Höllen

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Höllen
Gemeinde Titz
Koordinaten: 50° 57′ 23″ N, 6° 27′ 51″ O
Höhe: 84 m
Einwohner: 544 (30. Jun. 2006)
Postleitzahl: 52445
Vorwahl: 02463

Höllen ist ein Ortsteil der Gemeinde Titz im Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen. Er liegt direkt südlich von Rödingen und westlich von Bettenhoven, die nächsten größeren Orte sind Bedburg und Jülich, jeweils rund 8 km entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur kommunalen Neugliederung am 1. Januar 1972 und der damit verbundenen Eingemeindung nach Titz war Rödingen mit Bettenhoven, Kalrath und Höllen eine eigenständige Gemeinde im Amtsbezirk Titz.[1]

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1588 wird erstmals die Kapelle „zur Hellen“ als Gasthaus Kapelle der Mutterkirche Rödingen genannt. Der alte Name des Ortes und der Kapelle ist also „zur Hellen“, woraus nach Wegfall von „zur“ das heutige „Höllen“ entstanden ist. „Zur Hellen“ könnte „zum Versteck“ (im Walde) bedeuten. Dann läge das zur Wurzel „hel-verbergen“ gehörende mittelhochdeutsche „helle Versteck“ zu Grunde, aus dem der christliche Begriff „Hölle“ als Verbörgnis für die Verdammten entstand.

Mühle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1957 wurde die Höllener Mühle, eine Bockwindmühle, betrieben. Sie war seit 1822 nachweisbar. In der Nacht vom 22. auf den 23. März 1982 brannte sie, vom Blitz getroffen, völlig nieder und wurde nicht wieder aufgebaut.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsvorsteher für Rödingen, Bettenhoven und Höllen ist Hubert Sieben.

Kapelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die St.Katharina-Kapelle in Rödingen-Höllen
Hauptartikel: St. Katharina (Höllen)

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Denkmalverein Höllen-Bettenhoven e.V.
  • Turnverein 1913 Eintracht Höllen e.V.
  • Motorsportclub Höllen

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Höllen befindet sich in einem ehemaligen Bauernhof die Außenstelle des Rheinischen Amtes für Bodendenkmalpflege des Landschaftsverbands Rheinland. Im Außengelände wurde eine Siedlung aus der Zeit der bandkeramischen Kultur rekonstruiert. Die Außenstelle organisiert jährlich einen Tag der offenen Tür, den Tag der Archäologie, und bietet kostenlose Führungen zu archäologisch oder geologisch interessanten Funden im nahegelegenen Braunkohleabbaugebiet an.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 308.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]