Gewöhnliche Haselwurz

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Gewöhnliche Haselwurz
Gewöhnliche Haselwurz (Asarum europaeum), Illustration

Gewöhnliche Haselwurz (Asarum europaeum), Illustration

Systematik
Magnoliids
Ordnung: Pfefferartige (Piperales)
Familie: Osterluzeigewächse (Aristolochiaceae)
Unterfamilie: Asaroideae
Gattung: Haselwurzen (Asarum)
Art: Gewöhnliche Haselwurz
Wissenschaftlicher Name
Asarum europaeum
L.

Die Gewöhnliche Haselwurz (Asarum europaeum), kurz auch Haselwurz genannt, ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Osterluzeigewächse (Aristolochiaceae) gehört. Sie gedeiht in Wäldern in weiten Gebieten Eurasiens.

Namensgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Asarum europaeum werden oft auch die Trivialnamen Europäische Haselwurz oder nur Haselwurz genannt. Andere Namen sind auch Braune Haselwurz, Hasenpappel, Hexenrauch, Aser, Brechhaselkraut, Drüsenkraut, Hasel-Mönch, Haselmünch, Haselmusch, Hasenohr, Hasenöhrlein, Hasenpappel, Hasenpfeffer, Hasewurz, Hasselkräut, Hauswurzel, Kampferwurzel, Leberkraut, Mausohren, Natterwurz, Neidkraut, Nierenkraut, Pfefferblätter, Pfefferkraut, Scheibelkraut, Schlangenwurzel, Schweinsohr, Speiblätter, Spitze Haselwörz, Teufelsklaue, Vogelskappe, Weihrauchkraut, Wilder Nardus und Wilder Pfeffer.

Weitere im deutschsprachigen Raum, zum Teil nur regional, gebräuchliche oder gebräuchlich gewesene Trivialnamen sind: Brechwurz (Bern), Haiselwurtz (althochdeutsch), Hasalwurtz (althochdeutsch), Haselbluoma (althochdeutsch), Haselmünach (Zillerthal, Salzburg), Haselmünch (mittelhochdeutsch), Haselmünnich (Salzburg), Haselmusch (Pongau), Haselmuschelen, Haselwort, Haselwürze (Bern), Haselwurz, Hasenöhrlein (Schlesien), Hasenwurz (mittelhochdeutsch), Hasilwurz (althochdeutsch), Haslewort (mittelniederdeutsch), Hasselnblatt (Siebenbürgen), Hasselnkrott, Hasselwurzel (Siebenbürgen), Hazelwort (mittelniederdeutsch), Wild Mausöhrlein, Wild Negelwurz (mittelhochdeutsch), Wild Neghelken, Wild Neleken, Scheibelkraut (Österreich bei Linz) und Schwarzkrott (Siebenbürgen).[1]

Volksetymologisch wurde der aus dem griechisch-lateinischen Lehnwort asarum schon im Althochdeutschen gebildete Name „Haselwurz“ unter anderem darauf bezogen, dass die Art oft unter Haselnusssträuchern wachse.[2] Der botanische Gattungsname Asarum bedeutet unverzweigt (griechisch asaron = zweiglos), das Artepitheton europaeum kennzeichnet sie als einzige in Europa heimische Art der Gattung Asarum, zu der etwa 100 Arten gehören.

Beschreibung und Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blüte von vorne; gut zu erkennen ist auch, dass die ganze Pflanze (außer der Blattoberseite) behaart ist

Die Gewöhnliche Haselwurz wächst als immergrüne,[3] ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von nur 5 bis 10 Zentimetern. Sie bildet ein Rhizom als Überdauerungsorgan. Die oberirdischen Pflanzenteile sind behaart. Alle Pflanzenteile riechen intensiv, das Rhizom riecht pfefferartig. Die Sprossachse ist kriechend, mit zwei bis drei bräunlichgrünen Niederblättern. Die zwei immergrünen, lang gestielten Laubblätter besitzen eine einfache, rundliche bis nierenförmige oder herzförmige Blattspreite, die auf der Oberseite meist glänzend, während die Unterseite meist behaart ist.

