Gleißenberg

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Wappen Deutschlandkarte
Gleißenberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gleißenberg hervorgehoben

Koordinaten: 49° 19′ N, 12° 44′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Cham
Verwaltungs­gemeinschaft: Weiding
Höhe: 419 m ü. NHN
Fläche: 15,38 km2
Einwohner: 887 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km2
Postleitzahl: 93477
Vorwahl: 09975
Kfz-Kennzeichen: CHA, KÖZ, ROD, WÜM
Gemeindeschlüssel: 09 3 72 128
Gemeindegliederung: 4 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 4
93477 Gleißenberg
Website: www.gleissenberg.de
Erster Bürgermeister: Wolfgang Daschner (Freie Wählergemeinschaft „Bayerisches Meran“)
Lage der Gemeinde Gleißenberg im Landkreis Cham
Lohberg (Bayern)LamArrachHohenwarth (Landkreis Cham)GrafenwiesenNeukirchen beim Heiligen BlutEschlkamFurth im WaldGleißenbergArnschwangBad KötztingRimbach (Oberpfalz)BlaibachWaldmünchenTreffelsteinTiefenbach (Oberpfalz)RötzSchönthal (Oberpfalz)Weiding (Landkreis Cham)ChamerauMiltachWillmeringStamsriedPösingZandtTraitschingChamerauRundingCham (Oberpfalz)PemflingWaffenbrunnSchorndorf (Oberpfalz)MichelsneukirchenRodingWalderbachReichenbach (Landkreis Cham)Rettenbach (Oberpfalz)Falkenstein (Oberpfalz)Zell (Oberpfalz)Wald (Oberpfalz)TschechienLandkreis SchwandorfLandkreis RegenLandkreis Straubing-BogenLandkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild
Kirchturm von Gleißenberg
Gleißenberger Talkessel von Süden

Gleißenberg ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Cham.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt zwischen den Städten Waldmünchen und Furth im Wald.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gleißenberg hat vier Gemeindeteile (in Klammern der Siedlungstyp):[2][3]

Es gibt nur die Gemarkung Gleißenberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gleißenberg gehörte mit dem Raum Waldmünchen seit dem 14. Jahrhundert zur Herrschaft Schwarzenburg-Rötz-Waldmünchen, die wechselnden Pfandherren unterstand und 1509 an die Kurpfalz verkauft wurde. Im Jahre 1434 wurde der Ort bei einem der letzten Vorstöße der Hussiten niedergebrannt und völlig zerstört. Gleißenberg kam 1777 zum Rentamt Amberg und zum Landgericht Waldmünchen des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1946 wurde Ried bei Gleißenberg in die Gemeinde Gleißenberg eingegliedert.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gleißenberg war 2015 die Gemeinde mit der geringsten Zahl an Einwohnern im Landkreis Cham.

  • 1961: 0666 Einwohner
  • 1970: 0676 Einwohner
  • 1987: 0834 Einwohner
  • 1991: 0886 Einwohner
  • 1995: 0983 Einwohner
  • 2000: 1011 Einwohner
  • 2005: 0961 Einwohner
  • 2010: 0891 Einwohner
  • 2015: 0905 Einwohner

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 837 auf 913 um 76 Einwohner bzw. um 9,1 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Weiding.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ab Juni 1994 wurde Josef Christl (Bürgerblock Gleißenberg).

Bei der Kommunalwahl in Bayern am 15. März 2020 wurde Wolfgang Daschner (Freie Wählergruppe „Bayerisches Meran“) zum Ersten Bürgermeister ab dem 1. Mai 2020 gewählt.[4][5]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 wurden 8 Gemeinderatssitze vergeben.[4]

Aufteilung des Gemeinderates
Partei Kürzel Prozent Sitze
Bürgerblock Gleißenberg-Ried BGR 28,48 % 2
Freie Wählergruppe „Bayerisches Meran“ FWBM 50,37 % 4
Christliche Freie Wählergemeinschaft CFW 21,14 % 2

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Juli 2010 besteht eine Partnerschaft mit der tschechischen Gemeinde Trhanov.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Gleißenberg
Blasonierung: „Unter silbernem Schildhaupt, darin ein blauer Wechselzinnenbalken, von Silber und Schwarz durch zwei rechte Spitzen gespalten.“[7]

Dieses Wappen wird seit 1983 geführt.

Wappenbegründung: Das Wappen erinnert an zwei Adelsgeschlechter, die für die Gegend um Gleißenberg von Bedeutung waren. Die beiden Seitenspitzen (Wolfszähne) sind dem Wappen der bis um 1400 nachweisbaren Hausner zu Gleißenberg entliehen, die ihren Sitz auf einer Burg nahe dem Ort hatten. Den Wechselzinnenbalken führten die Herren von Schwarzenburg im Wappen, die bis Anfang des 14. Jahrhunderts als Ministerialen der Wittelsbacher auf der Schwarzenburg bei Rötz saßen. Gleißenberg gehörte mit dem Raum Waldmünchen seit dem 14. Jahrhundert zur Herrschaft Schwarzenburg-Rötz-Waldmünchen, die wechselnden Pfandherren unterstand und 1509 an die Kurpfalz verkauft wurde.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es nur wenige sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze; 2017 pendelten von der Wohnbevölkerung 359 Personen zu einer auswärtigen Arbeitsstelle.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt einen Kindergarten mit 25 Plätzen; 20 Kinder besuchten die Einrichtung nach der Statistik vom 1. März 2018. Außerdem besteht im Ortsteil Ried das Schullandheim.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Max Müller (* 1862 in Gleißenberg; † 1919 in Wildwood Beach/New Jersey), Orientalist, Hochschullehrer und Lexikograf

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Gleißenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Gleißenberg in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 15. August 2020.
  3. Gemeinde Gleißenberg, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 20. Dezember 2021.
  4. a b Kommunalwahl 2020 – Gemeinde Gleißenberg. Abgerufen am 18. März 2020.
  5. Gemeinderat. Gemeinde Gleißenberg, abgerufen am 1. August 2020.
  6. 30 Mai 2017 11:20 Uhr: Die Gleißenberger Feuerwehr pflegt die Partnerschaft mit den tschechischen Freunden in Thranov. Abgerufen am 22. April 2020.
  7. Eintrag zum Wappen von Gleißenberg in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte