Schönthal (Oberpfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schönthal
Schönthal (Oberpfalz)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schönthal hervorgehoben

Koordinaten: 49° 21′ N, 12° 36′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Cham
Höhe: 453 m ü. NHN
Fläche: 43,71 km2
Einwohner: 1934 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km2
Postleitzahl: 93488
Vorwahl: 09978
Kfz-Kennzeichen: CHA, KÖZ, ROD, WÜM
Gemeindeschlüssel: 09 3 72 157
Gemeindegliederung: 19 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
93488 Schönthal
Website: www.gemeinde-schoenthal.de
Bürgermeister: Ludwig Wallinger (CSU)
Lage der Gemeinde Schönthal im Landkreis Cham
Lohberg (Bayern)LamArrachHohenwarth (Landkreis Cham)GrafenwiesenNeukirchen beim Heiligen BlutEschlkamFurth im WaldGleißenbergArnschwangBad KötztingRimbach (Oberpfalz)BlaibachWaldmünchenTreffelsteinTiefenbach (Oberpfalz)RötzSchönthal (Oberpfalz)Weiding (Landkreis Cham)ChamerauMiltachWillmeringStamsriedPösingZandtTraitschingChamerauRundingCham (Oberpfalz)PemflingWaffenbrunnSchorndorf (Oberpfalz)MichelsneukirchenRodingWalderbachReichenbach (Landkreis Cham)Rettenbach (Oberpfalz)Falkenstein (Oberpfalz)Zell (Oberpfalz)Wald (Oberpfalz)TschechienLandkreis SchwandorfLandkreis RegenLandkreis Straubing-BogenLandkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild
Schönthal (2016)

Schönthal ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Cham.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schönthal liegt an der Schwarzach im Naturpark Oberer Bayerischer Wald.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Schönthal besteht aus folgenden 19 Gemeindeteilen:[2]

Es gibt die Gemarkungen Döfering, Hiltersried, Loitendorf, Trosendorf, Rhan, Premeischl, Schönthal, Thurau, Öd, Flischbach und Steegen. Die Gemarkung Steegen teilt sich Schönthal mit der westlichen Nachbargemeinde Rötz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schönthal gehörte dem vor dem Jahr 1263 gegründeten Kloster Schönthal.

Im Jahr 1433 fand in der Nähe von Schönthal die Schlacht bei Hiltersried statt, in der Johann von Pfalz-Neumarkt die Hussiten aus der Oberpfalz vertrieb.

Der Ort war später Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark des Klosters, die 1802 im Zuge der Säkularisation aufgelöst wurde. 1818 entstand die heutige politische Gemeinde.

Siehe auch: Burgstall Arnstein

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeindeteil Kleinschönthal wurde 1946 aus der Gemeinde Döfering umgegliedert.[3] 1972 wurde die Gemeinde Thurau vollständig nach Schönthal eingegliedert.[3] Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Döfering, Hiltersried, Loitendorf und Premeischl sowie aus der aufgelösten Gemeinde Steegen die Gemeindeteile Flischbach, Flischberg, Niederpremeischl und Öd[3] eingegliedert.[4]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2001 2005 2010 2015
Einwohner 2453 1973 1860 2313 1847 1900 1894 1882 1892 2026 2033 2022 1951

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1.888 auf 1.949 um 61 Einwohner bzw. um 3,2 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 1996 Ludwig Wallinger (* 1946) (CSU).

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Gemeinderat (Stand: Kommunalwahlen vom 16. März 2014) gehören 14 gewählte Mitglieder sowie der Bürgermeister an. Die Sitze entfallen im Einzelnen an folgende Wählergemeinschaften:

  • Freie Wähler-Hiltersrieder Gruppe: 5 Sitze
  • Freie Wählerschaft Schönthal: 4 Sitze
  • Freie Wählergemeinschaft Döfering: 4 Sitze
  • Wählerblock Flischbach-Öd: 1 Sitz

Steuereinnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2010 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 699.000 Euro, davon waren 132.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Gold über gesenktem schwarzen Wellenbalken ein rotes brennendes Herz mit vier schwarzen Blitzen. Das Wappen wird seit 1982 geführt.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2010 gab es nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft neun, im produzierenden Gewerbe 164 und im Bereich Handel und Verkehr elf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 45 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 671. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe. Zudem gab es 84 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 2544 ha; davon waren 1480 ha Ackerland.

Im Ortsteil Rhan angesiedelt ist die Brauerei Rhanerbräu.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In Schönthal gab es 2011 zwei Kindertageseinrichtungen mit insgesamt 75 Plätzen, in denen 66 Kinder von zehn Personen betreut wurden.
  • In zwei Volksschulen wurden im Schuljahr 2010/11 183 Schüler in neun Klassen von zehn Lehrkräften unterrichtet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Schönthal in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
  3. a b c Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Besitzstand und Gebiet von 1840 bis 1987 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 451). München 1991, S. 77, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00070717-7 (Digitalisat – Fußnote 24).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 643 und 644.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Schönthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien