Altenbuch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Altenbuch
Altenbuch
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Altenbuch hervorgehoben
Koordinaten: 49° 49′ N, 9° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Miltenberg
Verwaltungs­gemeinschaft: Stadtprozelten
Höhe: 250 m ü. NHN
Fläche: 37,66 km2
Einwohner: 1242 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97901
Vorwahl: 09392
Kfz-Kennzeichen: MIL
Gemeindeschlüssel: 09 6 76 111
Gemeindegliederung: 1 Ortsteil[2]
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchstr. 1
97901 Altenbuch
Webpräsenz: www.altenbuch.de
Bürgermeister: Andreas Amend (CSU)
Lage der Gemeinde Altenbuch im Landkreis Miltenberg
AschaffenburgLandkreis AschaffenburgLandkreis Main-SpessartGemeindefreies Gebiet Hohe WartGemeindefreies Gebiet ForstwaldGemeindefreies Gebiet Hohe BergCollenbergDorfprozeltenAltenbuchWörth am MainWeilbach (Bayern)Sulzbach am MainStadtprozeltenSchneeberg (Unterfranken)RüdenauRöllbachObernburg am MainNiedernbergNeunkirchen (Unterfranken)MönchbergMömlingenMiltenbergLeidersbachLaudenbach (Unterfranken)Klingenberg am MainKleinwallstadtKleinheubachKirchzellHausen (bei Aschaffenburg)GroßwallstadtGroßheubachFaulbachEschau (Unterfranken)Erlenbach am MainElsenfeldEichenbühlBürgstadtAmorbachAmorbachHessenBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Altenbuch ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Miltenberg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Stadtprozelten.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde Altenbuch

Altenbuch liegt in der Region Bayerischer Untermain im Spessart. Der topographisch höchste Punkt der Gemeinde befindet sich mit 567 m ü. NN (Lage) auf dem Gipfel des Querberges nördlich von Altenbuch, der niedrigste liegt am Faulbach an der Neumühle auf 190 m ü. NN (Lage).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altenbuch hat ein Ortsteil[2] mit zwei Orten[3]:

Es gibt die Gemarkungen Altenbucher Forst, Hoher Berg, Oberaltenbuch und Unteraltenbuch.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rohrbrunner Forst
(gemeindefreies Gebiet)
Gemeinde
Bischbrunn
Markt
Eschau
Nachbargemeinden Gemeinden
Schollbrunn
und
Hasloch
Stadt
Stadtprozelten
Gemeinde
Faulbach
Gemarkung Oberaltenbuch
Gemarkung Unteraltenbuch

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Altenbuch besteht aus den mittelhochdeutschen Wörtern alt und buoch. Sie bedeuten alter Buchenwald. „Daz alte buoch und daz newe buoch“ waren ursprünglich Flure, in denen die Dörfer Altenbuch und Neuenbuch entstanden.[4]

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[4]

  • 1248 Aldinbuch
  • 1311 Altebuoch
  • 1313 Aldembůch
  • 1329 alte Puech
  • 1458 alten Buche
  • 1483 Aldenbuch

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberaltenbuch (vorher der Kartause Grünau zugehörend) wurde 1806 im Fürstentum Aschaffenburg mediatisiert. Unteraltenbuch (zu Hochstift Mainz gehörig) ging im Reichsdeputationshauptschluss an das Fürstentum Aschaffenburg des Fürstprimas von Dalberg. Seit den Verträgen von Paris 1814 gehören Ober- und Unteraltenbuch zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinden Ober- und Unteraltenbuch.

Verwaltungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1862 wurde das Bezirksamt Marktheidenfeld gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet die beiden Gemeinden lagen. Am 1. April 1938 wurden Ober- und Unteraltenbuch zu der politischen Gemeinde Altenbuch zusammengeschlossen.[5] 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Altenbuch war nun eine der 47 Gemeinden im Landkreis Marktheidenfeld. Mit der Auflösung des Landkreises Marktheidenfeld kam Altenbuch am 1. Juli 1972 in den neu gebildeten Landkreis Miltenberg.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altenbuch gehörte früher zur katholischen Pfarrei Dorfprozelten und wurde erst um 1760 eine eigene Pfarrei. Die Kirche St. Wolfgang wurde 1770 im Barockstil erbaut und wurde mehrfach umgebaut und erweitert.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 0943 Einwohner
  • 1970: 1.115 Einwohner
  • 1987: 1.224 Einwohner
  • 1991: 1.354 Einwohner
  • 1995: 1.370 Einwohner
  • 2000: 1.332 Einwohner
  • 2005: 1.306 Einwohner
  • 2010: 1.279 Einwohner
  • 2015: 1.242 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 1. Mai 2014 Andreas Amend (FW).

  • Gemeinderat
  • Kommunalwahl März 2014:

[6]

  • Freie Wähler: 7 Sitze
  • CSU: 5 Sitze

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 22, im produzierenden Gewerbe 116 und im Bereich Handel und Verkehr 13 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 19 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 532. Im verarbeitenden Gewerbe (mit Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) und im Bauhauptgewerbe gab es je einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 elf landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 57 Hektar. Davon waren 3 Ackerfläche und 49 Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 2009):

  • 50 Kindergartenplätze mit 50 Kindern

Kurioses[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tief im Spessart, abseits der Zivilisation, dort wo die Armut am größten war, beschimpfte man die Bewohner als "Wildsäue" (Ortsneckname). Es waren unter den jungen Männern aber auch kräftige "Eber" die sich wehren konnten und so manchem Nachbarn empfindliche Blessuren beibrachten.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Altenbuch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b http://www.suedspessart.de/home/altenbuch
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111122/230137&attr=OBJ&val=1679
  4. a b Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 22 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 518
  6. http://www.altenbuch.de/index.asp?NAVIID=%7B46488BC2-DA35-4D09-A424-E503EA14F5D0%7D
  7. Werner Trost Stampes, Worzelköpp und Staffelbrunzer Lkr. Miltenberg 2003