Stamsried

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Stamsried
Stamsried
Deutschlandkarte, Position des Marktes Stamsried hervorgehoben
Koordinaten: 49° 16′ N, 12° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Cham
Verwaltungs­gemeinschaft: Stamsried
Höhe: 453 m ü. NHN
Fläche: 43,44 km²
Einwohner: 2159 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km²
Postleitzahl: 93491
Vorwahl: 09466
Kfz-Kennzeichen: CHA, KÖZ, ROD, WÜM
Gemeindeschlüssel: 09 3 72 161
Marktgliederung: 43 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Schloßstr. 10
93491 Stamsried
Webpräsenz: www.stamsried.de
Bürgermeister: Herbert Bauer (CSU)
Lage des Marktes Stamsried im Landkreis Cham
Lohberg (Bayern) Lam Arrach Hohenwarth (Landkreis Cham) Grafenwiesen Neukirchen beim Heiligen Blut Eschlkam Furth im Wald Gleißenberg Arnschwang Bad Kötzting Rimbach (Oberpfalz) Blaibach Waldmünchen Treffelstein Tiefenbach (Oberpfalz) Rötz Schönthal (Oberpfalz) Weiding (Landkreis Cham) Chamerau Miltach Willmering Stamsried Pösing Zandt Traitsching Chamerau Runding Cham (Oberpfalz) Pemfling Waffenbrunn Schorndorf (Oberpfalz) Michelsneukirchen Roding Walderbach Reichenbach (Landkreis Cham) Rettenbach (Oberpfalz) Falkenstein (Oberpfalz) Zell (Oberpfalz) Wald (Oberpfalz) Tschechien Landkreis Schwandorf Landkreis Regen Landkreis Straubing-Bogen Landkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Stamsried ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Cham in Bayern, Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Stamsried und staatlich anerkannter Erholungsort.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stamsried liegt im Naturpark Oberer Bayerischer Wald.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stamsried hat 43 Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Asbach, Diebersried, Dörfling, Friedersried, Großenzenried, Hitzelsberg, Kollenzendorf und Stamsried.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stamsried

Der Markt Stamsried gehörte zum Rentamt Amberg und zum Landgericht Wetterfeld des Kurfürstentums Bayern. Die Grafen von Holnstein sowie die Freiherren von Trogler besaßen hier eine offene Hofmark. Stamsried besaß mindestens seit 1524 das Marktrecht mit wichtigen Eigenrechten (z. B. Halsgerichtsbarkeit). Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeinde-Edikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Auf dem Haidberg bei Stamsried befindet sich die Ruine der 1346 erbauten Burg Kürnberg. Im Ort selbst liegt das Schloss Stamsried.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1949 wurde ein Teil der aufgelösten Gemeinde Hilpersried eingegliedert. Am 1. Juli 1971 kamen Diebersried (mit dem am 1. April 1949 eingegliederten Rest der Gemeinde Hilpersried), Friedersried und Hitzelsberg hinzu. Am 1. Juli 1972 folgte Großenzenried aus dem aufgelösten Landkreis Neunburg vorm Wald.[3] Gebietsteile von Hansenried (Thanried) kamen am 1. Mai 1978 hinzu.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1832 Einwohner
  • 1970: 1858 Einwohner
  • 1987: 1908 Einwohner
  • 2000: 2304 Einwohner
  • 2011: 2153 Einwohner
  • 2014: 2159 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Herbert Bauer (CSU).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 637.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 67.000 €.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Rot unter einem silbernen Zickzackbalken eine goldene Flachsbreche. Das Wappen ist seit dem 17. Jahrhundert bekannt.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft fünf, im produzierenden Gewerbe 134 und im Bereich Handel und Verkehr 34 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 73 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 672. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 128 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2779 ha, davon waren 1697 ha Ackerfläche und 1081 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 90 Kindern
  • Volksschulen: eine mit 22 Lehrern und 390 Schülern

Naturbad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vollbiologisches Naturbad und geomantischer Lehrpfad inmitten einer barocken Parkanlage.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erinnerungstafel anläßlich 30 Jahre Gemeindepartnerschaft (St. Marienkirchen)

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Albert Ehrhardt: Chronik des Marktes Stamsried. Vögel-Verlag, Stamsried 2006, ISBN 3-89650-234-4.
  • Thomas Ries: Kurzgefasste Geschichte der Pfarrei Stamsried O. Pf., Kaufbeuren 1906

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Oktober 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111204/193344&attr=OBJ&val=932
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 560.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 645.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stamsried – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien