Georg Fleischhauer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Georg Fleischhauer Leichtathletik

20150726 1753 DM Leichtathletik Männer 400m Hürden 1679.jpg
Georg Fleischhauer 2015

Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 21. Oktober 1988 (32 Jahre)
Geburtsort HalberstadtFlag of German Democratic Republic.svg DDR
Größe 195 cm
Gewicht 93 kg
Beruf Wirtschaftsingenieur
Karriere
Disziplin Hürdenlauf
Bestleistung Halle: 60 m H: 7,89 s
Freiluft: 110 m H: 13,78 s; 400 m H: 48,72 s
Verein LG Eintracht Frankfurt, vorm.: Dresdner SC,
erster Verein: TSV Dresden
Trainer Falk Balzer, vorm.: Volker Beck, Erika Falz,
Bernd Großmann, Katharina Wünsche,
erster Trainer: Sieghardt Stricker
Status aktiv
Medaillenspiegel
Team-Europameisterschaft 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Deutsche Meisterschaften 2 × Gold 3 × Silber 2 × Bronze
Deutsche Hallen-Meisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Team-Europameisterschaft
Silber 2015 Tscheboksary Mannschaft
Logo des DLV Deutsche Meisterschaften
Silber 2009 Ulm 4 × 400 m
Gold 2010 Braunschweig 400 m H
Gold 2012 Wattenscheid 400 m H
Bronze 2012 Wattenscheid 4 × 400 m
Silber 2015 Nürnberg 400 m H
Silber 2017 Erfurt 400 m H
Bronze 2020 Braunschweig 110 m H
Logo des DLV Deutsche Hallenmeisterschaften
Silber 2010 Karlsruhe 4 × 400 m
Silber 2021 Dortmund 60 m H
letzte Änderung: 20. Februar 2021

Georg Fleischhauer (* 21. Oktober 1988 in Halberstadt[1]) ist ein deutscher Leichtathlet, der sich auf den 400-Meter-Hürdenlauf spezialisiert hat, sowie Bobsportler.

Berufsweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fleischhauer studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Dresden. Nach seinem Masterabschluss arbeitet er 20 Stunden pro Woche bei einer großen Unternehmensberatung.[2][3][4]

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Georg Fleischhauer bestritt auch Sprints, 110-Meter-Hürden- und Staffelläufe, bevor er sich auf die 400 Hürdendistanz konzentrierte.

Im Juli 2010 konnte er mit seinem Sieg im 400-Meter-Hürdenlauf bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig seinen bis dahin größten Erfolg feiern. Kurze Zeit später wurde er in Regensburg Deutscher Juniorenmeister und blieb mit seiner Siegerzeit von 49,85 s erstmals unter der 50-Sekunden-Marke.

2011 belegte Fleischhauer bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig den fünften Platz im 200-Meter-Lauf. Im Mai wurde er beim Qatar Athletic Super Grand Prix in Doha im 400-Meter-Hürdenlauf in 50,46 s Siebenter. Im folgenden Monat steigerte er seine Bestleistung als Zweiter bei der Team-Europameisterschaft in Stockholm zunächst auf 49,56 s, bevor er sich beim Meeting Weltklasse in Biberach auf 49,50 s verbesserte. Mit diesen Leistungen erfüllte er die Qualifikationsnorm des Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV) für die Teilnahme an den Weltmeisterschaften in Daegu. Bei den Deutschen Meisterschaften in Kassel konnte Fleischhauer wegen eines Formfehlers seinen Titel nicht verteidigen. Trotz der zweitbesten Zeit im Vorlauf wurde er nicht zum Finale zugelassen, weil seine Trainerin seine Startkarte zu spät abgegeben hatte.[5] Seinen Einsatz bei den Weltmeisterschaften in Daegu berührte dies jedoch nicht. Dort gelang ihm im Vorlauf eine deutliche Steigerung seiner Bestleistung auf 48,72 s. Damit blieb er als erster Deutscher seit elf Jahren unter der 49-Sekunden-Marke.[6] In der Halbfinalrunde konnte er jedoch nicht an diese Leistung anknüpfen und verpasste als Fünfter seines Laufs in 49,36 s das Finale.

Fleischhauer beim DLV-WM-Testwettkampf 2011 in Mannheim

Bei den Europameisterschaften 2012 in Helsinki kam er mit 50,11 s auf den sechsten Platz.[7]

2015 wurde Fleischhauer Deutscher Vizemeister und holte in der Mannschaftswertung bei der Leichtathletik-Team-Europameisterschaft 2015 den zweiten Platz.

2017 wurde er erneut Deutscher Vizemeister über die 400 m Hürden. 2018 konnte er nicht an seine Vorjahresleistung anknüpfen. Nach einer mäßigen Vorlaufzeit von 53,12 s bei den Deutschen Meisterschaften konnte er sich nicht für das Finale qualifizieren und verpasste damit auch deutlichen die geforderte Qualifikation von 50,00 s für die heimische Europameisterschaft in Berlin. Nach längerer Pause gelang ihm 2020 das Comeback mit einer Rückkehr auf die kurze Hürdenstrecke, wo er 2020 und 2021 jeweils Dritter der Deutschen Meisterschaften wurde.

Seit 2019 ist Fleischhauer im Bobsport aktiv und startete im Europacup.[8] Er gehört dem Ergänzungskader an.[9]

Vereinszugehörigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Georg Fleischhauer begann seine Laufbahn beim TSV Dresden unter Trainer Sieghardt Stricker. Im Jahr 2004 wechselte er zum Dresdner SC, wo er zunächst unter Katharina Wünsche, dann unter Bernd Großmann und seit 2006 unter Erika Falz trainierte. Ab 2015 startete Fleischhauer für die LG Eintracht Frankfurt und wurde von Bundestrainer Volker Beck trainiert. Seit Anfang Oktober 2018 trainiert er bei Falk Balzer in Bad Lobenstein.[2][3]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

National[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Georg Fleischhauer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Athletenprofil zur EM 2012 (Memento vom 29. Juni 2012 im Internet Archive)
  2. a b Andreas Rabel: Alles auf null: Hürdensprinter Fleischhauer will in Thüringen an seine alten Zeiten anknüpfen, auf: thueringer-allgemeine.de, vom 22. Oktober 2018, abgerufen 23. Oktober 2018
  3. a b Pamela Lechner: Flash-News des Tages – Georg Fleischhauer wagt Neustart bei Falk Balzer, Notizen, auf: leichtathletik.de, vom 23. Oktober 2018, abgerufen 23. Oktober 2018
  4. Über mich, auf: georgfleischhauer400h.de, abgerufen 23. Oktober 2018
  5. Böses Malheur kostet Fleischhauer den Titel, DerWesten.de, 23. Juli 2011.
  6. Georg Fleischhauer steigert sich enorm (Memento vom 12. Juli 2012 im Webarchiv archive.today), leichtathletik.de 29. August 2011.
  7. Endstand EM 2012 (Memento vom 1. Juli 2012 im Internet Archive)
  8. GEORG FLEISCHHAUER
  9. HERREN