Fritz Roth (Schauspieler)

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Friedrich „Fritz“ Roth (* 11. Februar 1955 in Laasphe; † 8. August 2022 in Berlin)[1] war ein deutscher Schauspieler und Musiker. Bekannt war er vor allem als Polizeibeamter Wolfgang Neumann in der ARD-Krimireihe Polizeiruf 110, den er ab 2010 verkörperte.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildung und Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fritz Roth wuchs als Sohn eines Hoteliers in Laasphe im Wittgensteiner Land auf.[2] 1961 bis 1965 besuchte er die Volksschule und wechselte dann zum Gymnasium Schloss Wittgenstein, wo er 1974 die Reifeprüfung bestand. Ab 1975 studierte er in Gießen zuerst Landwirtschaft, später Deutsch und Philosophie. Eine Tätigkeit als „Kulissenschieber“ am Stadttheater schloss sich an. 1989 spielte er erstmals auf der Freilichtbühne der Burg Münzenberg in Dantons Tod. Damals spielte er auch in der Band Akkupunktour auf der Flucht.[3] Peter Palitzsch und Christoph Nix ermöglichten ihm 1992 ein Engagement am Berliner Ensemble, dem er bis 1995 angehörte. Nach weiteren Erfahrungen am Theater Nordhausen kehrte er 2000 zum Berliner Ensemble zurück.

Film und Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ersten Zugang zum Medium Film boten ihm Studierende der Deutschen Film- und Fernsehakademie, wo Fritz Roth 1999 in Sören Voigts Abschlussfilm Tolle Lage mitwirkte. 2003 konnte man ihn in einer kleineren Rolle als Coca-Cola-Pförtner in Wolfgang Beckers Good Bye, Lenin! sehen. Für seine Darstellung von Mux’ Gehilfen Gerd in Muxmäuschenstill wurde er in der Kategorie „Bester Nebendarsteller“ für den Deutschen Filmpreis 2004 nominiert. Es folgten Rollen in weiteren Kinofilmen, u. a. in Sommer vorm Balkon (2005), Der Vorleser (2008), Hilde (2009) und Die Reste meines Lebens (2017). Daneben wirkte Roth in zahlreichen Kinder- und Jugendproduktionen mit, wie in der Serie Endlich Samstag! (2006 bis 2008) und Filmen wie Der Meisterdieb oder Rico, Oskar und die Tieferschatten (2014). Häufig spielte er an der Seite von Horst Krause, so ab 2010 im Polizeiruf 110 und in dessen Reihen Polizeihauptmeister Krause sowie Krüger. Einem breiten Publikum war er seit 2010 als Polizeibeamter Wolfgang Neumann in der ARD-Krimireihe Polizeiruf 110 bekannt, zunächst in Brandenburg mit Krause und Lenski, danach in Świecko mit Lenski und Raczek und zuletzt ebendort mit Raczek und Ross.

Fritz Roth starb nach langer schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren. Er lebte in Berlin, wo auch seine Bestattung stattfinden soll.[1]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kinofilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehproduktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Todesanzeige der Familie, Westfalenpost, Lokalteil Wittgenstein, 11. August 2022.
  2. Heimat-Adressbuch Landkreis Wittgenstein 1965. Verlag H.E. Kasper & Co.(Hrsg.), Köln 1965, Kap. VI, S. 12.
  3. Sonntagsausfluege+Montagsexperten. Universität Gießen, 2007; abgerufen am 31. Dezember 2019.