ISS Dome

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ISS Dome
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Der ISS Dome mit Vorplatz (2006)
Der ISS Dome mit Vorplatz (2006)
Frühere Namen

Dome in Rath

Daten
Ort DEG-Platz 1
DeutschlandDeutschland 40472 Düsseldorf
Koordinaten 51° 16′ 19″ N, 6° 48′ 41″ OKoordinaten: 51° 16′ 19″ N, 6° 48′ 41″ O
Eigentümer Stadt Düsseldorf
Betreiber Düsseldorf Congress Sport & Event GmbH
Baubeginn 19. Mai 2005
Eröffnung 2. September 2006
Oberfläche Beton
Parkett
Eisfläche
PVC-Bodenbelag
Kosten 70 Mio. Euro
Architekt RKW Architektur + Städtebau
Kapazität 13.400 Plätze (Eishockey)
14.282 Plätze (maximale Kapazität)
Spielfläche 60 × 30 m (Eishockey)
Verein(e)
Veranstaltungen
Nordansicht des ISS Dome (2012)
Aufgang vom Foyer zur 2. Ebene (Oberrang und Mittelrang) – Rechts: die 1. Ebene (Stehplätze)

Der ISS Dome (eigene Schreibweise ISS DOME, zuvor auch als „Dome in Rath“ bezeichnet) ist eine Multifunktionshalle im nördlichen Düsseldorfer Stadtteil Rath. Für die Entwurfsplanung zeichnete das Düsseldorfer Architekturbüro RKW Architektur + Städtebau verantwortlich. Die Grundsteinlegung erfolgte am 19. Mai 2005; die Gesamt-Baukosten lagen bei knapp 70 Mio. Euro (inklusive Parkhaus). Eröffnet wurde der ISS Dome am 2. September 2006. Namensgeber aufgrund eines auf zehn Jahre ausgelegten Sponsoringvertrages ist der dänische Gebäudedienstleister Integrated Service Solutions.[1] Im Juni 2016 wurde der Sponsoringvertrag bis 2018 verlängert.[2]

Kapazität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Halle bietet bei Heimspielen des Düsseldorfer Eishockeyvereins Düsseldorfer EG 14.282 Zuschauern Platz und ist somit nach der Merkur Spiel-Arena die zweitgrößte Veranstaltungsstätte der Stadt Düsseldorf sowie nach der Kölner Lanxess Arena, der Berliner Mercedes-Benz Arena und der Mannheimer SAP Arena das viertgrößte Eishockeystadion Deutschlands. Da der Oberrang nur bei entsprechendem Publikumsandrang geöffnet wird, beträgt die übliche Kapazität 8.500 Plätze. Bei Konzerten und anderen Veranstaltungen beträgt das Fassungsvermögen 12.500 Zuschauer. Durch Umwandlung der Unterrang-Sitzplatzbereiche an der Nord-, Ost-, und Westseite in Form von Teleskoptribünen stehen ca. 4.000 Stehplätze zur Verfügung, für eine Multifunktionshalle eine eher ungewöhnliche Einrichtung. Hier wurde den Wünschen der Fans des Traditionsvereins Düsseldorfer EG Rechnung getragen, deren Mannschaft seit der Saison 2006/07 ihre Heimspiele nicht mehr im Eisstadion an der Brehmstraße, sondern im ISS Dome austrägt.

Eishockey[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptsächlicher Grund für den Umzug des Eishockeyvereins war die Tatsache, dass das zu diesem Zeitpunkt bereits 71-jährige Eisstadion nicht mehr den aktuellen Anforderungen einer Sportveranstaltung entsprach (wenig Parkflächen durch Innenstadtlage, kaum Möglichkeiten ein VIP-Zuschauersegment anzusprechen, schlechte Bedingungen für Presse und Fernsehübertragungen, dringend sanierungsbedürftige Kabinen für Teams und Offizielle, Sanitäranlagen und Sitzplätze). Zudem wären die notwendigen größeren baulichen Maßnahmen durch die Lage zwischen dem Zoopark und der viel befahrenen Hauptverkehrsader Brehmstraße aus bautechnischen Gründen nicht möglich gewesen. Da in Düsseldorf eine Halle dieser Kapazität bisher fehlte und der ISS Dome nun die Lücke zwischen der 7.550 Zuschauer fassenden Mitsubishi Electric Halle (ehemals Philipshalle) im Stadtteil Oberbilk und der ESPRIT arena mit einer Kapazität von 51.500 Zuschauern in Stockum schloss, stand einer recht schnellen Genehmigungs- und Bauphase nichts entgegen.

Infolge der Errichtung des ISS Domes wird seit einigen Jahren die Industriebrache des ehemaligen Mannesmanngeländes und große Freifläche zwischen den Stadtteilen Rath und Unterrath durch weitere Neubauten geschlossen und ein neues Zentrum, der Theodorpark, entstehen. So entstanden bereits einige Büro- und Gewerbehallen für Logistikbetriebe des nahegelegenen Flughafens, eine neue Großfiliale für den Autohersteller BMW und ein Hotel neben dem Dome.

Der Arena-Neubau ist nicht mit einem um die Halle führenden und begehbaren Umlauf ausgestattet wie ähnliche neue Hallen, beispielsweise die Barclaycard Arena in Hamburg oder die Lanxess-Arena in Köln, sondern hat zwei separate Bereiche mit jeweils eigenen Eingängen, so dass der V.I.P.-Bereich von der restlichen Halle abgetrennt ist. Der betongraue, schmucklose Umlaufbereich der Zuschauerränge sowie das geringe gastronomische Angebot des Caterers und die Einführung eines Kartenbezahlsystems führte bei vielen DEG-Fans und Besuchern anfänglich zu Verstimmungen. Weitere Startschwierigkeiten waren die schlechte Eisqualität bei Eishockeyspielen, Sichtbehinderungen bei einigen Sitzplätzen und die nicht optimale Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr. Im Laufe der ersten Saisons der DEG Metro Stars wurden jedoch einige Verbesserungen erzielt. Sofort gut angenommen wurde hingegen die Fan-Kneipe, ein in die Halle integriertes Bistro, welches sich zu einem viel genutzten Treffpunkt vor dem Spiel und während der Drittelpausen entwickelt hat.

Handball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2018 bis 2020 wird der DHB-Supercup (Pixum Super Cup) zwischen dem Meister der Handball-Bundesliga und dem DHB-Pokalsieger im ISS Dome ausgespielt. Die Premierenveranstaltung fand am 22. August 2018 statt.[3]

In der Handball-Bundesliga-Saison 2018/19 wird der Bergische HC die Heimspiele gegen die Rhein-Neckar Löwen (1. November 2018) und den THW Kiel (15. November 2018) im ISS Dome austragen.[4]

Konzerte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im ISS Dome finden auch viele Konzerte statt. Die Toten Hosen spielten ihre sechs Weihnachtskonzerte im Jahr 2009 in der Halle. Aber auch internationale Künstler und Gruppen wie AC/DC, Iron Maiden, Rammstein, P!nk, Elton John oder David Guetta traten dort auf.[5]

Anbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ISS Dome mit Parkhaus
Blick vom Foyer auf die Theodorstraße (Bebauungszustand: Herbst 2006)

Der „Dome“ verfügt über eine sehr gute Anbindung an den Straßenverkehr. Die Bundesautobahn 52 (Düsseldorf-Essen) verläuft in unmittelbarer Nähe, die nächstgelegene Anschlussstelle Düsseldorf-Rath ist ca. 900 m entfernt. Diese Anschlussstelle ist Teil des Autobahnkreuzes Düsseldorf-Nord, über das auch die Bundesautobahn 44 angeschlossen wird. Die A 52 ist über die Bundesautobahn 44 sehr gut an die Bundesautobahn 3 (Abfahrt zur A 44 am Autobahndreieck Ratingen-Ost) und die Bundesautobahn 57 angebunden.

Die Theodorstraße zwischen den Stadtteilen Unterrath und Rath wurde im Zuge der Errichtung des ISS Domes vierspurig ausgebaut, zwischen den Fahrbahnen wurde eine Trasse für eine geplante Straßenbahnanbindung eingerichtet.

Parken am ISS Dome[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für PKW wurde ein Parkhaus mit 1.500 Stellplätzen neben sowie eine Tiefgarage mit 400 Stellplätzen für V.I.P.-Gäste unter der Halle errichtet. Anfängliche Planungen, 10 Euro für einen Stellplatz im Parkhaus zu verlangen, scheiterten an den Protesten vieler Fans, aktuell beträgt die Gebühr fünf Euro. Die Parkplatzsituation außerhalb des Parkhauses rund um den ISS Dome hingegen gilt als sehr schlecht und wird nach wie vor kritisiert.

Seit September 2013 wird das Parkhaus am ISS Dome, jetzt bekannt unter dem Namen „Parkvogel“, von der SITA Airport IT GmbH betrieben. Im Zuge dessen verbesserte sich die Verkehrssituation. Zudem wurde das Parkangebot um Parken für Urlauber, die vom Düsseldorfer Flughafen fliegen, erweitert.[6]

ÖPNV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anschluss ISS Dome
701
   
weiter in Richtung Jan-Wellem-Platz
   
D-Rath S-Bahn Rhein-Ruhr
   
Wahlerstraße/JVA
   
ISS DOME
   
DOME/Am Hülserhof
   
Wendeschleife DOME/Am Hülserhof

Seit dem 7. Januar 2018 ist der DOME an das Düsseldorfer Straßenbahnnetz angeschlossen.[7] Dazu ist die zuvor zwischen der Haltestelle „Merowinger Straße“ im Stadtteil Bilk und dem Rather S-Bahnhof verkehrende Straßenbahn-Linie 701 bis zur Straßenkreuzung Theodorstraße/Am Hülserhof verlängert worden. Die Idee, dass bei Veranstaltungen auch die Züge der Stadtbahnlinie U71 von Benrath kommend über ihre reguläre Endhaltestelle am Rather S-Bahnhof hinaus verkehren, um so auch eine Direktverbindung von der Heinrich-Heine-Allee/Altstadt zum ISS Dome anbieten zu können, wird (zunächst) nicht umgesetzt. Stattdessen wird von 2 Stunden vor bis 2 Stunden nach Veranstaltungen und Spielen im DOME der Verkehr auf der Linie 701 ab der Haltestelle „Sternstraße“ in Pempelfort so verdichtet, dass mindestens ein 5-Minuten-Takt entsteht. Laut Nahverkehrsplan Düsseldorf bestanden auch Planungen, den ISS Dome mit der Straßenbahnlinie 707 von Unterrath aus zu erschließen. Dieses Projekt wurde jedoch aufgrund hoher Baukosten durch zwei komplexe Brückenbauwerke und städtebaulicher Komplikationen verworfen.[8][9]

Aufgrund von Problemen beim Erwerb eines Grundstückes, über welches die Trasse der Straßenbahn-Verlängerung führt, verzögerte sich der Bau unerwartet um mehrere Jahre. Somit erfolgte der ÖPNV-Anschluss länger als 11 Jahre nur provisorisch mittels Buslinien (Linie 775; seit April 2014: Linie 557), die eine Verbindung zum Rather S-Bahnhof herstellten. Vor und nach Veranstaltungen und Spielen im DOME wurde ein zusätzlicher Buspendelverkehr zwischen Rather und Unterrather S-Bahnhof eingerichtet. Zwischen DOME und dem Unterrather S-Bahnhof (S-Bahn-Linien S1 und S11, Straßenbahnlinien 705 und 707, Buslinien 729, 730 und 760) bleibt dieser Pendelverkehr auch nach Inbetriebnahme der Straßenbahnverlängerung für begrenzte Zeit als Linie E729 erhalten.[7]

Probleme mit der Konstruktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konstruktionsbedingt kommt es in schneereichen Wintern wie im Jahr 2011 zu Problemen mit dem Dach, da größere Mengen Schnee auf die sich im Eingangsbereich aufhaltenden Personen fallen könnten. Im Januar 2013 wurde mit Hilfe eines Hubschraubers vom Typ Sikorsky S-76 einer Langenfelder Firma der Schnee von Dach geweht.[10]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: ISS-Dome – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. musikmarkt.de: „Dome in Rath“ heißt „ISS Dome“.@1@2Vorlage:Toter Link/www.musikmarkt.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. 21. Dezember 2005, abgerufen am 11. Dezember 2013.
  2. stadionwelt.de: Düsseldorfer Arena verlängert Naming-Right-Deal. Artikel vom 23. Juni 2016.
  3. stadionwelt.de: Handball-Supercup in Düsseldorf. Artikel vom 13. Dezember 2017.
  4. Zwei Topspiele des BHC im ISS Dome. Abgerufen am 18. September 2018.
  5. setlist.fm: Konzertliste des ISS Dome. (englisch).
  6. Der Parkvogel steuert Dome und Airport an. Der Westen vom 17. Dezember 2013.
  7. a b rheinbahn.de: Nächster Halt: ISS Dome / Ab 7. Januar 2018: Verbesserung des Liniennetzes in Rath. Abgerufen am 27. Dezember 2017.
  8. Nahverkehrsplan Düsseldorf 2010–2015.
  9. Fortschreibung des NVP.
  10. ISS-Dome – Hubschrauber soll Dach vom Schnee befreien. Westdeutsche Zeitung vom 16. Januar 2013.