Die einzeln unmittelbar in Bodennähe stehenden Blüten sind krugförmig und braunrot mit drei Zipfeln. Die Blütenhülle besteht aus drei verwachsenen, braunpurpurnen Blütenhüllblättern. Sie riechen intensiv nach Pfeffer. Sie besitzt zwölf, in zwei Kreisen gegliederte Staubblätter. Der Fruchtknoten ist unterständig. Die protogynen (vorweiblichen) Blüten bestäuben sich oft selbst. Es kommt aber auch Fremdbestäubung vor, sie erfolgt durch Insekten. Die sechs Griffel sind zu einer dicken Griffelsäule verwachsen, die an ihrer Spitze eine sechsstrahlige Narbe trägt. Die Narbe reift vor den Staubblättern, die in der noch nicht völlig geöffneten Blüte weit nach unten gebogen sind und fast den Blütenboden berühren. In diesem Stadium steht die Narbe frei da. Zunächst richten sich die Staubblätter des inneren Kreises auf und schmiegen sich dicht an die Narbe stets zwischen je zwei Lappen an, wobei leicht Selbstbestäubung eintreten kann. Später biegen sich auch die äußeren kleinen Staubblätter auf und fügen sich unterhalb der Narbenlappen zwischen die größeren Staubblätter ein. Die jetzt erreichte männliche Phase der Blüte bewirkt deren volle Öffnung und ihre Perigonzipfel neigen sich nach außen. Die Blüten täuschen gewisse Merkmale von Pilzen vor und locken Pilzmücken an, die für die Bestäubung sorgen (Blütenökologisch werden sie deshalb „Fliegen-Täuschblumen“ genannt). Die Blütezeit reicht von März bis Mai.

Pollenkorn der Gewöhnlichen Haselwurz (400×)

Die sechsklappigen Kapselfrüchte reifen im Juni und streuen im Juli bis August die Samen aus. Die Samen tragen Elaiosomen und werden von Ameisen verbreitet (Myrmekochorie).

Die Chromosomenzahl der Art ist 2n = 26 oder 40.[4]

Verbreitungskarte

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet umfasst Eurasien mit kontinentaler Tendenz bis Sibirien. In Europa reichen die Areale von Südskandinavien bis Südfrankreich, Mittelitalien und Griechenland.

In Österreich ist sie in allen Bundesländern häufig (in Kärnten eher selten).

Als Standort werden Laubwälder und Gebüsche, Au- und Schluchtwälder auf vor allem kalkhaltigen, feuchten Böden bevorzugt. Genauer sind es krautreiche Laub- und Nadelmischwälder, besonders Mull-Buchenwälder auf Braunerden. Außerdem gedeihen sie in Haselstrauchhecken sowie Schlucht- und Auwäldern. Der Boden soll frisch bis feucht, nährstoffreich und meist kalkhaltig sein. Die Gewöhnliche Haselwurz ist ein Lehm- und Feuchtigkeitsanzeiger. Häufige Begleitpflanzen der Haselwurz sind zum Beispiel Wald-Trespe, Frühlings-Platterbse, Seidelbast, Nesselblättrige Glockenblume, Mandelblättrige Wolfsmilch und Wald-Sanikel.

Standorte und Verbreitung in Mitteleuropa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gewöhnliche Haselwurz braucht kalkhaltigen nährstoffreichen und eher feuchten als trockenen Lehm- oder Tonboden mit einer ausgeprägten Mullauflage. Sie trägt selbst zur Lockerung des Bodens bei.

Sie besiedelt Laub- und Mischwälder, sie geht aber auch in Auenwälder und in Nadelforste. Sie ist eine Fagetalia-Ordnungscharakterart.[4] In Mitteleuropa tritt sie zerstreut auf, sie kommt aber an ihren Standorten oft in ausgedehnten, meist lockeren, aber in individuenreichen Beständen vor. Große „Nester“ können mehrere Quadratmeter bedecken. Sie steigt in den Alpen bis über 1200 m auf. In den Allgäuer Alpen kommt sie im Tiroler Teil im Höhenbachtal bei Holzgau bis zu 1150 m Meereshöhe vor.[5]

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung Asarum wurde 1753 mit der Typusart Asarum europaeum durch Carl von Linné in Species Plantarum, 1, S. 442 aufgestellt.[6]

In Europa unterscheidet man bei Asarum europaeum drei Unterarten:[7][8]

  • Asarum europaeum L. subsp. europaeum: Blätter breiter als lang, stumpf; Blattunterseite auf der Fläche behaart; Blattoberseite mit Stomata, ohne Papillen, glänzend; Europa.
  • Asarum europaeum L. subsp. caucasicum (Duch.) Soó: Blätter etwa so lang wie breit, zugespitzt; Blattunterseite höchstens auf den Nerven etwas behaart, sonst kahl; Blattoberseite ohne Stomata; Epidermis der Blattoberseite papillös, matt. Die Chromosomenzahl ist 2n = 26.[4] Sie kommt in Europa in Frankreich, Deutschland, Italien, in der Schweiz, Österreich, Ungarn, Slowenien, Kroatien und in der Slowakei vor.[9]
  • Asarum europaeum L. subsp. italicum Kukkonen & Uotila: Blätter etwa so lang wie breit, zugespitzt; Blattunterseite behaart bis kahl; Blattoberseite ohne Stomata; Epidermis der Blattoberseite nicht papillös; Italien, Montenegro[10], Türkei[9]

Bilder – Botanik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gewöhnliche Haselwurz (Asarum europaeum):

Inhaltsstoffe und Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blätter und Wurzeln der Haselwurz schmecken nach Pfeffer, das Rhizom enthält kampferartige, ätherische Substanzen, die schleimhautreizend, brech- und niesreizanregend wirken und innere Blutungen auslösen können (Gastroenteritis). Bis ins 18. Jahrhundert wurden die getrockneten Rhizome als Brechmittel verwandt. Später gehörten sie in pulverisierter Form zum variablen Zutatenkreis des Schneeberger Schnupftabaks. Die Droge wird im August gesammelt, das getrocknete Rhizom trägt folgende Namen: Radix Asari, Radix Nardi rusticae, Radix Nardi sylvestrae und Rhizoma Asari.

Von der Nutzung des Rhizoms in der Pharmazie wird heute abgeraten, da dessen Inhaltsstoffe zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können (siehe Kapitel Giftigkeit).

Giftigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ganze Pflanze ist giftig.

Hauptwirkstoffe sind: Das in ihr zu 0,7–4 % enthaltene ätherische Öl bzw. der darin enthaltene Giftstoff Asaron, der zu 30–50 % im ätherischen Öl enthalten sein kann. Ein weiterer Wirkstoff ist das Selinan-Derivat alpha-Agarofuran.

Es gibt neben Pflanzen, die kein Asaron enthalten, auch solche, deren ätherisches Öl bis zu 90 % trans-Isoasaron bzw. trans-Isoeugenol oder trans-Isoelemicin enthält.

Im Hinblick auf die verschiedene Zusammensetzung ihres ätherischen Öls kann man in Europa 4 verschiedene chemische Rassen von Asarum europaeum unterscheiden.

Als Vergiftungserscheinungen treten auf: Brennen im Mund und im Schlund, Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen, Gastroenteritis mit Durchfällen und Uterusblutungen. Im Extremfall kann der Tod durch zentrale Atemlähmung eintreten.

Beim Kauen des Rhizoms werden die Mundhöhle und die Zunge vorübergehend betäubt. Verantwortlich dafür sind die Phenylpropan-Derivate trans-Isoasaron und trans-Isoeugenolmethylester.

Der Brechreiz ist dem ätherischen Öl zuzuschreiben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die von Pedanios Dioskurides (De materia medica) und von Plinius dem Älteren (Naturalis historia) angegebenen Heilmittel-Indikationen stimmen weitgehend überein. Es wird daher angenommen, dass beide aus den gleichen Quellen schöpften. Auf der Basis der Elementenlehre deuteten sie die Wurzel des „asarum“ als Mittel zur Reinigung („purgatio“) des Körpers von unpassenden oder verdorbenen Säften.

Indikationen bei Pedanios Dioskurides Indikationen bei Plinius dem Älteren
Wirkt erwärmend, auf der Zunge beißend
Ist harntreibend und gut für Wassersüchtige Mit Most harntreibend und gut gegen Wassersucht
Gut gegen chronischen Ischias
Purgiert mit Met wie weiße Nieswurz Sie purgiert den Leib wie Nieswurz
Befördert die Menstruationsblutung Ist gut für die Gebärmutter
Wirkt Brechen erregend
Ist gut für Oberbauchbeschwerden (praecordii), bei Gelbsucht und bei Lebererkrankungen

Galen schrieb dem „asarus“ gleiche Wirkung wie dem „acorus“ zu: „Bewegt den Harn und hilft bei Milz-Verhärtung“. Der „asarus“ sollte jedoch intensiver wirken als der „acorus“.

Die Ärzte des arabischen und lateinischen Mittelalters übernahmen die von Dioskurides, Plinius und Galen aufgeführten Wirkungs- und Indikationsangaben für den „asarus“ und sie ordneten ihn in der Gliederung der Humorallehre als „heiß und trocken im dritten Grad“ ein. Avicenna rühmte die Anwendung der Wurzel außerdem zur Behandlung von „Hornhautverdickung“ und zur Vermehrung der Spermien.

Hildegard von Bingen beurteilte im 12. Jahrhundert die Wirkkraft des „asarus“ als mehr schädlich als nützlich. Insbesondere warnte sie vor seiner Anwendung in der Frauenheilkunde. Und noch im 16. Jahrhundert warnte der Theologe und Arzt Otto Brunfels, dass „schlepseck“ den Frauen die Haselwurz als Abtreibungsmittel verkauften.

Als Schnupf- und Bähmittel zur „Reinigung des Hauptes von zu viel Feuchtigkeit“ wurde die in Essig zerstoßene oder aufgelöste Haselwurz im 15. Jahrhundert durch Nikolaus Frauenlob gepriesen und noch im 18. Jahrhundert durch William Cullen bei Stockschnupfen, Kopfschmerz und hartnäckigen Augenübeln empfohlen. Als preiswerte Ergänzung zu der seit dem 18. Jahrhundert in Europa therapeutisch verwendeten Ipecacuanha wurde die Haselwurz in viele amtliche Arzneibücher aufgenommen und in der Preussischen Pharmaköpoe bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts aufgeführt.

Tierheilkunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer elsässischen Handschrift des 15. Jahrhunderts (Cpg 226) wurde empfohlen, den von Seuchen befallenen Rindern Haselwurz einzugeben. Das bestätigte Hieronymus Bock in seinem Kräuterbuch (1539), und er ergänzte, dass die Schäfer die Wurzel gepulvert und mit Salz vermengt ihren an Keuchen und Husten erkrankten Schafen zum Lecken vorlegen. Joachim Camerarius der Jüngere teilte 1586 mit, dass Etliche den Pferden im Mai Haselwurz-Blätter zu Fressen geben, „damit sie sich reinigen und mutiger werden“. Im ausklingenden 17. Jahrhundert berichteten Pierre Pomet (1694) und Nicolas Lémery (1699), dass die Haselwurz mit feuchter Kleie vermischt in großen Mengen beim Wurmbefall der Pferde („farcin“) verordnet werde.

