Collenberg

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Collenberg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Collenberg
Collenberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Collenberg hervorgehoben
Koordinaten: 49° 46′ N, 9° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Miltenberg
Höhe: 140 m ü. NHN
Fläche: 26,67 km²
Einwohner: 2417 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 91 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 97903,
97896 (Kirschfurt)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 09376
09375 (Kirschfurt)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: MIL
Gemeindeschlüssel: 09 6 76 117
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchplatz 2
97903 Collenberg
Webpräsenz: www.collenberg-main.de
Bürgermeister: Karl Josef Ullrich (CSU)
Lage der Gemeinde Collenberg im Landkreis Miltenberg
Aschaffenburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Main-Spessart Hohe Wart (Spessart) Gemeindefreies Gebiet Forstwald Gemeindefreies Gebiet Hohe Berg Collenberg Dorfprozelten Altenbuch Wörth am Main Weilbach (Bayern) Sulzbach am Main Stadtprozelten Schneeberg (Unterfranken) Rüdenau Röllbach Obernburg am Main Niedernberg Neunkirchen (Unterfranken) Mönchberg Mömlingen Miltenberg Leidersbach Laudenbach (Unterfranken) Klingenberg am Main Kleinwallstadt Kleinheubach Kirchzell Hausen (bei Aschaffenburg) Großwallstadt Großheubach Faulbach Eschau (Unterfranken) Erlenbach am Main Elsenfeld Eichenbühl Bürgstadt Amorbach Amorbach Hessen Baden-WürttembergKarte
Über dieses Bild
Luftbild 2008

Collenberg ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Miltenberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Collenberg liegt am Main und ist 13 km von Miltenberg und 18 km von Wertheim entfernt. Im Main zwischen Collenberg und Freudenberg liegt die Landesgrenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg. Der topographisch höchste Punkt der Gemeindegemarkung befindet sich mit 496 m ü. NN am Geiersberg nordwestlich von Reistenhausen, der niedrigste liegt im Main auf 124,5 m ü. NN.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören drei Ortsteile[2]:

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Markt
Mönchberg
Markt
Eschau
Gemeinde
Röllbach
Nachbargemeinden Gemeinde
Dorfprozelten
Markt
Großheubach
Markt
Bürgstadt
Stadt
Freudenberg

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihren Namen hat die Gemeinde Collenberg von der oberhalb des Ortes liegenden Collenburg.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Collenberg ("Kolenberg") und Fechenbach in der Karte des Spessarts von Paul Pfinzing von 1594 (Norden ist rechts)

Die Gemeinde entstand am 1. April 1971 im Rahmen der Gebietsreform in Bayern durch die Zusammenlegung der beiden Gemeinden Fechenbach und Reistenhausen (mit Kirschfurt).[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2008[5]
Wahlbeteiligung: 63,20 %
 %
50
40
30
20
10
0
47,10 %
32,77 %
20,13 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
b Freie Wähler Collenberg
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer

Der Gemeinderat besteht aus 14 Mitgliedern, die sich wie folgt aufteilen:

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Haltepunkte Collenberg und Freudenberg-Kirschfurt liegen an der Maintalbahn. Hier fahren Züge der Westfrankenbahn zwischen Aschaffenburg, Wertheim, Lauda und Crailsheim. Auf der anderen Mainseite liegt die L 2310, die in Kirschfurt mit der Hauptstraße von Collenberg verbunden ist. Die Hauptstraße führt auf der Collenberger Mainseite am Main entlang bis Hasloch.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindergarten St. Martin mit ca. 85 Kindern
  • Volksschule

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 1250 siedelte sich das Geschlecht der Rüdt von Collenberg etwa 1 km östlich von Fechenbach an. Von den Rüden wurde die Collenburg erbaut, die sich heute als Ruine darstellt.

Ruine der Collenburg
Fechenbacher Schloss nach der Restaurierung 2007

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Collenberg

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurioses[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Volksmund nennt man die Reistenhäuser die „Üzer“, uzen – utzen = verspotten. Die Bürger waren bekannt für ihren Spott und Hohn. Im Ort gibt es ein Redewendung: „Wer durch Reistenhausen künnt ohne Schand und Spott, der hat e besonderi Gnad von Gott!“

Die Fechenbacher sind die „Staffelscheißer“. Viele Häuser des Ortes hatten ein Hochparterre zu der eine Treppe (Staffel) hinaufführte. Durch das viele Mainhochwasser waren die Straßen und Hinterhöfe der Altstadt oft überflutet und man konnte nicht zu den Häuschen im Hof kommen. Man verrichtete deshalb seine Notdurft von der Staffel aus. Sie wurden auch „Wasserärsche“ genannt, weil sie den Allerwertesten über das Wasser hielten[7][8].

Auf dem Gebiet der Gemeinde Collenberg und somit auf bayerischen Territorium befindet sich der Sender Freudenberg des Südwestrundfunks (SWR) zur Versorgung von Freudenberg mit UKW-Hörfunkprogrammen des SWR.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Collenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Oktober 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111122/232118&attr=OBJ&val=1682
  3. Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 50 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 523
  5. http://www.kombn-mil.de/collenberg/wahlen/6_MAIN_E_GEMEINDERATSWAHL_2008.html
  6. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 121
  7. Werner Trost Stampes, Worzelköpp und Staffelbrunzer Lkr.Miltenberg 2003
  8. Uz-Atlas - Primasonntag 11.November 2012