Linearbandkeramische Kultur

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Dieser Artikel behandelt die Kultur der Bandkeramik im engeren Sinn. Zur östlichen Bandkeramik in Ungarn siehe Alföld-Linearkeramik.
Karte der ungefähren Verbreitung der frühjungsteinzeitlichen und mittelsteinzeitlichen Kulturen Europas, ca. 4500–4000 v. Chr.:
Bandkeramische Gefäße aus Mitteldeutschland im Bestand der ur- und frühgeschichtlichen Sammlung der Universität Jena, die Friedrich Klopfleisch 1882 zur Definition der bandkeramischen Kultur benutzte

Die Bandkeramische Kultur, auch Linienbandkeramische Kultur oder Linearbandkeramische Kultur (Fachkürzel LBK), ist die älteste bäuerliche Kultur der Jungsteinzeit (Neolithikums)[1] mit permanenten Siedlungen in ganz Mitteleuropa. Ihre Einführung unterwarf die vorbestehenden Kulturen einer umfassenden Veränderung; diese wird als Neolithisierung bezeichnet, die mit der LBK einsetzende Epoche entsprechend als Frühneolithikum. Den Begriff »Bandkeramik« führte im Jahre 1883 der Historiker Friedrich Klopfleisch aus Jena in die wissenschaftliche Diskussion ein. Er leitet sich von der charakteristischen Verzierung der keramischen Gefäße mit einem Bandmuster aus eckigen, spiral- oder wellenförmigen Linien ab. 1902 prägte der Mediziner Alfred Schliz den Begriff »Linearkeramik«.[2]

Die Ausbreitung der LBK begann wahrscheinlich ungefähr 5700 v. Chr. ausgehend von der Gegend um den Neusiedler See und schuf innerhalb einer menschheitsgeschichtlich kurzen Zeitspanne von etwa zweihundert Jahren einen großen, kulturell einheitlichen und stabilen Siedlungs- und Kulturraum. Die LBK war in Westungarn (Transdanubien), Rumänien, der Ukraine, Österreich, der Südwestslowakei, Mähren, Böhmen, Polen, Deutschland und (unter der Bezeichnung „culture rubanée“) Frankreich (Pariser Becken, Elsass und Lothringen) verbreitet und ist als größte Flächenkultur des Neolithikums zu betrachten.[3] Die Rekonstruktion dieser kulturellen Einheit beruht auf verschiedenen Bodenfunden, denn die neolithischen Kulturen sind illiteral (= schriftlos). Eine mögliche Unterteilung der LBK in Epochen ist:

  • etwa 5700/5500 bis um 5400: älteste LBK;
  • um 5400 bis 5200: mittlere LBK;
  • um 5200 bis 5000: jüngere LBK;
  • um 5000 bis 4100: jüngste LBK.[4][5][6]

Bereits mit dem Ende den jüngeren LBK geht in Mitteleuropa das Frühneolithikum in das Mittelneolithikum über; die (jüngste) bandkeramische Kultur war jedoch erst um 4100 v. Chr. vollständig durch Nachfolgekulturen ersetzt.[7][8] Zu den bandkeramischen Kulturen bzw. zur Bandkeramik im weiteren Sinn wird auch die Alföld-Linearkeramik (östliche Bandkeramik in Ungarn, 5500–4900 v. Chr.) gezählt, im weitesten Sinn auch die jüngere Stichbandkeramik in Mitteleuropa (4900–4500 v. Chr.).

Die Bandkeramiker stehen wahrscheinlich in enger Beziehung zur Körös-Criș-Kultur (kurz: Körös-Kultur), die auf den Zeitraum von 6200 bis 5600 v. Chr. datiert wird. Im Donauraum gilt jene als eine der bedeutendsten Kulturen des Frühneolithikums; sie wird als eine östliche Vorläuferkultur der LBK angesehen.[9]

Aber auch die Starčevo-Kultur wird als eine Vorläuferkultur angesehen. So will die ungarische Prähistorikerin Eszter Bánffy die LBK allein aus der Starčevo-Kultur herleiten.[10][11][12]

Bei den Überlegungen zur Neolithisierung als Prozess stehen zwei Hypothesen im Vordergrund der wissenschaftlichen Diskussion: zum einen die der Aneignung der Kulturtechniken (Kulturtransfer) durch die lokale spätmesolithische Bevölkerung, andererseits jene der Einwanderung (Immigration) von Ethnien; nach dieser Vorstellung waren die Träger der bandkeramischen Kultur keine Angehörigen oder Abkömmlinge der postglazialen, mesolithischen einheimischen Jäger und Sammler.

Aufgrund von Gen-Untersuchungen der letzten Jahre wird zurzeit die Immigrations-Theorie favorisiert.[13][14] Ob Bevölkerungsdruck und/oder Ressourcenverknappung neben anderen Faktoren die alleinigen Motivationen für die Immigration waren, ist momentan nicht mit Belegen entscheidbar.[15] Ebenso hypothetisch bleibt zurzeit, dass diese Immigration von Anatolien ihren Ausgang nahm (Anatolien-Hypothese), und also der oben als Ausgangspunkt genannte ungarische Raum nur eine Zwischenstation war.

Inhaltsverzeichnis

Ursprung der Bandkeramik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bandkeramik erreichte die nördlichen Lössgrenzen in Mitteleuropa ab 5600 bis 5500 v. Chr. Nach einigen gängigen Lehrmeinungen ging sie aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex hervor.[16][17] So werden besonders die in den letzten Jahren ergrabenen, frühesten bandkeramischen Siedlungen in Transdanubien interpretiert. Die Gefäße der ältesten Bandkeramik zeichnen sich durch Flachbodigkeit und organische Magerung aus, sie ähneln stark der späten ungarischen Starčevo-Keramik. Etwa um 5200 v. Chr. setzt sich ein anderer Stil durch, die Keramiken sind nun rundbodig und anorganisch gemagert.[18] Siedlungen dieser Übergangsstufe wurden z. B. in Szentgyörgyvölgy-Pityerdomb (Kleingebiet Lenti), Vörs-Máriaasszonysziget (Balaton) und Andráshida-Gébarti-tó (bei Zalaegerszeg) gefunden. Die Forschungsgruppe um Barbara Bramanti (Universität Mainz) untersuchte alte DNA aus bandkeramischen Skeletten. Die Befunde legen nah, dass die Träger der Bandkeramik aus dem Karpatenbecken vor ungefähr 7500 Jahren nach Mitteleuropa einwanderten.[19] Vom dort aus könnten sich die Bandkeramiker in zwei Richtungen ausgebreitet haben, zum einen über Böhmen und Mähren entlang der Elbe bis nach Mitteldeutschland, zum anderen über Niederösterreich entlang der Donau[20] bis nach Südwestdeutschland und weiter den Rhein entlang.

Nach dieser Immigrationshypothese besteht keine anthropologische Kontinuität von Europäern des späten Mesolithikums zu den Bandkeramikern. Auch sind dann weder jene noch die Bandkeramiker als Vorfahren der heutigen Bevölkerung Europas zu sehen (siehe den Abschnitt Die Bandkeramiker und die Frage nach den Vorfahren der modernen Europäer).[21][22] Eine Studie aus dem Jahre 2010 fand sogar Übereinstimmungen der DNA bandkeramischer Gräber aus Derenburg (Sachsen-Anhalt) mit der heutigen Bevölkerung des Vorderen Orients.[23][24] Demgemäß sind dort, am Ort der Neolithischen Revolution, die Ahnen der Bandkeramiker zu suchen.

Die beschriebene Immigrationshypothese blieb nicht unwidersprochen: Der Archäologe Claus-Joachim Kind (1998)[25] führte aus, dass es sich bei den Bandkeramikern um eine autochthone Entwicklung im europäischen Neolithikum handeln könne.[26] So deuteten in der ältesten Bandkeramik Silexartefakte auf mesolithische Traditionen hin. Auch seien die Ähnlichkeiten zwischen Keramiken aus der ältesten Bandkeramik und solchen aus dem Starčevo-Körös-Kulturkomplex gering; dies schließe eine Immigration aus jenen Kulturen aus.

Eine autochthone, damit multilokal entstehende bandkeramische Kultur könnte durch vertikalen Kulturtransfer am jeweiligen Ort etabliert worden sein; das aber passt wenig zur auffallenden Einheitlichkeit der Kultur in ihrem Verbreitungsgebiet. Diese Einheitlichkeit legt einen horizontalen Kulturtransfers durch Transmigration nahe, d. h. einheimische mesolithische Bevölkerungsgruppen könnten die neolithischen Lebensweise von durchwandernden Gruppen übernommen haben (ohne deswegen untergegangen zu sein). Eine entsprechende weitere Lehrmeinung weist besonders auf die Kontinuität der materiellen Kultur hin. So wiesen die Feuerstein-Geräte ältestbandkeramischer Siedlungen mesolithische Züge auf, was sich bei facettierten Schlagflächenresten sowohl in bestimmten Formen (Querschneider/Trapeze etc.) als auch in der Präparation der Schlagflächen zeige.[27][28][29] Auch löst sich die Bandkeramik aus einem anders gestalteten religiösen Hintergrund, wie Clemens Lichter (2010) feststellt.[30] Beispielsweise gab es die neu auftretenden Kreisgrabenanlagen im Starčevo-Körös-Komplexes nicht.

Unklar ist, welchen Anteil die sogenannte La-Hoguette-Gruppe hatte, die von der Normandie (in der der eponyme Fundort liegt) bis ins Main-Neckar-Gebiet verbreitet war. Die La-Hoguette-Gruppe lässt sich aus der Cardial- oder Impresso-Kultur herleiten, einer frühneolithischen Kultur, die chronologisch vor dem Starčevo-Körös-Komplex einzuordnen ist und an den Küsten des westlichen Mittelmeeres verbreitet war. Von der Mündung der Rhone aus verbreitete sie sich um etwa 6500 v. Chr. nach Norden und erreichte etwa 300 Jahre vor der Bandkeramik den Rhein und seine Nebenflüsse bis zur Lippe. Der Anteil von Haustierknochen ist in den Funden der La-Hoguette-Kultur bedeutend größer als bei den Bandkeramikern, diese betrieben umgekehrt deutlich mehr Feldbau. Da intensive Kontakte beider Kulturen belegt sind, ist gut vorstellbar, dass die La-Hoguette-Hirten und Bandkeramik-Bauern wirtschaftlich voneinander profitierten.[31]

Ökologische Rahmenbedingungen und Wirtschaftsweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekonstruktion des Temperaturverlaufs der Erde am Ende der letzten Kaltzeit und in den darauffolgenden 12.000 Jahren. Die Blütezeit der bandkeramischen Kultur lag zwischen 5500 und 4500 v. Chr.

Das Wärmeoptimum Atlantikum,[32][33] auch „Holozänes Optimum“ genannt, währte in Nordeuropa etwa von 8000 v. Chr. bis 4000 v. Chr. Das Atlantikum war die wärmste und feuchteste Periode der Blytt-Sernander-Sequenz, nach einer anderen Quelle auch die wärmste Epoche der letzten 75.000 Jahre.[34] Sowohl die durchschnittlichen Sommer- als auch die Wintertemperaturen lagen 1–2 °C höher als im 20. Jahrhundert; insbesondere die Winter waren sehr mild.[35]

In Europa zeigte das Atlantikum regionale zeitliche Unterschiede,[36][37] es kaum auch zu kurzzeitigen Unterbrechungen.[38] Eine solche zeitlich scharf abgegrenzte Klimaveränderung ist die Misox-Schwankung rund 6200 Jahre v. Chr. Während dieser wurde es im mesolithischen Mitteleuropa innerhalb weniger Jahrzehnte um etwa 2 °C kälter. Die Misox-Schwankung fällt mit dem letzten Abfluss des Agassizsees in die Hudson Bay zusammen.[39] Dieser enorme Süßwassereintrag in den Nordatlantik unterband weitgehend die Entstehung höhersalinaren Wassers, das wegen seiner höheren Dichte absinkt. Die resultierende Beeinträchtigung der thermohalinen Zirkulation (Konvektion) im Nordatlantik schwächte vor allem den Nordatlantikstrom als nördlichen Zweig des Golfstroms. Der nach Norden gerichtete Wärmetransport nahm ab, und in Nordeuropa setzte eine regional unterschiedliche, aber erhebliche Abkühlung und Austrocknung ein. Vergleichbares war zeitgleich auch für den Vorderen Orient zu beobachten, insbesondere im Fruchtbaren Halbmond (siehe auch Präkeramisches Neolithikum und Keramisches Neolithikum). Die klimatischen Folgen der Misox-Schwankung sind in der Vegetationsentwicklung Europas für gut hundert Jahre nachweisbar.[40]

Mit der Ausprägung einer feucht-warmen Periode und einem Anstieg der Durchschnittstemperaturen breiteten sich dichte Eichen-Mischwälder aus. Das mildere Klima begünstigte auch Linden gegenüber den heute vorherrschenden Buchen.[41] Ein Hinweis auf die hohe Biodiversität damaliger Wälder ist der Artenreichtum ihrer Vegetation: Neben Eiche und Linde kamen noch Ulme, Birke, Kiefern, verschiedene Ahorn-Arten, Weide, Hasel sowie Waldgräser und -kräuter vor. Hainbuche und Tannen besiedelte diese Gebiete erst vor nicht allzu langer Zeit erneut.[42]

Beim Schwenden blieben Stümpfe und Wurzelwerk übrig (neuzeitliche Abbildung, wie an der glatten Bruchkante und -stufe erkennbar ist).

Die Pollenanalyse von Bodenproben zeigt die mit der Bandkeramik verbundenen Veränderungen des Anteils der verschiedenen Gehölze im nördlichen Mitteleuropa. Die Eichen-Urwälder boten den Bandkeramikern günstige Voraussetzungen zur Siedlung und Waldweide. Die Bandkeramiker gewannen Siedlungs- und Ackerflächen durch (partielle) Rodung und fällten Eichen, um Holz für Häuser oder Palisaden zu gewinnen.[43] Sie bedienten sich anscheinend bereits der Ringelung und betrieben Schwendbau.[44] Im Zeitverlauf sank die Zahl der Eichen- und Lindenpollen, während Birken-, Haselnuss- und Eschenpollen häufiger wurden; es wird angenommen, dass genannte Rodungen zu diesem Wandel im Vegetationsbild beitrugen.

Dirmsteiner Lösswand

Multiple Analysen reliktischer Böden[45] sowie der in diesen enthaltenen Sedimente ergeben Aussagen über paläoökologische Verhältnisse. Solche Untersuchungen zeigten, dass in vielen Fällen der neolithischen bzw. bandkeramischen Siedlung ein Steppenklima mit Schwarzerdenbildung (Tschernosem) vorausgegangen war. Besonders wichtig für eine suffiziente Pflanzenernährung sind in Schwarzerden enthaltene Huminsäuren und Humine, die die Grundlage der Ton-Humus-Komplexe des Bodens bilden, denn Huminstoffe können Ionen sehr gut adsorbieren und damit speichern. Grau- und braunhuminsäurereiche Böden waren in Verbindung mit den kaltzeitlichen Lössablagerungen bzw. Schwarzerden[46] ein wesentlicher Grund für den nachhaltigen landwirtschaftlichen Ertragreichtum. Das milde, sommerwarme Klima des Atlantikums mit seinen verlässlichen Witterungsverläufen war eine weitere Voraussetzung für die hohe agrarische Produktivität und die erfolgreiche Behauptung der jungsteinzeitlichen Kulturen in Mitteleuropa.

Während dieses allgemeinen Klimawandels wurden durch neolithische Kulturen[47] zunächst die tief liegenden Lössflächen besiedelt.[48][49] Die bäuerlichen Siedlungsplätze der Bandkeramiker breiteten die sich vor allem entlang der kleineren bis mittleren, verzweigten und mäandrierten Flussläufe aus, bei den kleineren Flussläufen oder Bächen wurden deren Oberlauf und Quellbereich bevorzugt. Bei den größeren Wasserläufen suchten die Bandkeramiker die Ränder der Niederterrassen auf, also Hanglagen im Übergangsbereich zwischen Auenlandschaften und dem überschwemmungsgeschützten Hinterland; sie lebten dort in Langhäusern, zumeist in Gruppensiedlungen von fünf bis zu zehn Hofplätzen. Bevorzugt wurden anbaugünstige Lössböden, ebenso wie Gebiete oder Mikroklimata mit moderatem Niederschlag und größtmöglicher Wärme.[50]

Diese Präferenzen lassen sich auch gut mit den klimatischen Veränderungen während der Siedlungsgeschichte der Bandkeramiker in Zusammenhang bringen: In großen Teilen ihres Siedlungsraumes traten mikroklimatische Umschwünge von eher trocken-warmen zu feuchteren Verhältnissen auf.[51] Nach solchen Veränderungen wählten die Menschen der Jungsteinzeit andere Siedlungsorte, denn vermehrte Regenfälle führten zu heftigeren und in engeren Zeiträumen auftretenden Überschwemmungen (Fließgewässertyp), vor denen die bandkeramischen Siedlungen im oberen Drittel eines Hanges besser geschützt waren.[52][53]

Typischerweise fanden sich auf den fruchtbaren Lössstandorten auch differenziertere Vegetationsgesellschaften wie etwa der Winterlinden-Eichen-Hainbuchen-Wald und der Waldmeister-Buchenwald. Hier wurden je nach Jahreszeit Waldweide (Hute) und Laubheugewinnung (Schneitelwirtschaft) betrieben. Die Viehweide im Wald war dabei vorwiegend der sommerlichen Futterwirtschaft vorbehalten, während die Laubheuproduktion nach Ulrich Willerding (1996)[54] zur winterlichen Vorratshaltung diente. Insoweit sind bandkeramische Waldrodung und -weide zur Acker- und Viehwirtschaft der Beginn der anthropogenen Veränderung des dominierenden Ökosystems, der Waldgeschichte jener Epoche.

Die Fauna[55] enthielt waldtypische Großsäuger wie Reh und Rothirsch.[56] Typische Raubtiere waren Dachse, Wölfe, Luchse und Braunbären. Der Anteil der Knochen von Wildtieren schwankt in den einzelnen Siedlungen stark, nimmt aber von den frühen Kulturen zu den späteren ab.[57]

Ackerbau oder Kulturpflanzenproduktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leinsamen (Linum usitatissimum)

Mit paläo-ethnobotanischen Auswertungen der Bodenproben konnten die angebauten Pflanzen bestimmt werden,[58] nachgewiesen wurde:

  • Emmer (Triticum dicoccum)[59] und Einkorn (Triticum monococcum)
  • Nackt- und Spelzgerste (Hordeum vulgare)
  • Trespe-Arten wie die von Knörzer (1971)[60] als Bromo lapsanetum praehistoricum bezeichnete Grasart, waren typische Begleiter von Emmer und Einkorn. Die Trespe ist eine Süßgrasart, ihre Samen machten in vielen Proben neben Einkorn und Emmer etwa ein Drittel der großkörnigen Grasfrüchte aus, so dass man vermuten kann, dass die Trespe nicht als „Unkraut“ angesehen, sondern verzehrt wurde.
  • Erbsen (Pisum sativum)
  • Linsen-Wicke (Vicia ervilia)[61]
  • in geringer Anzahl Linsen (Lens spec.) und Lein (Linum spec.)[62]

Eine andere Quelle nennt darüber hinaus Dinkel (Triticum aestivum subsp. spelta) und beschränkt den Lein-Anbau auf die Spezies Linum usitatissimum.[63] Vereinzelte Funde belegen die Nutzung von Rauweizen (synonym: Nacktweizen; Triticum turgidum L.), Rispenhirse und Hafer.[64]

Die Bandkeramiker kultivierten andere Pflanzen als die Cardial- oder Impressokultur (s. o. Abschnitt Ursprung der Bandkeramik). Erst als sich beide Strömungen später im Main-Neckar-Rhein-Raum trafen, erreichte der Mohnanbau die Linearkeramiker.[65][66][67][68][69] Dies kann etwa seit Älteren Bandkeramik angenommen werden. Erst in der späten Bandkeramik wird auch Binkelweizen (Triticum compactum) bedeutsam. Als Wildfrucht wurde die Haselnuss (Corylus avellana) gesammelt.[70] Neben geoklimatischen weisen auch die aufgeführten geoökologischen Forschungen auf ein sehr mildes Klima während der Ausbreitung der bandkeramischen Kultur in Mitteleuropa hin.[71][72]

Wahrscheinlich waren die Bandkeramiker Hackbauern im Sinne Eduard Hahns (1914),[73] wohingegen Lüning die Verwendung des Pfluges vermutet. In Hackbau betreibenden Kulturen ist der Grabstock wichtigstes Werkzeug; dieser ist aber bisher lediglich für die spätere Egolzwiler Kultur belegt.[74]

Manfred Rösch (1998)[75] konnte durch botanische Analyse von Bodenproben in verschiedenen süddeutschen bandkeramischen Siedlungsplätzen eine Zunahme sowohl der Dichte als auch des Artenreichtums spontaner Begleitvegetation in den Kulturpflanzenbeständen (sogenannter „Unkräuter“) nachweisen. Diese Daten stehen in Einklang mit reinem Sommerfeldbau.[76] Ob aber die Zunahme der Begleitvegetation für Brachen oder vielleicht nur für eine Beweidung sprechen, ist aus der Befundlage nicht auszumachen. Das massenhafte Auftreten einiger Unkräuter und die Hinweise auf eine schlechtere Stickstoffversorgung der Böden lassen vermuten, dass sich die landwirtschaftlichen Produktionsbedingungen im Lauf der bandkeramischen Kultur verschlechterten.

Frühe Kalendersysteme beruhen im Allgemeinen auf der Beobachtung natürlicher, meist astronomischer Ereignisse (Sonnenstand, Mondphasen, Aufgang oder Stand bestimmter Sterne u. ä. m.). Mit dem Eintritt eines bestimmten definierten Himmelsereignisses (z. B. des Neumonds oder der Tag-und-Nacht-Gleiche im mitteleuropäischen Frühling) wird ein neuer Zyklus eingeleitet. In Kulturen wie der bandkeramischen, die Ackerbau betreiben, wird die kalendarische Erfassung der Jahreszeiten notwendig. Daher nimmt man parallel zu einem Übergang von einer mesolithischen zu einer neolithischen Gesellschaft bzw. von einer Jäger- und Sammlergesellschaft zu einer sesshaften Lebensweise einen Übergang vom Mond- zum Sonnenkalender an (siehe hierzu die Stichbandkeramik und das Kreisgrabenanlage von Goseck).[77]

Haustiere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lebendrekonstruktion und Größenverhältnisse eines Auerochsen (Bos primigenius), der wilden Stammform des Hausrindes (Bos taurus): Stier (links) 170–185 cm und Kuh (rechts) etwa 165 cm, im Vergleich Bandkeramiker 170 cm.

Bereits in den Siedlungen der bäuerlichen, bandkeramischen Kulturen Mitteleuropas gab es Hunde, die in Gräbern und Siedlungen, wie zum Beispiel im schwäbischen Vaihingen an der Enz, gefunden wurden.[78] Es soll sich dabei nicht um wolfsähnliche Hunde, sondern um mittelgroße Rassen handeln. In der bandkeramischen Siedlung von Zschernitz in Sachsen wurde im Jahre 2003 ein separat bestatteter Torfhund (Canis palustris) gefunden. Der Hund von Zschernitz hatte eine Schulterhöhe von etwa 45 cm, was mit der Größe des heutigen Spitzes verglichen wird.[79] Es ist zu vermuten, dass die neolithischen Hunderassen der Bandkeramiker schon über die Fähigkeit verfügten, zwischen Haus- und Nutztieren einerseits, die es zu schützen galt bzw. die unversehrt bleiben mussten, und dem jagdbaren Wild zu differenzieren. Auch war der Verlust des (wölfischen) Fluchtverhaltens bei drohenden Gefahren und fehlendem Aggressionsverhalten trotz Räuber-Beute-Beziehung in den menschlichen Gemeinschaften im hündischen Verhaltensrepertoire eine der wesentlichen Voraussetzungen zur Abgrenzung der neolithischen Haushunde zum Wolf. Neben dem schon seit dem Mesolithikum domestizierten Hund hielt man nach Raetzel-Fabian (2000)[80] in den bandkeramischen Siedlungen im Mittel 55,2 % Hausrinder[81] und 12,2 % Hausschweine.[82] Daneben sind Schafe und Ziegen nachgewiesen. Alle diese Nutztiere lieferten in unterschiedlicher Weise als Schlachttiere neben Fleisch auch Haut, Wolle, Horn, Felle, Sehnen und Knochen als begehrte Rohstoffe.[83]

Die Immigrationshypothese zum Ursprung der Bandkeramiker legt nahe, dass die Nutztiere (und Saatpflanzen) nicht durch Domestikation oder Züchtung aus dem mitteleuropäischen Wildvorrat geschaffen, sondern mitgebracht wurden. Analysen mitochondrialer DNA zeigen, dass die Schweine in Mitteleuropa aus den Gebieten der heutigen Türkei und dem Iran kamen.[84][85][86] Auch kann als bestätigt gelten, dass alle europäischen Rinder von der eurasischen Subspezies des Auerochsen (Bos primigenius taurus) abstammen, dessen Urheimat Anatolien und der Nahe Osten ist; sie stammen also nicht etwa von gezähmten europäischen Auerochsen ab.[87][88] Die Domestizierung zum Hausrind erfolgte bereits vor dem 9. Jahrtausend v. Chr., d. h. im Epipaläolithikum. Als Beleg gilt, dass ab 8300 v. Chr. Rinder zusammen mit Ackerbauern auf das bis dahin rinderlose Zypern gelangten;[89] auch zeigten Untersuchungen der mitochondrialen DNA rezenter Hausrinder, dass die aktuellen Haplotypen mitteleuropäischer Hausrindrassen denjenigen von anatolischen Rinderrassen gleichen.[90]

Allerdings ist bislang ungewiss, ob das heutige Verbreitungsmuster der Hausrinder in Europa bis in die frühneolithische Epoche zurückreicht.[91] Es besteht nachweislich ein Genfluss zwischen den nahöstlich-anatolischen Populationen in der Frühphase des europäischen Neolithikums, doch ist dieser auf die Zeit nach 5000 v. Chr. begrenzt. Dies wird als Hinweis auf weiträumigen Handel gedeutet. Demnach erreichten die ab Mitte des 9. Jahrtausends v. Chr. domestizierten östlichen Populationen Westanatolien und den Ägäisraum vor 7000 v. Chr., nach 6400 v. Chr. ging die genetische Diversität mit der Westwanderung zurück. Die neolithischen Siedler erreichten also den südlichen Mittelmeerraum, aber auch Südfrankreich, per Boot, allerdings zunächst nur mit sehr wenig (weiblichem) Vieh. Ohne nennenswerten Genfluss seitens der autochthonen Boviden erreichten deren Nachkommen um 5500 v. Chr. Mitteleuropa, um 4100 v. Chr. Nordeuropa. Besonders bei der Einwanderung nach Mitteleuropa ging abermals genetische Diversität verloren.[92]

Ferner ist belegt, dass Bandkeramiker ihre Stiere oftmals kastrierten. Ochsen sind weniger aggressiv und lenkbarer als Stiere, auch weniger muskulös als jene, aber muskulöser als Kühe.[93][94] Da sich bei kastrierten männlichen Säugetieren die Wachstumsfugen später schließen, wachsen Ochsen deutlich länger als Stiere und werden größer als jene. Der verspätete Schluss der Wachstumsfuge betrifft auch die knöcherne Grundlage des Horns, den Hornzapfen (Processus cornualis), den das Stirnbein bei horntragenden Wiederkäuern bildet. Daher lassen sich Ochsen von Stieren an den Hornzapfen unterscheiden.[95]

Die Bandkeramiker nutzten anscheinend die verkäste Milch ihrer Rinder.[96] So tauchten an Fundplätzen kleine, trichterförmige Gefäße mit durchlochten Wandungen auf, die neuzeitlichen Geräten zur Käseherstellung stark ähneln.[97] Auch konnte eine Arbeitsgruppe um Mélanie Salque (2013)[98] Milchfett in Keramikscherben aus bandkeramischer Produktion nachweisen. Ebenso wird die Entstehung der Laktasepersistenz (= die Fähigkeit Erwachsener, Milch zu verdauen) mit der bandkeramischen Kultur verbunden.[99][100][101][102]

Der Unterwuchs der zeitgenössischen Eichen-Mischwälder bot Hausrindern eher spärliche Nahrung, so dass größere Waldflächen erforderlich waren, wenn die Tiere ihren laufenden Energiebedarf durch Beweidung deckten. Hieraus resultierte für die einzelnen bandkeramischen Siedlungen eine kritische Größe der gehaltenen Herden. Diese variierte mit dem Standort, aber auch mit der Wirtschaftsform wie etwa Fernweide mit winterlicher Laubfutternutzung oder aber siedlungsnahe, durch verbesserten Ackerbau ermöglichte Tierhaltung.

Für Fragen der Hygiene erscheint bedeutsam, dass die Nutztierhaltung das Spektrum möglicher Krankheitserreger erweiterte. So sind Rinder für bakterielle Zoonosen wie Tuberkulose, Brucellose oder Milzbrand empfänglich und daher mögliche Überträger dieser Krankheiten. Der Fadenwurm Trichinella spiralis kann Rinder, andere Säugetieren und auch Menschen besiedeln. Weitere Parasiten wie der Große Leberegel (Fasciola hepatica) befallen ebenfalls neben Rindern auch Menschen; gleiches gilt für eukaryotische Einzeller wie etwa Kryptosporidien. Rinder sind sogar Zwischenwirte eines menschlicher Parasiten, des Rinderbandwurms (Taenia saginata).

Siedlungswesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bandkeramische Produktion basierte auf Ackerbau und Viehzucht. Das legte nahe, Siedlungen dort zu errichten, wo Wasser einfach zugänglich sowie Landschaft und Bodenverhältnisse geeignet waren.[103] Tatsächlich finden sich bandkeramische Siedlungen bevorzugt in den Niederungen größerer Flüsse mit Schwarzerde-Böden, allerdings nicht im Zentrum, sondern im (bis zu 300 m über dem Meeresspiegel gelegenen) Randbereich solcher Landschaften, etwa dem Rand einer Hochterrasse oder dem oberen Drittel einer zum Fluss hin abfallenden Hanglage. Siedlungen lagen oft in unmittelbarer Nähe zu Oberflächengewässern, aber auch bis zu einen Kilometer entfernt davon, wie beispielsweise in Erkelenz-Kückhoven oder Arnoldsweiler.[104] Die Wasserversorgung durch Brunnen erfolgte in allen Siedlungslagen und belegt den hohen Stellenwert, der einer Trinkwasserquelle unmittelbar in der Siedlung beigemessen wurde. Die Entfernung zu einem fließenden Gewässer hätte in einigen Fällen nur wenige Hundert Meter betragen.[105]

Wichtige Siedlungen sind Bylany, Olszanica, Hienheim, Langweiler 8, Köln-Lindenthal, Elsloo, Sittard, Wetzlar-Dalheim. In der frühen Bandkeramik fand sich in einer solchen Siedlung oft ein einziges Langhaus,[106] in der späteren waren es auch drei bis zu zehn Langhäuser. Charakteristische Langhäuser der Bandkeramischen Kultur wurden bei Ausgrabungen der Siedlung Rosdorf „Mühlengrund“ gefunden.[107] In älteren Publikationen wurden größere Siedlungen angenommen; eng beieinanderliegende Funde von Hausgrundrissen scheinen jedoch zu unterschiedlichen Perioden zu gehören, und es ist zu vermuten, dass unbrauchbar gewordene Häuser in unmittelbarer Nähe neu aufgebaut wurden.

Die zentralen (neolithische) Neuerungen in einer mesolithischen Umgebung waren die Sesshaftigkeit und die unbeweglichen Besitztümer. Während sich (mesolithischen) Wildbeuterkulturen eher durch eine weitgehend egalitäre Sozialstruktur ausgezeichnet haben dürften, wo der individuell zuordenbare Besitz eine weniger dominierende Bedeutung einnahm, gewann dieser bei den sesshaften Kulturen durch Ungleichverteilung zunehmend an Bedeutung. Eine Ungleichverteilung spiegelt sich in den bandkeramischen Grabbeigaben wieder. Für Gronenborn (1999)[108] weisen die unterschiedlichen Grabbeigaben, so etwa Schmuck aus Spondylusmuscheln auf Beerdigungsstätten von privilegierten Individuen hin.[109]

Der Weiler als typische Siedlungsform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekonstruktion einer Siedlung der LBK aus Hienheim mit typischer Nähe zu einem Gewässer (Archäologisches Museum der Stadt Kelheim)

Siedlungen aus mehreren Langhäusern werden als Weiler bezeichnet; solche lagen um 3 km voneinander entfernt. Das Territorialgebiet eines Weilers umfasste ungefähr 700 ha. Zu jedem Langhaus gehörte eine Schwendbau-Ackerfläche von ungefähr 2,5 ha.

Gelegentlich umgaben Gräben und Erdwälle die Weiler.[110] Solche in den ältesten bandkeramischen Siedlungen nachgewiesenen Anlagen waren bis auf wenige Durchgänge geschlossen und stellten ein Annäherungshindernis für sowohl Tiere als auch andere Menschen dar. Sie sind daher als Befestigungen anzusehen, müssen aber nicht militärisch-strategischen Aufgaben gedient haben.

Langhäuser eines Weilers lagen etwa zwanzig Meter voneinander entfernt.[111] Auf der Fläche zwischen ihnen finden sich Vorratsgruben, Schlitzgruben und Gruben mit Einbauten wie Grubenöfen.[112][113][114][115][116] Nach Pechtl (2008) unterscheidet man konstruktionstechnisch zwischen Herden und Öfen. Herde als offene Feuerstellen können mit einer speziell hergerichteten Grundplatte versehen sein, weisen aber zur Seite allenfalls eine niedrige Begrenzung auf; Öfen hingegen verfügen über Wände. Grubenöfen sind durch Grabung ins Erdreich angelegte Öfen, deren Feuerraum durch die Wände der entstehenden Mulde begrenzt wird.

Zur Interpretation der Grabungen von Langweiler 8 entwickelte Ulrich Boelicke (1982)[117] das „Hofplatzmodell“ . Dieses weist einem Langhaus alle Gruben zu, die in einem willkürlichen Radius von 25 m um seinen Grundriss liegen. Die Sprechweise vom Hofplatz als Wirtschaftsbereich eines bandkeramischen Hauses findet sich auch bei Jens Lüning. Das Modell wird jedoch nicht durch weitere Untersuchungen unterstützt.

Aufbau und Nutzung des Langhauses[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegenüberstellung verschiedener Haustypen der älteren und der jüngeren Bandkeramik.
Die rechteckigen, 5–8 m breiten und bis zu 40 m langen Bauten enthielten drei innere Pfostenreihen, die den Raum zwischen den Längswänden in vier Schiffe teilte. Parallel zur kurzen Wand bildeten die Pfosten ebenfalls Reihen, die den Raum in drei Module gliederten.

Die Längsachse eines Langhauses lag in der Regel in Nord-Süd- bis Nordwest-Südost-Richtung. Die Häuser standen auf einer Grundflächen von 20 m × 5 m bis 40 m × 8 m; für Siedlungen im Rheinland wurden auch bis zu 255 m² berechnet. Tragende Elemente waren in 5 Reihen angeordnete Pfosten,[118] auf der nordöstlichen Seite oft auch Holzpfähle. Die Anordnung der Pfosten ließ eine Aufgliederung des vierschiffigen Hauses in ein nördliches, ein zentrales und ein südliches Modul erkennen (siehe nebenstehende Schemazeichnung „Haustypen“). Es gab auch Langhäuser, die nur aus dem zentralen Modul oder nur aus diesem und dem nördlichen bestanden.[119] Im zentralen Modul waren die Abstände zwischen den Pfosten größer. Eine besondere Pfostenanordnung, die sogenannte Y-Stellung, kam ausschließlich in einer früheren Form des zentralen Moduls vor.[120] Im südlichen Modul enthielten die Pfosten zusätzliche Löcher.

Rekonstruktion eines Hienheimer Hauses der Linearkeramik-Kultur

Die äußeren Pfostenreihen waren mit lehmverputzten Rutengeflechten zu Wänden ergänzt, wobei die Erbauer längs der Seitenwände tiefe Entnahmegruben aushoben; im Pariser Becken wurde eine solche Grube sogar als Brunnen gedeutet. Der Holzverbrauch zum Bau von Langhäusern wie der bandkeramische Brunnenbau in Blockbohlenbauweise zeigen den hohen Aufwand bei der Holzbearbeitung.[121][122] Im nördlichen Modul ging das Flechtwerk in eine geschlossene Spaltbohlenwand über. Das auf die Pfosten gestützte Satteldach war vermutlich mit Stroh, Schilf oder Rinde gedeckt. Angenommen wird, dass Schnüre das Dach zusammenhielten, obgleich die Werkzeuge der Bandkeramiker die Fertigung einfacher Steck- oder Zapfverbindungen ermöglicht hätten. Wegen der zusätzlichen Pfostenlöcher wird im südlichen Modul eine Zwischendecke vermutet.[123]

Zur Nutzung des Langhauses lassen sich nur Spekulationen anstellen. Die Bohlenwand im nördlichen Modul könnte einer stärkeren Einwirkung der Witterung auf diese Hauswand geschuldet sein. Auch könnte das nördliche Modul der Schlafplatz gewesen sein. Für das zentrale Modul lassen zusätzliche Funde und der Nachweis von Feuerstätten an einen Wohn- und Arbeitsbereich denken. Im südlichen Modul wird wegen der möglichen Zwischendecke ein Speicher vermutet; demzufolge diente das Langhaus nicht nur als Unterkunft, sondern auch zur Vorratshaltung (so z. B. nach Jens Lüning). Dass das Langhaus außer Wohnung auch Stallung war, ist eher unwahrscheinlich; zumindest sind durch den Abbau von Tiermist erwartbaren Phosphate nicht im Boden nachweisbar. Die während des Hausbaus bei der Lehmentnahme entstandenen Gruben wurden wahrscheinlich als Keller oder Mülldeponie genutzt. Die frühe Forschung bezeichnete sie als „Kurvenkomplexbauten“ und deutete sie fälschlich als eigentliche Behausungen der Bandkeramiker.[124]

Nach Jens Lüning beherbergte ein Langhaus eine Familie von sechs bis acht Personen, seine Größe sei durch zusätzliche Speicherfunktionen bedingt. In einer jüngeren Publikation betrachtet Biermann[125] den außerordentlich hohen, kollektiven Arbeitsaufwand zu seiner Errichtung und folgert, dass es eher zwischen 20 und 40 Personen bewohnten. Auch könnten die unterschiedliche Größe und Gestaltung der Langhäuser unterschiedliche Herkunft oder sozialen Rang ihrer Bewohner spiegeln.[126][127][128][129]

Erdwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die archäologische Erkundung und Erfassung weist zusammenhängende Systeme von Gruben, Gräben, Wällen und Palisaden nach, die erstmals in der Bandkeramik auftreten und als Erdwerke bezeichnet werden.[130][131] Diese können einen Siedlung umschließen oder nicht;[130] einen Überblick bieten die Liste der Erd- und Palisadenwerke der Bandkeramischen Kultur sowie Meyer/Raetzel-Fabian.[132] Erdwerke sind schon für die älteste Linearbandkeramik nachgewiesen, in der jüngeren jedoch häufiger. Ein Erdwerk kann eine runde geschlossene Linie bilden, seine Längsachse nach den Haupthimmelsrichtungen orientiert sein[133] Der Begriff war zunächst auf Anlagen mit kontinuierlich angelegtem Grabenzug beschränkt, schließt inzwischen aber aufgrund der Beobachtungen in Herxheim[134] und Rosheim im Elsass[135] auch andere Anlagen ein. Bei letzteren kann wegen ihrer sukzessiven Entstehung und ihrer Bauweise als einzelne, einander überlagernde Langgruben eine Verteidigungsfunktion ausgeschlossen werden. Bisweilen finden sich in den Langgruben Skelette oder Teile von Skeletten, Keramiken, Tierknochen, Feuerstein; sie könnten eine kultische Bedeutung gehabt haben.

Kulturtechniken und Bevölkerungsdichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einführung der Landwirtschaft machte Kohlenhydrate für die menschliche Ernährung erheblich einfacher verfügbar. Mit der Nutztierhaltung schuf sie so eine Voraussetzung für eine Zunahme der Besiedlungsdichte. Die genannten neuen Techniken waren von weiteren begleitet, etwa dem bandkeramischen Brunnenbau zur Sicherung der Wasserversorgung, oder der Vorratswirtschaft. In bandkeramischen Siedlungen waren ferner Fragen der Land- und Besitzverteilung und -sicherung zu klären.[136]

Die Besiedlungsdichte (einer beliebigen Bevölkerung) kann nicht weiter zunehmen, wenn die Ressourcen der natürlichen Umgebung dieser Bevölkerung erschöpft sind.[137][138] Genauer wird als maximale Tragfähigkeit ( = carrying capacity) eines Lebensraums diejenige Individuenzahl einer Gruppe von Menschen definiert, für die die Gruppe im betrachteten Lebensraum für unbegrenzte Zeit existieren könnte, ohne ihn nachhaltig zu schädigen.[139] Beispiele für erschöpfbare Ressourcen sind Bauholz oder Energieträger wie Brennholz und Nahrung, die auf einer gegebenen Fläche langfristig nur in begrenzter Menge gewonnen werden können.

Die Sozialstruktur der bandkeramischen Gesellschaften bleibt ungeklärt. Zumeist wird von einer segmentären, gering arbeitsteiligen und weitgehend egalitären Gesellschaftsform ohne größere soziale Differenzierung ausgegangen.[140][141]

Werkstoffe und ihre Wege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feuerstein (Silex)
Muscheliger Bruch des Feuersteins, Abschläge

Es gibt einige deutliche Hinweise, dass Mitglieder bandkeramischer Siedlungen eine Form des neolithischen Bergbaus betrieben. Dies gilt für den Rötel-Abbau[142] ebenso wie für die Suche nach Feuerstein.[143]

Werkstoffe legten teilweise erhebliche Wege zurück.[144] So gelangte Rijckholt-Feuerstein aus der niederländischen Provinz Limburg bis ins Rheinland. Als Rohmaterial bandkeramischer Schuhleistenkeile wurden bevorzugt Amphibolite verwendet, worunter metamorphe Gesteinsarten der Aktinolith-Hornblende-Schiefer-Gruppe (Kürzel: AHS-Gruppe) zusammengefasst werden. Amphibolit gelangte wahrscheinlich aus dem heutigen Böhmen in westlichere Siedlungsräume, so dass von Kontakten zwischen Menschen in noch weiter voneinander entfernten Regionen auszugehen ist.

Im Rheinland gab es größere Haupt- bzw. Zentralsiedlungen der Bandkeramiker wie Langweiler 8, kleinere Nebensiedlungen. Von Siedlung zu Siedlung wurden nachweislich Artefakte aus Feuerstein (synonym: Silexartefakte) weitergegeben, etwa Rohstücke und sogenannte Grundformen (Abschläge, Kerne etc.), aber auch halbfertige Geräte wie Klingen und fertiggestellte wie Bohrer oder Kratzer. Die Fundstücke aus kleineren Siedlungen stammen meist aus benachbarten größeren Ansiedlungen.

Nach Intra-Site-Analysen,[145] d. h. Untersuchungen zu den Vorgängen innerhalb eines Fundplatzes, sind solche Weitergaben auch innerhalb je einer bandkeramischen Siedlung anzunehmen. Sie sind vermutlich auf soziale Differenzierungen innerhalb der Siedlung zurückzuführen.[146]

Werkzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Umfeld der bandkeramischen Kulturen wurden verschiedenste Werkzeuge gefunden. Der Versuch einer vollständigen Rekonstruktion des bandkeramischen Werkzeuginventars stößt auf die Schwierigkeit, dass vermutbare Werkzeug(teil)e fehlen, wenn sie aus organischem Material gefertigt wurden und zersetzt sind.

Trennende bzw. schneidende Werkzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baumfällversuch mit einer rekonstruierten bandkeramischen Dechsel[147][148][149]

Zunächst seien die (steinernen) Dechselklingen erwähnt. Eine Dechsel ist ein quergeschäftetes Hauwerkzeug, d. h. ihre Klinge ist so in einen Schaft eingefügt, dass deren Schneide rechtwinklig die Ebene eines Hiebes durchläuft.[150] Seltener werden an den Fundplätzen durchbohrte Keulenköpfe gefunden. Die Artefakte der Bandkeramiker zeigen als Voll- oder Hohlbohrung ausgeführte echte Bohrungen; sie sind insofern komplexer gefertigt als die im Mesolithikum verwendeten.[151]

In der Mitte des Bildes ein Erntemesser um 5000 v. Chr., am rechten Bildrand zwei durchbohrte Keulenköpfe, am linken Bildrand verschiedene Dechselklingen (Historisches Museum der Pfalz, Speyer).

Die Bandkeramiker verwendeten häufig einen schmal-hoher Dechseltyp, dessen Klinge in Anlehnung an die Form der Schuhmacherleiste als Schuhleistenkeil bezeichnet wird.[152] Der Begriff beschreibt die flache Unter- und die gewölbte Oberseite der Klinge, die oft einen D-förmiger Querschnitt ergeben. Eine experimentelle archäologische Untersuchung, das „Ergerheimer Experiment“, wies nach, dass sich mit diesen Steinwerkzeugen problemlos Bäume fällen lassen.[153][154] Eine Klassifikation der Schuhleistenkeile nach Formtyp ist aber nur bedingt möglich, da Gebrauch und Nachschärfung einer Klinge ihre Form verändern können. Auch gab es neben Schuhleistenkeilen bereits in der Bandkeramik flache und breite Klingen;[155] damit ausgestattete Dechseln heißen Flachbeile. Die Hauwerkzeuge wurden auch als Waffe verwendet, wie Verletzungsmuster an gefundenen Skelettteilen, insbesondere Schädelkalotten, belegen.

Die Bandkeramiker verwendeten auch Sicheln. Man fertigte eine solche aus einem leicht gekrümmten Holz. In dessen konkave Seite wurden Kerben eingebracht, in den Kerben scharfkantige Klingenabschläge mit Birkenpech befestigt.[156] Vielfach weisen die Funde Sichelglanz auf. Dieser entsteht durch intensiven Gebrauch einer Sichel beim Schneiden von Pflanzen, insbesondere Gräsern, die Kieselsäurepartikel enthalten, denn jene wirken wie ein Schleifmittel auf die Sichel.

Fernwaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der bandkeramischen Kultur wurden Hornstein und Flint zur Herstellung von Pfeilspitzen verwendet.[157] So weisen Funde in Feuersteinbergwerk von Abensberg-Arnhofen darauf hin, dass besonders in der späten Bandkeramik der Abensberg-Arnhofen-Hornstein ein bevorzugtes Rohmaterial für die Werkzeugherstellung war.[158] Die Pfeilspitzen waren oft relativ klein, ihr Umriss dreieckig, die seitlichen Kanten gerade. Ihre Herstellung war einfach: von einem pyramidalen Kern wurden Klingen abgebaut, diese wurden gezielt zerbrochen und durch Retusche weiterverarbeitet. Der größte Nachteil von Flintspitzen ist deren Sprödigkeit, denn bei einem Fehlschuss in den Boden oder einen Baum zersplittert die Spitze oft. Bei Aufprall auf einen Knochen im Körper eines Beutetiers bzw. Feindes geschieht dies ebenfalls, jedoch sind auch die Splitter scharfkantig und glattflächig und werden kaum gebremst. Durch Verlagerung des Schwerpunkts nach vorne sowie durch größenbedingten geringen Luftwiderstand ermöglichen solche Pfeilspitzen hohe Treffsicherheit.[159] Im europäischen Neolithikum wurden Pfeile bevorzugt aus den Schößlingen des Wolligen Schneeballs gefertigt, die wegen des faserigen Aufbaus sehr elastisch und bruchfest waren (Schäftung).

Haushalts- bzw. sonstige Werkzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mahlsteine, sogenannte Schiebemühlen wie dieser wurden in Gräbern der Bandkeramiker gefunden. Auf dem Unterleger befinden sich eine Handvoll Getreide und der Läufer.

Geerntetes Getreide wurde in Schiebemühlen geschrotet. Eine Schiebemühle besteht aus zwei Mahlsteinen, dem Unterlieger und dem Oberlieger oder Läufer. Um Getreide zwischen den Mahlsteinen zu schroten, kniete eine Person vor dem Unterlieger, ergriff den Läufer und schon ihn vor und zurück.[160] Der nicht unerhebliche Steinabrieb verblieb im Mahlgut. Die Betätigung einer Schiebemühlen war eine körperlich anstrengende Arbeit. Da Schiebemühlen häufig als Grabbeigaben bei weiblichen Bandkeramikern gefunden wurden, wurde sie wahrscheinlich eher von Frauen durchgeführt.[161][162]

Tasche aus Rinde, Holz und Bast (Fund aus der ehemaligen Gemeinde Eythra, Leipziger Land)[163][164]

Jens Lüning nimmt an, dass bereits die Linienbandkeramiker den Pflug nutzten.[165] Dafür gibt es jedoch keine eindeutigen Belege.

Bei der Ausgrabung der Siedlung Rosdorf „Mühlengrund“ wurden Spinnwirtel aus Ton gefunden. Handspindeln konnten zur Herstellung von Fäden, damit zur Herstellung von Textilien dienen. Einige Funde weisen darauf hin, dass durch das Spinnen und Weben von Nessel und Lein Stoffe gefertigt wurden. Tönerne Figurinen sowie figürlich geformte Gefäße lassen sich anhand von Unterschieden in Haartracht und Barthaar, Kopfbedeckungen und Bekleidung als Männer oder Frauen erkennen. Bei beiden Geschlechtern sind hosenartige Beinkleider und Überwürfe über den Oberkörper zu sehen; der Ausschnitt ist jedoch für Frauen spitz, für Männer rund dargestellt.[166]

Das die Bandkeramiker den einfachen Bootsbau beherrschten ist aufgrund ihrer Siedlungsweise im flussnahen Raum wahrscheinlich, wenn sich auch hierfür nur indirekte Belege finden lassen. So sind Korbboote,[167] Fellboote oder Einbäumen zu vermuten.[168][169][170]

Die Standardmethode des Neolithikums ist das „Schwefelkies-Feuerzeug“, das an diversen Funden auch der Bandkeramischen Kultur belegt werden kann.[171] man bezeichnet sie auch als „Markasit-Feuerzeuge“. Zum Funkenschlag wird ein Stück Pyrit oder Markasit mit einem anderen Stück Pyrit, einem Feuerstein geschlagen. Die erzeugten Funken wurden in ein leicht entflammbares Material fallen gelassen. Der Pyrit mit seinem verbrennenden Schwefelanteil ist dabei der „Funkenspender“, der Feuerschlagstein der „Funkenschläger“.[172] Als Zunderschwamm (Fomes fomentarius) oder Baumschwamm eignet sich neben dem Zunder mit ähnlichen Eigenschaften auch der Birkenporling ((Piptoporus betulinus)).[173]

Jens Lüning vermutet, dass die auf den Figurinen abgebildeten Sitzmöbel, so eine Bank und Dreibeinschemel, auch im bandkeramischen Alltag Verwendung fanden.[174]

Keramik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bandkeramisches Gefäß mit Ösen und Kordeln aus dem niederbayrischen Aiterhofen (Gäubodenmuseum, Straubing)
Bandkeramischer Kumpf (Fundort Marburg-Schröck, Grabung 1983)
Bandkeramischer Kumpf aus Kleinpolen

Im sogenannten „offenen Feldbrand“ (Brennen) wurden aus Tonmineralen Keramiken hergestellt.[175] Hierzu nutze man Grubenöfen. Solche Grubenöfen finden sich häufig, es sind unterhalb des Bodenniveaus in ausgehobener Erde angelegte Öfen, deren Feuerraum aus dem anstehenden Erdmaterial herausgegraben wurde. Die zuvor an der Luft getrockneten Artefakte werden in eine solche Grube über- und nebeneinander aufgereiht bzw. gestapelt; um diese herum erfolgt der Wärmeeintrag. Sobald sich die Keramiken gleichmäßig erwärmt hatten werden die zum Teil abgebrannten Holzscheite näher zu den Keramiken heran geschoben bis das Ganze komplett bedeckt ist und die Stücke zu glühen beginnen. Hiernach wurde die Grube abgedeckt, so dass die Töpfereien im Reduktionsbrand weiter brennen konnten. Die Oberflächen der Keramiken wurden schon mittels Tonanguss geglättet. Obgleich die Öfen nicht sehr hohe Temperaturen erzeugten, waren sie ausreichend um die produzierten Gefäße widerstandsfähig zu machen. In einem offenen Feldbrand werden Temperaturen um 800 °C erreicht. Per definitionem spricht man ab einer Brandtemperatur von 600 °C einer gebrannten Keramik. Ein Feldbrand dauerte circa 5–6 Stunden. Bei einer Reihe der bandkeramischen Keramiken fand man Vorrichtungen in Form von Knubben, Ösen oder Grifflappen. Die, so die Vermutungen, zur Befestigung von Schnüren dienten.[176] Die Färbungen des gebrannten Irdengutes reicht von gelblich-grau-beige über rotbraun bis hellgrau und dunkelgrau-schwarz Bereichen.[177] Solche fleckigen, differente Farbtöne aufweisende Scherben oder Gefäße geben einen Hinweis auf Ungleichmäßigkeiten beim Brand. Prinzipiell gilt, dass oxidierend gebrannte Tonmineralien als Ergebnis helle bis rötliche Keramik ergeben, während reduzierend gebrannte Tone zu dunkleren bis schwarzen Farbmusterungen führen.

