Collenberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Collenberg
Collenberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Collenberg hervorgehoben

Koordinaten: 49° 46′ N, 9° 20′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Miltenberg
Höhe: 140 m ü. NHN
Fläche: 25,67 km2
Einwohner: 2415 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 94 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 97903, 97896Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 09376, 09375Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: MIL, OBB
Gemeindeschlüssel: 09 6 76 117
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchplatz 2
97903 Collenberg
Website: www.collenberg-main.de
Erster Bürgermeister: Andreas Freiburg (CSU[2])
Lage der Gemeinde Collenberg im Landkreis Miltenberg
AschaffenburgLandkreis AschaffenburgLandkreis Main-SpessartHohe Wart (gemeindefreies Gebiet)Gemeindefreies Gebiet ForstwaldGemeindefreies Gebiet Hohe BergCollenbergDorfprozeltenAltenbuchWörth am MainWeilbach (Bayern)Sulzbach am MainStadtprozeltenSchneeberg (Unterfranken)RüdenauRöllbachObernburg am MainNiedernbergNeunkirchen (Unterfranken)MönchbergMömlingenMiltenbergLeidersbachLaudenbach (Unterfranken)Klingenberg am MainKleinwallstadtKleinheubachKirchzellHausen (bei Aschaffenburg)GroßwallstadtGroßheubachFaulbachEschau (Unterfranken)Erlenbach am MainElsenfeldEichenbühlBürgstadtAmorbachAmorbachHessenBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild
Luftbild 2008

Collenberg ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Miltenberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Collenberg liegt am Main und ist 13 km von Miltenberg und 18 km von Wertheim entfernt. Im Main zwischen Collenberg und Freudenberg liegt die Landesgrenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg. Der topographisch höchste Punkt der Gemeinde befindet sich mit 497 m ü. NN (Lage) am Geiersberg nordwestlich von Reistenhausen, der niedrigste liegt im Main auf 124,5 m ü. NN (Lage). Durch Collenberg führt der Fränkische Marienweg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören drei amtlich benannte Ortsteile (in Klammern der Ortstyp)[3]:

Einen Ortsteil Collenberg gibt es also nicht.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Markt
Mönchberg
Markt
Eschau
Gemeinde
Röllbach
Nachbargemeinden Gemeinde
Dorfprozelten
Markt
Großheubach
Markt
Bürgstadt
Stadt
Freudenberg

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihren Namen hat die Gemeinde Collenberg von der oberhalb des Ortes liegenden Collenburg.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Collenberg („Kolenberg“) und Fechenbach in der Karte des Spessarts von Paul Pfinzing von 1594 (Norden ist rechts)

Die Collenburg wird 1214 erstmals erwähnt. Ihr Bauherr Walter de Colbo aus dem Geschlecht der Schenken von Limpurg diente dem römisch-deutschen König Philipp von Schwaben und danach den Kaisern Otto IV. (1198–1218) und Friedrich II. als Reichsministeriale und Erbschenk. Der ursprüngliche Name der Burg, nach der auch die unterhalb entstehende Siedlung genannt wurde, war colbenbërc, benannt nach den Streitkolben aus dem Wappen der Schenken.

Um 1250 erhielt das Geschlecht der Rüdt von Collenberg die Collenburg als Lehen vom Deutschorden.

Die Gemeinde entstand am 1. April 1971 im Rahmen der Gebietsreform in Bayern durch die Zusammenlegung der beiden Gemeinden Fechenbach und Reistenhausen (mit Kirschfurt).[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister und Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1. Mai 2020 ist Andreas Freiburg (CSU) Bürgermeister; er wurde am 15. März 2020 mit 76,09 % der gültigen Stimmen gewählt.[6] Sein Vorgänger war von Mai 2008 bis April 2020 Karl Josef Ullrich (CSU).

Der Gemeinderat besteht aus 14 Mitgliedern; in der Amtszeit von Mai 2020 bis April 2026 sind vertreten:[7]

Die Wahlbeteiligung betrug 63,63 %.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Collenberg
Blasonierung: „Durch eine silberne Wellenleiste geteilt von Rot und Blau; oben nebeneinander ein sechsspeichiges silbernes Rad und ein silberner Rüdenkopf mit schwarzem Stachelhalsband; unten drei, zwei zu eins gestellte, wachsende silberne Kolben (aus dem Wappen der Schenken von Limpurg).“[8]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Haltepunkte Collenberg und Freudenberg-Kirschfurt liegen an der Bahnstrecke Miltenberg West–Wertheim. Hier fahren Züge der Westfrankenbahn zwischen Aschaffenburg, Wertheim, Lauda und Crailsheim.

Auf der anderen Mainseite liegt die baden-württembergische Landesstraße L 2310, die in Kirschfurt über die bayerische Staatsstraße St 2315 mit der Hauptstraße von Collenberg verbunden ist. Die Hauptstraße führt auf der Collenberger Mainseite am Main entlang bis Hasloch.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindergarten St. Martin mit etwa 85 Kindern
  • Volksschule

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Collenberg befindet sich ein Parcours für das 3D-Bogenschießen mit 33 Zielen.[9]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ruine der Collenburg
Fechenbacher Schloss nach der Restaurierung 2007

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentlicher Bücherschrank[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Treppenhaus des Rathauses wurde ein öffentlicher Bücherschrank eingerichtet, der als kostenlose Tauschbörse oder zur Mitnahme von Büchern genutzt wird.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde Collenberg und somit auf bayerischen Territorium befindet sich der Sender Freudenberg des Südwestrundfunks (SWR) zur Versorgung von Freudenberg mit UKW-Hörfunkprogrammen des SWR.

Direkt am Mainufer befindet sich ein Campingplatz.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Collenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Homepage der Gemeinde
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111122/232118&attr=OBJ&val=1682
  4. Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 50 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 523.
  6. Wahlergebnis Bürgermeister 2020, abgerufen am 13. Juni 2020
  7. Wahlergebnis Gemeinderat 2020, abgerufen am 13. Juni 2020
  8. Eintrag zum Wappen von Collenberg in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  9. Website des Bogenparcours Collenberg
  10. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 121
  11. bavarikon
  12. wißner