Gmina Kętrzyn

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Gmina Kętrzyn
Wappen der Gmina Kętrzyn
Gmina Kętrzyn (Polen)
Gmina Kętrzyn
Gmina Kętrzyn
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Kętrzyn
Geographische Lage: 54° 5′ N, 21° 23′ OKoordinaten: 54° 4′ 37″ N, 21° 22′ 31″ O
Einwohner: siehe Gmina
Postleitzahl: 11-400
Telefonvorwahl: (+48) 89
Kfz-Kennzeichen: NKE
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DW 591: MrągowoBarcianyMichałkowo (– Russland)
DW 592: BartoszyceGiżycko
DW 594: (Bisztynek –) SąntopyReszelTrzy Lipy (– Kętrzyn)
Schienenweg: Bahnstrecke Głomno–Białystok
Bahnstationen: Linkowo, Nowy Młyn, (Kętrzyn) und Martiany
Nächster int. Flughafen: Danzig
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Gminagliederung: 80 Ortschaften
23 Schulzenämter
Fläche: 285,73 km²
Einwohner: 8432
(31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 30 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2808032
Verwaltung
Adresse: ul. Tadeusza Kościuszki 2
11-400 Kętrzyn
Webpräsenz: ketrzyn.warmia.mazury.pl



Die Gmina Kętrzyn (deutsch Landgemeinde Rastenburg) ist eine Landgemeinde im Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg) innerhalb der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Der Amtssitz befindet sich in der Stadt Kętrzyn, die selbst jedoch nicht Teil der Landgemeinde ist.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gmina Kętrzyn liegt in der nordöstlichen Woiwodschaft Ermland-Masuren am Nordwestrand der Masurischen Seenplatte (polnisch Pojezierze Mazurskie) im ehemaligen Ostpreußen und umschließt das Gebiet der Kreisstadt Kętrzyn (Rastenburg). Durch das Gemeindegebiet fließt die Guber vom Südosten in den Nordwesten auf ihrem 73 Kilometer langen Weg vom Guber See (polnisch Jezioro Guber) bis nach Sępopol (Schippenbeil), wo sie in die Alle (polnisch Łyna) mündet. Von Südwesten dtrömt die Deine (polnisch Dajna) in das Gemeindegebiet, wo sie bei Biedaszki (Groß Neuhof) in der Guber endet.

Die Deine bei Biedaszki (Groß Neuhof)

Gemeindegebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet der Gmina Kętrzyn umfasst 285,73 km², was 23,56 % der Gesamtfläche des Powiat Kętrzyński ausmacht. 65 % der Gemeindefläche werden landwirtschaftlich genutzt, 19 % stehen der Forstwirtschaft zur Verfügung.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Landgemeinde Kętrzyn gehören 80 Ortschaften, in denen am 31. Dezember 2016 insgesamt 8432 gezählt wurden. Sie sind 23 Schulzenämtern (polnisch sołectwo) zugeordnet:

Name Deutscher Name Name Deutscher Name
Schulzenämter:
Biedaszki Groß Neuhof Nakomiady Eichmedien
Czerniki Schwarzstein Nowa Różanka Neu Rosenthal
Filipówka Philippsdorf Nowa Wieś Kętrzyńska Neuendorf
Gałwuny Groß Galbuhnen Pożarki Pohiebels
Gnatowo Wilhelmshöhe Pręgowo Prangenau
Jeżewo Jeesau Salpik Salpkeim
Koczarki Kotzargen
1929–1945: Eichhöhe
Sławkowo Reimsdorf
Kruszewiec Krausendorf Stara Różanka Alt Rosenthal
Langanki Langanken Wajsznory Weischnuren
Linkowo Schrengen Wilkowo Wilkendorf
Mażany Masehnen Wopławki Woplauken
Muławki Muhlack
Ortschaften:
Bałowo Ballau Nowy Mikielnik Neu Mickelnick
Bałtrucie Rastenburgswalde Nowy Młyn Neumühl
Banaszki Bannaskeim Olchowo Erlenhof
Biedaszki Małe Klein Neuhof Osewo Wossau
Brzeźnica Birkenwerder Ostry Róg Scharfenort
Cegielnia Louisenthal Owczarki Schäferei
Dąbrowa Damerau Owczarnia Friedenshöhe
Działki Rastenburgsfelde Parcz Partsch
Gierłoż Görlitz Poganówko Klein Bürgersdorf
Głobie Glubenstein Poganowo Groß Bürgersdorf
1928–1945 Bürgersdorf
Gnatowo-Kolonia Porębek Prömbock
Godzikowo Gisbertshof Przeczniak Hermannshof
Góry Uri Rybniki Waldsee
Grabno Weitzdorf Salpik Dolny Nieder Salpkeim
Gromki Heinrichshöfen Smokowo Drachenstein
Gryzławki Grieslack Stachowizna Rehstall
Henrykowo Heinrichssorge Stadniki Deinau
Jankowo Jankendorf Strzyże Streitz
Jurki Georgenberg Suchodoły Friedental
Karolewo Carlshof Sykstyny Sixtin
Kaskajmy Groß Köskeim Trzy Lipy Rasthöhe
Katkajmy Kattkeim Ugiertowo Augarshof
Kętrzyńska Kępa Wilamowo Wilhelmsdorf
Kotkowo Kotittlack Windykajmy Windtkeim
Kwiedzina Queden Wólka Wolka
1938–1945 Spittel
Łazdoje Laxdoyen Wymiarki Charlottenberg
Marszewo Moritzhof Zalesie Kętrzyńskie Hinzenhof
Martiany Mertenheim
Muławski-Dwór Muhlackshof
Nowa Wieś Mała Klein Neuendorf

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lage der Gmina Kętrzyn im Südosten des Powiat Kętrzyński

Die Gmina Kętrzyn ist von neun Nachbargemeinden umgeben:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name der Landgemeinde ist identisch mit der der Stadtgemeinde Kętrzyn, die jedoch nicht zu ihr gehört. Benannt ist sie nach dem polnisch-nationalistischen Historiker Wojciech Kętrzyński, der ursprünglich Adalbert von Winkler hieß und der Sohn eines preußischen Gendarmen war. Er lebte von 1838 bis 1918. Sein besonderer Einsatz galt dem polnischen Masurentum.

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gebiet der Landgemeinde Kętrzyn gibt es drei katholische Pfarrkirchen sowie fünf Filialkirchen:

und die Filialkirchen Biedaszki (Pfarrei Św. Jacka Kętrzyn), Nowa Różanka (Pfarrei Św. Brata Alberta Kętrzyn) und Sławkowo (Pfarrei Św. Jerzego Kętrzyn).

Die Kirchen sind jeweils einem der beiden Dekanate[2] Kętrzyn I und II im Erzbistum Ermland der Römisch-katholischen Kirche in Polen zugeordnet.

Evangelisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindegebiet gibt es lediglich eine evangelische Kirche. Sie steht in Koczarki und gehört zu der Pfarrei in Kętrzyn in der Diözese Masuren[3] der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landschaft in der Gmina Kętrzyn

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gmina Kętrzyn unterhält Partnerschaften mit[4]:

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die DW 592 bei Martiany (Mertenheim)

Mit den drei Woiwodschaftsstraßen DW 591, DW 592 und DW 594 ist die Landgemeinde sehr gut mit den Nachbarregionen verbunden. Ein relativ gut ausgebautes Nebenstraßennetz sorgt für günstige Anbindung der Ortschaften nach innen und nach außen.

Schienen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet verläuft die Bahnstrecke Głomno–Białystok, die vor 1945 sogar Königsberg (Preußen) mit Brest-Litowsk verband. Mit den Bahnstationen Linkowo (Schrengen), Nowy Młyn (Neumühl) und Martiany (Mertenheim) ist die Gmina Kętrzyn an diese Strecke angebunden. Von 1907 bis 2008 bestand außerdem über die Bahnstationen Karolewo (Carlshof), Czerniki (Schwarzstein) und Gierłoż (Görlitz) Anbindung an die Bahnstrecke Kętrzyn–Węgorzewo (Rastenburg–Angerburg), die ihren Regelbetrieb jedoch eingestellt hat.

Es gab außerdem mehrere Schmalspurbahnen der Rastenburger Kleinbahnen, die das jetzige Gemeindegebiet mit Barciany (Barten), Srokowo (Drengfurth), Ryn (Rhein) und Mrągowo (Sensburg) verbanden, die bis 1971 stillgelegt wurden.

Luft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nächste internationale Flughafen für die Gmina Kętrzyn ist der Flughafen in Danzig, der jedoch erst nach langer Fahrt erreichbar ist. Ein kleiner Regionalflugplatz besteht in der Gemeindeortschaft Wilamowo.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gmina Kętrzyn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB), abgerufen am 29. September 2017.
  2. Dekanate im katholischen Erzbistum Ermland (Memento des Originals vom 9. Februar 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/archwarmia.pl
  3. Evangelische Diözese Masuren
  4. Gmina Kętrzyn