Kapfenberger SV

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Dieser Artikel behandelt den Bundesligaklub Kapfenberger SV. Zum Artikel über den Hauptverein, siehe Kapfenberger Sportvereinigung
KSV 1919
Logo der Kapfenberger SV
Voller Name Kapfenberger Sportvereinigung 1919
Ort Kapfenberg
Gegründet 21. März 1919 (als Kapfenberger SC);
23. März 1947 (als Kapfenberger Sportvereinigung)
Vereinsfarben rot-weß
Stadion Franz-Fekete-Stadion
Plätze 12.000
Präsident ÖsterreicherÖsterreicher Erwin Fuchs
Trainer ÖsterreicherÖsterreicher Kurt Russ
Homepage ksv-fussball.at
Liga Erste Liga
2014/15 4. Platz (Erste Liga)
Heim
Auswärts

Die Kapfenberger SV (offiziell Kapfenberger Sportvereinigung Superfund) ist ein österreichischer Sport- und Fußballverein aus der steirischen Stadt Kapfenberg. Er ist seit 1997 ein selbständiger Zweigverein der Kapfenberger Sportvereinigung. Von 2008 bis zum Abstieg 2012 spielte der Verein in der österreichischen Bundesliga, der höchsten Spielstufe des Landes. Bis zum Ende der Saison 2010/11 trat der Verein unter Miteinbeziehung des Sponsornamens als KSV Superfund auf, seither als KSV 1919. Die Vereinsfarben sind Rot-Weiß.

Geschichte[Bearbeiten]

Kapfenberger SC[Bearbeiten]

Gegründet wurde der Vorläufer des Vereins am 4. September 1919 als Kapfenberger Sportclub. Bereits im Jahr 1922 spielte der Kapfenberger SC in der 1. Klasse Steiermark und feierte mit dem Gewinn des Steirischen Landescups seinen ersten größeren Erfolg. 1925 wurde der Verein obersteirischer Meister, verlor jedoch das Spiel um die gesamtsteirische Meisterschaft gegen den SK Sturm Graz klar mit 1:4. Die beste Platzierung in der 1. Klasse erreichte der Kapfenberger SC in der Saison 1935/36 mit dem 3. Rang. Im Spieljahr 1940/41 wurde die Qualifikation zur höchsten Spielklasse mit dem 2. Rang hinter dem SK Sturm Graz nur knapp verpasst. In der Folgesaison eroberte der Verein endlich den Meistertitel der Gauliga Steiermark durfte jedoch nicht in die höchste Liga aufsteigen, da diese vorübergehend wieder nur den Wiener Vereinen vorbehalten war. 1942/43 gewann der Kapfenberger SC die steirische Meisterschaft mit einem 0:2 und 6:1 Erfolg gegen die BSG Rosental und qualifizierte sich damit für die Aufstiegsspiele zur Gauliga Ostmark. Mit drei Siegen und einer Niederlage scheiterte der Klub nur aufgrund der Tordifferenz am LSV Markersdorf an der Pielach. Nach dem Krieg spielte der Kapfenberger SC sehr erfolgreich in der neu gegründeten steirischen Landesliga und belegte immer einen Rang unter den ersten drei.

Kapfenberger SV[Bearbeiten]

Am 23. März 1947 wurde der Verein schließlich mit den zusätzlichen Sektionen Tischtennis, Handball und Ski als Kapfenberger Sportvereinigung neugegründet. Die größten Erfolge erreichte die Fußballabteilung der Kapfenberger Sportvereinigung in den 1950er und 1960er Jahren mit der Zugehörigkeit zur A-Liga, sowie in den 1980er Jahren mit der Zugehörigkeit zur 2. Division.

Aus dieser Zeit stammt auch das geflügelte WortSimmering - Kapfenberg, das nenn i Brutalität“, das der österreichische Kabarettist und Schauspieler Helmut Qualtinger mit einer Aussage seiner Kunstfigur Travnicek schuf. Qualtinger besuchte am 27. Oktober 1956 ein Match der beiden Vereine. In einem harten, aber weder unfairen noch brutalen Spiel erzielte der Kapfenberger Stürmer „Haube“ Hauberger in der letzten Spielminute das 1:0, stieß dabei mit dem Simmeringer Tormann Engelmaier zusammen und erlitt einen offenen Knochenbruch.[1][2]

1997 wurde der Verein, der zuvor als Sektion der Kapfenberger Sportvereinigung geführt wurde, zu einem rechtlich eigenständigen Verein.[3]

Nach 15 Jahren in der steirischen Landesliga bzw. in der Regionalliga Mitte, spielt der Verein seit der Saison 2002/03 wieder in der zweithöchsten Spielstufe, der Ersten Liga. In der Saison 2004/05 scheitere der Verein als Vizemeister hinter der Mannschaft der SV Ried am Aufstieg in die Bundesliga. Nach dem Höhenflug beendete man die Saison 2006/07 auf einem Abstiegsplatz, nur der gleichzeitige Lizenzentzug des Grazer AK und der Admira führte letztlich am grünen Tisch zum Verbleib in der Liga. Bereits eine Spielzeit später konnten die Falken mit einem 1:1 beim SV Bad Aussee drei Runden vor Schluss den Aufstieg in die Bundesliga fixieren.

Start in die Bundesliga[Bearbeiten]

Am 9. Juli 2008 spielte die KSV erstmals seit 41 Jahren wieder in der höchsten Spielklasse Österreichs. Gegner war an diesem Abend der LASK Linz, der das Spiel mit einem 1:0-Sieg für sich entscheiden konnte. Am 9. Mai 2009 konnte mit einem 2:0-Sieg über den SK Austria Kärnten, bereits drei Runden vor Schluss, der Klassenerhalt fixiert werden. Schlussendlich wurde die Saison auf dem achten Platz abgeschlossen.

Historisches ereignete sich am 1. November 2009, dem 14. Spieltag der Saison 2009/10, als Kapfenberg nach 13 absolvierten Ligaspielen mit acht erzielten Toren auf dem vorletzten Tabellenplatz rangierte. In der 14. Runde traf man vor eigenem Publikum auf den LASK, den man mit 7:2 besiegte.[4] Dieses Ergebnis bedeutet für die Kapfenberger SV den höchsten Sieg in der Bundesliga-Geschichte des Vereins, der schlussendlich in der Saison 2009/10 den 9. Platz vor dem Absteiger Kärnten belegte. Gelang es in der Saison 2010/11 noch als Vorletzter, den Ligaerhalt zu sichern, so landete man im Spieljahr 2011/12 mit 23 Punkten abgeschlagen auf dem letzten Platz und musste den bitteren Weg in die "Heute für Morgen Erste Liga" antreten. Aufgrund der sportlichen Misserfolge trennte man sich im November 2011 von Erfolgstrainer Werner Gregoritsch. Sein Nachfolger wurde Thomas von Heesen, der den Verein auch in der zweiten Spielklasse weiterbetreute, jedoch am 10. November 2012 von seinen Traineraufgaben entbunden und durch den bisherigen Nachwuchskoordinator Klaus Schmidt ersetzt wurde. [5] Im Juni 2013 trennte sich der Verein einvernehmlich von Coach Klaus Schmidt, obwohl dieser eine erfolgreiche Bilanz aufzuweisen hatte. Sein Nachfolger ist der bisherige KSV-Amateur-Trainer und ehemalige österreichische Ex-Internationale Kurt Russ.

Aktueller Vorstand[Bearbeiten]

Präsident Erwin Fuchs
  • Präsident: Erwin Fuchs
  • Vize-Präsidenten: Günter Heber und Klaus Sommerauer
  • Wirtschaft und Finanzen: Günter Krenn
  • Manager: Herbert Wieger
  • Marketing: Nicole Präpasser

Sponsoring[Bearbeiten]

Der offizielle Vereinsname des Vereins lautete unter Einbeziehung des Sponsornamens in der Saison 2005/06 SV Stadtwerke Kapfenberg. In seiner Geschichte trat der Verein lange Zeit als KSV Böhler auf um auf die Sponsortätigkeit der Böhler-Werke hinzuweisen. In der Saison 2007/2008 war der Hauptsponsor wieder die Böhler-Werke, da die Stadtwerke den Vertrag nicht verlängert hatten.

Der Ausrüster sind die Sportartikelfirma Erima sowie die Firma Peeroton. Bis zum Jahre 2003 war die Puma AG Ausrüster der Kapfenberger. Seit Juli 2008 ist die Investmentgruppe Superfund Hauptsponsor des Vereins, weshalb die Mannschaft unter Miteinbeziehung des Sponornamens als „KSV Superfund“ auftritt.

Titel und Erfolge[Bearbeiten]

Kampfmannschaft[Bearbeiten]

Sportliche Leitung[Bearbeiten]

Stand: 11. Oktober 2015

Funktion Name Geburtsdatum Nationalität beim Verein
seit
letzter Verein
Trainer Kurt Russ 23.11.1964 OsterreichÖsterreich 06/2013 Co-Trainer
Co-Trainer René Pitter 08.07.1989 OsterreichÖsterreich 06/2014 Trainer Kapfenberger SV IV
Co-Trainer Milan Zurman 06.04.1961 SlowenienSlowenien  ? Trainer Kapfenberger SV III
Torwart-Trainer Markus Kubesch 04.03.1985 OsterreichÖsterreich 09/2014 Videoanalyst
Torwart-Trainer Franz Sever 29.11.1966 OsterreichÖsterreich 07/2002 Spieler
Konditionstrainer Stefan Arvay 18.08.1974 OsterreichÖsterreich 07/2008 Grazer AK
Teammanager Herbert Wieger 07.02.1972 OsterreichÖsterreich  ? Spieler

Aktueller Kader[Bearbeiten]

Stand: 7. Februar 2016

Rücken-
nummer
Name Geburtsdatum Nationalität beim Verein
seit
letzter Verein
Torhüter
01 Christoph Nicht 05.01.1994 OsterreichÖsterreich 07/2012 Kapfenberger SV III
12 Christian Petrovcic 26.02.1991 OsterreichÖsterreich 07/2014 DSV Leoben
26 Michael Budl 25.05.1998 OsterreichÖsterreich 07/2015 Kapfenberger SV III
36 Patrick Aschenbrenner 27.02.1997 OsterreichÖsterreich 07/2014 Kapfenberger SV III
Verteidigung
03 Manfred Gollner (C)Kapitän der Mannschaft 22.12.1990 OsterreichÖsterreich 07/2010 Kapfenberger SV II
06 Maximilian Ritscher 11.01.1994 OsterreichÖsterreich 07/2015 Wolfsberger AC II
15 Manuel Haas 07.05.1996 OsterreichÖsterreich 07/2015 FC Liefering
18 Stefan Meusburger 28.10.1993 OsterreichÖsterreich 07/2014 FC Gratkorn
30 Daniel Grubesic 01.10.1995 OsterreichÖsterreich 02/2015 Kapfenberger SV II
Mittelfeld
04 Christoph Hubmann 22.10.1996 OsterreichÖsterreich 07/2015 Kapfenberger SV III
07 Dominik Frieser 09.09.1993 OsterreichÖsterreich 07/2015 TSV Hartberg
09 Mumin Nuriši 22.02.1995 MazedonienMazedonien 07/2015 Dinamo Zagreb
10 Edin Bahtic 14.07.1996 OsterreichÖsterreich 05/2013 Kapfenberger SV II
13 Marco Perchtold 21.09.1988 OsterreichÖsterreich 07/2014 LASK Linz Juniors
14 Florian Flecker 29.10.1995 OsterreichÖsterreich 07/2015 Kapfenberger SV II
20 Gerald Nutz 25.01.1994 OsterreichÖsterreich 07/2013 Kapfenberger SV II
21 Markus Farnleitner 12.10.1993 OsterreichÖsterreich 07/2013 Kapfenberger SV II
Angriff
11 Philipp Wendler 02.06.1991 OsterreichÖsterreich 07/2012 Kapfenberger SV II
22 Jorge Elias 06.06.1991 BrasilienBrasilien 02/2015 Mogi Mirim EC
27 Christian Berger 09.05.1997 OsterreichÖsterreich 08/2015 Kapfenberger SV II
29 João Victor 27.03.1994 BrasilienBrasilien 07/2015 São José dos Campos FC
32 Thomas Maier 18.04.1998 OsterreichÖsterreich 07/2015 Kapfenberger SV III

Stadion[Bearbeiten]

Franz-Fekete-Stadion beim Steirer-Derby zwischen der Kapfenberger SV und dem SK Sturm Graz am
9. August 2008

Die Kapfenberger SV trägt ihre Heimspiele im Franz-Fekete-Stadion aus. Das Stadion wurde 1950 unter dem Namen Alpenstadion eröffnet und ist seit 2001 nach dem ehemaligen Kapfenberger Bürgermeister Franz Fekete benannt. Es verfügt über 2000 Sitzplätze auf der überdachten Haupttribüne, wobei im Jahre 2009 noch 1500 zusätzliche Sitzplätze installiert werden sollten. Ebenfalls will man 2009 die knapp 8000 Stehplätze, die derweil noch unter freiem Himmel sind, überdachen. Namensgeber Fekete starb am 20. Februar 2009 im Alter von 87 Jahren.[6]

Fanszene[Bearbeiten]

Die Kapfenberger SV hat im Vergleich zu anderen Bundesligavereinen eine eher kleine Fanszene. Aktuell gibt es drei Fangruppierungen, von denen alle nur wenige Mitglieder zählen. Die Fangruppe mit dem längsten Bestehen sind die „REDS“, die ihren Fanklub im Jahre 2003 gründeten und deren Mitgliederbestand sich zumeist aus Jugendlichen aus der Obersteiermark zusammensetzt. Die anderen zwei Fangruppen sind „Die wilden Falken“ und „Die grauen Falken“. Zudem gab es einen Fanclub namens „KSV-Commando Nord“, welcher sich aber wieder auflöste. Seit der Saison 2009/10 verfügt man in einem der Sektoren des Stadions über einen eigenen Fanblock, welcher nur Saisonkartenbesitzern und Mitgliedern der Fanklubs zugänglich ist. Bis zum Ende der Saison 2008/09 waren die verschiedenen Anhängerschaften im gesamten Stadion verteilt. Seitdem setzt man auf Zusammenhalt, um auch eine bessere Stimmung während der Spiele zu verbreiten.

II. Mannschaft[Bearbeiten]

Die zweite Mannschaft der Kapfenberger SV spielt in der Regionalliga Mitte, der dritthöchsten Leistungsstufe. Zweck und Zielsetzung der Mannschaft ist, den Spielern den Übergang aus dem Nachwuchsbereich der AKA Kapfenberg, in den Profibereich zu ermöglichen. Zusätzlich zur zweiten Mannschaft betreibt der Klub noch die Mannschaften ASC Rapid Kapfenberg/SV Kapfenberg III und SV Kapfenberg IV.

Sportliche Leitung[Bearbeiten]

Stand: 5. August 2013[7][8]

Funktion Name Geburtsdatum Nationalität beim Verein
seit
letzter Verein
Trainer Karl Maier 31.10.1969 OsterreichÖsterreich 06/2013 AKA Kapfenberg
Konditionstrainer Stefan Arvay 18.08.1974 OsterreichÖsterreich 07/2008 Grazer AK

Aktueller Kader[Bearbeiten]

Stand: 5. August 2013[9][10]

Tor
12 OsterreichÖsterreich Christoph Nicht
26 OsterreichÖsterreich Paul Pajduch
36 MazedonienMazedonien SlowenienSlowenien Filip Gacevski
 
 
 
 
 
 
 
Abwehr
03 OsterreichÖsterreich Michael Hochleitner
04 OsterreichÖsterreich Philipp Stuber-Hamm
05 MontenegroMontenegro Argzim Redzovic
13 OsterreichÖsterreich Jürgen Grill
14 OsterreichÖsterreich Raphael Mayr
15 OsterreichÖsterreich Dominik Nievoll
20 OsterreichÖsterreich Gerald Nutz
OsterreichÖsterreich Lukas Graf
OsterreichÖsterreich Florian Stadler
OsterreichÖsterreich Miroslav Beljan
Mittelfeld
07 OsterreichÖsterreich Michael Vollmann
08 OsterreichÖsterreich Albert Vallci
10 OsterreichÖsterreich Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Edin Bahtic
16 OsterreichÖsterreich Thomas Schnittler
17 Korea SudSüdkorea Sun-Bin Kim
21 OsterreichÖsterreich Markus Farnleitner
OsterreichÖsterreich Robert Kurzmann
 
 
 
Angriff
09 OsterreichÖsterreich Ilija Juko
11 OsterreichÖsterreich Thomas Hirschhofer
OsterreichÖsterreich Anel Smajic
 
 
 
 
 
 
 
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Literatur[Bearbeiten]

  • Helga Papst: Sport in Kapfenberg. 1898–2008. Stadtgemeinde Kapfenberg, Kapfenberg 2009

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kapfenberg und die Brutalität, Kleine Zeitung, 3. Mai 2008
  2. Originalaufnahme Travnicek im Urlaub von Helmut Qualtinger und Gerhard Bronner
  3. Vereinsregisterauszug, ZVR-Zahl 625265340
  4. 7:2: KSV spielte mit dem LASK Katz und Maus, abgerufen am 1. November 2009
  5. Von Heesen nicht mehr Kapfenberg-Trainer
  6. Franz Fekete: Sein Denkmal ist in den Bürgerherzen, Kleine Zeitung (Mürztal), 21. Feber 2009
  7. Transfermarkt.at: Kapfenberger SV II – Mitarbeiter (abgerufen am 5. August 2013)
  8. Kapfenberger SV: Trainer Kapfenberger SV II (abgerufen am 5. August 2013)
  9. Kapfenberger SV: Kader Kapfenberger SV II (abgerufen am 5. August 2013)
  10. Transfermarkt.at: Kapfenberger SV II – Kaderliste (abgerufen am 5. August 2013)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kapfenberger SV – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien