Ion Vlădoiu

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Ion Vlădoiu
Ion Vladoiu.jpg
Spielerinformationen
Geburtstag 5. November 1968
Geburtsort CălineștiRumänien
Größe 170 cm
Position Stürmer
Junioren
Jahre Station
C.S.Ș. Aripi Pitești
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1987–1991 FC Argeș Pitești 75 (13)
1991–1994 Steaua Bukarest 77 (24)
1994–1995 Rapid Bukarest 43 (22)
1995–1996 Steaua Bukarest 33 (25)
1996–1998 1. FC Köln 51 (10)
1998–2000 Dinamo Bukarest 36 (26)
2000 Kickers Offenbach 15 0(5)
2001–2002 Steaua Bukarest 15 (10)
2002 FC Argeș Pitești 16 0(8)
2002–2003 FC Universitatea Craiova 13 0(2)
2003–2004 FC Argeș Pitești 16 0(0)
2004 UTA Arad 3 0(1)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1992–2000 Rumänien 28 0(2)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2006 FC Snagov
2006 FC Național Bukarest
2008–2009 Dinamo Bukarest (Co-Trainer)
2010 FC Argeș Pitești
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Ion „Jean“ Vlădoiu (* 5. November 1968 in Călinești, Kreis Argeș) ist ein ehemaliger rumänischer Fußballspieler und -trainer. Seit Juni 2011 ist er Präsident des Fanklubs der rumänischen Nationalmannschaften.

Karriere als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Karriere begann der 1,70 m große Stürmer bei C.S.Ș. Aripi Pitești. Von dem Schülersportklub wechselte er zu FC Argeș Pitești, für den er am 31. Oktober 1987 beim Heimsieg gegen Oțelul Galați sein erstes Spiel in der Divizia A absolvierte. In der Winterpause der Saison 1990/91 wechselte Vlădoiu in die rumänische Hauptstadt zu Steaua Bukarest. Nachdem er mit Steaua 1993 den Meistertitel errungen hatte, wechselte er in der Winterpause der Saison 1993/94 zu Rapid Bukarest. Für die Saison 1995/96 kehrte Vlădoiu erneut zu Steaua zurück und war bei der Erringung des Meistertitels zugleich auch erfolgreichster Torschütze der Liga. Anschließend wechselte er für eine Ablösesumme von 800.000 Dollar in die Fußball-Bundesliga zum 1. FC Köln, wo er einige Zeit der Angriffspartner von Toni Polster war. Nach zwei eher durchwachsenen Spielzeiten, die in dem Abstieg des 1. FC Köln in die 2. Bundesliga ihren Abschluss fanden, kehrte Vlădoiu 1998 in sein Heimatland zurück, diesmal jedoch zu Dinamo Bukarest. Dort blieb er bis zur Winterpause der Saison 1999/2000, als er für die Rückrunde in die 2. Bundesliga zu Kickers Offenbach wechselte. Auch dort konnte Vlădoiu den Abstieg seines Vereins nicht verhindern, woraufhin er sein Gastspiel in Deutschland beendete und zu Steaua Bukarest wechselte. Nach anderthalb Spielzeiten kehrte er in der Winterpause der Saison 2001/02 zu seinem allerersten Profiverein FC Argeș Pitești zurück. Nach der Rückrunde wechselte Vlădoiu zu FC Universitatea Craiova, blieb auch dort jedoch nur bis zur Winterpause der Saison 2002/03 eingesetzt. Den Rest der Saison sowie die Hinrunde der Folgesaison bestritt er erneut für FC Argeș Pitești, ohne für den Verein jedoch noch ein weiteres Meisterschaftstor erzielen zu können. In der Winterpause der Saison 2003/04 wechselte Vlădoiu ein letztes Mal den Verein und ging zu UTA Arad in die Divizia B, wo er 2004 seine aktive Laufbahn beendete. Vor allem im rumänischen Fußball machte sich Vlădoiu einen Namen: Er schoss in 324 Spielen der Divizia A 130 Tore. Hinzu kommen acht Tore in 31 Europapokalspielen für die rumänischen Vereine.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vlădoiu debütierte am 14. November 1992 beim Spiel gegen die Tschechoslowakei in der rumänischen Fußballnationalmannschaft. Für sein Land absolvierte er 28 Spiele und schoss dabei zwei Tore. Vlădoiu wurde von Nationaltrainer Anghel Iordănescu für die Fußball-Weltmeisterschaft 1994 in den USA und die Fußball-Europameisterschaft 1996 in England nominiert, wo er jeweils einmal eingewechselt wurde. Dabei blieb insbesondere seine Rote Karte bei der WM 1994 in Erinnerung, die sich der oftmals unbeherrschte Stürmer nach nur vier Spielminuten noch vor seinem ersten Ballkontakt für ein grobes Foul einholte. In seinen zwei Spielen für die rumänische U21-Nationalmannschaft konnte er keine Tore erzielen.

Karriere als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vlădoiu trat im September 2006 das Traineramt bei dem rumänischen Zweitligisten FC Snagov an. Nur wenige Wochen später, am 23. Oktober 2006, verließ er den Letztplatzierten der Divizia B und unterschrieb bei dem Erstligisten FC Național Bukarest. Einen Monat später trat er nach drei Niederlagen und einem Unentschieden in vier Meisterschaftsspielen bereits wieder zurück. Anschließend lebte er anderthalb Jahre zurückgezogen im Kreis Argeș und meldete sich hin und wieder als Fußballexperte im rumänischen Fernsehen zu Wort.[1] Am 1. April 2008 wurde verkündet, dass Vlădoiu nach Ablauf der Saison 2007/08 als Co-Trainer von Mircea Rednic bei Dinamo Bukarest beginnen werde. Er trat das Amt im Juni 2008 an und wurde nach dem Rücktritt Rednics im Juni 2009 vom Verein entlassen. Am 30. Juni 2010 wurde er Nachfolger von Cristian Negru bei FC Argeș Pitești, nachdem der Verein den Aufstieg in die Liga 1 verpasst hatte.[2] Aufgrund mangelnder finanzieller Unterstützung löste Vlădoiu seinen Vertrag aber bereits am 12. Juli 2010 wieder auf.[3]

Am 22. Juni 2011 wurde Vlădoiu vom rumänischen Fußballverband als Präsident des neu gegründeten Fan Clubul Echipelor Naționale ale României (deutsch: Fanklub der rumänischen Nationalmannschaften) vorgestellt.[4]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. März 2008 wurde Vlădoiu vom rumänischen Staatspräsidenten Traian Băsescu für die Leistungen in der Nationalmannschaft mit dem Verdienstorden „Meritul sportiv“ III. Klasse ausgezeichnet.[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mihai Ionescu/Răzvan Toma/Mircea Tudoran: Fotbal de la A la Z. Mondocart Pres, Bukarest 2001, ISBN 973-8332-00-1, S. 332–333.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vladoiu, scarbit de fotbal. Libertatea, 23. April 2007, abgerufen am 9. Januar 2008 (rumänisch).
  2. Jean Vlădoiu, noul antrenor al echipei FC Argeș. a1.ro, 30. Juni 2010, abgerufen am 29. Januar 2011 (rumänisch).
  3. Vlădoiu pleacă de la FC Argeș, abgerufen am 29. Januar 2011 (rumänisch)
  4. ProSport vom 22. Juni 2011, abgerufen am 25. Juli 2011 (rumänisch)
  5. Decorarea unor personalităţi ale fotbalului românesc. 25. März 2008, abgerufen am 24. Januar 2011 (rumänisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]