Fußball-Regionalliga (Österreich)

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Regionalliga
Regionalligaeinteilung: Grün = Ost, Rot = Mitte, Blau = West
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Voller Name Regionalliga Ost,
Regionalliga Mitte und
Regionalliga West
Abkürzung RLO, RLM und RLW
Verband ÖFB
Hierarchie 3. Liga
Mannschaften jeweils 16
Aktuelle Saison 2016/17
Website www.regionalliga.atVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Webseite

Die Fußball-Regionalliga ist die dritthöchste Spielstufe im österreichischen Fußballgeschehen und gliedert sich in drei gleichrangige „regionale“ Ligen. Die Regionalliga Ost umfasst die Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland. Zur Regionalliga Mitte gehören die Bundesländer Steiermark, Kärnten, Oberösterreich und das Gebiet von Osttirol. Die Regionalliga West umschließt die Bundesländer Salzburg, Tirol (ohne Osttirol) und Vorarlberg. Zwei der drei Regionalliga-Meister steigen in die Erste Liga auf, wobei es einen Direktaufsteiger sowie ein Play-Off zwischen den beiden verbleibenden Meistern um den zweiten Aufstiegsplatz gibt. Je nach der Anzahl der Absteiger aus der Ersten Liga in die jeweilige Regionalligastaffel steigen jeweils zwei bis vier Vereine aus der Regionalliga in die vierthöchste Spielklasse, die nach den Grenzen der österreichischen Bundesländer strukturierte Landesliga, ab, während aus den Landesligen der jeweilige Meister in die Regionalliga aufsteigt.

Aufstiegsmodus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Saison 2014/15 gibt es nach einem Beschluss des ÖFB-Präsidiums zwei Fixaufsteiger aus den Regionalligen in die Erste Liga.[1] Dabei steigt einer der drei Meister der Regionalligastaffeln als Direktaufsteiger in die zweithöchste österreichische Spielklasse auf, während die beiden verbleibenden Regionalliga-Meister den zweiten Aufsteiger in einem Play-Off ermitteln.[2] Der Direktaufsteiger wird in einem Rotationsmodus jährlich von einer anderen Regionalliga gestellt. Die Reihenfolge wurde dabei wie folgt ausgelost:

  • 2014/2015: Meister der Regionalliga West
  • 2015/2016: Meister der Regionalliga Ost
  • 2016/2017: Meister der Regionalliga Mitte

Amateurteams von Bundesliga-Klubs sind von einem Aufstieg in die Erste Liga ausgeschlossen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Meister
TauernligaTL1
1949/50 Villacher SV
TL1 In der Tauernliga spielten Vereine aus Kärnten und Salzburg.

Mit der Umwandlung der Ersten Klasse in die Liga A in der Saison 1949/50, die erstmals seit Kriegsende wieder als Profiliga konzipiert war, kam es auch zu einer Änderung der Klasseneinteilung im Amateurfußball: Am Ende der einzelnen Meisterschaften in den Bundesländern wurde eine Aufstiegsrelegation zwischen den Landesmeistern aus Burgenland, Oberösterreich, Niederösterreich, Steiermark, Vorrundenrelegation der Landesmeister aus Tirol oder Vorarlberg und der Tauernliga (Kärnten und Salzburg) in zwei Dreier-Gruppen gespielt. Der Erstplatzierte aus diesen Dreier-Gruppen war für die Staatsliga A qualifiziert, der Zweitplatzierte für die Staatsliga B und der letzte musste wieder in seiner Landesliga spielen. Der Meister der Wiener Liga war direkt aufstiegsberechtig. In der folgenden Übergangssaison 1950/51 wurde die Liga B (auch Staatsliga B) geschaffen. Diese erstreckte sich geografisch auf Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Tirol und Wien, Vereine der aus Kärnten, Salzburg und Vorarlberg konnten sich nicht qualifizieren.