Inwieweit bei der Herstellung der Keramiken eine geschlechtspezifischen Arbeitsteilung bestand, kann man nicht direkt belegen. Dabei deuten ethnographische Studien darauf hin, dass auch in den bandkeramischen Kulturen eine solche Arbeitsteilung bestand. So ist hierzu folgendes zu berücksichtigen, die Herstellung von Keramiken ist ein mehrteiliger Prozess, er umfasst eine Reihe von Arbeitsschritten. So steht die Gewinnung und möglicherweise der Transport des Rohmaterials am Anfang. Sodann werden die Gefäße mit der Hand geformt, luftgetrocknet und im lederharten Zustand verziert. Nachdem die Objekte durchgetrocknet sind, werden sie in der oben beschriebenen Weise gebrannt. Für diese einzelnen Schritte sind die unterschiedlichen physischen und manuellen Fertigkeiten oder Anforderungen eine Voraussetzung. Die Gewinnung, Transport und Vorbereitung der Rohmaterialien (Ton, Brennmaterialien, etc.) sind durchaus körperlich anstrengende Tätigkeiten, die neben Ausdauer auch Muskelkraft erfordern. Für den offenen Feldbrand, dem Anlegen der Brenngruben und den Brand selbst ist eine große Erfahrung nötig, ebenso beim Formen der Keramiken sowie dem Anlegen der Verzierung, wo eine (manuelle) Geschicklichkeit und Erfahrung grundlegend sind.[178]

Formen und Stilphasen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Standardformen bandkeramischer Keramik sind: Kumpf, Flasche, Butte (eine Flasche mit fünf Querhenkeln) und Schale. Es besteht eine große Ähnlichkeit zu der Keramik der danubischen Starčevo-Kultur. Es lassen sich unterschiedliche Stile oder besser Stilphasen entlang eines Zeitleiste differenzieren.[179] So zunächst einmal eine ältere Bandkeramik 5700–5300 v. Chr.[180] und eine jüngere 5300–4900 v. Chr. Bei letzterer, westlicher Bandkeramik kann man im Wesentlichen die Stilphasen des Rubané du Nord-Ouest, Rubané de l'Alsace, Rubané du Neckar und die Rubané du Sud-Ouest unterscheiden. Die Gefäße der ältesten Bandkeramik waren dickwandig und stark organisch gemagert. Man verwendete eine Technik, die Keramiken ohne rotierende Töpferscheibe herzustellen, indem Tonstreifen spiralförmig aufgebaut bzw. geschichtet und die Stöße anschließend verstrichen wurden.

Es wird zwischen verzierten und unverzierten Keramiken unterschieden, was allerdings eine eher technische Einteilung darstellt, da unverzierte Keramiken z. T. auch Verzierungen (z. B. Randmuster) aufweisen. Die Gruppe der unverzierten Keramiken besteht hauptsächlich aus Vorratsgefäßen von grober Machart und gröberer Wandstärke. Verzierte Keramiken sind hauptsächlich Kümpfe aus feinem Ton mit geringer Wandstärke.

Verzierung der Keramiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verzierungen der Keramiken bestehen hauptsächlich aus den dieser Kultur namensgebenden Parallelbänder mit Ritzverzierungen. Daneben treten Motive auf, die in den Leerräumen zwischen den Bändern angebracht wurden, sogenannte Zwickelmotive (s. Abb. rechts: z. B. die drei waagerechten Linien auf dem Kumpf). Es ist anzunehmen, dass die Verzierungen, vor allem die Zwickelmotive, nicht nur einen dekorativen Zweck erfüllten, sondern vielmehr als Ausdruck der Zusammengehörigkeit bzw. als Zeichen für soziale Gruppen zu verstehen sind. Aus dem 1973 begonnenen Projekt „Siedlungsarchäologie der Aldenhovener Platte (SAP)“ (Rheinland) ging ein Merkmalskatalog hervor, der ein Aufnahmesystem für die Bearbeitung der Keramiken bietet und in jüngerer Zeit durch die AG Merkmalskatalog überarbeitet, ergänzt und online zur Verfügung gestellt wurde.[181]

Schmuck und künstlerische Darstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dekorierte Knochenspitze, gefunden in einem linienbandkeramischen Brunnen in Schkeuditz-Altscherbitz

Die Bandkeramiker verwendeten Schalen der Lazarusklapper (Spondylus gaederopus) eine zu den Stachelaustern gehörende Muschelart, die im Schwarzen Meer, im Mittelmeer und angrenzenden Atlantik vorkommt und zeigt die schon im Neolithikum vorkommenden Handelsnetze über große Entfernungen an. Die Bandkeramiker fertigten aus den Spondylusschalen Armringe, Gürtelschnallen und Anhänger, sie finden sich vor allem in Gräberfeldern, hier sind Aiterhofen-Ödmühle in Bayern und Vedřovice in Mähren zu nennen.

Die anthropomorphe Plastik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon seit den ältesten Bandkeramikern fand sich in den Grabungen die verschiedenartigsten Gattungen figürlicher anthropomorpher Darstellungen. Oft sind es Voll- oder Hohlplastiken, geritzte menschliche Darstellungen und figürliche Funde aus Knochen. Die Plastiken sind stereotyp und leiten sich von der Kultur ab, aus der die LBK entstand, der Starčevo-Kultur.[182] Sie begleiten als Kulturerscheinung die Ausbreitung der Bandkeramik in Mitteleuropa, wobei sie sich auf das Siedlungsgebiet der ältesten Bandkeramik beschränkt und Fundkonzentrationen sich im mitteldeutschen, österreichisch-slowakischen und mainfränkisch-hessischen Raum abzeichnen. Insgesamt sind um die 160 Bruchstücke bekannt, die sich auf etwas mehr als 120 Fundpunkte verteilen. Innerhalb des bandkeramischen Spektrums zählt die Gruppe der Statuetten somit zu den seltenen Funden.

Bandkeramik-Museum Schwanfeld, Repliken von Idolfiguren der linearbandkeramischen Kultur

Figurale Kleinplastiken sind aus Ton gefertigt, von geringer Größe und wurden fast immer zerbrochen aufgefunden. Originär bandkeramischen Ursprungs sind die Darstellungen der runden Augenhöhlen, das Verzierungselement der ineinander gestellten Winkel, die oft in die Seiten gestemmten Arme und die Lockenfrisur einiger Statuetten. Während von den mittelneolithischen Kulturgruppen im Westen Deutschlands (Großgartacher Kultur, Rössener Kultur, Hinkelstein-Gruppe) keine anthropomorphe Plastik bekannt ist, gibt es einige Figurinen der Stichbandkeramik in Sachsen und Böhmen, sehr vielfältige und zahlreiche Figurinen dagegen in der gleichzeitigen östlichen Lengyelkultur.[183]

Vielen Figuren, wie der sitzenden („thronenden“) und reich verzierten Plastik der älteren LBK von Maiersch, fehlen eindeutige Geschlechtsmerkmale. Jens Lüning deutet diese Ritzverzierung – auch die der tiergestaltigen – als Kleidung, was zumindest bei der eindeutigen Darstellung von Gürteln und Halsausschnitten von Kleidungsstücken in verschiedenen Fällen plausibel ist. Hermann Maurer (1998)[184] fokussiert hingegen stärker auf Ornamente, die an Skelettdarstellungen erinnern und von ihm im Sinne eines kulturübergreifenden „Röntgenstils“ verstanden werden.

Das Bruchstück des in die mittlere bis jüngere LBK datierenden „Adonis von Zschernitz“ stellt neben der Plastik aus Brunn-Wolfsholz die bisher älteste eindeutig männliche bandkeramische Tonfigur dar. Dieter Kaufmann geht davon aus, dass diese Figürchen absichtlich zerbrochen wurden. Dafür spricht, dass die Plastiken nicht nur an herstellungsbedingten Schwachstellen (Kopf, Arme, Beine), sondern auch am Rumpf zerbrochen waren, wie z. B. der „Adonis von Zschernitz“. Alle Plastiken stammen – sofern es keine Lesefunde sind – aus Haus- bzw. Siedlungsgruben, was eine kultische oder rituelle Bedeutung im Haus nahelegt.[185]

Bandkeramik-Museum Schwanfeld, Repliken von Idolfiguren der Bandkeramischen Kultur, oben rechts zwei Figurinen mit „Hinterkopf-Lockenfrisuren“

Figuralgefäße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Plastik kommen auch anthropomorphe und zoomorphe Figuralgefäße vor.[186] Manche Gefäße, wie die flaschenförmigen der älteren Linearbandkeramik von Ulrichskirchen und Gneidingen, weisen Gesichtsdarstellungen auf, oder sie stehen auf menschlichen Füßen.

Kleidung, Kopfbedeckungen und Haartrachten abgeleitet aus Statuetten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Jens Lüning (2005),[187](2006)[188] stellen die figürlich, anthropomorphen Darstellungen aus Ton ein bedeutsames Quellenmaterial dar, um Haatrachten, Kopfbedeckungen aber auch Kleidungsstücke von Männern und Frauen der bandkeramischen Kultur zu rekonstruieren. Die auch als Idole bezeichneten Figurinen sind zumeist zwischen 10 bis 35 cm hoch und hätten, so die Arbeitshypothese, im Ahnenkult eine wichtige Rolle gespielt.[189] Neben diesen Gegenständen, bezeugen Funde aus bandkeramischen Siedlungen wie etwa die Spinnwirtel und Webgewichte, dass man prinzipiell Fasern, wahrscheinlich Flachs oder Lein und wollartige Fasern verspann. Weitere Indizien sind Funde aus den bandkeramischen Brunnen, die man als grobe bis feine Geflechte beschrieb. Ferner der Abdruck eines Leinengewebes auf einem bandkeramischen Hüttenlehmbrocken aus Hesserode, Landkreis Melsungen in Nordhessen. Durch diese Funde und ihren Interpretationen versuchte man sowohl die Kleidung als auch die Haartrachten zu rekonstruieren. Die männlichen Tonfiguren der Bandkeramik weisen überaus häufig vielgestaltige Kopfbedeckungen auf.Lüning (2006) vermutet, das diese aus Leder[190] (Gerben), Geflechten, Leinen oder Filz und auch aus Kombinationen jener Materialien bestanden haben könnten.

Für die Art und Weise, wie Haare getragen wurden, leitete man aus den Darstellungen an den Figurinen verschiedene Haartrachten ab; etwa die sogenannten „Oberkopf-Lockenfrisuren“ und „Hinterkopf-Lockenfrisuren“. Im ersten Falle säßen die Locken auf dem Oberkopfbereich, während im zweiten Falle die Locken am Hinterkopf angeordnet waren, am Vorderkopf hingegen wären dabei die Haare glatt angelegt gewesen. Als eine dritte Form konnte eine „Zopffrisur mit Haarkranz“ abgeleitet werden, sodann eine vierte sogenannte „Bänderhaubenfrisur“ – ein Band teilte die Haare vom Stirn-Oberkopfbereich zum Nacken – und eine fünfte „Schneckenhaubenfrisur“ sowie eine Sechste die (cornrow-ähnliche) „Ährenfrisur“. Inwieweit die auf den Tonfigurinen dargestellten Frisuren aber mit der (Alltags-)Haartracht der Bandkeramiker übereinstimmten bleibt hypothetisch.

Aufgrund der reichen Symbolik auf den Tonfiguren, den Unterschiede in der Form der Haartrachten und der Kopfbedeckungen sowie unterschiedlichen Mustern auf der (figurinen) Kleidung nimmt man an, das es sich um den Ausdruck entsprechender Unterschiede zwischen den bandkeramischen Familien, Lineages und Clans gehandelt haben könnte.

Gesichtsdarstellung auf einer Vorratsflasche, Seelberg, Stuttgart-Bad Cannstatt; Landesmuseum Württemberg, Stuttgart

Gräber und Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Umgang mit den Toten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bestattung im linearbandkeramischen Friedhof von Aiterhofen-Ödmühle (Gäubodenmuseum, Straubing)

Die Linienbandkeramik kannte Brandbestattungen, Teil- und Körperbestattungen auf Gräberfeldern, in Siedlungen und an anderen Orten. Einzel- und Kollektivbestattungen wurden gefunden, bisweilen beide Bestattungsformen auf demselben Gräberfeld.[191][192]

Bei den Körpergräbern wurde ein Leichnam zumeist in linker, seltener in rechter Seitenlage hockend gebettet (= Hockergrab). Seine Längsachse (anatomisch: Longitudinalachse) entsprach zumeist der Nordost-Südwest-Richtung, die gedachte Blickrichtung oft der östlichen oder südlichen Himmelsrichtung.[193] Die Toten wurden in Tracht und mit Beigaben bestattet, dabei zeigen sich geschlechtsspezifische Unterschiede. Typische Trachtbestandteile waren Ketten und Kopfschmuck, Armringe und Gürtelschließen. Sie konnten Perlen enthalten, die der Meeresmuschel Spondylus gaederopus entstammten; jene war in der Adria und in der Ägäis verbreitet und wurde über weite Strecken gehandelt. Perlen wurden auch aus Stein und Gebein gefertigt. Schmuck aus Schnecken ist im Donauraum belegt, z. B. im großen Gräberfeld von Aiterhofen-Ödmühle. Im Hüft- und Beinbereich lagen oft Knochenknebel mit noch unklarer Funktion. Von weiteren Beigaben verblieben Mahlsteine, Schuhleistenkeile, Pfeilspitzen, Farbsteine (Rötel, Grafit), Tierknochen und Keramiken.

Eine zweite Form linienbandkeramischer Grablegungen könnte als Sekundärbestattung gedeutet werden. So fehlten in der Grubenanlage von Herxheim (Landau) Hand- und Fußwurzelknochen fast vollständig. Scherben vorsätzlich zerstörter Tongefäße zeigten dort Bandmuster aus weit entfernten Siedlungsgebieten; Isotopen-Untersuchungen wiesen sogar menschlichen Zahnschmelz von Nicht-Banderamikern nach.[194] Andere Knochenfunde aus Herxheim zeigten jedoch Spuren einer Bearbeitung wie bei Schlachtvieh, die auf Kannibalismus innerhalb der LBK hinweisen.[195] Auch die zerstreuten, kleinteiligen Knochenfunde aus der Jungfernhöhle bei Tiefenellern wurden zunächst so gedeutet; nach detaillierten Untersuchungen ging Jörg Orschiedt für jene jedoch eher von einer Sekundärbestattung aus.[196]

Eine dritte Form des Umgangs mit Toten in der LBK kann mit dem Terminus „Nichtbestattung“ charakterisiert werden. „Dabei handelt es sich ausschließlich um Gewaltopfer, die auf Schlachtfeldern liegen blieben oder in nach Massakern angelegten Massengräbern deponiert wurden.“[197]

Toten- oder Opferritual[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Norbert Nieszery (1995)[198] lassen sich vier Stufen bandkeramischen Toten- oder Opferrituals nachweisen, die teilweise chronologisch sind:

  1. Prothesis und Kulthandlungen am (offenen) Grab (Farbstreuung, Feueropfer, absichtliche Zerscherbung)
  2. Manipulation am Leichnam bzw. an Skeletten (Exhumierung, Leergräber)
  3. Zuführung einer endgültigen Deponierungsstelle und häuslicher Kult (archäologisch nicht nachweisbar)
  4. Grablegung und Deponierungen evtl. auch Bauopfer

Dabei finden sich nur Belege (egal welcher Art) für etwa 20 % der zu erwartenden Toten einer Wohnbevölkerung; diese Gruppe hält Nieszery für einen privilegierten Teil der Gesellschaft (siehe Gräberfeld).

Als Ausdruck dieses Kultes werden von Jörg Orschiedt die Funde aus der Jungfernhöhle, einem neolithischen Kultplatz im Landkreis Bamberg, interpretiert. Rätsel gaben die mindestens 40 meist weiblichen Skelette auf (mindestens 29 waren Kinder unter 14 Jahren), denn alle waren unvollständig. Es kann sich um keine Begräbnisstätte handeln, da die Skelette überdies auch noch verstreut lagen. Alle Schädel waren zertrümmert und einige Röhrenknochen zersplittert, wobei eine Entnahme des Knochenmarks vermutet wurde. In den Kiefern fehlten Zähne.[196]

In der bandkeramischen Sepulkralkultur nahm der Rötelfarbstoff eine bedeutende Rolle ein. Rötelstreuungen innerhalb der Gräber, Einfärbungen der Toten oder Beigaben in Form von geschliffenen Farbsteinen bzw. mit Rötelpaste gefüllten Gefäßen waren fester Bestandteil ihres Totenkultes. Es wird vermutet, dass es sich bei der Beigabe von Rötel um eine besondere Beigabe handelt. Rötel taucht überwiegend in den reicher ausgestatteten bandkeramischen Gräbern auf.[199][200] Üblicherweise wurden die Toten in linksseitiger Hockerbestattung in Ost-West-Ausrichtung bestattet, als Grabbeigaben erhielten Männer Steingeräte und Waffen, die Frauen Keramiken oder Schmuck.

Die Grabbeigaben etwa am Gräberfeld von Stuttgart-Mühlhausen‚ Viesenhäuser Hof[201] waren für die bestatteten Frauen- und auch Kinder hinsichtlich ihres Beigabenspektrum vom ubiquitären Rötelfarbstoff abgesehen eher beschränkt auf Keramiken. Hingegen zeigten die Männergräber eine wesentlich variantenreichere Ausgestaltung: Neben Rötel und Keramiken fanden sich Speisebeigaben, Pfeilspitzen, geschliffene Steingeräte, Knochen- und Geweihwerkzeuge, aber auch Ausrüstungsgegenstände z. B. zum Feueranzünden, sowie Spondylusmuschelschmuck und Gewandknebel wurden freigelegt. Ferner gab es noch überdurchschnittlich reiche Grabausstattungen mit Rötelpackungen, Dechseln, Spondylus- und Quarzitperlen sowie Knochenknebeln.

Hinweise auf Kannibalismus (Herxheim)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schädel eines 20 bis 30 Jahre alten Mannes, der im Massaker von Talheim getötet wurde. Landesmuseum Württemberg, Stuttgart

„Als archäologische Kriterien für Kannibalismus gelten Knochenzertrümmerungen, Hack- und Schnittspuren, Längsspaltung der Röhrenknochen zur Mark- und Öffnung des Schädels zur Gehirnentnahme sowie Feuereinwirkung, die in gleicher oder ähnlicher Weise auch an Tierknochen vorkommen und auf die gleiche Behandlung von Mensch und Tier schließen lassen.“[202]

Ob es denn unter den Bandkeramikern zu einer irgendwie gearteten Form des Kannibalismus kam – Kannibalismus in Extremsituationen (etwa aus Nahrungsmangel) oder aber in seinen rituell bzw. religiös geprägten Erscheinungsformen – lässt sich aus dem jetzigen Fundmaterial nicht eindeutig belegten. Zwar stammen die Knochen von frisch verstorbenen Leichnamen, so dass es naheliegt, eine Zerlegung der Körper vor Ort anzunehmen, und weiter deuten die Art der knöchernen Schnittspuren darauf hin, dass die Körper systematisch vom Fleisch und den Eingeweiden abgetrennt oder zerlegt wurden. Diese Interpretation würde einer Zweitgrablegung im Wesentlichen widersprechen. So ist eine anschließende Ingestion im Sinne von kannibalischen Handlungen damit weder belegt noch nach heutigem Kenntnisstand bewiesen.

Hätte Kannibalismus stattgefunden, wäre zu klären, aus welchen Beweggründen dieser vorgenommen wurde. War er die Folge und Konsequenz aus kriegerischen Handlungen, Ausdruck einer krisenhaften Änderung im Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt (im Sinne eines ökologischen Erklärungsmodells), war es die Demonstration von Handlungsweisen einer nur lokalen bandkeramischen Kultur, bewegten ausschließlich religiöse Vorstellungen die Menschen in ihrem Tun oder führten die unterschiedlichsten Arten, wie Invasionen, Katastrophen und Epidemien (im Sinne eines nicht-ökologischen Erklärungsmodells) die Bandkeramiker zu solchen Handlungen u. a. m?

Im Übrigen finden sich nur wenige ausgewiesene bandkeramische Fundstellen (Herxheim, Jungfernhöhle, Talheim oder Massaker von Talheim) in welchen anhand der knöchernen, menschlichen Skelette auf einen gewaltsamen Tod der Menschen geschlossen werden.

Hypothesen zur Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie bei allen schriftlosen Kulturen der Vor- und Frühgeschichte können über die Weltsicht oder die religiösen Vorstellungen der Menschen der Linearbandkeramik keine gesicherten Aussagen getroffen werden. Hinweise liefern die anthropomorphen (menschengestaltigen) Plastiken und Ritzzeichnungen, denen in der Forschung stets ein großes Interesse zukam. Sie werden von der Mehrzahl der fachwissenschaftlichen Publikationen in den religiösen Bereich der Bandkeramik eingeordnet. Verschiedene Autoren interpretieren sie als Ausdruck von Fruchtbarkeitskulten, der Verehrung einer Urmutter oder als die Manifestation eines Ahnenkults. Diese Deutungen müssen einander nicht ausschließen.[203]

Fruchtbarkeitskult[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Forscher bringen mit der neuen Produktionsweise (Ackerbau, Viehzucht) und infolge der Beobachtung vom Werden und Vergehen in der Natur eine Verehrung der Fruchtbarkeit in Verbindung. Als deren Manifestation sei die Frau und ihre Gebärfähigkeit verstanden worden. Daher wird vermutet, dass die bandkeramischen Plastiken Frauen bzw. Göttinnen darstellten.[185]

Svend Hansen ist dagegen der Auffassung, dass die Verbindung zwischen Frau und Fruchtbarkeit ein Konstrukt des 19. Jahrhunderts sei und keinesfalls auf das Neolithikum übertragen werden könne. Ein entwickelter Kult um eine weibliche Gottheit mit Tempelanlagen und dazugehöriger Priesterschaft lasse sich für das Neolithikum im archäologischen Fundinventar nicht feststellen. Seine Kritik stützt sich vor allem darauf, dass das Geschlecht bei vielen Statuetten nicht eindeutig bestimmbar sei. Daraus folgert er, dass die Zuweisung des weiblichen Geschlechts bei den Statuetten auf Interpolation beruhte. Mit der Infragestellung des weiblichen Geschlechts bricht seiner Auffassung nach die Theorie von dem Kult um eine Fruchtbarkeitsgöttin zusammen.[204]

Urmutter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf den Keramiken gibt es recht häufig das Motiv von stilisierten Figuren mit erhobenen Armen und meist gespreizten Beinen. Auch wenn das Geschlecht meist nicht erkennbar ist, vertritt die Religionswissenschaftlerin Ina Wunn (2014)[205] die Auffassung, dass es sich um Frauen in Empfängnis- oder Gebärhaltung handele und um ikonografische Darstellungen einer Urmutter, wie sie z. B. auch in Çatalhöyük gefunden wurden. Sie soll mit Geburt bzw. Wiedergeburt und Tod verbunden gewesen sein.

Ob es in der Bandkeramik einen Kult um eine Urmutter gegeben hat, kann aus dem Fundgut nicht erschlossen werden. Nach Ina Wunn (2001) habe es jedoch keine „Fruchtbarkeitskulte“ gegeben. Kultdramen einer sich im Jahresverlauf wandelnden Gottheit, die mit dem Wandel der Natur in Verbindung gebracht wurde, seien viel späteren Datums und könnten für das Neolithikum nicht belegt werden.

Die übrigen Frauenplastiken könnten nach Ina Wunn (2001)[206] Ahnen- und Schutzgeister darstellen, einige auch als Amulette getragen worden sein.

Ahnenkult[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Interpretation der Plastiken und Ritzzeichnungen als Ahnenfiguren wird ebenfalls aus der neolithischen Wirtschaftsweise abgeleitet. So wäre es für ackerbauende Gesellschaften notwendig gewesen, ihren Landbesitz durch die Existenz von Ahnen zu legitimieren. Auch Inn Wunn (2009) vermutet einen Hauskult mit seiner Verehrung der Vorfahren als festen Bestandteil im religiösen Leben der Bandkeramiker. Wobei die Sekundärbestattungen zum einen den Ahnenkult bezeugten und anderseits in diesem Ritual die Feier des Todes als Transformations- und Übergangsstadium zum Ausdruck gekommen sei.[207] Von Vertretern der Ahnenthese wie Jens Lüning wird hauptsächlich auf folgende archäologische Befunde hingewiesen:[208]

  • Der Befund in Häusern, vor allem in der Nähe der Herde. Die Vorstellung, dass die Ahnenverehrung an den häuslichen Bereich geknüpft ist, wird in der Archäologie von der Religionswissenschaft übernommen.[209]
  • Manche der anthropomorphen Plastiken sind Miniaturgefäße. Diese werden im ethnologischen Zusammenhang mit Speise- und Trankopfern in Verbindung gebracht.[210]
  • Maskentragende Plastiken bzw. maskenhafte Züge einiger Gesichtsdarstellungen. Die Verknüpfung von Masken und Ahnenverehrung leitet sich sowohl aus ethnologischen als auch historischen Analogien ab.[211]

Alles zusammen ist jedoch der bandkeramischen Kultur nicht explizit bzw. belegt zuzuordnen.

Regionalchronologische Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regionalchronologische Gliederungen der Bandkeramik in Mitteleuropa[212][213]
Regionen in Mitteleuropa Köln-Lindenthal, Rheinhessen Rhein-Maas-Gebiet Untermaingebiet Mitteldeutschland, Sachsen Mähren, Niederösterreich
Bearbeiter Buttler/Koehl Dohrn-Ihmig/Modderman Meier-Arendt Hoffmann/Quitta Tichý
Älteste LBK keine keine Stufe I älteste LBK Stufe I a
Ältere LBK Stufe I Flomborn Stufe Ia/b Stufe II Stufe I Stufe I b
Mittlere LBK Stufe II Worms Stufe I c/d Stufe III Stufe II Stufe II a Notenkopf
Jüngere LBK Stufe III Stufe II a/b Stufe IV Stufe III Stufe IIb NKK/Žseliz
Jüngste LBK Stufe IV Stufe II c/ d Stufe V Stufe IV Stufe III Šárka

Das Ende der Bandkeramik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Übergang vom Mittel- zum Spätneolithikum (Saarbrücker Terminologie) wird durch den Wandel der Linienbandkeramischen Kultur in kleinräumigere Gruppen gekennzeichnet. Tatsächlich wird dieser Prozess als das Ergebnis regionaler Entwicklungen betrachtet. So ist die LBK schon ab ihrer 3. Stufe (sog. Jüngere LBK) in deutlich unterscheidbare Untergruppen zerfallen: Rhein-, Donau-, Elbe-, Oder-Gruppe (benannt nach den wichtigen Flusssystemen, an denen die LBK sich nach Mitteleuropa hineinentwickelt hat), was angesichts der enormen Größe des ursprünglichen Territoriums nicht verwundern kann.

Mögliche Ursachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbreitungswege vorausgehender und nachfolgender Kulturen

Der Zerfall der linearbandkeramischen Kultur wird von ansteigenden Temperaturen – dem Optimum 3 des Holozäns – im atlantischen Raum begleitet.[214] Damit entfällt zumindest eine längerfristige Klimaverschlechterung als Ursache.

Teilweise wird über zunehmende Spannungen als Ursache spekuliert. Ein Fund aus Talheim deutet auf Spannungen am Ende der Bandkeramik hin.[215] In Talheim fanden sich die Skelette von 18 Erwachsenen und 16 Kindern und Jugendlichen regellos in ein Massengrab geworfen. Auch das Fehlen von Grabbeigaben spricht gegen eine reguläre Bestattung. Anthropologische Untersuchungen ergaben, dass fast alle Individuen beim Massaker von Talheim von hinten erschlagen oder erschossen wurden. Bei den Tatwerkzeugen handelte es sich um quergeschäftete Steinbeile und Pfeile. Es ist also anzunehmen, dass die Täter ebenfalls Bandkeramiker waren. Natürlich sind solche Thesen schwer zu belegen. Weitere Belege für gewaltsam zu Tode gekommene Menschen innerhalb der Bandkeramik liegen u. a. aus Schletz bei Asparn, Herxheim und Vaihingen an der Enz vor.

Der Tübinger Ur- und Frühgeschichtler Jörg Petrasch hat methodenkritisch versucht, die Rate der Gewalttätigkeiten auf die Gesamtpopulation in der Bandkeramik hochzurechnen und kommt zu dem Schluss, dass solche Massaker keine singulären Ereignisse gewesen sein können. Demnach müssen Gewalttätigkeiten in den bandkeramischen Gesellschaften regelmäßig, wenn auch selten, vorgekommen sein.[216][217]

Diskussion der Funde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Massakergräber haben seit ihrer Entdeckung für reichlich Diskussionsstoff innerhalb der Archäologie gesorgt. Manche Forscher sehen in ihnen Kennzeichen einer kollabierenden Gesellschaft, die durch die zunehmende Zersiedelung der Landschaft in eine Ressourcenverknappung geriet. Es wird auch die These vertreten, dass die Massakergräber heftige gesellschaftliche Auseinandersetzungen und Kämpfe um Land-, Weide- und Ackerrechte dokumentieren.[218]

Die These der Resourcenverknappung kann durch die immer kürzer werdenden Distanzen des importierten Feuersteins nachvollziehbar dokumentiert werden, d. h. die weitreichenden Handels- bzw. Transferkontakte nehmen zum Ende der LBK ab. Gleichzeitig setzt ein erstes „professionelles“ Ausbeuten der lokalen Lagerstätten ein (Feuersteinbergwerk von Abensberg-Arnhofen). Das kann als positive Gegenreaktion verstanden werden und sollte darum eigentlich nicht als „Verknappung“ bezeichnet werden.

Auch eine gesteigerte Nutzung der Haustier-Ressourcen (von der „lebendigen Fleischkonserve“ zur spezialisierten Rinderzucht) ist zu bemerken; besonders drastisch in der Hinkelstein-Kultur (früher: LBK 5), was durch die mächtigen Fleischbeigaben, ganze Rinderviertel und mehr, in den Gräbern belegt ist. Auch hier ist keine „Verknappung“ festzustellen.

Vergleiche der späten LBK-Gefäße mit jenen Kulturen, die auf ihrem Gebiet direkt folgen (Hinkelstein- / Groß-Gartach, Stichbandkeramik, Lengyel), zeigen einen homogenen Übergang von der jeweiligen LBK-Gruppe in die Folgekultur.

Interessanterweise zeigen jene Gebiete die größte LBK-Affinität, die dem Ursprungsgebiet der LBK am nächsten liegen: Die Lengyel-Kultur hat einen besonders fließenden Übergang, wohingegen sich die westlichsten Nachfolgegruppen der LBK deutlicher abgrenzen lassen.

Nachfolgende Kulturen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Linienbandkeramik ist die wichtigste Kultur des mitteleuropäischen Frühneolithikums. Ihr Ende markiert (nach der Chronologie von Jens Lüning) zugleich den Übergang zum Mittelneolithikum.[219] Nachfolgekulturen der Linienbandkeramik sind

Die Bandkeramiker und die Frage nach den Vorfahren der modernen Europäer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schädelfund aus der Grubenanlage von Herxheim bei Landau/Pfalz (Museum des Institutes für Geowissenschaften an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg)

Anthropologische Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenn man davon ausgeht, dass die Form eines menschlichen Körpers das Ergebnis von Wachstumsvorgängen sowie Erhaltungs- bzw. Ernährungsweisen ist, die einer Vielzahl von Einflussfaktoren unterliegen, lässt sich das Ergebnis einerseits mit genetisch festgelegten und andererseits mit von der Lebensumwelt (Kulturareal), etwa dem Klima, den körperlichen Anforderungen, der Art der Produktion von Gütern, den Krankheiten und Infektionen usw. bestimmten Verhältnisse erklären. Obgleich die aus jüngster Zeit stammenden Befunde vielerorts variieren (zwischen robusteren bis grazileren Typus), zeichnet sich doch insgesamt aus anthropologischer Sicht für die Gestalt innerhalb der mitteleuropäischen „Population der Bandkeramiker“ ein Trend zur Grazilisierung der Skelette[220] und zur Leptodolichomorphie des Schädelskeletts ab. Die Grazilisation ist Ausdruck der Abnahme an Knochengröße und -derbheit.[221]

Auch sind die Neolithiker in ihrer Körpergrößen kleiner als die zur gleichen Zeit lebenden Mesolithiker, welche breit- und niedriggesichtiger sowie breitnasiger sind.[222][223][224][225]

Laut Tiefenböck (2010)[226] die eine Untersuchung der linearbandkeramischen Skelettresten aus Kleinhadersdorf (Niederösterreich) vornahm, variierte die Körpergröße der Männer zwischen 156,5 und 175,5 cm, wobei die durchschnittliche Körpergröße bei 166,6 cm lag. Die geschätzte Körpergröße der Frauen, welche nur bei zwei Individuen ermittelt werden konnte, betrug 156 cm bzw. 160 cm.

Genetische Untersuchungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vermutete Migrationsroute im Sinne der Out-of-Africa-Theorie und gemäß der mitochondrialen DNA, (Archäogenetik)[227]

Die alteuropäischen, mesolithischen Ethnien der Jäger-Sammler trugen bevorzugt die mitochondrialen Haplogruppen U4 und U5, welche man bisher bei Linearbandkeramikern nicht gefunden hat.[228] Die Haplogruppe U4 ist in den Populationen des Jungpaläolithikums weit verbreitet. Dieser Zeitraum bezeichnet den jüngeren Abschnitt der eurasischen Altsteinzeit von 40.000 Jahren bis zum Ende der letzten Kaltzeit (Beginn des Holozäns) um etwa 9.700 v. Chr. Der Beginn des Jungpaläolithikums steht für Einwanderung „anatomisch moderner Menschen“ (Homo sapiens) nach Europa.[229][230]

Geographische Verteilung der mtDNA Haplogruppe U in Europa.
Verbreitung der mitochondrialen Haplogruppen N1 und M1 in Ostafrika, auf der arabischen Halbinsel und dem Nahem Osten

Die Bandkeramiker – haben nach dem heutigen Forschungsstand – im Genpool der Europäer nur sehr geringe Spuren hinterlassen.[231][232] Dabei sind die wissenschaftlichen Interpretationen der gefundenen Ergebnisse hinsichtlich der genetischen Verteilung spezieller Haplotypenvariationen in den bandkeramischen Kulturen noch sehr im Fluss.[233] Nach Wolfgang Haak (2006) ist die mitochondriale Haplotypenverteilung im Bereich der Bandkeramiker divergent, so träfen im Verbreitungsgebiet ihrer Kultur in den untersuchten Proben im gesamten Mitteleuropa Einflüsse aus mehreren Richtungen aufeinander. Im westlichen, europäischen Verbreitungsgebiet der Bandkeramiker finden sich hauptsächlich der mitochondriale Haplotypus V, T und K, hingegen sind es in Mitteldeutschland, neben den genannten, auch die mitochondrialen Haplotypen Hgs N1a, W, HV.[234]

Mitochondriale DNA (mtDNA)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Untersuchungen der mitochondrialen DNA aus Knochenmaterial der Linienbandkeramiker im Institut für Anthropologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ergaben, dass der genetische Einfluss der ersten jungsteinzeitlichen Bauern auf die modernen Europäer gering ist.[235] Demnach können überwiegend die altsteinzeitlichen Bewohner des Kontinents als unsere biologischen Vorfahren in Mitteleuropa angesehen werden.[236][237] Die mitochondrialen DNA (mtDNA) stellt eine nur in der weiblichen Fortpflanzungslinie weitergegebene, separate Erbinformation dar, die sich außerhalb des chromosomalen und diploiden Zellkerns befindet.[238]

Die bandkeramischen Immigranten zeigten eine andere Genverteilung als die meisten heutigen Europäer;[239] sie wiesen am häufigsten die Haplogruppen N1a oder H auf.[240] Im Gegensatz zur Variante H, die sehr verbreitet ist, findet sich die N1a-Variation heute nur noch sehr selten.[241] Sie kommt aber schwerpunktmäßig vor auf der arabischen Halbinsel sowie in Tansania, Kenia, Äthiopien und Ägypten.[242] Ferner fand man sie in Zentralasien und Südsibirien.[243]

Zu den Varianten der Haplogruppe H, wie sie bei den Bandkeramikern häufiger anzutreffen sind, zählen die Gene wie H16, H23 und H26, sie sind in der rezenten Bevölkerung eher selten zu finden oder aber H46b, H88 und H89, die heutzutage fast nicht mehr auffindbar sind.[244][245] Die Haplogruppen-Variante N1a entstamme dem nahöstlichen Raum[246] und sei vor 12.000 bis 32.000 Jahren in Erscheinung getreten.[247][248] Speziell die arabische Halbinsel wird als geographischer Entstehungsort der N1a Variation angesehen. Diese Hypothese wird gestützt durch die relative Häufigkeit und genetische Diversität von N1a in der rezenten Bevölkerung dieser Region.[249]

Zusammenfassend sind im Publikations bzw. Untersuchungszeitraum von 2005 bis 2013 bei inzwischen 102 freigelegten Individuen „linearbandkeramische Sequenzen“ in den mitochondrialen Haplogruppenspektren, so bestehend – in unterschiedlichen Frequenzen – aus N1a, T2, K, J, HV, V, W, X und H nachgewiesen worden.[250][251][252][253][254][255]

Haplogruppe des Y-Chromosoms[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Untersuchung der Haplogruppe des Y-Chromosoms lassen sich die gemeinsamen Vorfahren in einer rein männlichen Abstammungslinie verfolgen, denn das Y-Chromosom wird immer vom Vater an den Sohn weitergegeben. Die Bandkeramiker gehörten zumeist der Haplogruppe G2a (Y-DNA), Haplogruppe H2 (Y-DNA) und der Haplogruppe T1a1 (Y-DNA).[256][257][258] Insbesondere die Haplogruppe G2a (Y-DNA) wurde auf dem sächsischen Gräberfeld von Halberstadt und Derenburg nachgewiesen, die Haplogruppe H2 (Y-DNA) wurde auf dem sächsischen Gräberfeld von Derenburg nachgewiesen, und die Haplogruppe T1a1 (Y-DNA) wurde auf dem sächsischen Gräberfeld von Karsdorf nachgewiesen.[259]

Über Haplogruppen-Äste lässt sich allgemein zeigen, wie sich Bevölkerungsgruppen auf der Erde bewegt haben. Haplogruppen können somit auch ein geographisches Gebiet definieren. Ältere Haplogruppen sind größer und weiter verbreitet, von ihnen stammen zahlreiche jüngere Untergruppen ab.

Überlegungen zur Sprache der Bandkeramiker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die LBK weist in ihrer weiten geografischen Ausbreitung eine hohe Einheitlichkeit in ihrem Siedlungs- bzw. Hausbau, in der Fertigung der Keramiken, aber auch den genutzten Steinwerkzeugen auf. Hätte jede Mikroregion der LBK eine für ihren Bereich eigene Sprache entwickelt, also mit phonetischen und lexikalischen Varianten, dann wären dem vertikalen Kulturtransfer in den verschiedenen Stufen der früheren Bandkeramik ihr weitgehend einheitliches Erscheinungsbild verloren gegangen. Diese Überlegungen könnten eine „einheitliche Sprache“ (und/oder religiös-spirituelles Handeln) vermuten lassen.

Jens Lüning (2003)[260] betrachtet den Zusammenhang zwischen der Errichtung eines bandkeramischen Langhauses und dem Sprachgebrauch und kommt zu dem Schluss, dass ein differenziertes sprachliches Begriffssystem vorgelegen haben muss, um die benötigten Gegenstände und Arbeitsschritte logistisch sinnvoll aufeinander abzustimmen und einzusetzen.[261]

Welcher Sprachfamilie die Bandkeramiker angehört haben, ist Gegenstand vieler Hypothesen.[262] Ein Zusammenhang zu einem Sprachderivat aus einer Proto-Indoeuropäisch Sprachform scheint Angesichts der jeweiligen, unterschiedlichen Zeitrahmen für die Migrationsbewegungen (Ausbreitung der Indoeuropäer vs. Ausbreitung agrarischer Kulturtechniken[263]) eher unwahrscheinlich.

Wenn die Bandkeramiker ihren Ursprung in der Starčevo-Körös-Kultur oder in einem anatolischen Kulturkreis hatten, die sich sukzessive in nordwestlicher Richtung, entlang der Flussläufe, nach Mitteleuropa ausbreiteten – dabei ist die allgemeine, geringe Bevölkerungs- bzw. Besiedlungsdichte zu berücksichtigen –, so muss man mutmaßen, dass die mittelsteinzeitlichen Ortsansässigen mit ihrer mehr als 30.000 Jahre andauernden eigenständigen kulturellen Entwicklung und die der Einwanderer ihre jeweiligen Unterschiedlichkeiten aufrechterhielten. Ferner muss man annehmen, dass die Mitglieder der beiden Bevölkerungsgruppen unterschiedliche Sprachen sprachen.[264]

Die Diffusionisten, die die Aneignung der Kulturtechniken durch die lokale spätmesolithische Bevölkerung verwirklicht sehen, räumen zwar eine vorderasiatische bzw. innereuropäische Migration ein, sehen aber in den Bandkeramikern die Nachkommen mesolithischer Jäger- und Sammler, die das „Agrarpaket“ übernommen hätten.[265] Dann hätten die verschiedenen miteinander in Berührung tretenden Sprachräume über einen Sprachkontakt den komplexen Kulturtransfer ermöglichen müssen. Ein solcher Austausch kann durch direkte Nah- oder Fernkontakte zwischen Vertretern der über die Agrartechniken verfügenden Volksgruppen erfolgt sein, wobei man unter Fernkontakten Beziehungen versteht, die nicht durch räumliche Nähe in der unmittelbaren Heimat erfolgen, sondern z. B. durch Handelsbeziehungen stattfinden.

Bedeutende Fundorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeines Neolithikum und Bandkeramik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bandkeramik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siedlungswesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Austauschsysteme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alexander Binsteiner: Jungsteinzeitliche Hornsteinimporte aus Bayern in Oberösterreich. (Linzer Arch. Forsch., Sonderheft 53). Linz 2015, ISBN 978-3-85484-601-7.
  • Alexander Binsteiner: Die Lagerstätten und der Abbau bayerischer Jurahornsteine sowie deren Distribution im Neolithikum Mittel- und Osteuropas. In: Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz. 52, 2005, S. 43–155.
  • A.-M. Christensen, P.M. Holm, U. Schuessler, J. Petrasch: Indications of a major Neolithic trade route? An archaeometric geochemical and Sr, Pb isotope study on amphibolitic raw material from present day Europe. Online in Publikationsliste. Applied Geochemistry 21 (2006) 1635–1655
  • Detlef Gronenborn: Fernkontakte aus dem nördlichen Europa während der Bandkeramischen Kultur. (Memento vom 14. Juli 2014 im Internet Archive) In: Panta Rhei. Studies in chronology and cultural development of South-eastern ans Central Europe in earlier prehistory presented to Juraj Pavúk on the occasion of his 75. birthday. Comenius-Universität, Bratislava 2010, ISBN 978-80-223-2979-8, S. 561–574.
  • Guido Nockemann: Different types of economies within the LBK settlement Erkelenz-Kückhoven. In: A. Posluschny, K. Lambers, I. Herzog (Hrsg.): Layers of Perception. Proceedings of the 35th International Conference on Computer Applications and Quantitative Methods in Archaeology (CAA), Berlin, April 2–6, 2007. Koll. Vor- u. Frühgesch. 10 (Bonn 2008) 373 (Abstract). PDF bei Propylaeum-DOK
  • Petra Kieselbach: Metamorphose des Steins – Vom Rohmaterial zum Kulturgut. Dissertationsschrift Universität Tübingen, 2008 [9]
  • A. Zimmermann: Austauschsysteme von Silexartefakten in der Bandkeramik Mitteleuropas. (= Universitätsforschungen zur prähistorischen Archäologie. Band 26). Bonn 1995, ISBN 3-7749-2574-7.

Kult und Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eszter Bánffy: Archaeological data on symbolic thinking in the European neolithic. Archaeological Institute of the HAS, Budapest, 13. April 2004 online
  • Claudia Gerling: Der Tod in der jüngeren Bandkeramik. Das Gräberfeld von Schwetzingen. Universität Heidelberg, S. 159–163.
  • Jens Lüning: Haare, Hüte, Hosenanzüge. Trachten der Bandkeramik und ihre Rolle im Ahnenkult. In: E. Keefer (Hrsg.): Lebendige Vergangenheit. Vom archäologischen Experiment zur Zeitreise. Archäologie in Deutschland, Sonderheft 2006, 52-64. [10]
  • Hermann Maurer, Norbert Jama: Linearbandkeramische Kultgefäße aus dem nördlichen Niederösterreich. In: Archäologie Österreichs. Wien 17.2006, 1, ISSN 1018-1857, S. 18–20.
  • Hermann Maurer: Archäologische Zeugnisse religiöser Vorstellungen und Praktiken der frühen und mittleren Jungsteinzeit in Niederösterreich. In: Friedrich Berg, Hermann Maurer: IDOLE. Kunst und Kult im Waldviertel vor 7000 Jahren. Horn 1998, S. 23–138.
  • Hermann Maurer: Steinzeitlicher Kult. In: Horner Schriften zur Ur- und Frühgeschichte. Band 7/8. Horn 1983, S. 7–46.

Literatur über einzelne Fundplätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Genetische Belege und Anthropologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bandkeramische Kultur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Bandkeramischer Brunnen Altscherbitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kurze Übersicht zur Bandkeramik in Oberfranken. Landschaftsmuseum Obermain Kulmbach
  2. Ernst Probst: Die ersten Bauern in Deutschland, Die Linienbandkeramische Kultur (5500 bis 4900 v. Chr.). Grin-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-656-29030-8.
  3. T. Douglas Price, Joachim Wahl, Corina Knipper, Eva Burger-Heinrich, Gabriele Kurz, R. Alexander Bentley: Das bandkeramische Gräberfeld von Stuttgart-Mühlhausen: Neue Untersuchungsergebnisse zum Migrationsverhalten im frühen Neolithikum.
  4. Hans-Christoph Strien: Besiedlungsgeschichte des Zabergäus 5500 – 5000 v. Chr. Sonderdruck aus: Christhard Schrenk, Peter Wanner (Hrsg.): heilbronnica 5, Beiträge zur Stadt- und Regionalgeschichte Quellen und Forschungen zur Geschichte der Stadt Heilbronn 20. (= Jahrbuch für schwäbisch-fränkische Geschichte. 37). Stadtarchiv Heilbronn, Heilbronn 2013, S. 35–50.
  5. Vergleiche hierzu die Einteilung des Mesolithikum (Mittelsteinzeit) von 9600 bis 5500 v. Chr.; Alt-Neolithikum (Alte Jungsteinzeit) von 5500 bis 5000 v. Chr.; Mittel-Neolithikum (Mittlere Jungsteinzeit) von 5000 bis 4400 v. Chr.; Jung-Neolithikum (Junge Jungsteinzeit) von 4400 bis 3500 v. Chr.; Spät-Neolithikum (Späte Jungsteinzeit) von 3500 bis 2800 v. Chr.; End-Neolithikum (Kupferzeit, Chalkolithikum) von 2800 bis 2200 v. Chr.
  6. Eva Lenneis, Peter Stadler: Zur Absolutchronologie der Linearbandkeramik aufgrund von 14C-Daten. In: Archäologie Österreichs. 6/2, S. 4–13.
  7. Damit lässt sich die bandkeramische Kultur über etwa 1600 Jahre hinweg nachweisen; legt man eine Generation rechnerisch mit 25 Jahren zugrunde, waren es insgesamt 64 Generationen von Bandkeramikern.
  8. Verbreitungskarte der älteren und jüngeren LBK. praehistorische-archaeologie.de
  9. siehe auch Pișcolt-Kultur
  10. Э. Банффи: Начало оседлово образа жизни в западной части Каррпатского бассейна и ролъ первых земледелъцев Заднавья в европейзкoм Неолите. In: Stratum plus. 2, 2014, S. 115–182.
  11. Juraj Pavúk: Problem der Genese der Kultur mit Linearkeramik im Lichte ihrer Beziehungen zur Starčevo-Criş-Kultur. In: J. Kozlowski, J. Machnik (Hrsg.): Problemes de la neolithisation dans certain régions de l'Europe. Ossolineum, Kraków 1980, S. 163–174.
  12. Eszter Bánffy, Krisztián Oross: Entwicklung und Dynamik der Linearbandkeramik in Transdanubien. In: Claus Dobiat, Peter Ettelund Friederike Fless (Hrsg.): Krisen – Kulturwandel – Kontinuitäten. Zum Ende der Bandkeramik in Mitteleuropa. Beiträge der Internationalen Tagung in Herxheim bei Landau (Pfalz)vom 14.–17. 06. 2007. Marie Leidorf, Rahden/Westf. 2009, ISBN 978-3-89646-440-8, S. 219–240.
  13. B. Bramanti, M. G. Thomas, W. Haak, M. Unterlaender, P. Jores, K. Tambets, I. Antanaitis-Jacobs, Miriam N. Haidle, R. Jankauskas, C. J. Kind, Friedrich Lüth, Thomas Terberger, S. Matsumura, P. Forster, Joachim Burger: Genetic Discontinuity Between Local Hunter-Gatherers and Central Europe’s First Farmers. In: Science. 326, 2009, S. 137–140.
  14. J. Burger, M. Kirchner, B. Bramanti, W. Haak, M. G. Thomas: Absence of the lactasepersistence-associated allele in early Neolithic Europeans. In: Proc. Nat. Acad. Sci. USA. 104, 2007, S. 3736–3741.
  15. Iain Mathieson, Iosif Lazaridis, Nadin Rohland, Swapan Mallick, Nick Patterson, Songül Alpaslan Roodenberg, Eadaoin Harney, Kristin Stewardson, Daniel Fernandes, Mario Novak, Kendra Sirak, Cristina Gamba, Eppie R. Jones, Bastien Llamas, Stanislav Dryomov, Joseph Pickrell, Juan Luís Arsuaga, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Fokke Gerritsen, Aleksandr Khokhlov, Pavel Kuznetsov, Marina Lozano, Harald Meller, Oleg Mochalov u. a.: Genome-wide patterns of selection in 230 ancient Eurasians. In: Nature. 528, 2015, S. 499, doi:10.1038/nature16152.
  16. Nandor Kalicz: Die älteste Transdanubische (Mitteleuropäische) Linienbandkeramik. Aspekte zu Ursprung, Chronologie und Beziehungen. In: Acta Arch. Hungaricae. Band 47, 1995, S. 23–59.
  17. Silvane Scharl: Die Neolithisierung Europas – Ausgewählte Modelle und Hypothesen. (= Würzburger Arbeiten zur Prähistorischen Archäologie. 2). Marie Leidorf, Rahden/ Westf 2004, ISBN 3-89646-072-2.
  18. Eszter Bánffy: The 6th Millennium BC boundary in western Transdanubia and its role in the Central European Neolithic transition. (= Varia Archaeologica Hungarica. XV). Budapest 2004.
  19. B. Bramanti u. a.: Genetic Discontinuity Between Local Hunter-Gatherers and Central Europe’s First Farmers. In: Science. Band 326, Nr. 5949, 2006, S. 137–140, doi:10.1126/science.1176869
  20. Valeska Becker: Die Linearbandkeramik. Donau-Archäologie. Letzte Änderung Juni 2008.
  21. Andrea Naica-Loebell: Die ersten europäischen Bauern waren Migranten. In: telepolis. 5. September 2009, abgerufen am 5. September 2009.
  22. B. Bramanti u. a.: Genetic Discontinuity Between Local Hunter-Gatherers and Central Europe’s First Farmers. In: Science. 3. September 2009, abgerufen am 5. September 2009. doi:10.1126/science.1176869 ISSN 0036-8075
  23. DNA-Analysen belegen Herkunft der frühen Bauern in Mitteleuropa aus dem Nahen Osten. (Presse-Erklärung Uni Mainz, 9. November 2010)
  24. W. Haak u. a.: Ancient DNA from European Early Neolithic Farmers Reveals Their Near Eastern Affinities. In: PLoS Biology. Band 8, Nr. 11, 2010, S. 1–16 doi:10.1371/journal.pbio.1000536
  25. Claus-Joachim Kind: Komplexe Wildbeuter und frühe Ackerbauern. Bemerkungen zur Ausbreitung der Linearbandkeramik im südlichen Mitteleuropa. In: Bericht der Römisch-Germanischen Kommission. ISSN 0016-8874, Band 76, 1, (1998), S. 1–23.
  26. Silviane Scharl: Die Neolithisierung Europas – Modelle und Hypothesen. In: Archäologische Informationen. 26/2, 2003, S. 243–254.
  27. Detlef Gronenborn: Silexartefakte der ältestbandkeramischen Kultur. (= Universitätsforschungen zur prähistorischen Archäologie. 37). Bonn 1997, ISBN 3-7749-2726-X.
  28. Andreas Tillmann: Kontinuität oder Diskontinuität? Zur Frage einer bandkeramischen Landnahme im südlichen Mitteleuropa. In: Archäologische Informationen. Band 16 (1993), S. 157–187.
  29. Sylviane Scharl u. a.: Ten years after – Gedanken zu den Neolithisierungsprozessen in Europa. In: Archäologische Informationen. Band 26, Nr. 2, 2003, S. 243–369.
  30. Clemens Lichter: „Tempel“ in der Jungsteinzeit und Kupferzeit Südosteuropas? In: Panta Rhei. (= Studia archaeologica et mediaevalia. Band 11). Comenius-Universität, Bratislava 2010, ISBN 978-80-223-2979-8, S. 581–591.
  31. Almut Bick: Die Steinzeit. Theiss WissenKompakt, Stuttgart 2006, ISBN 3-8062-1996-6.
  32. Dieter Anhuf, Achim Bräuning, Burkhard Frenzel, Max Stumböck: Die Vegetationsentwicklung seit dem Höhepunkt der letzten Eiszeit. Nationalatlas Bundesrepublik Deutschland – Klima, Pflanzen- und Tierwelt, S. 88–91.
  33. Die Klimastufe entspricht den Pollenzonen VI und VII.
  34. Hermann Flohn: Das Problem der Klimaänderungen in Vergangenheit und Zukunft. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1997, ISBN 3-534-80017-6.
  35. Martin Bell, Michael J. C. Walker: Late Quaternary environmental change: physical and human perspectives. Harlow, Essex 1992, ISBN 0-470-21847-9.
  36. Die Graphik zeigt mögliche Zusammenhänge zwischen dem Anstieg der Sommertemperaturen nach der letzten Eiszeit, dem Anstieg des Meeresspiegels, der Ausbreitung von Kiefer und Buche sowie des Aufkommens von Ackerbau in Mitteleuropa. Aus: Hansjörg Küster: Waldentwicklung in Süddeutschland. In: Bayerische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Entwicklung der Umwelt seit der letzten Eiszeit. (= Rundgespräche der Kommission für Ökologie 18). Verlag Dr. Friedrich Pfeil, München 2000, S. 91–102.
  37. Die weitere Entwicklung der bandkeramischen Kultur und deren Ende. (Memento vom 14. Juli 2014 im Internet Archive) Universität Mainz
  38. Andrew S. Goudie: Environmental change. Clarendon Press, Oxford 1977.
  39. Peter Rasmussen, Mikkel Ulfeldt Hede, Nanna Noe-Nygaard, Annemarie L. Clarke, Rolf D.Vinebrooke: Environmental response to the cold climate event 8200 years ago as recorded at Højby Sø, Denmark. (PDF) In: Geological Survey of Denmark and Greenland Bulletin. 15, 2008, S. 57–60.
  40. Peter Rasmussen, Mikkel Ulfeldt Hede, Nanna Noe-Nygaard, Annemarie L. Clarke, Rolf D. Vinebrooke: Environmental response to the cold climate event 8200 years ago as recorded at Højby Sø, Denmark. In: Geological Survey of Denmark and Greenland Bulletin. 15, 2008, S. 57–60.
  41. Thomas Frank, Andreas Zimmermann: Landschaftsarchäologie des Neolithikums im rheinischen Braunkohlenrevier.
  42. E.-D. Schulze, D. Hessenmöller, C. Seele, J. Wäldchen, N. von Lüpcke: Eine Kultur- und Wirtschaftsgeschichte. Die Buche. In: Biol. Unserer Zeit. 3, 40, 2010, S. 171–183.
  43. Detlef Gronenborn: Climate, Crises, and the »Neolithisation« of Central Europe between IRD-events 6 and 4. In: Die Neolithisierung Mitteleuropas. The Spread of the Neolithic to Central Europe. Sonderdruck, Verlag des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz, Mainz 2010, ISBN 978-3-88467-159-7, S. 61–81.
  44. Thomas Miedaner: Kulturpflanzen. Springer-Verlag, Berlin/ Heidelberg 2014, ISBN 978-3-642-55293-9, S. 20 f.
  45. Relikische Böden sind im Holozän entstanden; sie könnten sich aber unter den heutigen, rezenten Umweltbedingungen nicht mehr entwickeln; im Gegensatz zu ihnen stehen die im Präholozän entstandenen Reliktböden.
  46. Angela M. Kreuz: Die ersten Bauern Mitteleuropas – Eine archäobotanische Untersuchung zu Umwelt und Landwirtschaft in der ältesten Bandkeramik. (= Analecta Praehistorica Leidensia. 23). Leiden 1990, S. 157.
  47. Grafik über die Ausbreitung der neolithischen Wirtschaftsweise (8.500 bis 3.900 v. Chr.)
  48. H. T. Waterbolk: Food Production in Prehistoric Europe. The spread of farming from the Aegean to the North Sea between 8000 and 3000 B.C. is discussed. In: Science. Vol. 162, 6. Dezember 1968, S. 1093–1102.
  49. E. Gehrt, M. Geschwinde, M.W.I. Schmidt: Neolithikum, Feuer und Tschernosem – oder: Was haben die Linienbandkeramiker mit der Schwarzerde zu tun? In: Archäologisches Korrespondenzblatt. 32, 2002, S. 21–30.
  50. Albrecht Jockenhövel: Die Jungsteinzeit. In: Fritz-Rudolf Herrmann, Albrecht Jockenhövel (Hrsg.): Die Vorgeschichte Hessens. Konrad Theiss, Stuttgart 1990, ISBN 3-8062-0458-6, S. 121–194.
  51. Detlef Gronenborn: Das Ende von IRD 5b: Abrupte Klimafluktuationen um 5100 den BC und der Übergang vom Alt- zum Mittelneolithikum im westlichen Mitteleuropa. In: Regina Smolnik (Hrsg.): Siedlungsstruktur und Kulturwandel in der Bandkeramik: Beiträge der internationalen Tagung „Neue Fragen zur Bandkeramik oder alles beim Alten?“ Leipzig, 23. bis 24.  September 2010, Arbeits- und Forschungsberichte zur Sächsischen Bodendenkmalpflege Beih. 25, Dresden 2012, S. 241–250.
  52. Alexander Minnich: Untersuchungen zur Topographie Linearbandkeramischer Großbauten. Masterarbeit. Universität Wien, Wien 2014, S. 12 f.
  53. Johannes Müller: Frühe Bauern und Teilsiedlungen in Südosteuropa. Netzwerke, Bevölkerungsdichten und Siedlungssysteme. In: Detlef Gronenborn, Thomas Terberger (Hrsg.): Vom Jäger und Sammler zum Bauern. 1. Auflage. Konrad Theiss, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-8062-2189-3, S. 15–24.
  54. Ulrich Willerding: Zur Waldnutzung vom Neolithikum bis in die Neuzeit. In: Alt-Thüringen. Band 30, 1996, S. 21 f.
  55. Róbert Kertész: Mesolithic Hunter-Gatherers in the Northwestern Part of the Great Hungarian Plain. In: Praehistoria. Band 3, 2002.
  56. Wildpferde waren damals noch nicht als Folge der Bejagung durch zumeist mesolithischen Bevölkerungsgruppen ausgestorben und auch nicht nur auf die Steppen Osteuropas beschränkt.
  57. Graeme Barker: Prehistoric Farming in Europe. (= New Studies in Archaeology). Cambridge University Press, Cambridge 1985, ISBN 0-521-22810-7.
  58. Marianne Kohler-Schneider, Anita Caneppele, Daniela Gehofer: Archäobotanische Analyse des Kultur- und Wildpflanzenspektrums der linearbandkeramischen Siedlung Mold, Niederösterreich. In: Verh. Zool.-Bot. Ges. Österreich. 145, 2008, S. 113–137.
  59. Jürgen Franssen: Vom Jäger zum Bauern Wirtschaftsformen im neolithischen Anatolien.
  60. K.-H. Knörzer: Urgeschichtliche Unkräuter im Rheinland. Ein Beitrag zur Entstehungsgeschichte der Segetalgesellschaften. Vegetatio 23, (1971), 89–111.
  61. Linswicke, Ervilie Vicia ervilia (L.) Willd. = Ervum ervilia L., = E. plicatum Moench, = Ervilia sativa Link. Universität Giessen
  62. Manfred Rösch: Vorgeschichtliche Pflanzenreste vom Viesenhäuser Hof, Stadtteil Mühlhausen, Stuttgart. S. 12–26.
  63. Thomas Miedaner: Kulturpflanzen. Springer-Verlag, Berlin/ Heidelberg 2014, ISBN 978-3-642-55293-9, S. 20 f.
  64. U. Piening: Pflanzenreste aus der bandkeramischen Siedlung von Bietigheim-Bissingen, Kreis Ludwigsburg. (= Fundberichte Baden-Württemberg. 14). 1989, S. 119ff.
  65. Elisabeth Hamel: Das Werden der Völker in Europa. Tenea, Bristol / Berlin 2007, ISBN 978-3-86504-126-5, S. 77.
  66. Udelgard Körber-Grohne: Nutzpflanzen in Deutschland. Kulturgeschichte und Biologie. Theiss, Stuttgart 1994, ISBN 3-8062-0481-0.
  67. C. C. Bakels: Der Mohn, die Linearbandkeramik und das Mittelmeergebiet. In: Arch. Korrbl. 12, 1982, S. 11–13.
  68. Ulrich Willerding: Zum Ackerbau der Bandkeramiker. In: T. Krüger, H.-G. Stephan (Hrsg.): Beiträge zur Archäologie Nordwestdeutschlands und Mitteleuropas. Klaus Raddatz zum 65. Geburtstag. (= Materialhefte zur Ur- und Frühgeschichte Niedersachsens. 16). Hildesheim 1980, S. 421–456.
  69. H.-P. Stika: Die paläoethnobotanische Untersuchung der linearbandkeramischen Siedlung Hilzingen, Kreis Konstanz. In: Fundberichte Baden-Württemberg. 16, 1991, S. 63ff.
  70. Jan Graefe: Bandkeramische und späthallstattzeitliche Mahlsteine aus der Siedlung Rosdorf „Mühlengrund“, Ldkr. Göttingen. In: F. Verse, B. Knoche, J. Graefe, M. Hohlbein, K. Schierhold, C. Siemann, M. Uckelmann, G. Woltermann (Hrsg.): Durch die Zeiten… Festschrift für Albrecht Jockenhövel zum 65. Geburtstag. (= Internationale Archäologie – Studia honoraria. 28). Rahden/Westfalen 2008, S. 15–28.
  71. Bandkeramische Landnahme und Lössgebiete. Steppenheidetheorie In: Lexikon der Geographie. Zeichnung aus „Spektrum“ Akademischer Verlag, Heidelberg 2001.
  72. P. Hanelt: The actual flora of cultivated plants: The result of autochthonous developments and introductions. In: Monograf. Jar. Bot. Córdoba. 5, 1997, S. 59–69.
  73. Eduard Hahn: Von der Hacke zum Pflug. Quelle & Meyer, Leipzig 1914.
  74. Edward Sangmeister: Zum Charakter der bandkeramischen Siedlung. Sonderdrucke aus der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg In: Deutsches Archäologisches Institut Berlin, West / Römisch-Germanische Kommission: Bericht der Römisch-Germanischen Kommission. 33. 1943–1950 (1951), S. 105.
  75. Manfred Rösch: Botanische Untersuchungen in der bandkeramischen Siedlung. In: Römisch-Germanische Kommission: Bericht der Römisch-Germanischen Kommission. 79, Mainz am Rhein 1998, S. 64–73.
  76. Sommerfeldbau ist die Bezeichnung für eine jahreszeitlich gebundenen Feldbauweise der gemäßigten Zonen
  77. Dieter Kaufmann: Zur Funktion linienbandkeramischer Erdwerke. In: Karl Schmotz (Hrsg.): Vorträge des 15. Niederbayerischen Archäologentages. Marie Leidorf Verlag, Deggendorf 1997, S. 41–87.
  78. A. Bentley, R. Krause, T. D. Price, B. Kaufmann: Human mobility at the early Neolithic settlement of Vaihingen, Germany: evidence from strontium isotope analysis. In: Archaeometry. 45, 2003, S. 471–486.
  79. Henriette Kroll: Hundeleben im Neolithikum. In: Von Peißen nach Wiederitzsch. Archäologie an einer Erdgas-Trasse. MITGAS, Gröbers 2004, S. 75–77.
  80. Dirk Raetzel-Fabian: Die ersten Bauernkulturen. Vor- und Frühgeschichte im Hessischen Landesmuseum Kassel, H. 2, 2000.
  81. Astrid Masson, Eva Rosenstock: Das Rind in Vorgeschichte und traditioneller Landwirtschaft: archäologische und technologisch-ergologische Aspekte. In: Mitteilungen der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte. Band 32, 2011 S. 81–106.
  82. H. Falkenberg, H. Hammer: Zur Geschichte und Kultur der Schweinezucht und -haltung, 1. Mitteilung: Zur Domestikation und Verbreitung der Hausschweine in der Welt. In: Züchtungskunde. Eugen Ulmer, Stuttgart, 78, (1), 2006, S. 55–68, ISSN 0044-5401. (PDF; 2,6 MB)
  83. Hans-Jürgen Oöhle: Oie neolithischen Rinderskelette von Zauschwitz, Kr. Horna, aus archäozoologischer Sicht. In: Beiträge zur Archäozoologie VII Zu Ehren von Hans-Joachim Barthel zum 65. Geburtstag und Manfred Teichert zum 60. Geburtstag. (= Weimarer Monographien zur Ur- und Frühgeschichte). Herausgegeben vom Museum für Ur· und Frühgeschichte Thüringens durch Rudolf Feustel. Weimar 1988, S. 28–36, ISSN 0232-265X
  84. C. Ottoni, L. Girdland Flink u. a.: Pig Domestication and Human-Mediated Dispersal in Western Eurasia Revealed through Ancient DNA and Geometric Morphometrics. In: Molecular Biology and Evolution. 30, 2013, S. 824, doi:10.1093/molbev/mss261. PMC 3603306 (freier Volltext)
  85. G. Larson, U. Albarella u. a.: Ancient DNA, pig domestication, and the spread of the Neolithic into Europe. In: Proceedings of the National Academy of Sciences. 104, 2007, S. 15276, doi:10.1073/pnas.0703411104.
  86. Verbreitungskarte der europäischen und nahöstlichen Schweine-Haplotypen über die letzten 13.000 Jahre. Aus: Greger Larson, Umberto Albarella, Keith Dobney u. a.: Ancient DNA, pig domestication, and the spread of the Neolithic into Europe.
  87. Ruth Bollongino, Joachim Burger, Kurt W. Alt: Import oder sekundäre Domestikation? Der Ursprung der europäischen Hausrinder im Spiegel molekulargenetischer Analysen an neolithischen Knochenfunden. In: Beitr. z. Archäozool. u. Prähist. Anthrop. IV, 2003, S. 211–217.
  88. Ben Krause-Kyora, Jochen Reinhard: Einheimische Schweine und Rinder aus dem Morgenland- Genetische Untersuchungen zur Abstammungsgeschichte der frühjungsteinzeitlichen Haustiere am Beispiel Göttingen-Grone. In: Archäologie in Niedersachsen. 13, 2010, S. 32–35.
  89. Greger Larson, Dorian Q. Fuller: The Evolution of Animal Domestication. In: Annu. Rev. Ecol. Evol. Syst. 45, 2014, S. 115–136.
  90. Ruth Bollongino, Joachim Burger, Wolfgang Haak: DNA-Untersuchungen bei Menschen und Rindern. In: Archäologie in Deutschland. Heft 3, 2006.
  91. Corina Knipper: Die räumliche Organisation der linearbandkeramischen Rinderhaltung: naturwissenschaftliche und archäologische Untersuchungen. Dissertationsschrift. Universität Tübingen, 2009.
  92. Amelie Scheu, Adam Powell, Ruth Bollongino, Jean-Denis Vigne, Anne Tresset, Canan Çakırlar, Norbert Benecke,Joachim Burger: The genetic prehistory of domesticated cattle from their origin to the spread across Europe. BMC Genetics (2015) 16:54, doi:10.1186/s12863-015-0203-2
  93. Manfred Schmitzberger: Haus- und Jagdtiere im Neolithikum des österreichischen Donauraumes. Dissertationsschrift. Universität Wien, Wien 2009, S. 97.
  94. H.-H. Müller: Die Haustiere der mitteldeutschen Bandkeramiker. (= Deutsche Akademie der Wissenschaften Berlin. Schr. Vor- u. Frühgesch. 17). Berlin 1964.
  95. Manfred Schmitzberger: Archäozoologische Untersuchungen an den Tierknochen aus den Rettungsgrabungen des Niederösterreichischen Landesmuseums in Michelstetten 1994–1999. In: Ann. Naturhist. Mus. Wien. 110 A 221–312 Wien, Jänner 2009, S. 230.
  96. Jan Dönges: Schon vor 7000 Jahren aßen Menschen Käse. ARCHÄOLOGISCHER FUND, Spektrum,12. Dezember 2012.
  97. Jens Lüning: Einiges passt, anderes nicht: Archäologischer Wissensstand und Ergebnisse der DNA-Anthropologie zum Frühneolithikum. (Memento vom 7. November 2014 im Internet Archive) Archäologische Informationen, Early View DGUF-Tagung Erlangen 2013, S. 1–10.
  98. M. Salque, P. I. Bogucki, J. Pycel, I. SobkowiakTabaka, R. Grygiel, M. Szmyt, Evershed, R. P.: Earliest Evidence for Cheese Making in the Sixth Millenium BC in Northern Europe. In: Nature. 493, 2013, S. 522–525.
  99. Joachim Burger, Barbara Bramanti: Laktasepersistenz. Universität Mainz, Arbeitsgruppe Paleogenetik
  100. Y. Itan u. a.: The Origins of Lactase Persistence in Europe. In: PLoS Comput Biol. Band 5, Nr. 8, 2009 doi:10.1371/journal.pcbi.1000491
  101. Fähigkeit Milch zu verdauen begann vor 7.500 Jahren …
  102. Pascale Gerbault, Anke Liebert, Yuval Itan, Adam Powell: Evolution of lactase persistence: an example of human niche construction. In: Phil. Trans. R. Soc. B. 366, 2011, S. 863–877 doi:10.1098/rstb.2010.0268.
  103. Jörg Petrasch: Demografischer Wandel während der Neolithisierung in Mitteleuropa. In: Detlef Gronenborn, Jörg Petrasch (Hrsg.): Die Neolithisierung Mitteleuropas. Internationale Tagung, Mainz 24. bis 26. Juni 2005, Band 4, Verlag des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Mainz 2010, ISBN 978-3-88467-159-7.
  104. Grube 2014, 33f.
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  106. Ingo Bading: Die weltgeschichtliche Bedeutung der bandkeramischen Kultur. Studium generale. „Research Blogging“ – Evolution / Evolutionäre Anthropologie / Geschichte und Gesellschaft. 22. Januar 2009.
  107. Linearbandkeramik – Langhaus (Rekonstruktionsversuch). www.archaeoflug.de
  108. Detlef Gronenborn: A Variation on a Basic Theme: The Transition to Farming in Southern Central Europe. Journal of World Prehistory (1999) 13(2): 123-210.
  109. J. Gerken; J. Lüning: Es schmückte sich wer konnte und durfte. Schmuckobjekte der Bandkeramiker. In: J. Lüning (Hrsg.): Die Bandkeramiker. Erste Steinzeitbauern in Deutschland. Bilder einer Ausstellung beim Hessentag in Hepppenheim/Bergstrasse im Juni 2004 Marie Leidorf, Rahden/Westf. 2005, S. 261–268.
  110. Detlef Gronenborn: Faszination-Jungsteinzeit. RGMZ, Mainz 2007, ISBN 978-3-88467-111-5, S. 4.
  111. Rekonstruktion eines Hauses der Linienbandkeramik nach einem Grundriss von Straubing-Lerchenhaid. Aus Landschaftsmuseum.de
  112. Bettina Birkenhagen: Studien zum Siedlungswesen der westlichen Linearbandkeramik. Saarbrücker Beiträge zur Altertumskunde 75 (Bonn 2003), S. 144 f.
  113. Johanna Ritter: B3a km 19 – Ein linienbandkeramischer Fundplatz bei Friedberg, Wetteraukreis. Magisterarbeit Universität Mainz, 2013 online
  114. Karl Brandt: Die Ausgrabungen in Bochum-Hiltrop. Stadt Bochum, 5. Heimatbuch 1951.
  115. Joachim Pechtl: Beiträge zu bandkeramischen Grubenöfen – nicht nur aus Stephansposching, Lkr. Deggendorf. In: Karl Schmotz (Hrsg.): Vorträge des 26. Niederbayerischen Archäologentages. Marie Leidorf, Rahden, Westfalen 2008, ISSN 1438-2040, S. 35–92.
  116. Jens Lüning, Daniela Euler: Die Grubenöfen in der bandkeramischen Siedlung Altdorf-Aich, Ldkr. Landshut/Isar, Niederbayern. In: Jens Lüning (Hrsg.): Untersuchungen zu den bandkeramischen Siedlungen Bruchenbrücken, Stadt Friedberg (Hessen) und Altdorf-Aich, Ldkr. Landshut (Bayern). Rudolf Habelt, Bonn 2011, ISBN 978-3-7749-3713-0, S. 209–234.
  117. Ulrich Boelicke: Gruben und Häuser: Untersuchungen zur Struktur bandkeramischer Hofplätze. In: Juraj Pavúk, Bohuslav Chropovský (Hrsg.): Siedlungen der Kultur mit Linearkeramik in Europa. Internationales Kolloquium Nové Vozokany, 17.–20. November 1981 (Nitra 1982) 17–28.
  118. Rüdiger Schlosske: Sachsens erste Bauern – der Hausbau. Über die Langhäuser der Linien- und Stichbandkeramik – Zimmermannskunst in der Jungsteinzeit. Archäologie in Sachsen. Reproduktion einer Innenansicht eines bandkeramischen Hauses.
  119. P. J. R. Modderman: The Linear Pottery Culture – Diversity in Uniformity. In: Berichten van de Rijksdienst voor her Oudheidkundig Bodemonderzoek. Den Haag 38, 1988.
  120. Eva Lenneis: Die Einrichtung des rekonstruierten bandkeramischen Großbaus von Schwechat im Freilichtmuseum von Asparn an der Zaya. Die Realisierung einer Hypothese. S. 166–183.
  121. Wolfgang Lobisser: Zum Nachbau eines linearbandkeramischen Brunnenkastens mit Werkzeugen aus Holz, Stein und Knochen. Experimentelle Archäologie in Deutschland. Bilanz 1997. In: Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland. 1999, S. 27–41.
  122. W. Tegel, R. Elburg, D. Hakelberg, H. Stäuble, U. Büntgen: Early Neolithic Water Wells Reveal the World’s Oldest Wood Architecture. In: PLoS ONE. 7(12), 2012, S. e51374. doi:10.1371/journal.pone.0051374
  123. Edward Sangmeister: Zum Charakter der bandkeramischen Siedlung. Sonderdrucke aus der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. In: Deutsches Archäologisches Institut, Berlin, West, Römisch-Germanische Kommission: Bericht der Römisch-Germanischen Kommission. 33.1943-50, 1951, S. 89–109.
  124. Werner Buttler, Waldemar Haberey: Die bandkeramische Ansiedlung bei Köln-Lindenthal. Walter de Gruyter, Berlin 1936.
  125. Eric Biermann: Bandkeramische Langhäuser: Die ersten Großbauten Mitteleuropas. Überlegungen zu Bewohnerzahl und Nutzung. In: Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas. 56, 2009, S. 37.
  126. Daniela Hofmann: Soziale Beziehungen und Verwandtschaft in der Bandkeramik. Struktur der Flexibilität? In: Erich Claßen, Thomas Doppler, Britta Ramminger (Hrsg.): Familie – Verwandtschaft −Sozialstrukturen: Sozialarchäologische Forschungen zu neolithischen Befunden. (= Berichte der AG Neolithikum. Band 1). Welt und Erde Verlag, Kerpen-Loogh (Eifel) 2010, ISBN 978-3-938078-07-5, S. 31–42.
  127. Sarunas Milisaukas: Archeological Investigations on the Linear Culture Village of Olszanica. Akademii Nauk, Wrocław 1976.
  128. Sara Schiesberg: Von Häusern und Menschen. Das Beispiel Bandkeramik. In: Erich Claßen, Thomas Doppler, Britta Ramminger (Hrsg.): Familie – Verwandtschaft −Sozialstrukturen: Sozialarchäologische Forschungen zu neolithischen Befunden. (= Berichte der AG Neolithikum. Band 1). Welt und Erde Verlag, Kerpen-Loogh (Eifel) 2010, ISBN 978-3-938078-07-5, S. 53–69.
  129. Erich Claßen: Settlement history, land use and social networks of early Neolithic communities in western Germany. In: Daniela Hofmann, Penny Bickle (Hrsg.): Creating Communities. New Advances in Central European Neolithic Research. Oxbow Books, Oxford/ Oakville 2009, ISBN 978-1-84217-353-4, S. 95–110.
  130. a b T. Kerig: Von Gräben und Stämmen: Zur Interpretation bandkeramischer Erdwerke. Abgerufen am 27. Dezember 2016.
  131. Die bandkeramische Grubenanlage von Herxheim (Südpfalz) – ein überörtlicher Ritualort und sein Umfeld. Abgerufen am 27. Dezember 2016.
  132. Michael Meyer, Dirk Raetzel-Fabian: Neolithische Grabenwerke in Mitteleuropa. Ein Überblick. 15. Dezember 2006, S. 1–54.
  133. Dieter Kaufmann: Zur Funktion linienbandkeramischer Erdwerke. In: Karl Schmotz (Hrsg.): Vorträge des 15. Niederbayerischen Archäologentages. Deggendorf 1997, S. 41–87.
  134. Mobility, specialisation and community diversity in the Linearbandkeramik: isotopic evidence from the skeletons. Abgerufen am 27. Dezember 2016.
  135. Une nouvelle maison du Rubané récent sur le « Site central » de Rosheim « Rittergass » / « Sainte-Odile » (Bas-Rhin). Abgerufen am 27. Dezember 2016 (französisch).
  136. Harald Meller: Im Schweiße seines Angesichts macht er sich die Erde untertan – Neolithisierung und Neolithikum in Mitteleuropa. In: 3300 BC. mysteriöse Steinzeittote und ihre Welt. Sonderausstellung vom 14. November 2013 bis 18. Mai 2014 im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle, Nünnerich-Asmus Verlag & Media, Mainz am Rhein 2013, ISBN 978-3-943904-33-8, S. 24–29.
  137. Eric Biermann: Überlegungen zur Bevölkerungsgröße in Siedlungen der Bandkeramik. Köln/ Düren 2001, S. 1–11.
  138. Marvin Harris: Kulturanthropologie: Ein Lehrbuch. Campus, Frankfurt am Main/ New York 1989, ISBN 3-593-33976-5, S. 87–88.
  139. Doris Freudig (Red.): Lexikon der Biologie. 14. Band, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2006, ISBN 3-8274-1736-8.
  140. Pieter van de Velde: Bandkeramik social inequality - a case study. Germania (1990) 68 (1):19-38 [1]
  141. Penny Bickle, Alasdair Whittle: The First Farmers of Central Europe: Diversity in LBK Lifeways. Cardiff Studies in Archaeology, Oxbow Books, Barnsley (UK) 2013, ISBN 1-8421-7912-8
  142. H. Meller, F. Knoll, J. Filipp: Rot – vom Leben bis zum Tod. Prähistorische Rötel- und Hämatitfunde aus Mitteldeutschland. In: Rot – Die Archäologie bekennt Farbe. 5. Mitteldeutscher Archäologentag 4. – 6. Oktober 2012 in Halle (Saale). 2013, S. 145–183.
  143. Gert Coldenberg, Heiko Steuer: Montanarchäologische Forschungen im Südschwarzwald. Institut für Ur- und Frühgeschichte der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, S. 197–205.
  144. mögliche Austauschsysteme
  145. Archäoinformatik; siehe Peter Stadler: Was ist „Spatial Analysis“ in der Archäologie? Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien (MAGW), Band 115, 1985, S. 163-168online
  146. Inna Mateiciucová: Mesolithische Traditionen und der Ursprung der Linearbandkeramik. In: Archäologische Informationen. 26/2, 2003, S. 299–320.
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  148. Wulf Hein, Rengert Elburg, Peter Walter, Werner Scharff †: Dechseleinsatz in der „Saugrube“ – Experimente zur Fäll- und Holzbearbeitungstechnik in der Bandkeramik. Das Archäologische Jahr in Bayern 2011. (2012), S. 182–185. online
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  201. T. Douglas Price, Joachim Wahl, Corina Knipper, Eva Burger-Heinrich, Gabriele Kurz, R. Alexander Bentley: Das bandkeramische Gräberfeld von Stuttgart-Mühlhausen: Neue Untersuchungsergebnisse zum Migrationsverhalten im frühen Neolithikum.
  202. Ulrike Zischka u. a. (Hrsg.): Die anständige Lust. Von Esskultur und Tafelsitten. München 1994, S. 37.
  203. Gerhard Bott: Zur sozialen Organisation der Boviden-Züchter. In: Die Erfindung der Götter. Essays zu politischen Theologie. Books on Demand, 2013, ISBN 978-3-8370-3272-7, Textauszug Abschnitt Die Bandkeramiker. S. 35. (Digitalisat)
  204. Svend Hansen: Bilder vom Menschen der Steinzeit. Untersuchungen zur anthropomorphen Plastik der Jungsteinzeit und Kupferzeit in Südosteuropa. I. Text. (= Archäologie in Eurasien. Band 20). Mainz 2007, S. 322–331.
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  213. Kartographische Abbildung des LBK Siedlungsraums in Mitteleuropa.
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  219. Jens Lüning: Erneute Gedanken zur Benennung der neolithischen Perioden. In: Germania. Band 74, 1996, S. 233 ff.
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    (Man entnahm bei mehr als fünfzig menschlichen Skeletten aus verschiedenen Fundorten der Bandkeramiker in Deutschland, Österreich sowie Ungarn das Probenmaterial. Die Fundorte der Skelette waren mit Siedlungen der Bandkeramiker verknüpft, so etwa Asparn-Schletz, Eilsleben, Flomborn, Halberstadt und Schwetzingen. Das zur Bestimmung vorgesehene Probenmaterial wurde standardgerecht aus den Knochen und der Zahnpulpa entnommen. Bei fast 50 % des Probenmaterials waren die DNA-Proben der Individuen in einem für die weiteren Untersuchungen guten Zustand. Man analysierte die mitochondriale DNA, welche ausschließlich über die mütterliche Vermehrungslinie weitergegeben werden kann. In dieser Untersuchung fand man, dass sich von dem gefundenen N1a-DNA-Zweig der Bandkeramiker nur sehr wenig ähnliche Muster mit der Vergleichs-DNA in den rezenten Europäer widerspiegelte. Weitere Untersuchungen müssen diesen Sachverhalt überprüfen. Es wurde die Mitochondrial-DNA (mtDNA) untersucht, die intakt nur von der Mutter auf das Kind vererbt (Vermehrungslinie) wird. Jeder Mensch – gleichgültig, ob Mann oder Frau – erbt seine mtDNA von seiner Mutter.)
  237. DNA Study Reveals Genetic History of Europe. Abbildung aus sci-news.com vom 24. April 2013.
  238. Die Grafik zeigt das Netzwerk von 39 prähistorischen mitochondrialen Genomen aufgeteilt in zwei Gruppen: Frühes Neolithikum (Early Neolithic), links und mittleres Neolithikum (Mid-to-Late Neolithic), rechts. Die farbigen Knotenpunkte repräsentieren die einzelnen (abgekürzten) Kulturen, z. B. Bandkeramiker (LBK – Linear Pottery Culture), Paul Brotherton u. a.: Neolithic mitochondrial haplogroup H genomes and the genetic origins of Europeans. Nature Communications 4, article number: 1764; (2013), doi:10.1038/ncomms2656, PMC 3978205 (freier Volltext)
  239. Jens Lüning: Einiges passt, anderes nicht: Archäologischer Wissensstand und Ergebnisse der DNA-Anthropologie zum Frühneolithikum. (Memento vom 7. November 2014 im Internet Archive) Archäologische Informationen, Early View DGUF-Tagung Erlangen 2013, S. 1–10.
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  258. Wolfgang Haak, Oleg Balanovsky, Juan J. Sanchez, Sergey Koshel u. a.: Ancient DNA from European Early Neolithic Farmers Reveals Their Near Eastern Affinities. In: PLoS Biol. 8(11), 2010, S. e1000536. doi:10.1371/journal.pbio.1000536
  259. Guido Brandt u. a.: Ancient DNA Reveals Key Stages in the Formation of Central European Mitochondrial Genetic Diversity. In: Science. vol. 342, no. 6155, 2013, S. 257–261.
  260. Jens Lüning: Grundlagen sesshaften Lebens. In: U. von Freeden, S. von Schnurbein (Hrsg.): Spuren der Jahrtausende. Archäologie und Geschichte in Deutschland. 2., korrigierte Auflage. Stuttgart 2003.
  261. Johannes Fried (Hrsg.): Wissenskulturen: Beiträge zu einem forschungsstrategischen Konzept (Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel). Band 1, Oldenbourg Akademieverlag, Berlin 2003, ISBN 3-05-003777-6, S. 21 f.
  262. Remco Bouckaert, Philippe Lemey, Michael Dunn, Simon J. Greenhill, Alexander V. Alekseyenko, Alexei J. Drummond, Russell D. Gray, Marc A. Suchard, Quentin D. Atkinson: Mapping the Origins and Expansion of the Indo-European Language Family. In: Science. 337, 2012, S. 957–960, doi:10.1126/science.1219669, PMC 4112997 (freier Volltext).
  263. Die Kultur der Linearbandkeramik brachte 5700 v. Chr. den Ackerbau vom Balkan entlang der Donau nach Mitteleuropa; bereits zuvor brachte die Cardial- oder Impressokultur im 7. Jahrtausend v. Chr. den Ackerbau entlang der italienischen Mittelmeerküste nach Südfrankreich, und von dort ins übrige Frankreich und nach Spanien.
  264. Ivo Hajnal: Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft, Archäologie, Archäogenetik und Glottochronologie. Lassen sich diese Disziplinen sinnvoll vereinen? 17. August 2009, S. 265ff.
  265. Harald Haarmann: Auf den Spuren der Indoeuropäer: Von den neolithischen Steppennomaden bis zu den frühen Hochkulturen. C.H. Beck, München 2016, ISBN 978-3-406-68824-9, S. 31–33.
  266. Erwin Cziesla, Thomas Ibeling, Holger Schmitt, Oliver Ungerath: Nur eine Stunde Fußweg – die benachbarte bandkeramische Siedlung „Merzenich-Valdersweg“. In: E. Cziesla, Th. Ibeling (Hrsg.): Autobahn 4. Fundplatz der Extraklasse. Archäologie unter der neuen Bundesautobahn bei Arnoldsweiler. Beier & Beran. Arach. Fachliteratur, Langenweissbach 2014, S. 193–200.
  267. Daniela Fehlmann: Die Knochen-, Zahn- und Geweihartefakte der linearbandkeramischen Siedlung Asparn/Zaya-Schletz (NÖ). Diplomarbeit. Universität Wien 2008.
  268. Pieter J. R. Modderman: Linearbandkeramik aus Elsloo und Stein. (= Analecta Praehistorica Leidensia. 3). Staatsuitgeverij, ’s-Gravenhage 1970.
  269. Isabel Hohle: Die Älteste Linienbandkeramik von Zwenkau-Nord (Lkr. Leipzig). In: Archäologische Informationen. 35, 2012, S. 75–88.
  270. Andrea Zeeb-Lanz (Hrsg.): Gewaltszenarien oder Sinnkrise? Die Grubenanlage von Herxheim und das Ende der Bandkeramik. Beiträge der Internationalen Tagung in Herxheim bei Landau (Pfalz) vom 14.–17. Juni 2007. (= Internationale Archäologie : Arbeitsgemeinschaft, Symposium, Tagung, Kongress. Band 10). Leidorf, Rahden/Westf. 2009, ISBN 978-3-89646-440-8.
  271. Frank D. Davis: Neue bandkeramische Gräber von Mangolding, Ldkr. Regensburg-Süd. S. 323–336.
  272. Ernst Th. Seraphim: Erste Bauern in der Warburger Börde. Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), 2007, S. 96–97.
  273. Phil Burgdorf: Das bandkeramische Erdwerk von Wetzlar-Dalheim „Rittplatz“. Universität Bamberg.