Heinz Winkler (Koch)

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Heinz Winkler (* 17. Juli 1949 in Brixen in Südtirol/Italien) ist ein deutsch-italienischer Koch.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winkler wuchs als Jüngster von elf Geschwistern in einer Bergbauernfamilie in Südtirol auf. Mit drei Jahren verlor er seine Mutter bei einem Blitzschlag.[1] Mit 14 Jahren begann er eine Kochlehre in Bozen, danach war er sieben Jahre in verschiedenen Hotels und Restaurants in Deutschland, Frankreich, Italien und der Schweiz tätig. Seine ersten Posten als Chef de Cuisine hatte er von 1973 bis 1977, in dieser Zeit war er jeweils in der Wintersaison im Schlosshotel Pontresina und Kulm Hotel in St. Moritz und in der Sommersaison im Hotel Bad Schachen tätig. Anschließend war Winkler ein Jahr bei Paul Bocuse.

Von 1979 bis 1991 war Winkler als Nachfolger von Eckart Witzigmann Küchenchef im Münchner Restaurant Tantris. Hier wurde er vom Guide Michelin 1979 zum „Koch des Jahres“ gekürt und verteidigte im Tantris den zweiten Michelin-Stern. 1982 wurde das Tantris dann mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet, als zweites Restaurant nach Witzigmanns Aubergine (und gleichzeitig mit Herbert Schönberner). Die drei Sterne behielt das Tantris zehn Jahre, zudem erhielt das Restaurant 19,5 Punkte im Gault-Millau. In dieser Zeit entwickelte Winkler sein Konzept der Cusine Vitale:

„Essen soll beflügeln und nicht belasten“

Heinz Winkler[2]

Seit 1991 ist Winkler Inhaber und Küchenchef des Hotels Residenz Heinz Winkler in Aschau im Chiemgau. Auch hier wurde sein Restaurant von 1994 bis 1995 und von 2001 bis 2008 mit drei Michelin-Sterne ausgezeichnet. Insgesamt wurden seine Restaurants mit 20 Jahrgängen die am zweithäufigsten mit drei Sternen geehrt (nach dem Restaurant von Harald Wohlfahrt).

Von 2003 bis 2004 war Peter Knogl zweiter Küchenchef im Restaurant, danach Alfred Friedrich. Ab 2008 stand ihm Stephan Brandl als Küchenchef zur Seite. Im Mai 2014 übernahm Steffen Mezger diese Rolle.[3] Seit 2012 ist sein Sohn Alexander Winkler (* 1979) Restaurantleiter.[4]

2001 erhielt Winkler, der seit 1994 auch Commissaire Generale der internationalen Köche-Vereinigung Eurotoques ist, für seine Verdienste um das Ansehen der deutschen Gastronomie im Ausland das Bundesverdienstkreuz. Von 2007 bis 2009 war Heinz Winkler auch Patron des Restaurants Jeroboam im Ritz-Carlton Moskau.[5] 2013 feierte er sein 50-jähriges Jubiläum am Herd.[6]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winkler hat zwei erwachsene Söhne aus erster Ehe und einen Sohn aus zweiter Ehe (* 2009).[7] Sein Sohn Alexander (* 1979) wurde 2012 Restaurantleiter in der „Residenz Heinz Winkler“.[8] 2013 starb sein erster Sohn (* 1968) mit 45 Jahren an einem Hirnschlag.[9]

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen nach Jahren

  • 1978: 1. Stern im Guide Michelin
  • 1979: „Koch des Jahres“, 2. Stern im Guide Michelin
  • 1981: Mit 31 Jahren jüngster Drei-Sterne-Koch der Welt und erster italienischer Drei-Sterne-Koch
  • 1982: Erster Preis im „Ullstein Gourmet-Journal“
  • 1984: Goldmedaille für „Europa à Tavola“ in Italien
  • 1988: Ehrenmitglied im Club „Chef der Chefs“
  • 1992: Der österreichische Bundeskanzler Franz Vranitzky überreicht die „Internationale Ehrentrophäe“ der Trophäe Gourmet
  • 1994 bis 2008: Commissaire General von Eurotoques
  • 1995: Kulturpreis der Europäischen Wirtschaft, „Restaurateur des Jahres“ im Gault Millau; Aufnahme in „L'Art de Vivre Hotels und Restaurants“; Nr. 2 der Hitliste im DM-Journal
  • 1997: „Koch des Jahres“ in der Zeitschrift Der Feinschmecker, „Grand Prix del Arte de la Cocina“ von der „L' Académie Internationale de la Gastronomie“
  • 1998: L´Art de Vivre Preis für „Große Kochkunst und Gastlichkeit“
  • 2000: Nr. 2 der Hitliste im DM-Journal
  • 2001: Bundesverdienstkreuz am blauen Bande, Nr. 2 in der Zeitschrift Die Bunte
  • 2002: „Koch des Jahres“ in der Zeitschrift Die Bunte
  • 2004: „Koch des Jahres“ in der Zeitschrift Die Bunte
  • 2005: Nr. 1 in „Gustav Volkenborns Restaurant-Rangliste“ publiziert in der Zeitschrift Focus
  • 2006: „Hotelier des Jahres“, verliehen vom Deutscher Fachverlag; Nr. 1 in Capital neben Dieter Müller und Harald Wohlfahrt
  • 2009: 2. Platz der Feinschmecker Rangliste
  • 2009: Ehrenbürger von Aschau[11]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. br.de: Heinz Winkler, Sterne-Koch (Memento vom 11. März 2015 im Internet Archive)
  2. residenz-heinz-winkler.de: Cuisine Vitale
  3. restaurant-ranglisten.de: Neuer Küchenchef in der Residenz Heinz Winkler
  4. restaurant-ranglisten.de: Alexander Winkler
  5. hoteljob.com: Heinz Winkler verlässt Moskau
  6. residenz-heinz-winkler.de: 50 Jahre große Kochkunst
  7. br.de: Lebenslinien: Dem Glück muss man entgegengehen (Memento vom 13. Februar 2012 im Internet Archive)
  8. restaurant-ranglisten.de: Alexander Winkler
  9. abendzeitung-muenchen.de: Sternekoch Heinz Winkler trauert um seinen Sohn
  10. schlemmer-atlas.de: Spitzenköche des Jahres
  11. rosenheim24.de: Starkoch Winkler jetzt Ehrenbürger

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]