Saison Meister
Staatsliga BSLB2 TauernligaTL2 ArlbergligaAL2
1950/51 1. Simmeringer SC Klagenfurter AC SC Schwarz-Weiß Bregenz
1951/52 VfB Union Mödling Salzburger AK 1914 SC Schwarz-Weiß Bregenz
1952/53 Wiener Sport-Club SV Austria Salzburg Innsbrucker AC
1953/54 Kapfenberger SV WSG Radenthein SC Schwarz-Weiß Bregenz
1954/55 SK Sturm Graz SK Austria Klagenfurt FC Dornbirn 1913
SLB2 In der Staatsliga B spielten 1950/51 Vereine aus Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Tirol und Wien. Ab der nächsten Saison stiegen die Tiroler Vereine in die Arlbergliga um und Vereine aus Burgenland spielten in der Liga.
TL2 In der Tauernliga spielten Vereine aus Kärnten und Salzburg.
AL2 In der Arlbergliga spielten Vereine aus Tirol und Vorarlberg.
Saison Meister
Staatsliga BSLB3 Tauernliga SüdTLS3 Tauernliga NordTLN3 ArlbergligaAL3
1955/56 Wiener AC WSG Radenthein SK Bischofshofen SC Schwarz-Weiß Bregenz
1956/57 SC Olympia 33 WSG Radenthein SK Bischofshofen SC Schwarz-Weiß Bregenz
1957/58 Linzer ASK WSG Radenthein SV Austria Salzburg FC Lustenau 07
1958/59 1. Wiener Neustädter SC WSG Radenthein SV Austria Salzburg FC Lustenau 07
SLB3 In der Staatsliga B spielten Vereine aus Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark und Wien.
TLS3 In der Tauernliga Süd spielten Vereine aus Kärnten.
TLN3 In der Tauernliga Nord spielten Vereine aus Salzburg.
AL3 In der Arlbergliga spielten Vereine aus Tirol und Vorarlberg.

Die zweitklassigen Mannschaften aus Kärnten und Salzburg spielten bereits 1949/50 in der neu gegründeten Tauernliga und von der Saison 1955/56 bis zur Saison 1958/59 in der Tauernliga Süd für Kärnten und Tauernliga Nord für Salzburg. Ab der Saison 1950/51 bis zur Saison 1959/60 spielten auch die Klubs aus Tirol mit den Vereinen aus Vorarlberg in der Arlbergliga. Diese Ligen können als zweite Spielstufen – neben der Liga B – angesehen werden, da ihre Meister in direkten Duellen um den Aufstieg in die Liga A spielten.

Saison Meister
Regionalliga OstRLO4 Regionalliga MitteRLM4 Landesliga SalzburgLLS4 ArlbergligaAL4
1959/60 1. Schwechater SC SV Stickstoff Linz Salzburger AK 1914 FC Dornbirn 1913
RLO4 In der Regionalliga Ost spielten Vereine aus Burgenland, Niederösterreich und Wien.
RLM4 In der Regionalliga Mitte spielten Vereine aus Kärnten, Oberösterreich und Steiermark.
LLS4 In der Landesliga Salzburg spielten Vereine aus Salzburg.
AL4 In der Arlbergliga spielten Vereine aus Tirol und Vorarlberg.
Saison Meister
Regionalliga OstRLO5 Regionalliga MitteRLM5 Regionalliga WestRLW5
1960/61 SK Admira Wien Kapfenberger SV Salzburger AK 1914
1961/62 SC Wacker Wien SK Austria Klagenfurt SV Austria Salzburg
1962/63 1. Wiener Neustädter SC Kapfenberger SV FC Dornbirn 1913
1963/64 SC Wacker Wien SK Sturm Graz FC Wacker Innsbruck
1964/65 1. Simmeringer SC SK Austria Klagenfurt SV Austria Salzburg
1965/66 SC Wacker Wien SK Sturm Graz SC Schwarz-Weiß Bregenz
1966/67 SC Eisenstadt WSG Radenthein SV Austria Salzburg
1967/68 SC Wacker Wien WSV Donawitz SV Wattens
1968/69 First Vienna FC 1894 SK VÖEST Linz FC Dornbirn 1913
1969/70 1. Simmeringer SC WSG Radenthein SC Schwarz-Weiß Bregenz
1970/71 SC Eisenstadt WSV Donawitz SK Bischofshofen
1971/72 SV Admira Wiener Neustadt SK Austria Klagenfurt SC Schwarz-Weiß Bregenz
1972/73 1. Simmeringer SC WSG Radenthein FC Rätia Bludenz
1973/74 SV Heid Stockerau Kapfenberger SV FC Dornbirn 1913
RLO5 In der Regionalliga Ost spielen Vereine aus Burgenland, Niederösterreich und Wien.
RLM5 In der Regionalliga Mitte spielen Vereine aus Kärnten, Oberösterreich und Steiermark.
RLW5 In der Regionalliga Westspielen Vereine aus Salzburg, Tirol und Vorarlberg.

In der Saison 1959/60 kam es zur Einführung der Regionalligen Ost und Mitte und im Jahr darauf zur Einführung der Regionalliga West. Die Regionalliga zählte bis zur Saison 1973/74 als zweithöchste Liga in Österreich. Die jeweiligen Meister durften direkt in die oberste Spielklasse aufsteigen.

Regionalliga wird drittklassig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Meister
Regionalliga OstRLO6 Regionalliga MitteRLM6 AlpenligaAL6
1974/75 SC Tulln Aufstiegsplayoff der Landesligen-Meister Aufstiegsplayoff der Landesligen-Meister
1975/76 Kremser SC
1976/77 ASV Kittsee
1977/78 Favoritner AC USK Anif
1978/79 SV Heid Stockerau SPG Innsbruck
1979/80 SC Neusiedl am See Salzburger AK 1914
RLO5 In der Regionalliga Ost spielen Vereine aus Burgenland, Niederösterreich und Wien.
RLM6 In der Regionalliga Mitte spielten die Landesmeister aus Kärnten, Oberösterreich und Steiermark ein Aufstiegsplayoff.
AL6 Alpenliga ohne Vorarlberg. Aufstiegsplayoff ab 1977/78 zwischen der Alpenliga und Landesliga Vorarlberg.

In der Saison 1974/75 kam es zur Einführung der ersten und zweiten Bundesliga mit jeweils 10 Vereinen und zur Auflösung der Regionalligen West und Mitte. Um den Aufstieg in die zweite Bundesliga spielten die Meister der Landesligen aus Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Kärnten, Oberösterreich und Steiermark, die Relegationsspiele absolvieren mussten; der Meister der Regionalliga Ost durfte direkt aufsteigen. In der Saison 1977/78 schalteten die Bundesländer Salzburg und Tirol ihren Landesligen die Alpenliga als dritte Stufe vor.

Saison Meister
Regionalliga OstRLO7 Regionalliga MitteRLM7 Regionalliga WestRLW7
1980/81 Aufstiegsplayoff der Landesligen-Meister Aufstiegsplayoff der Landesligen-Meister ASK Salzburg
1981/82 IG Bregenz/Dornbirn
1982/83 SC Kufstein
1983/84 USV Salzburg
1984/85 1. Schwechater SC IG Bregenz/Dornbirn II
1985/86 VfB Mödling SC Kufstein
1986/87 VSE St. Pölten USV Salzburg
1987/88 SV Stockerau FC Dornbirn 1913
1988/89 ASV Austria Vösendorf WSG Swarovski Wattens
1989/90 SR Donaufeld Wien FC Salzburg
1990/91 Favoritner AC SCR Altach
1991/92 SV Oberwart ASVÖ FC Puch
RLO7 In der Regionalliga Ost spielten Vereine aus Burgenland, Niederösterreich und Wien.
RLM7 In der Regionalliga Mitte spielten die Landesmeister aus Kärnten, Oberösterreich und Steiermark ein Aufstiegsplayoff.
RLW7 In der Regionalliga Wiest spielten Vereine aus Salzburg, Tirol und Vorarlberg
Saison Meister
Regionalliga Ost Regionalliga Mitte Regionalliga West (PO)RLW8
1992/93 1. Wiener Neustädter SC Aufstiegsplayoff der Landesligen-Meister FC Kufstein
1993/94 ASKÖ Klingenbach SC Austria Lustenau
1994/95 Favoritner AC SAK Klagenfurt WSG Swarovski Wattens
1995/96 SV Stockerau TSV Hartberg SC Schwarz-Weiß Bregenz
RLW8 Einführung eines Aufstiegs-Playoff der Landesliga-Meister mit dem Namen Regionalliga West

In der Saison 1980/81 wurde die Regionalliga West inklusive Vorarlberg als dritte Spielklasse wieder installiert. Die Regionalliga Ost hingegen wurde von 1980/81 bis 1983/84 nicht ausgespielt und erst 1984/85 wieder eingeführt. Bis zur Saison 1995/96 hatten die Meister der Regionalligen West und Ost direktes Aufstiegsrecht in die zweite Bundesliga. Die Regionalliga Mitte hingegen wird erst seit der Saison 1994/95 wieder ausgespielt. Die Meister der Landesverbände Oberösterreich, Kärnten (mit Osttirol) und Steiermark spielten in Relegationsspielen den Aufsteiger in die zweite Liga aus.

Saison Meister
Regionalliga OstRLO9 Regionalliga MitteRLM9 Regionalliga WestRLW9
1996/97 ASK Kottingbrunn SK Eintracht Wels SCR Altach
1997/98 SC Untersiebenbrunn FC Austria/VSV Kärnten SV Wörgl
1998/99 SC Untersiebenbrunn TSV Hartberg WSG Swarovski Wattens
1999/2000 SV Mattersburg BSV Bad Bleiberg FC Lustenau 07
2000/01 ASK Kottingbrunn ASKÖ Pasching FC Lustenau 07
2001/02 Wiener Sportklub Kapfenberger SV FC Hard
2002/03 SV Schwechat FC Blau-Weiß Linz SpG WSG Wattens-FC Wacker Tirol
2003/04 SC-ESV Parndorf 1919 FC Gratkorn SCR Altach
2004/05 FK Austria Wien II SC Schwanenstadt FC Kufstein
2005/06 SC-ESV Parndorf 1919 TSV Hartberg FC Lustenau 07
2006/07 ASK Schwadorf SV Bad Aussee FC Red Bull Salzburg II
2007/08 SKN St. Pölten 1. FC Vöcklabruck SV Grödig
2008/09 First Vienna FC 1894 TSV Hartberg FC Dornbirn 1913
2009/10 FC Waidhofen/Ybbs SpG WAC/St. AndräV1 SV Grödig
2010/11 SC-ESV Parndorf 1919 LASK Linz II FC Red Bull Salzburg II
2011/12 SV Horn Grazer AK WSG Wattens
2012/13 SC-ESV Parndorf 1919 LASK Linz FC Liefering
2013/14 FAC Team für Wien LASK Linz SV Austria Salzburg
2014/15 SC Ritzing SK Austria Klagenfurt SV Austria Salzburg
2015/16 SV Horn FC Blau-Weiß Linz WSG Wattens
2016/17 First Vienna FC TSV Hartberg USK Anif
RLO9 In der Regionalliga Ost spielten Vereine aus Burgenland, Niederösterreich und Wien.
RLM9 In der Regionalliga Mitte spielten Vereine aus Kärnten, Oberösterreich und Steiermark.
RLW9 In der Regionalliga Wiest spielten Vereine aus Salzburg, Tirol und Vorarlberg
V1 Da dem FC Pasching nach Saisonende 2009/10 13 Punkte abgezogen wurden, wurde WAC/St. Andrä Meister

Zwischen der Saison 1996/97 und 2003/04 mussten die drei Meister der Regionalligen mit dem Vorletzten der Ersten Liga, der zweithöchsten Spielklasse Österreichs, Relegationsspiele um zwei Aufstiegsplätze durchführen. Nachdem eine Aufstockung der Ersten Liga ab der Saison 2005/06 auf zwölf Vereine beschlossen worden war (aufgrund von verweigerten Lizenz wurde jedoch zunächst noch mit zehn Vereinen weitergespielt und erst in der folgenden Saison tatsächlich auf zwölf Vereine aufgestockt), konnten die Sieger der Regionalligen wieder direkt aufsteigen. Seit der Saison 2009/10 wurden wieder Relegationsspiele der drei Regionalligen und des Neunten der Ersten Liga ausgetragen, da diese ab der Saison 2010/11 auf zehn Vereine reduziert wurde. Mit der Saison 2014/15 wurde der aktuelle Aufstiegsmodus mit einem Direktaufsteiger und einem Play-off um den zweiten Aufsteiger in die Erste Liga eingeführt.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ÖFB-Präsidium beschließt Ligenformat. ÖFB, 27. März 2013, abgerufen am 16. Juli 2014.
  2. Bundesliga legt Direktaufsteiger aus Regionalligen fest. Der Standard, 13. Mai 2014, abgerufen am 16. Juli 2014.