Hochschule für angewandte Wissenschaften Augsburg

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Hochschule für angewandte Wissenschaften Augsburg
University of Applied Sciences
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Motto Engagiert – kreativ – praxisnah[1]
Gründung 1. August 1971 (Vorgängereinrichtungen seit 1670)
Trägerschaft staatlich
Ort Augsburg
Bundesland Bayern
Land Deutschland
Präsident Gordon Thomas Rohrmair[2]
Studenten 6.152 (WS 2016/17)[3]
Mitarbeiter 748 (31.12.2014)[4]
davon Professoren 152 (07/2017)[4]
Jahresetat 24.052.400 € (Etat Entwurf 2015)[4]
Website www.hs-augsburg.de
Campus am Roten Tor: K-Bau (Sitz der Hochschulleitung)
Campus am Brunnenlech: A-Bau (Blick aus dem H-Bau)

Die Hochschule für angewandte Wissenschaften Augsburg – University of Applied Sciences[5] (kurz Hochschule Augsburg) ist eine Fachhochschule mit Sitz in Augsburg und wurde 1971 gegründet. Sie teilt sich in die Schwerpunkte Wirtschaft, Gestaltung, Technik und Informatik auf. Mit über 6000 Studierenden aus 70 Nationen an sieben Fakultäten gehört die Hochschule Augsburg zu den größten Fachhochschulen in Bayern. Derzeit werden jeweils 15 Bachelor- und Master-Studiengänge angeboten sowie insgesamt drei berufsbegleitende Studiengänge.[6]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeitlicher Überblick zu den Vorgängereinrichtungen
Präsidenten
1972–1976 Friedrich Dworschak
1976–1982 Wolfgang Heidecker
1982–1988 Rudolf Bretzel
1988–2000 Hans Benedikt
2000–2004 Hans-Jürgen Körner
2004-2016 Hans-Eberhard Schurk
seit 2016 Gordon Thomas Rohrmair

Die Hochschule Augsburg wurde am 1. August 1971 aufgrund des Bayerischen Fachhochschulgesetzes durch Vereinigung des Rudolf-Diesel-Polytechnikums und der Werkkunstschule errichtet. Beide Vorgängereinrichtungen blickten zu diesem Zeitpunkt bereits auf eine längere Tradition zurück.

Die Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anfänge der Hochschule können bis auf das Jahr 1670 zurückgeführt werden. Damals wurde in Augsburg von Joachim von Sandrart eine private Kunstakademie gegründet. Diese ist somit nach der, von Jacob von Sandrart bereits 1662 gegründeten, Akademie in Nürnberg eine der ältesten Kunstakademien im deutschsprachigen Raum. 1684 erfolgte die Anerkennung der Akademie durch den protestantischen Teil des paritätisch besetzten Rates der Stadt Augsburg. Ab diesem Zeitpunkt wurde von der „Protestantischen Akademie“ gesprochen. 1710 wurde die „Reichsstädtische Kunstakademie“ gegründet und die Einrichtung somit allen Bürgern zugänglich gemacht. Die Reichsstädtische Kunstakademie wurde von Beginn an von 2 paritätischen Direktoren geleitet. Zu den katholischen Direktoren gehörten Künstler wie beispielsweise Johann Rieger (1710 bis 1730), Johann Georg Bergmüller (1730 bis 1762), Matthäus Günther (1762 bis 1784) und Johann Josef Anton Huber (ab 1784). Protestantische Direktoren waren beispielsweise Georg Philipp Rugendas (1710 bis 1742), Gottfried Eichler der Ältere (1742 bis 1759), Johann Elias Ridinger (1759 bis 1767), Johannes Esaias Nilson (1769 bis 1786) und Johann Elias Haid (1786 bis 1808).[7][8]

Der Rat der Stadt wies ihr zwei Jahre später, also 1712, ein „festes Local“ im Oberstock der so genannten „Stadtmetzg“, einem Bau von Elias Holl, zu. 1779 begann die Reformierung des gesamten Lehrangebotes und man gründete unter Stadtpfleger Paul von Stetten eine „Privatgesellschaft zur Ermunterung der Künste“ (eine Art Förderverein).

19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem 1808 Augsburg den Status der freien Reichsstadt ablegte, endete daraufhin auch das Bestehen der Reichsstädtischen Kunstakademie. So diente die Einrichtung bis 1814 als Zubringer für die Münchner Akademie und wurde ab 1814 „Königliche Kunstschule“ genannt. Diese ging in die 1820 gegründete Höhere Kunstschule auf. Im Jahre 1835 wurde sie in die am 11. November 1833 gegründete „Königliche Polytechnische Schule“ eingegliedert. Diese befand sich zunächst in den Fuggerhäusern und ab 1834 im ehemaligen Katharinenkloster. Berühmtester Schüler war der spätere „Malerfürst“ Franz von Lenbach. Das Jahr 1864 brachte nach 29 Jahren die Auflösung dieser Schule, nur eine Maschinenbauschule blieb bestehen. Sie führte von 1870 bis 1907 den Namen „Königliche Industrieschule“, die auch von Rudolf Diesel, dem späteren Ingenieur und Erfinder, besucht wurde. In den technischen Fakultäten gab es bis 1924 Übergangslösungen.

Der Kunstunterricht erfuhr 1877 unter dem Namen „Städtische Höhere Kunstschule“ eine Neuorganisation. 1905 siedelte die Kunstschule in die neuerbauten Räume im Dachgeschoss der Hallschule an der Maximilianstraße um. Dort verblieb sie, von kriegs- und zerstörungsbedingten Auslagerungen abgesehen, mehrmals gewandelt, bis 1984. 1921 wurde diese Anstalt an die Gewerbliche Fachschule der Stadt Augsburg angegliedert, behielt aber ihr Eigenleben bis zur Zerstörung bei einem Luftangriff im Jahre 1944 bei.

1893 wurde die Baugewerkschule ins Leben gerufen.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1905 erfolgte auf Anregung der „Augsburger Gewerbehalle“ (einer Vereinigung von Augsburger Gewerbetreibenden) die Gründung der „Augsburger Handwerkerschule“. Dazu wurde das ehemalige Landgestüt an der Baumgartnerstraße für diesen Zweck umgebaut. Ein Jahr später wurde dieser Schule die Augsburger Webschule angeschlossen. Aufgrund von Platzmangel wurden im Jahre 1910 umfangreiche Um- und Neubauten erforderlich. Schon zwei Jahre später erfolgte die Angliederung einer Abteilung für Spinnerei und damit die Errichtung einer Fachschule für Maschinenbau und Elektrotechnik als Nachfolgeeinrichtung der 1907 auf königlichen Erlass aufgelösten Industrieschule (Inventar und Räumlichkeiten wurden anschließend von der neu errichteten Königlichen Kreisoberrealschule, dem heutigen Holbein-Gymnasium, genutzt). Später, im September des gleichen Jahres, wurden alle Fachschulen und Fachkurse an der Baumgartnerstraße zu einer Gesamtanstalt unter der Bezeichnung „Gewerbliche Fachschulen der Stadt Augsburg“ zusammengefasst. Unter diesem Namen wurde 1913 der so genannte „A-Bau“ und ein Jahr darauf der so genannte „F-Bau“ bezogen.

Von 1924 bis 1932 wurde den gewerblichen Fachschule die „Höhere Technische Lehranstalt der Stadt Augsburg“ mit den Abteilungen Maschinenwesen und Elektrotechnik angegliedert. Dazu bestand parallel eine Städtische Bauschule mit fünf Semestern Ausbildungsdauer. Beide Schulen wurden 1932 unter dem Namen Höhere Technische Lehranstalt zusammengelegt, der weiterhin die Gewerblichen Fachschulen einschließlich der Städtischen Höheren Kunstschule angeschlossen waren.

Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte der Lehrbetrieb im Januar 1946 wieder aufgenommen werden. Die technischen und künstlerischen Einrichtungen wurden fortan wieder unabhängig und unter den Namen „Bau- und Ingenieurschule“ und „Kunstschule“ der Stadt Augsburg wiedereröffnet. 1951 kam es zu einer erneuten Umbenennung der Bau- und Ingenieurschule in „Rudolf-Diesel-Bau- und Ingenieurschule der Stadt Augsburg, Akademie für angewandte Technik“. Die Studiendauer wurde 1953 von 5 auf 6 Semester angehoben und gleichzeitig der Studiengang Elektrotechnik mit den Studienrichtungen Energietechnik und Nachrichtentechnik eingerichtet.

Am 1. Oktober 1958 erhielt die „Bau- und Ingenieurschule“ nach entsprechender Ausweitung den Namen „Rudolf-Diesel-Polytechnikum der Stadt Augsburg, Akademie für angewandte Technik“.

In den 1950er und 1960er Jahren wurde der A-Bau durch den B-Flügel und den Großen Physiksaal mit Kernphysiklabor ergänzt, der C-Bau vollendet und das Maschinenbaulabor (D-Bau) konzipiert.

Im Juli 1965 wurden nach etwa 60-jährigem Bestehen die Gewerblichen Fachschulen ersatzlos aufgelöst.

Campus am Roten Tor: K- und W-Bau

Die „Kunstschule“ erhielt 1961 den Namen „Werkkunstschule der Stadt Augsburg, Höhere Fachschule für angewandte Grafik und Malerei“. Sie umfasste einen einsemestrigen Vorkurs nach Vorbild des Dessauer Bauhauses und war in die vier Fachklassen Gebrauchsgraphik, Mustergestaltung, Schaufenster- und Ausstellungsgestaltung und Angewandte Malerei eingeteilt.

Beide städtischen Einrichtungen wurden zum 1. August 1971 zur staatlichen Fachhochschule Augsburg vereint. In den Ausbildungsrichtungen Technik und Gestaltung fanden die Lehrbereiche der Vorgängerschulen ihre Fortsetzung.

Die Hochschule ist seitdem kontinuierlich gewachsen und erweitert worden: Mit dem Beginn des Wintersemesters 1974/75 wurde mit der Ausbildungsrichtung Wirtschaft ein neuer Ausbildungszweig eröffnet. Die heutige Fakultät für Wirtschaft (damals Fachbereich Betriebswirtschaft) entstand 1979 als Ausgründung des Fachbereichs Allgemeinwissenschaften. Ein weiteres Fachgebiet kam zum Wintersemester 1980/81 mit dem Studiengang Informatik dazu. 1991 erfolgte die Gründung des eigenständigen Fachbereichs Informatik (heute Fakultät für Informatik). Der Studiengang Medieninformatik/Multimedia wurde zum Wintersemester 1996/97 als Kooperation der Fakultäten für Gestaltung und Informatik eingerichtet. Der Studiengang Umwelttechnik in der Fakultät für Maschinenbau startete zum Wintersemester 1998/99.

Neueste Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Wintersemester 2000/01 begannen die Studiengänge Mechatronik, Wirtschaftsinformatik und Internationale Betriebswirtschaft mit dem Lehrbetrieb. Nach und nach wurden so genannte Weiterbildungsstudiengänge eingerichtet. Im Wintersemester 1995/96 startete an der Fakultät für Allgemeinwissenschaften der Weiterbildungsstudiengang „Umwelttechnik-Immissionsschutz“, im Wintersemester 2000/01 an der Fakultät für Architektur/Bauingenieurwesen der Studiengang „Baumanagement“ (Master of Engineering in Project Management) und im Wintersemester 2007/08 an der Fakultät für Maschinenbau der Studiengang „Technologiemanagement“.

Campus am Brunnenlech: H-Bau mit Cafeteria, im Vordergrund der Lochbach

Zum Wintersemester 2005 konnte mit dem H-Bau ein Servicecentrum mit Zentralbibliothek, Rechenzentrum und Cafeteria bezogen werden, der erste Neubau seit langem.[9] Im Frühjahr 2007 wurden die Bauten K bis M für die Fakultäten für Gestaltung und Informatik am Standort der ehemaligen Schüleschen Kattunfabrik eingeweiht. Dabei wurde der erhaltene historische Kopfbau im Stil eines Barockschlosses saniert und die beiden, 1996 abgebrochenen, Flügelbauten in moderner Architektur aus Glas, Stahl und Sichtbeton wiedererrichtet.[10]

Der neu entstandene zweite Campus an der Friedberger Straße, zu dem auch der bereits 1999 von der Fakultät für Informatik bezogene J-Bau gehört, wurde wegen seiner Nähe zum Roten Tor Campus am Roten Tor benannt. Die Gebäude am Standort Baumgartnerstraße bekamen den Namen Campus am Brunnenlech durch den Lochbach, der das Gelände der Hochschule zwischen H-Bau am westlichen und A- und E-Bau am östlichen Ufer durchfließt. Er wird im Bereich der Hochschule auch Brunnenlech genannt.

Durch eine Änderung des Bayerischen Hochschulgesetzes wurde 2007 aus der Fachhochschule Augsburg die Hochschule für angewandte Wissenschaften – Fachhochschule Augsburg. Seit Februar 2008 wird die Kurzform Hochschule Augsburg als Name verwendet. 2011 erfolgte erneut eine Umbenennung in Hochschule für angewandte Wissenschaften Augsburg (weiterhin Abkürzung als Hochschule Augsburg).

2011 feierte die Hochschule Augsburg ihr 40-jähriges Bestehen als Fachhochschule.

Die Fakultät für Wirtschaft bezog zum Wintersemester 2011/12 einen Neubau am Campus am Roten Tor. Zuvor befand sie sich 34 Jahre lang gemeinsam mit den Musik- und Kunstpädagogischen Lehrstühlen der Universität Augsburg in Lechhausen in der Schillstraße in der ehemaligen Pädagogischen Hochschule, wohin sie zum Wintersemester 1977/78 vom Stammgelände ausgelagert wurde.

Fakultäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fakultät seit Immatrikulierte Studenten
(Stand WS 16/17)
Studiengänge
Allgemeinwissenschaften - 167 1
Architektur und Bauwesen - 1242 7
Elektrotechnik - 909 6
Gestaltung - 685 4
Informatik 1980/1991 870 6
Maschinenbau und Verfahrenstechnik - 1053 5
Wirtschaft 1974 1226 6
Gesamt - 6.152 35

Die Fakultät für Allgemeinwissenschaften betreut die allgemeinwissenschaftlichen Wahlpflichtfächer und die geistes- und naturwissenschaftlichen Grundlagenfächer der technischen Studiengänge. Die allgemeinwissenschaftlichen Wahlpflichtfächer mit Themen aus Philosophie, Literatur, Geschichte, Politik, Sprachen, etc. sollen das Fachstudium ergänzen und erweitern. Außerdem bietet sie die Zusatzqualifikation Umwelttechnik-Immissionsschutz an. Die Hochschule Augsburg ist Mitglied im MedienCampus Bayern, dem Dachverband für die Medienaus- und -weiterbildung in Bayern.

Studienangebote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bachelorstudiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Masterstudiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Allgemeiner Ingenieurbau – Bauingenieurwesen (FK für Architektur und Bauwesen, Kooperation mit der HS München)
  • Applied Research in Engineering Sciences für Elite-Absolventen (FK für Elektrotechnik und Wirtschaft, Kooperation mit den Hochschulen Deggendorf, Ingolstadt, Nürnberg, Amberg-Weiden und Regensburg)
  • Architektur (FK für Architektur und Bauwesen, Kooperation mit der HS München)
  • Business Information Systems (Wirtschaftsinformatik) (FK für Informatik)
  • Design- und Kommunikationsstrategie (FK für Gestaltung)
  • Energie Effizienz Design (FK für Architektur und Bauwesen)
  • Informatik (FK für Informatik)
  • Interaktive Mediensysteme (FK für Gestaltung und FK für Informatik)
  • International Business and Finance (FK für Wirtschaft)
  • Leichtbau- und Faserverbundtechnologie (FK für Maschinenbau)
  • Marketing/Vertrieb/Medien (FK für Wirtschaft, Kooperation mit der HS Ingolstadt)
  • Mechatronic Systems (FK für Elektrotechnik, Kooperation mit der University of Ulster)
  • Mittelstandsmanagement (FK für Wirtschaft) - (in Planung)
  • Personalmanagement (FK für Wirtschaft, Kooperation mit den Hochschulen Ingolstadt, Landshut und München)
  • Projektmanagement Bau und Immobilie/Fassade/Ausbau (FK für Architektur und Bauwesen), berufsbegleitend
  • Steuern- und Rechnungslegung (FK für Wirtschaft, Kooperation mit der HS Ingolstadt)
  • Technologie-Management (FK für Maschinenbau und Verfahrenstechnik, Kooperation mit der HS Kempten), berufsbegleitend
  • Umwelt- und Verfahrenstechnik (FK für Maschinenbau und Verfahrenstechnik)

Duales Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bachelor Bauingenieurwesen + Ausbildung zum/zur Betonbaumeister/in, Maurermeister/in oder Zimmermeister/in
  • Bachelor Betriebswirtschaft + Ausbildung zum/zur Bankkaufmann/-frau
  • Bachelor Internationales Wirtschaftsingenieurwesen + Ausbildung zum/zur Industriekaufmann/-frau
  • Bachelor Maschinenbau + Ausbildung zum/zur Industriemechaniker/in oder Fluggerätemechaniker/in oder Produktdesigner/in
  • Bachelor Mechatronik + Ausbildung zum Mechatroniker/in
  • Bachelor Elektrotechnik + Ausbildung zum/zur Elektroniker/in

Weiterbildungsangebote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fachingenieur Ausbau (Zertifikat, FK für Architektur und Bauingenieurwesen)
  • Fachingenieur Fassade (Zertifikat, FK für Architektur und Bauingenieurwesen, Kooperation mit der HS München)
  • Umwelttechnik-Immissionsschutz (Zertifikat, FK für Allgemeinwissenschaften)
  • Inhouse-Firmenseminare, koordiniert durch die Fakultät für Wirtschaft

Institute und Kompetenzzentren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei Institute der Hochschule fördern den Wissens- und Technologietransfer:

  • Das Institut für Technologietransfer und Weiterbildung (ITW) ist die zentrale Kontaktstelle der Hochschule Augsburg für Unternehmen und Einrichtungen der Praxis.
  • Aufgaben des Institut für Technikgeschichte sind Lehre, Forschung, Öffentlichkeitsarbeit und gutachterliche Tätigkeit. Ziel der Arbeit ist die Dokumentation und Bewahrung technik- und industriehistorischer Objekte in Schwaben.

Das vorrangige Ziel der Kompetenzzentren Konstruktiver Ingenieurbau, Mechatronik sowie Umwelttechnik besteht darin, in Zusammenarbeit mit der freien Wirtschaft Forschungsvorhaben zu bearbeiten und Innovationen zu entwickeln.

Daneben bestehen mit dem Technologie Centrum Westbayern mit Sitz in Nördlingen und dem Institut für Baurecht und Baubetrieb Augsburg zwei An-Institute.[11]

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Campus am Roten Tor; Kunstwerk auf dem Campus

Die Hochschule Augsburg verfügt über zwei Standorte, die sich mit etwa 500 m Distanz zueinander in der Innenstadt befinden.

Der Campus am Brunnenlech (Gebäude A bis H) mit den Fakultäten Allgemeinwissenschaften, Architektur und Bauingenieurwesen, Elektrotechnik und Maschinenbau, sowie Verwaltung, Cafeteria, Zentralbibliothek und Rechenzentrum befindet sich zwischen dem Brunnenlechgäßchen und der der Baumgartnerstraße.

An der Friedberger Straße entstand auf dem Gelände der ehemaligen Schülesche Kattunfabrik der Campus am Roten Tor (Gebäude J bis M und W) mit den Fakultäten Informatik, Gestaltung, Wirtschaft, der Mensa, einer Cafeteria sowie der Hochschulleitung.

Gemeinsam mit den Hochschulen Neu-Ulm und Kempten betreibt die Hochschule Augsburg seit 2009 das Hochschulzentrum Vöhlinschloss in Illertissen. Die Hochschulen nutzen das Tagungs- und Kongresszentrum für Seminare, Fortbildungen, Konferenzen und für Existenzgründungsberatung.

Hochschulzentrum Vöhlinschloss

Kosten und Studiengebühren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wird ein Semesterbeitrag in Höhe von 102,05 € pro Semester erhoben, dieser setzt sich zusammen aus 42 € Studentenwerksbeitrag und 60,05 € für das Semesterticket des AVV (Stand WS 2017). Studienbeiträge wurden von 2007 bis 2013 erhoben.[12]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name geb. gest. Funktion an der HS Augsburg Fakultät von bis Anmerkung
Johann Georg Bergmüller 1688 1762 katholischer Direktor Reichsstädtische Kunstakademie 1730 1762 bedeutender Freskomaler des Barocks
Dominikus Böhm 1880 1955 Schüler Baugewerkschule Augsburg 1896 1900 deutscher Architekt
Heinrich von Buz 1833 1918 Schüler Kgl. Polytechnische Schule Augsburg 18?? 18?? deutscher Techniker und Industrieller
Rudolf Diesel 1858 1913 Schüler Gewerbe- und Industrieschule Augsburg 1872 1875 Erfinder des Dieselmotors
Martin Eder 1968 - Student Gestaltung 1986 1992 deutscher Künstler
Hubert Gindert 1933 - Professor für Marketing Wirtschaft 1973 1998 deutscher Ökonom
Karl Albert Gollwitzer 1839 1917 Schüler Kgl. Polytechnische Schule Augsburg 1855 1858 deutscher Architekt
Alexander Grimm 1986 - Student Maschinenbau 2008 - Olympiasieger im Kanuslalom (2008)
Matthäus Günther 1705 1788 Direktor Reichsstädtische Kunstakademie 1762 1784 bedeutender Rokokomaler
Josef Hebel 1894 1972 Student Bauschule Augsburg 19?? 1914 deutscher Unternehmer
Georg Holzach 1963 - Dozent (Medientraining) Wirtschaft 2006 2006 deutscher Fernsehjournalist
Mario Jeckle 1974 2004 Student, Lehrbeauftragter Informatik 199? 1997 deutscher Informatiker
Georg Krauß 1826 1906 Schüler Kgl. Polytechnische Schule Augsburg 183? 1847? Gründer der Locomotivfabrik Krauss & Comp.
Edwin Kreuzer 1947 - Student Rudolf-Diesel-Polytechnikum 1966 1971 Präsident der Technischen Universität Hamburg-Harburg
Franz von Lenbach 1836 1904 Schüler Kgl. Polytechnische Schule Augsburg 1852 1853 deutscher Maler
Wilhelm Liebhart 1951 - Professor für Geschichte, Politik und Literatur Allgemeinwissenschaften 1989 - deutscher Historiker
Eugen Nerdinger 1910 1991 Direktor Werkkunstschule der Stadt Augsburg 1960 1970 Gebrauchsgrafiker
Erika Regnet 1962 - Professorin für Personal und Organisation Wirtschaft 2008 - Top40 im deutschen Personalwesen (Personalmagazin 09/07)
Fritz Scherer 1940 - Professor für Betriebswirtschaftslehre Wirtschaft 19?? 2003 1. Vizepräsident des FC Bayern München
Thomas Schmidt 1976 - Student Maschinenbau 1999? 2003? Olympiasieger im Kanuslalom (2000)
Thomas Schwartz 1964 - Honorarprofessor für angewandte Ethik Allgemeinwissenschaften 2005 - katholischer Priester
Wolfgang Simler 1943 - Lehrbeauftragter für Bankwirtschaft Wirtschaft 1986 2009 Präsident der Hauptverwaltung München der Bundesbank
Rupert Stadler 1963 - Student Wirtschaft 198? 198? Vorstandsvorsitzender der Audi AG
Panoramabild der Hochschule (Brunnenlechgäßchen)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eugen Nerdinger, Lisa Beck: Dreihundert Jahre Schule für Gestaltung in Augsburg: von der Reichsstädtischen Kunstakademie zum Fachbereich Gestaltung der Fachhochschule Augsburg. Augsburg 1987, ISBN 3-921133-44-0
  • Elisabeth Bäuml: Geschichte der alten reichsstädtischen Kunstakademie von Augsburg. Diss. München 1950.
  • Bruno Bushart: Die Augsburger Akademien. In: Academies of art between Renaissance and romanticism. 1989, S. 332–347.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hochschule Augsburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hochschule Augsburg : Leitbild. Abgerufen am 1. März 2017 (deutsch).
  2. Hochschule Augsburg : Präsidium. Abgerufen am 1. März 2017 (deutsch).
  3. Fachserie 11 Reihe 4.1, Studierende an Hochschulen im Wintersemester 2015/2016. Statistisches Bundesamt, 2. September 2016, S. 89, abgerufen am 1. März 2017 (PDF; 3,0 MB, deutsch).
  4. a b c Hochschule Augsburg : Daten & Fakten. Abgerufen am 1. März 2017 (deutsch).
  5. GRUNDORDNUNG der Hochschule für angewandte Wissenschaften Augsburg vom 15.10.2011, zuletzt geändert durch die zweite Satzung zur Änderung der Grundordnung der Hochschule für angewandte Wissenschaften vom 28.07.2015 (PDF; 97,4 kB)
  6. Daten & Fakten. Hochschule Augsburg; abgerufen am 20. Mai 2015.
  7. Reichsstädtische Kunstakademie. In: Stadtlexikon Augsburg
  8. innovations-report.de
  9. Fachhochschule Augsburg. Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
  10. Hochschule Augsburg – Angewandte Spontanität. Stadt Augsburg
  11. Ziele und Aufgaben des Vereins. Institut für Baurecht und Baubetrieb e. V.; Hochschule Augsburg
  12. Studienbeiträge. Hochschule Augsburg

Koordinaten: 48° 21′ 19″ N, 10° 54′ 18″ O