Quellen zur Geschichte der medizinischen Verwendung der Haselwurz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historische Abbildungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Adler, Karl Oswald, Raimund Fischer: Exkursionsflora von Österreich. Hrsg.: Manfred A. Fischer. Ulmer, Stuttgart/Wien 1994, ISBN 3-8001-3461-6.
  • Ingrid und Peter Schönfelder: Das Neue Handbuch der Heilpflanzen, Botanik Arzneidrogen, Wirkstoffe Anwendungen. Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-440-12932-6.
  • L. Roth, M. Daunderer, K. Kornmann: Giftpflanzen Pflanzengifte. 6. überarbeitete Auflage. 2012, Nikol-Verlag, ISBN 978-3-86820-009-6.
  • Dietmar Aichele, Heinz-Werner Schwegler: Die Blütenpflanzen Mitteleuropas. 2. überarbeitete Auflage. Band 2, Franckh-Kosmos-Verlag, 1994/ 2000, ISBN 3-440-08048-X.
  • Heinrich Marzell: Die Haselwurz (Asarum europaeum L.) in der alten Medizin. Eine Studie zur Geschichte einer deutschen Heilpflanze. In: Sudhoffs Archiv 42, 1958, S. 319–325.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, S. 46 f., online.
  2. Josef Domes: Anmerkungen zur Pharmakologie der Haselwurz. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen 7, 1989, S. 339–141; hier: S. 339.
  3. Gewöhnliche Haselwurz. In: FloraWeb.de.
  4. a b c Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001. ISBN 3-8001-3131-5. Seite 325.
  5. Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 1, IHW, Eching 2001, ISBN 3-930167-50-6, S. 438.
  6. Asarum europaeum bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis
  7. P. W. Ball, J. R. Akeroyd: Asarum L. In: Flora europaea. 2. Auflage. 1, 1993, S. 87.
  8. Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin/ Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.
  9. a b E. Nardi (2009): Aristolochiaceae. – In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Datenblatt Asarum
  10. Unterarten in der Flora Europaea.
  11. Julius Berendes: Des Pedanius Dioskurides Arzneimittellehre in 5 Büchern. Enke, Stuttgart 1902, Buch I, Cap. 9 (Digitalisat)
  12. Plinius. Naturalis historia. Buch XXI, § 134 (Kapitel LXXVIII) (Digitalisat Latein) (Digitalisat Ausgabe Külb 1840–1864 Deutsch)
  13. Galeni de simplicium medicamentorum temperamentis ac facultatibus. Liber VI. (In: C. G. Kühn, Leipzig 1826, Band 11, S. 840: Asarum (Digitalisat) - S. 819: Acorus (Digitalisat))
  14. Avicenna. Kanon der Medizin. Ausgabe Andrea Alpago, Basel 1556, Buch II, S. 179 (Digitalisat)
  15. Ibn Al Jazzar: Liber de Gradibus Simplicium in der Übersetzung von Konstantin dem Afrikaner, 11. Jh. In: Opera. Ausgabe Basel 1536, S. 369 (Digitalisat)
  16. Pseudo-Serapion 13. Jh. Druck. Venedig 1497, Blatt 132r (Digitalisat)
  17. Ibn al-Baitar: Kitāb al-jāmiʿ li-mufradāt al-adwiya wa al-aghdhiya - Übersetzung. Joseph Sontheimer unter dem Titel Große Zusammenstellung über die Kräfte der bekannten einfachen Heil- und Nahrungsmittel. Hallberger, Stuttgart Band I 1840, S. 31–33 (Digitalisat)
  18. Hildegard von Bingen 12. Jh.: Physica, Buch I, Kapitel 48. Edition: Charles Victor Daremberg und Friedrich Anton Reuß (1810–1868). S. Hildegardis Abbatissae Subtilitatum Diversarum Naturarum Creaturarum Libri Novem. Migne, Paris 1855. Sp. 1148 (Digitalisat) - Herbert Reier (Übersetzung): Hildegard von Bingen Physica. Nach der Textausgabe von J. P. Migne, Paris 1882 ins Deutsche übersetzt. Kiel 1980, S. 42: Haselwurz ist sehr warm und hat eine gefährliche Kraft in sich, die zu fürchten ist. Sie ist sehr heftig und von unsteter Natur ähnlich dem Sturm, weil seine Wärme und Gefährlichkeit in die Gefahr führt. So lässt er die Natur des Menschen mehr im Stich als dass er ihr nützt. Wird sie einem Menschen zu essen gegeben, der „sucht“ oder „ridden“ hat oder der „vergichtiget“ ist, so wird sie ihm nur größeren Schmerz zufügen. Wenn ein schwangeres Weib sie isst, wird es entweder sterben oder mit Gefahr ihres Leibes abortieren. Oder wenn sie zur Zeit ihre Regel nicht hat, wird sie noch mehr Schmerz empfinden.
  19. Bernhard Schnell, William Crossgrove: Der deutsche >Macer<. Vulgatfassung. Mit dem Abdruck des lateinischen Macer Floridus >De viribus herbarum<. Kritisch herausgegeben. Tübingen : Niemeyer 2003, Kapitel 49 - Heidelberg Cpg 226, Sammlung von Rezepten sowie astronomischer und medizinischer Traktate - Elsass, 1456–1469, Blatt 196v–197r (Digitalisat)
  20. Gabriel von Lebenstein, 14./15. Jh. (nach Eis / Vermeer 1965, S. 72, 73.) - Clm 5905, 2. Hälfte 15. Jh., Blatt 56r (Digitalisat)
  21. Nikolaus Frauenlob, Kräuterbuch, 15. Jahrhundert. Cpg 666, Südwestdeutschland 1478, Blatt 115v–116r (Digitalisat) - Cpg 683, Mattighofen, 1482–1486, Blatt 29v (Digitalisat)
  22. Cpg 226, Sammlung von Rezepten sowie astronomischer und medizinischer Traktate, Elsass, 1456–1469, Blatt 125r (Digitalisat)
  23. Herbarius moguntinus, Mainz 1484, Kapitel 15 (Digitalisat)
  24. Gart der Gesundheit (Mainz 1485), Ausgabe Augsburg (Schönsperger) 1485, Kapitel 19 (Digitalisat)
  25. Hortus sanitatis, Mainz 1491, Buch I, Kapitel 47. (Digitalisat)
  26. Hieronymus Brunschwig: Kleines Destillierbuch. Straßburg 1500, Blatt 58v (Digitalisat)
  27. Otto Brunfels. Contrafeyt Kreüterbuch. Straßburg 1532, S. 9 (Digitalisat)
  28. Hieronymus Bock. New Kreütter Buch. Straßburg 1539, Buch I, Kapitel 20 (Digitalisat)
  29. Leonhart Fuchs. New Kreütterbuch. Straßburg 1543, Cap. 3 (Digitalisat)
  30. Joachim Camerarius der Jüngere: Überarbeitung des Dioskurideskommentars von Pietro Andrea Mattioli. Johan Feyerabend, Franckfurt am Mayn 1586, S. 8 D (Buch I, Kapitel IX) (Digitalisat)
  31. Pierre Pomet. Histoire générale des drogues, traitant des plantes, des animaux, & des mineraux .... Jean-Baptiste Loyson & Augustin Pillon Paris 1694, S. 88–89 (Digitalisat)
  32. Nicolas Lémery: Dictionnaire universel des drogues simples, contenant leurs noms, origines, choix, principes, vertus, étymologies, et ce qu’il y a de particulier dans les animaux, dans les végétaux et dans les minéraux, Laurent d'Houry, Paris, 1699 S. 68–69 (Digitalisat) – (Deutsch) : Vollständiges Materialien-Lexicon. Zu erst in Frantzösischer Sprache entworffen, nunmehro aber nach der dritten, um ein grosses vermehreten Edition [...] ins Hochteutsche übersetzt / Von Christoph Friedrich Richtern, Leipzig: Johann Friedrich Braun, 1721. (Digitalisat)
  33. Onomatologia medica completa oder Medicinisches Lexicon das alle Benennungen und Kunstwörter welche der Arzneywissenschaft und Apotheckerkunst eigen sind deutlich und vollständig erkläret. Gaum, Ulm, Frankfurt und Leipzig 1755, Sp. 147–148 (Digitalisat)
  34. William Cullen: A treatise of the materia medica. 2 Bände. Charles Elliot, Edinburgh 1789. – (Deutsch): Samuel Hahnemann. Schwickert, Leipzig 1790. Band II, S. 482 Haselwurzel als Niesemittel (Digitalisat); S. 527–528 Haselwurzel als Brechmittel (Digitalisat); S. 613 Haselwurzel als harntreibendes Mittel (Digitalisat)
  35. Jean Louis Alibert: Nouveaux élémens de thérapeutique et de matière médicale. Crapart, Paris XII (1803 / 1804), Bd. I, S. 249–250 (Digitalisat)
  36. August Friedrich Hecker’s practische Arzneimittellehre. Revidiert und mit neuesten Entdeckungen bereichert von einem practischen Arzte. Camesius, Wien, Band I (1814), S. 623 (Digitalisat)
  37. Görz (Apotheker) in: Christoph Heinrich Pfaff: System der Materia medica nach chemischen Principien. F. Chr. W. Vogel, Leipzig, Band III (1814), S. 229–233 (Digitalisat)
  38. Jean Louis Lassaigne und H. Feneulle: Analyse des racines d’Asarum. In: Journal de pharmacie et des sciences accessoires. Paris, Band 6 (1820), No. XII (Dezember), S. 561–565 (Digitalisat)
  39. Carl Ferdinand von Graefe, Christoph Wilhelm Hufeland, Heinrich Friedrich Link, Emil Osann, Karl Asmund Rudolphi (Hrsg.): Encyclopädisches Wörterbuch der medicinischen Wissenschaften, J. W. Boike, Berlin, Band III (1829), S. 479–481 (Digitalisat)
  40. Johann N. Gräger: Dissertatio inauguralis … de Asaro europaeo … Göttingen 1830 (Digitalisat)
  41. Régimbeau: In: Journal de pharmacie et des sciences accessoires. Paris, Band XIV (1828), S. 200 (Digitalisat)
  42. Johann Ignaz Hoppe: Die Nervenwirkungen der Heilmittel : therapeutisch-physiologische Arbeiten, 4. Heft, H. Bethmann, Leipzig 1857, S. 120–124 (Digitalisat)
  43. Alexander Willem Michiel van Hasselt J. B. Henkel (Übersetzer): Handbuch der Giftlehre für Chemiker, Ärzte, Apotheker und Gerichtspersonen. Vieweg, Braunschweig 1862, Teil I Allgemeine Giftlehre und die Gifte des Pflanzenreichs, S. 481 (Digitalisat)
  44. August Husemann und Theodor Husemann: Die Pflanzenstoffe in chemischer, physiologischer, pharmakologischer und toxikologischer Hinsicht. Für Aerzte, Apotheker, Chemiker und Pharmakologen. Springer, Berlin 1871, S. 1034–1035 Haselwurzcampher. Asarin. Asaron (Digitalisat); S. 1161 Haselwurzöl (Digitalisat)
  45. Theodor Husemann: Handbuch der gesammten Arzneimittellehre. 2. Aufl., Band II, Springer, Berlin 1883, S. 589 (Digitalisat)
  46. Pharmacopoea Borussica. Cum Gratia et Privilegio Sacrae Regiae Majestatis. Georg Decker, Berlin 1799, S. 49: Radix Asari (Digitalisat) - Carl Wilhelm Juch. Pharmacopoea Borussica oder Preußische Pharmakopoe. Aus dem Lateinischen übersetzt, und mit Anmerkungen und Zusätzen begleitet von Dr. Carl Wilhelm Juch. Stein, Nürnberg 1805, S. 108: Radix Asari (Digitalisat)
  47. Carl Wilhelm Juch. Pharmacopoea Borussica oder Preußische Pharmakopoe. Aus dem Lateinischen übersetzt, und mit Anmerkungen und Zusätzen begleitet von Dr. Carl Wilhelm Juch, Stein – Nürnberg, Dritte umgearbeitete Auflage 1817, S. 120: Radix Asari (Digitalisat)
  48. Preussische Pharmakopöe. Fünfte Ausgabe (1827). Übersetzung der lateinischen Urschrift C. F. Plahn – Berlin 1829, S. 18 (Digitalisat)
  49. Friedrich Mohr Commentar zur Preussischen Pharmakopoe : nebst Übersetzung des Textes …, Friedrich Vieweg – Braunschweig. Nach der sechsten Ausgabe der Pharmakcopoea borussica 1848/49 (Digitalisat)
  50. Friedrich Mohr Commentar zur Preussischen Pharmakopoe : nebst Übersetzung des Textes … Friedrich Vieweg – Braunschweig 1865. Nach der siebten Ausgabe der Pharmakcopoea borussica (Digitalisat)
  51. Pharmacopoea Germanica. R. von Decker – Berlin 1872, S. 271 (Digitalisat) - Hermann Hager: Commentar zur Pharmacopoea Germanica. Julius Springer – Berlin, Band II, 1874, S. 568–569: Radix Asari (Digitalisat)
  52. Hermann Hager: Commentar zur Pharmacopoea Germanica, Edition II. Julius Springer, Berlin 1884, Band 2, S. 843 (Digitalisat)
  53. Pharmacopoeia Collegii Regii Medicorum Edinburgensis. Regia Officina Librariae Academicae Gottingae 1735, S. 3: Asarum, Rad. Fol. (Digitalisat); S. 87: Pulvis cephalicus. Rp. Fol Asari, Rad. Lilii convall. Ana drachmas duas. Summit. Betonicae, Maioranae, Rosmarini ana sesquidrachmam. Misce, fiat pulvis. (Digitalisat)
  54. Anthony Todd Thomson (1778–1849). The London dispensatory. 1. Ausgabe 1811, S. 60–61: Folia asari: (Digitalisat); S. 677: Pulvis Asari compositus (Digitalisat) --- 11. Ausgabe 1852, S. 167–168. Asarum: (Digitalisat)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Gewöhnliche Haselwurz (Asarum europaeum) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien