SC Verl

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SC Verl
Vereinswappen des SC Verl
Basisdaten
Name Sportclub Verl von 1924 e. V.
Sitz Verl, Nordrhein-Westfalen
Gründung 6. September 1924
Farben Schwarz-Weiß
Mitglieder 1.102 (Stand: November 2019)[1]
Präsident Raimund Bertels
Website sportclub-verl.de
Erste Fußball-Mannschaft
Cheftrainer Guerino Capretti
Spielstätte Sportclub Arena
temporär: Benteler-Arena, Paderborn
Plätze 5.153 / 15.000
Liga 3. Liga
2019/20 2. Platz   (Regionalliga West)
Heim
Auswärts
Alternativ

Der SC Verl (vollständiger Name: Sportclub Verl von 1924 e. V.) ist ein Fußballverein aus der ostwestfälischen Stadt Verl im Kreis Gütersloh. Der Verein wurde am 6. September 1924 gegründet und hat mit Stand November 2019 1.102 Mitglieder. Die Vereinsfarben sind Schwarz und Weiß.

Die erste Mannschaft spielt ab 2020 in der 3. Liga. Zu ihren größten Erfolgen zählen neben dem Aufstieg in die 3. Liga 2020 die Meisterschaften in der Oberliga Westfalen 1991 und 2007 sowie die Westfalenpokalsiege 1992, 1999 und 2007. Im Jahr 1991 nahm der SC Verl an der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga teil.

Der Verein trägt seine Heimspiele in der Verler Sportclub Arena aus. Bekanntester ehemaliger Spieler ist der Ex-Nationalspieler Arne Friedrich, der in der Saison 1999/2000 für den SC Verl spielte.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühe Jahre (1924 bis 1986)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sportbegeisterte junge Männer gründeten am 6. September 1924 den SC Verl. Die erste Spielstätte war der Sportplatz Auf der Heide.[2] 1928 gelang der Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Der Verein zog immer mehr Zuschauer an, so dass die Spielstätte an den Ölbach verlegt werden musste. Den ersten Titel errang der Verein im Jahr 1931, als der SCV Gau-Pokalsieger im Kreis Wiedenbrück wurde.[3] Ein Jahr später folgte der Aufstieg in die 2. Bezirksklasse. Während der Saison blieb die Mannschaft ohne Punktverlust.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs spielten die Verler zunächst überwiegend in der Kreisklasse. 1947 gelang der Aufstieg in die Bezirksklasse, dem ein Jahr später der Abstieg als Tabellenvorletzter folgte. In den folgenden Jahren forcierte der Verein die Nachwuchsarbeit. 1960 stieg die erste Mannschaft erneut in die Bezirksklasse auf. Zehn Jahre später gelang der Aufstieg in die seinerzeit viertklassige Landesliga Westfalen.

Stadion an der Poststraße

1971 übernahm Wolfgang Beckhoff die Vereinsführung und wandelte den SC Verl in einen ambitionierten Verein um.[2] Sportlich konnte sich die Mannschaft schnell in der Landesliga etablieren und belegte stets Positionen in der oberen Tabellenhälfte. In der Saison 1972/73 wurden die Verler mit nur zwei Punkten Rückstand auf Meister SC Herford Dritter. Ein Jahr später wurden sie erneut Dritter, diesmal jedoch mit deutlichen 20 Punkten Rückstand auf den Bünder SV. 1978 wurde der SC Verl unter Trainer Georg Stürz Vizemeister seiner Landesligastaffel hinter dem BV Bad Lippspringe. Durch die Einführung der Oberliga Westfalen kam es zu einem erhöhten Aufstieg, so dass der SC Verl in die nun viertklassige Verbandsliga Westfalen aufstieg.

In der Saison 1979/80 nahm der SC erstmals am DFB-Pokal-Wettbewerb teil. In der ersten Runde sorgte die Mannschaft mit einem 2:1-Sieg beim Oberligisten VfB Oldenburg für eine Überraschung. Es folgte ein 3:1-Sieg über die SV Elversberg. Das Aus kam in der dritten Runde durch eine 1:7-Heimniederlage gegen den Zweitligisten Stuttgarter Kickers, bei der der spätere Nationalspieler Karl Allgöwer alleine vier Tore erzielte.[4]

In der Verbandsliga Westfalen erreichte der SC Verl stets Platzierungen in der oberen Tabellenhälfte. 1981 wurde die Mannschaft mit zwei Punkten Rückstand auf Eintracht Heessen Vizemeister. Ein Jahr später wurden die Verler Achter, die schlechteste Platzierung der Verbandsligaära. Zur Saison 1984/85 übernahm Fritz Grösche den Trainerposten und führte sein Team erneut zur Vizemeisterschaft. Dieses Mal fehlte den Verlern ein Punkt auf den Meister 1. FC Recklinghausen. Ein Jahr später wurde der SC Verl mit vier Punkten Vorsprung auf den Bünder SV Meister und stieg in die seinerzeit drittklassige Oberliga Westfalen auf.

Oberliga Westfalen (1986 bis 1994)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die als „Dorfelf“ bezeichnete Verler Mannschaft[2] konnte sich auf Anhieb in der Oberliga etablieren. Sie erreichte in der Saison 1986/87 den neunten Platz. Erstmals traf der Verein dabei auf den Lokalrivalen FC Gütersloh. Beide Mannschaften konnten ihre jeweiligen Auswärtsspiele gewinnen. In der folgenden Saison 1987/88 mussten die Verler hingegen lange um den Klassenerhalt bangen. Am letzten Spieltag konnte die mittlerweile von Günther Rybarczyk trainierte Mannschaft durch einen 4:1-Sieg bei Rot-Weiß Lüdenscheid den Klassenerhalt sichern. Dabei wies der SC Verl gegenüber den punktgleichen Amateuren des VfL Bochum eine um sechs Tore bessere Tordifferenz auf.

Ab 1988 geriet der SC Verl in der Oberliga nie wieder in Abstiegsnöte. Nach dem Abschluss der Saison 1989/90 war der SC zum ersten Mal die sportliche Nummer eins im Kreis Gütersloh, da der FC Gütersloh als Vorletzter in die Verbandsliga absteigen musste. Die folgende Saison 1990/91 brachte mit der Meisterschaft der Oberliga Westfalen den ersten Höhepunkt der Vereinsgeschichte. Die von Fritz Grösche trainierten Verler schlossen die Spielzeit mit einem Punkt Vorsprung auf den ASC Schöppingen und mit zwei Zählern auf den VfR Sölde ab. Am letzten Spieltag sicherten sich die Verler durch ein Tor in der letzten Minute beim DSC Wanne-Eickel den Titel.[5]

Als Meister der Oberliga Westfalen erreichten die Verler die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga, wo sie auf den VfL Wolfsburg, den 1. SC Göttingen 05 (Meister bzw. Vizemeister der Oberliga Nord), den FC Remscheid (Meister der Oberliga Nordrhein) und Tennis Borussia Berlin (Meister der Oberliga Berlin) trafen. Da das heimische Stadion an der Poststraße für die Aufstiegsrunde nicht geeignet war, trug der SC Verl seine Heimspiele im Gütersloher Heidewaldstadion aus.[2] Die Verler starteten mit einem Remis gegen Göttingen und einem Sieg in Berlin. Es folgten zwei Niederlagen gegen Wolfsburg und in Remscheid. Nach zwei Siegen in Göttingen und gegen Berlin keimte noch einmal Hoffnung auf den Aufstieg auf, die aber durch eine 2:3-Niederlage in Wolfsburg zerschlagen wurde. Am letzten Spieltag erreichten die Verler noch ein 3:3 gegen den Aufsteiger FC Remscheid und belegten den vierten Platz.[6]

Bernard Dietz

In der Saison 1991/92 konnten die Verler den Titel nicht verteidigen und verpassten aufgrund der schlechteren Tordifferenz hinter dem VfR Sölde auch die Vizemeisterschaft. Durch einen 2:1-Finalsieg über die SpVg Beckum gewann der SC Verl 1992 indes zum ersten Mal den Westfalenpokal[7] und qualifizierte sich für den DFB-Pokal 1992/93. Nach einem Freilos in der ersten Runde unterlagen die Verler dem Fünftligisten Sportfreunde Ricklingen mit 4:5 nach Verlängerung. In der Oberliga-Saison 1992/93 war die vom Ex-Nationalspieler Bernard Dietz trainierte Mannschaft erfolgreicher. Sie wurde mit fünf Punkten Rückstand auf Preußen Münster Vizemeister. Damit qualifizierte sich der SC Verl erstmals für die Deutsche Amateurmeisterschaft. Nach drei knappen Niederlagen gegen den 1. FC Bocholt (1:2), dem Halleschen FC (1:2) und dem BSV Brandenburg (0:1) unterlagen die Verler am letzten Spieltag den Amateuren von Werder Bremen mit 0:5. Ohne Punktgewinn war der SC Verl damit Letzter der Nordgruppe.[8]

Zur Saison 1994/95 führte der DFB als dritte Spielklasse die Regionalliga ein. Um sich für diese Liga zu qualifizieren, mussten die Mannschaften der Oberliga Westfalen mindestens Sechster in der Saison 1993/94 werden. Der SC Verl verstärkte sich mit zahlreichen regionalen Spielergrößen, darunter mit Dirk Otten, Gerrit Meinke und Andreas Golombek drei ehemalige Spieler von Arminia Bielefeld.[9] Dennoch musste die Mannschaft von Trainer Dieter Brei lange um die Qualifikation zittern, die als Fünfter schließlich erreicht wurde.

Die erste Regionalligaära (1994 bis 2003)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem 4:1-Sieg über den VfB Wissen war der SC Verl erster Tabellenführer der Regionalliga West/Südwest. Während der Saison 1994/95 standen die Verler an insgesamt sieben Spieltagen an der Tabellenspitze. Ein Höhepunkt der Saison war das Auswärtsspiel bei Rot-Weiss Essen vor 18.000 Zuschauern, bei dem sich die Essener durch einen 2:0-Sieg die Herbstmeisterschaft sicherten.[3] Am letzten Spieltag sicherten sich die Verler durch einen 5:2-Sieg über Essen die Vizemeisterschaft hinter Arminia Bielefeld. Dabei hatten die Verler das um fünf Tore bessere Torverhältnis gegenüber dem punktgleichen FSV Salmrohr. Erneut qualifizierten sich die Verler für die Deutsche Amateurmeisterschaft. Sie waren aber wie bereits 1993 chancenlos. Das Halbfinal-Hinspiel verloren sie bei den Stuttgarter Kickers mit 1:8, erreichten aber im Rückspiel noch ein 3:3-Unentschieden.

Roger Schmidt

Nach einer durchschnittlichen Saison 1995/96 startete die Verler Mannschaft ein Jahr später stark in die Saison und belegte viermal den ersten Tabellenplatz. Eine Serie von sieben Spielen ohne Sieg ließ die Mannschaft auf den siebten Platz abrutschen. Es folgten zwei magere Jahre im Mittelfeld der Tabelle. 1999 erreichte die Mannschaft erneut das Finale des Westfalenpokals und schlug den SC Paderborn 07 mit 2:1. Im DFB-Pokal 1999/2000 sorgten die Verler in der ersten Runde für eine Überraschung. Sie schlugen den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach mit 6:5 nach Elfmeterschießen. Nachdem der Gladbacher Markus Reiter gescheitert war, verwandelte Arne Friedrich in seinem ersten Spiel in Verls erster Mannschaft den entscheidenden Elfmeter. In der zweiten Runde schieden die Verler durch eine 0:4-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt aus.

Die Regionalliga-Saison 1999/2000 stand im Zeichen der Qualifikation für die zweigleisige Regionalliga. Um sich zu qualifizieren, musste mindestens Platz elf erreicht werden. Während des Großteils der Saison stand der von Ulrich Sude trainierte SC Verl unterhalb des elften Platzes. Dieter Brei kehrte im März 2000 zurück und führte den SCV mit vier Siegen in Folge am Saisonende an den elften Platz heran, der am vorletzten Spieltag durch einen 3:0-Sieg über den FK Pirmasens gesichert werden konnte.[3] Dieter Hecking übernahm daraufhin die Mannschaft, wurde aber trotz sportlichem Erfolg im Januar 2001 freigestellt. Sein Nachfolger Jörg Weber führte das Team in der Saison 2000/01 auf Platz sechs.

Anschließend rutschten die Verler ins Mittelfeld der Tabelle ab, ehe 2003 schließlich nach 17 Jahren Zugehörigkeit zur dritthöchsten Spielklasse der Abstieg in die Oberliga folgte. Im Oktober 2002 trennte sich der Verein vom Trainer Jörg Weber und holte Dieter Brei zurück. Dieser wiederum musste im März 2003 seinen Hut nehmen. Als Interimstrainer übernahmen Manfred Niehaus, Tino Milde und Andreas Ortkemper die Verantwortung. Ein 2:1-Sieg beim SC Paderborn 07 am letzten Spieltag reichte nicht, da der unmittelbare Konkurrent Hamburger SV Amateure mit 4:2 beim KFC Uerdingen 05 gewann.

Oberligajahre und Rückkehr in die Regionalliga (2003 bis 2012)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der direkte Wiederaufstieg in die Regionalliga wurde unter dem neuen Trainer Andreas Fischer verpasst. Trotz eines 4:0-Sieges über den SV Lippstadt 08 am letzten Spieltag wurden die Verler nur Vizemeister hinter Arminia Bielefeld II, die den FC Eintracht Rheine gleichzeitig mit 8:0 schlugen und sich den Titel so nicht mehr nehmen ließen. Während der Saison 2005/06 führte nunmehr von Mario Ermisch trainierte der SC Verl monatelang die Tabelle an, ehe die Mannschaft durch eine Serie von vier sieglosen Spielen ins Straucheln geriet. Schließlich wurden die Verler hinter Borussia Dortmund II erneut Vizemeister. Ein Jahr später übernahm der SCV zu Beginn der Rückrunde die Tabellenführung und gab sie nicht mehr ab. Am Saisonende hatte der SC Verl 13 Punkte Vorsprung auf Schalke 04 II und kehrte zurück in die Regionalliga.

Darüber hinaus besiegte die Mannschaft im Finale des Westfalenpokals den Regionalligisten Rot Weiss Ahlen mit 4:2 und gewann damit die Trophäe zum dritten Mal. In der ersten Runde im DFB-Pokal 2007/08 schieden die Verler mit 0:3 gegen den TSV 1860 München aus. In der Regionalliga-Saison 2007/08 stand der SC Verl vor einer schweren Spielzeit. Um die Qualifikation für die nach der Saison neu aufgestellte 3. Liga zu schaffen war der zehnte Platz erforderlich. Eine schwache Rückrunde ließ die Mannschaft auf den vorletzten Platz abrutschen, so dass die Verler in der nunmehr dreigleisigen Regionalliga verblieben.

Im Rahmen des Fußball-Wettskandals 2009 gerieten zwei Partien des SC Verl aus der Saison 2008/09 unter Manipulationsverdacht. Die beiden Mittelfeldspieler Patrick Neumann und Tim Hagedorn sollen mindestens 20.000 Euro dafür erhalten haben, die sportlich bedeutungslosen Spiele gegen die Amateurmannschaften des 1. FC Köln und von Borussia Mönchengladbach absichtlich zu verlieren. Neumann und Hagedorn wurden daraufhin vom Verein suspendiert und ihre Verträge in der Folge aufgelöst.[11]

Sportlich erreichten die seit 2009 von Raimund Bertels trainierten Verler in den folgenden Jahren jeweils Abschlussplatzierungen im Mittelfeld der Regionalliga West. 2010 erreichte die Mannschaft zum vierten Mal das Endspiel des Westfalenpokals, verlor das Spiel gegen Preußen Münster jedoch mit 1:4. Trotz der Niederlage qualifizierte sich der SC Verl erneut für den DFB-Pokal und verlor sein Erstrundenspiel gegen den TSV 1860 München mit 1:2. Im Dezember 2013 sorgte der Verein durch die Verpflichtung von Ex-Nationalspieler David Odonkor als Co-Trainer bundesweit für Schlagzeilen.[12]

Weg in den Profifußball (seit 2012)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sommer 2012 wurden die Regionalligen in Deutschland neu organisiert und aus der drei- wurde eine fünfgleisige Liga. Sportlich kamen die Verler nicht über Mittelmaß hinaus. Im Sommer 2013 übernahm Andreas Golombek das Traineramt an der Poststraße. 2015 erreichten die Verler nach einem überraschenden 2:1-Halbfinalsieg über Arminia Bielefeld das Endspiel um den Westfalenpokal. Sie unterlagen jedoch im eigenen Stadion nach torlosen 120 Minuten den Sportfreunden Lotte mit 3:4 im Elfmeterschießen.[13]

Während der Saison 2016/17 gerieten die Verler in Abstiegsgefahr. Andreas Golombeck wurde im April 2017 als Trainer freigestellt und durch Guerino Capretti ersetzt, der zuvor als Spielertrainer beim Delbrücker SC wirkte. Unter Capretti konnte die Klasse gehalten werden. Kurioserweise spielte Capretti noch bis zum Saisonende für die Delbrücker weiter, ehe er sich ab der Saison 2017/18 voll auf seinen Trainerjob in Verl konzentrierte.[14] In den folgenden Jahren arbeiteten sich die Verler langsam nach oben.

Im DFB-Pokal 2019/20 avancierte der SC Verl zur Überraschungsmannschaft. Zunächst gewann die Mannschaft in Runde eins gegen den FC Augsburg mit 2:1, ehe sich der SCV in Runde zwei mit 8:7 im Elfmeterschießen (1:1 n. V.) gegen Holstein Kiel durchsetzte. Zum ersten Mal qualifizierten sich die Verler für das Pokal-Achtelfinale, welches gegen den 1. FC Union Berlin durch ein spätes Gegentor 0:1 verloren ging.[15] Da der SV Rödinghausen keine Lizenz für die 3. Liga beantragte, nahm der SC Verl als Tabellenzweiter der Regionalliga West 2019/20 an den Aufstiegsspielen teil. Hier setzte sich Verl durch ein 2:2 im Auswärtsspiel und 1:1 im Heimspiel gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig durch und stieg somit erstmals in die 3. Liga auf. Wegen des Corona-Ausbruchs bei der Firma Tönnies in Rheda-Wiedenbrück mussten die Verler ihr Heimspiel in der Bielefelder SchücoArena austragen.[16]

Erfolge und Statistiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ligazugehörigkeit und Platzierungen seit 1970[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader der Saison 2020/21[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand: 5. Oktober 2020)[20]

Nr. Nat. Spieler im Verein seit letzter Verein
Torwart
01 DeutschlandDeutschland Sebastian Lange 2013 SC Paderborn 07
22 DeutschlandDeutschland Till Brinkmann 2020 SC Paderborn 07 II
32 DeutschlandDeutschland Robin Brüseke 2008 SC Paderborn 07
Abwehr
04 DeutschlandDeutschland Daniel Mikic 2013 Arminia Bielefeld II
05 DeutschlandDeutschland Yannick Langesberg 2019 SV Lippstadt 08
14 DeutschlandDeutschland Patrick Choroba 2019 SG Sonnenhof Großaspach
15 DeutschlandDeutschland Frederik Lach 2019 Hansa Rostock
16 DeutschlandDeutschland Sergej Schmik 2018 KSV Hessen Kassel
19 DeutschlandDeutschland Lasse Jürgensen 2020 FC Augsburg II
20 DeutschlandDeutschland Steffen Lang 2020 FC Viktoria Köln
21 DeutschlandDeutschland Lars Ritzka 2019 Hannover 96 II
23 DeutschlandDeutschland Julian Stöckner (C)Kapitän der Mannschaft 2014 SV Lippstadt 08
28 DeutschlandDeutschland Leander Siemann 2020 Berliner AK 07
Mittelfeld
06 DeutschlandDeutschland Barne Pernot 2020 Holstein Kiel II
07 DeutschlandDeutschland Mehmet Kurt 2019 1. FC Kaan-Marienborn
08 DeutschlandDeutschland Julian Schwermann 2020 Borussia Dortmund II
10 DeutschlandDeutschland Matthias Haeder 2010 Arminia Bielefeld II
11 DeutschlandDeutschland Philipp Sander 2020 Holstein Kiel
17 DeutschlandDeutschland Nico Hecker 2012 Rot Weiss Ahlen
31 DeutschlandDeutschland Sascha Korb 2020 1. FC Schweinfurt 05
Sturm
09 DeutschlandDeutschland Kasim Rabihic 2020 Türkgücü München
13 Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Zlatko Janjić 2019 SG Sonnenhof Großaspach
18 DeutschlandDeutschland Aygün Yıldırım 2019 Sportfreunde Lotte
25 DeutschlandDeutschland Berkan Taz 2020 1. FC Union Berlin
26 DeutschlandDeutschland Justin Eilers 2020 Sportfreunde Lotte
30 DeutschlandDeutschland Patrick Schikowski 2020 Bonner SC

Zu- und Abgänge zur Saison 2020/21[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zugänge Abgänge

Ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arne Friedrich
Heinrich Schmidtgal

Der bekannteste ehemalige Spieler des SC Verl ist Arne Friedrich. Der Abwehrspieler kam 1999 aus der Jugend des FC Gütersloh und wurde auf Anhieb Stammspieler. Nach einer Saison wurde er Profi bei Arminia Bielefeld und wechselte 2002 zu Hertha BSC, wo er Nationalspieler wurde. In der Saison 2008/09 stellte der SC Verl mit Etienne Barbara einen maltesischen Nationalspieler. Zwischen 2008 und 2010 stellte er mit Ihsan Kalkan einen türkischen U-21-Nationalspieler; der ehemalige Verler Heinrich Schmidtgal spielte zwischen 2010 und 2015 vierzehn Mal für Kasachstan.

Darüber hinaus brachte der SC Verl im Laufe der Zeit zahlreiche spätere Bundesliga- und Zweitligaspieler hervor. Der Stürmer Angelo Vier wurde nach seiner ersten Zeit in Verl zweimal Torschützenkönig der 2. Bundesliga.

Ehemalige Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieter Hecking
Heribert Bruchhagen

Seit 1967 beschäftigte der SC Verl 24 Trainer, wobei Interimstrainer nicht berücksichtigt werden. Vier Trainer erlebten mehr als eine Amtszeit an der Poststraße. Gero Timmer, Dieter Brei und Fritz Grösche waren je dreimal Trainer des SC Verl. Mario Ermisch erreichte mit viereinhalb Jahren die längste Amtszeit aller Verler Trainer. Zwischen 1980 und 1984 war Manfred Niehaus vier Jahre lang Trainer, während Raimund Bartels ein Monat an einer vierjährigen Amtszeit fehlen. Die kürzesten Amtszeiten – wieder ohne Berücksichtigung der Interimstrainer – teilen sich Heinz Knüwe, Wolfgang Knaupe, Dieter Brei und Reinhard Schröter, die allesamt nur vier Monate im Amt waren.

Unter Fritz Grösche gelang 1986 der Aufstieg in die Oberliga Westfalen. Die Oberliga-Meisterschaft 1991 wurde unter Trainer Reinhard Schröter errungen. Als die Verler in der Regionalligasaison 1994/95 Vizemeister wurden, hieß der Trainer Dieter Brei. Die zweite Meisterschaft in der Oberliga Westfalen erreichte das Team 2007 unter Mario Ermisch. Die Westfalenpokalsiege 1999 und 2007 wurden unter Fritz Grösche bzw. Mario Ermisch errungen. Der Aufstieg in die 3. Liga gelang unter dem Trainer Guerino Capretti.

Einige Verler Trainer konnten auf erfolgreiche Karrieren als Spieler zurückblicken. Bernard Dietz spielte 53-mal für die Deutsche Nationalmannschaft und war Kapitän der Europameistermannschaft von 1980. Dieter Brei lief einmal in der deutschen B-Auswahl auf. Andreas Fischer, Gerd Roggensack, Ulrich Sude und Jörg Weber waren zu ihrer aktiven Zeit Bundesligaspieler, während Heribert Bruchhagen, Andreas Golombek und Dieter Hecking in der 2. Bundesliga gespielt haben.

Nach ihrer Zeit als Trainer beim SC Verl konnten einige Persönlichkeiten anderweitig Karriere machen. Heribert Bruchhagen ist heute Vorstandsmitglied der Deutschen Fußball Liga und war bis zum 8. März 2018 Vorstandsvorsitzender beim Hamburger SV.[21] Dieter Hecking trainierte die Bundesligisten 1. FC Nürnberg, VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach.

Umfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westtribüne der Sportclub Arena

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der SC Verl spielte auf verschiedenen Plätzen, ehe man 1955 auf den Sportplatz an der Poststraße umzog.[2] Die Spiele der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga im Jahr 1991 fanden im Gütersloher Heidewaldstadion statt. Der Sportplatz an der Poststraße wurde 1994 zum Stadion ausgebaut und auf ein Fassungsvermögen von 5.001 Plätzen erweitert. 2016 fand ein erneuter Umbau statt; alle Stehplätze wurden überdacht, eine Flutlichtanlage installiert und ein VIP-Bereich hinzugefügt, der die Gesamtkapazität auf 5.153 Plätze erweiterte. Seit diesem Umbau trägt das Stadion den Namen Sportclub Arena.

Da die Sportclub Arena die Anforderungen der 3. Liga insbesondere im Hinblick auf die Kapazität nicht erfüllt, wird der SC Verl seine Heimspiele bis auf weiteres in der rund 30 Kilometer entfernten Benteler-Arena in Paderborn austragen.[22]

Weitere Mannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Regionalligamannschaft stellt der SC Verl zwei weitere Herrenmannschaften, 24 Jugendmannschaften, davon drei Mädchenmannschaften sowie eine Altherrenmannschaft. In der Saison 2019/20 spielt die zweite Herrenmannschaft in der siebtklassigen Landesliga und die dritte Mannschaft in der neuntklassigen Kreisliga A Gütersloh. Im Nachwuchsbereich treten die A-, B- und C-Junioren jeweils in der zweitklassigen Westfalenliga an.[23]

Fans[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein hat einen offiziellen Fanclub namens Der harte Kern, der laut dem Verein der einzig legitimierte Fanclub ist.[24] Dieser wurde im Jahre 1999 gegründet und hat etwa 60 Mitglieder. Fanbeauftragter des SC Verl ist Ralf Konrad. Es bestehen Rivalitäten zum FC Gütersloh, zum SV Lippstadt 08 und zum Lokalrivalen FC Kaunitz.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: SC Verl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Uwe Kramme: Stadionausbau, neue Sponsoren, mehr Zuschauer: Der SC Verl blickt zurück. Neue Westfälische, abgerufen am 11. Februar 2020.
  2. a b c d e f g h i Hardy Grüne, Christian Karn: Das große Buch der deutschen Fußballvereine. AGON Sportverlag, Kassel 2009, ISBN 978-3-89784-362-2, S. 476.
  3. a b c Meilensteine der Vereinsgeschichte. SC Verl, abgerufen am 4. Dezember 2015.
  4. Spielstatistik SC Verl – Stuttgarter Kickers 1:7 (0:4). Fussballdaten.de, abgerufen am 6. August 2013.
  5. Everding: Bernhard Dietz übernimmt das Ruder. ASC Schöppingen, abgerufen am 2. Februar 2014.
  6. Hardy Grüne: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 2: Bundesliga & Co. 1963 bis heute. 1. Liga, 2. Liga, DDR Oberliga. Zahlen, Bilder, Geschichten. AGON Sportverlag, Kassel 1997, ISBN 3-89609-113-1, S. 214.
  7. Westfalenpokal-Sieger seit 1982. (PDF) Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen, abgerufen am 11. Mai 2019.
  8. Hardy Grüne (1997), S. 231.
  9. Jens Kirschneck, Marcus Uhlig, Volker Backes, Olaf Bentkämper, Julien Lecoeur: Arminia Bielefeld – 100 Jahre Leidenschaft. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2005, ISBN 3-89533-479-0, S. 123.
  10. a b c d e f g h i j k l m Entwicklung der Besucherzahlen. Transfermarkt.de, abgerufen am 1. Juli 2020.
  11. Johannes Nitschmann und Klaus Ott: Erste Geständnisse im Wettskandal. Süddeutsche Zeitung, abgerufen am 1. Juli 2020.
  12. David Odonkor wird Co-Trainer beim Regionalligisten SC Verl. DerWesten.de, abgerufen am 25. Mai 2014.
  13. Lotte nach Elfer-Lotterie im DFB-Pokal. RevierSport, abgerufen am 15. Mai 2015.
  14. Verl: Capretti übernimmt ab sofort. Kicker, abgerufen am 2. Juli 2020.
  15. Sportclub verpasst erneute Pokalsensation knapp! SC Verl, abgerufen am 1. Juli 2020.
  16. Olaf Jansen: Der SC Verl steigt nach einem 1:1 gegen Lokomotive Leipzig in die Dritte Liga auf. WDR, abgerufen am 30. Juni 2020.
  17. a b WFLV-Hallenfußball. (Nicht mehr online verfügbar.) FLVW, archiviert vom Original am 4. Juli 2016; abgerufen am 4. Juli 2016.
  18. a b FLVW-Hallenmeisterschaften. (PDF) FLVW, abgerufen am 11. Februar 2020.
  19. Die Feldfußball-Titelträger der Ü50. Fußballkreis Bielefeld, abgerufen am 12. Juli 2019.
  20. Die Erste, sportclub-verl.de
  21. Aufsichtsrat stellt Heribert Bruchhagen frei. Hamburger SV, abgerufen am 8. März 2018.
  22. Im Aufstiegsfall: Verl kann Drittliga-Spiele in Paderborn bestreiten. Kicker, abgerufen am 1. Juli 2020.
  23. Überkreisliche Jugendligen 2020/21. (PDF) FLVW, abgerufen am 16. Juli 2020.
  24. Nazi-Schwein-Gesänge und Hetzjagd auf Verl-Fans. FuPa, abgerufen am 11. Februar 2020.

Koordinaten: 51° 53′ 0,3″ N, 8° 30′ 48,3″ O