Hausen (bei Aschaffenburg)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hausen
Hausen (bei Aschaffenburg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hausen hervorgehoben

Koordinaten: 49° 52′ N, 9° 13′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Miltenberg
Verwaltungs­gemeinschaft: Kleinwallstadt
Höhe: 203 m ü. NHN
Fläche: 8,06 km2
Einwohner: 1857 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 231 Einwohner je km2
Postleitzahl: 63840
Vorwahl: 06022
Kfz-Kennzeichen: MIL, OBB
Gemeindeschlüssel: 09 6 76 128
Gemeindegliederung: 1 Gemeindeteil
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 64
63840 Hausen
Website: www.hausen-spessart.de
Erster Bürgermeister: Michael Bein[2] (HBB)
Lage der Gemeinde Hausen im Landkreis Miltenberg
AschaffenburgLandkreis AschaffenburgLandkreis Main-SpessartHohe Wart (gemeindefreies Gebiet)Gemeindefreies Gebiet ForstwaldGemeindefreies Gebiet Hohe BergCollenbergDorfprozeltenAltenbuchWörth am MainWeilbach (Bayern)Sulzbach am MainStadtprozeltenSchneeberg (Unterfranken)RüdenauRöllbachObernburg am MainNiedernbergNeunkirchen (Unterfranken)MönchbergMömlingenMiltenbergLeidersbachLaudenbach (Unterfranken)Klingenberg am MainKleinwallstadtKleinheubachKirchzellHausen (bei Aschaffenburg)GroßwallstadtGroßheubachFaulbachEschau (Unterfranken)Erlenbach am MainElsenfeldEichenbühlBürgstadtAmorbachAmorbachHessenBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild
Blick auf Hofstetten und Hausen aus der Luft

Hausen bei Aschaffenburg (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Miltenberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hausen liegt in der Region Bayerischer Untermain. Der topographisch höchste Punkt der Gemeindegemarkung befindet sich mit 405 m ü. NHN am Eichelsberg nördlich von Eichelsbach, der niedrigste liegt am Neuen Graben bei Hofstetten auf 163 m ü. NHN. Durch Hausen führt der Fränkische Marienweg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt nur einen Gemeindeteil und eine Gemarkung.[3] Die früheren Orte Oberhausen und Unterhausen sind heute baulich verwachsen und bilden den Gemeindeteil Hausen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde
Leidersbach
Markt
Kleinwallstadt
Nachbargemeinden Gemeinde
Heimbuchenthal
Markt
Elsenfeld

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Grundwort im Namen Hausen ist eine Pluralform vom mittelhochdeutschen Wort hûs, das Haus bedeutet.[4]

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[4]

  • 1248 Husin
  • 1256 Hausen
  • 1311 Hovsen
  • 1454 Hawsen
  • 1594 Hausen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orte Oberhausen und Unterhausen im Oberen Erzstift Mainz wurden laut Reichsdeputationshauptschluss 1803 ein Teil des neugebildeten Fürstentums Aschaffenburg des Fürstprimas von Dalberg. 1812 bestand die Mairie Oberhausen mit Unterhausen aus 75 Feuerstellen und 283 Seelen (Einwohnern), wobei die Grundherrschaft von Unterhausen Gräflich Ingelheimisch war. Unterhausen hatte ein eigenes Patrimonialamt. Maire von Ober- und Unterhausen war Peter Brand, seine Adjucte hießen Johann Lebert und Johann Rüth. Ein dritter Adjunct hieß Adam Englert. Englert war zugleich Patrimonialschultheiß von Unterhausen. Mit dem Fürstentum Aschaffenburg, nun ein Departement des Großherzogtums Frankfurt, kam Hausen schließlich 1814 an Bayern. Am 25. April 1856 wurden die beiden bis dahin selbständigen Gemeinden zur Gemeinde Hausen zusammengelegt.

Verwaltungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1862 wurde das Bezirksamt Obernburg gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Hausen lag. Wie überall im Deutschen Reich wurde 1939 die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Hausen war nun eine der 35 Gemeinden im Landkreis Obernburg am Main. Mit Auflösung des Landkreises Obernburg kam Hausen am 1. Juli 1972 in den neu gebildeten Landkreis Miltenberg.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1207 Einwohner
  • 1970: 1385 Einwohner
  • 1987: 1682 Einwohner
  • 1991: 1850 Einwohner
  • 1995: 1947 Einwohner
  • 2000: 1965 Einwohner
  • 2005: 2007 Einwohner
  • 2010: 1914 Einwohner
  • 2015: 1859 Einwohner
  • 2016: 1873 Einwohner

Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 1708 auf 1872 um 164 Einwohner bzw. um 9,6 %. 2004 hatte die Gemeinde 2021 Einwohner. Quelle: BayLfStat

Politik und Öffentliche Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Kleinwallstadt.

Bürgermeister und Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1. Mai 2020 ist Michael Bein (HBB) Erster Bürgermeister.

Der Gemeinderat besteht seit der Kommunalwahl 2020 aus 12 Mitgliedern, die sich wie folgt auf die Wahlvorschläge aufteilen:

In der vorhergehenden Amtszeit waren beide Wahlvorschläge mit jeweils sechs Gemeinderatsmitgliedern vertreten.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Hausen
Blasonierung: „In Schwarz ein schräglinkes silbernes Flammenschwert, überdeckt von einem durchgehenden von Gold und Rot in zwei Reihen geschachten Kreuz, im vorderen Oberviertel ein silbernes Rad, im hinteren Unterviertel ein silbernes Eichenblatt mit silberner Eichel.“[6]

Wappengeschichte: Das geschachte Kreuz ist dem Wappen der Grafen von Ingelheim entnommen. Sie waren die Besitznachfolger der Echter von Mespelbrunn, die 1665 ausgestorben sind. Der Ingelheimer Forst trägt bis heute den Namen dieses Adelsgeschlechts. Das silberne Rad, das so genannte Mainzer Rad, erinnert an die einstige Landesherrschaft des Kurstaates Mainz. Das Flammenschwert ist das Attribut des heiligen Michael, dem die Kirche in Hausen geweiht ist. Das Eichenblatt und die Eichel stellen die geografische Lage der Gemeinde im Spessart dar.[7] Dieses Wappen wird seit 1988 geführt.[8]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 42 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 746. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier Betriebe, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 zwölf landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 144 ha, davon waren 83 ha Ackerfläche und 57 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 2018):

  • Eine Kindertageseinrichtung mit 112 Plätzen und 98 Kindern, darunter 14 unter drei Jahren

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hausen (bei Aschaffenburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Grußwort des 1. Bürgermeisters. Gemeinde Hausen, abgerufen am 14. August 2020.
  3. Gemeinde Wieseth in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 1. April 2021.
  4. a b Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 96 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. http://www.hausen-spessart.de/
  6. Eintrag zum Wappen von Hausen (bei Aschaffenburg) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  7. Zitat Eintrag zum Wappen von Hausen (bei Aschaffenburg) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  8. Eintrag zum Wappen von Hausen (bei Aschaffenburg) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte m.w.N.