 1756 erbaute, gedeckte Rheinbrücke von den Truppen Napoléon Bonapartes niedergebrannt. Durch Beschuss der Österreichischen Truppen auf die abziehenden Franzosen wurden im Ort 24 Häuser zerstört, darunter auch das Atelier von Johann Heinrich Bleuler, dieser fertigte ein Kreideaquarell der Brennenden Brücke. Das Original befindet sich in der Grafischen Sammlung der ETH. Im Zuge des damaligen Ereignisses war für 14 Monate ein 10 000 Mann starkes französisches Truppenkontingent in Feuerthalen stationiert.

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Feuerthalen gibt es zwei Kirchen:

  • Die reformierte Kirche stammt aus dem Mittelalter und wurde 1390 erstmals urkundlich erwähnt.
  • Die katholische Kirche St. Leonhard wurde 2008 eingeweiht. Der Rundbau ist derzeit (Stand 2014) der drittjüngste katholische Kirchbau im Kanton Zürich.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich, Band I: Die Bezirke Affoltern und Andelfingen. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 7). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1938. DNB 365803030.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Feuerthalen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 20. September 2017.
  3. Archivlink (Memento des Originals vom 3. April 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik.zh.ch abgerufen am 24. Januar 2012