Kitzbühel-Triathlon

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Der Schwarzsee mit dem dahinter liegenden Kaisergebirge
Paula Findlay (Mitte) mit der Gold-Medaille von Kitzbühel (August 2010)

Der Kitzbühel-Triathlon ist eine seit 1988 jährlich in Kitzbühel stattfindende Triathlon-Sportveranstaltung und gilt als eine der ältesten und größten Triathlon-Veranstaltungen in Österreich.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Schwarzsee wurde 1988 erstmals ein Triathlon organisiert und im selben Jahr wurde auch der Verein mit dem Namen „Team-Tri-Kitz“ gegründet.[1] Als Hauptbewerb wird hier immer ein Rennen über die „Olympische Distanz“ (Kurzdistanz) ausgetragen – also 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen.

1991 und erneut 1995 musste das Rennen aufgrund der kalten Temperaturen als Duathlon ausgetragen werden. Im Jahr 1993 nahmen erstmals in der Triathlongeschichte Österreichs in Kitzbühel mehr als 300 Athleten an einem Kurztriathlon teil und sowohl bei den Männern wie auch bei den Frauen gingen die Siege an deutsche Starter.

1994 wurde dem Triathlonverein Kitzbühel erstmals ein ETU-Rennen zugesprochen. Von 1998 bis 2005 wurden hier aus verschiedenen Gründen keine Rennen ausgetragen.[1]

Nach dem Olympiasieg der für Österreich startenden Kate Allen im Jahr 2004 kam wieder Bewegung in die Sache. Am Kitzbüheler Schwarzsee fanden in den Jahren 2007 und 2008 Weltcup-Triathlons statt, von 2009 bis 2013 war der Ort einer von acht Austragungsorten der Triathlon-Weltmeisterschaftsserie, und zwar der einzige, der nicht in einer Millionenstadt angesiedelt ist.

Im Rahmen der Rennen des Jahres 2010 wurden hier auch die USPE Europäischen Polizeimeisterschaften im Triathlon ausgetragen.

Der Brite Alistair Brownlee (zweimaliger Triathlon-Weltmeister auf der Kurzdistanz, zweimaliger Olympiasieger und Aquathlon-Weltmeister) ist hier mit fünf Siegen zwischen 2009 und 2015 der erfolgreichste Athlet.

Im Juni 2017 fanden hier nach 2014 zum zweiten Mal die Triathlon-Europameisterschaften auf der Kurzdistanz statt.[2]

Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Distanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Rennen über die Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen) wurde erstmals 1994 als ETU-Rennen ausgetragen.

Männer Frauen
Datum/Jahr 1. Platz 2. Platz 3. Platz
16. Juni 2017
ETU European Championship
PortugalPortugal João Pereira FrankreichFrankreich Raphaël Montoya PortugalPortugal João Silva
28. Juni 2015
Staatsmeisterschaft Triathlon
SchweizSchweiz Alois Knabl OsterreichÖsterreich Nikolaus Wihlidal OsterreichÖsterreich Dominik Berger
20. Juni 2014
ETU European Championship
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Alistair Brownlee -5- RusslandRussland Dmitri Poljanski SpanienSpanien Vicente Hernández
06. Juli 2013
ITU World Championship Series
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Alistair Brownlee -4- SpanienSpanien Mario Mola SchweizSchweiz Sven Riederer
24. Juni 2012
ITU World Championship Series
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Alistair Brownlee -3- Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jonathan Brownlee SpanienSpanien Javier Gómez
19. Juni 2011
ITU World Championship Series
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Alistair Brownlee -2- RusslandRussland Alexander Brjuchankow SchweizSchweiz Sven Riederer
15. Aug. 2010
ITU World Championship Series
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Stuart Hayes SpanienSpanien Javier Gomez DeutschlandDeutschland Jan Frodeno
11. Juli 2009
ITU World Championship Series
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Alistair Brownlee SpanienSpanien Javier Gomez FrankreichFrankreich Laurent Vidal
02. Aug. 2008
BG Triathlon World Cup
SpanienSpanien Iván Raña NeuseelandNeuseeland Kris Gemmell SchweizSchweiz Sven Riederer
22. Juli 2007
BG Triathlon World Cup
KanadaKanada Simon Whitfield FrankreichFrankreich Frédéric Belaubre AustralienAustralien Brad Kahlefeldt
01. Juli 2006
ITU Premium European Cup
TschechienTschechien Martin Krnavek DeutschlandDeutschland Helge Muetschard UkraineUkraine Andriy Glushchenko
  1997 SchweizSchweiz Markus Keller -3-
  1996 SchweizSchweiz Markus Keller -2- OsterreichÖsterreich Wolfgang Kattnig
  1995* SchweizSchweiz Markus Keller
  1994 TschechienTschechien Tomas Kocar SchweizSchweiz Christoph Mauch DeutschlandDeutschland Wolfgang Dittrich
  1993 DeutschlandDeutschland Roland Knoll
  1992 OsterreichÖsterreich Wolfgang Kattnig -2-
  1991* OsterreichÖsterreich Wolfgang Kattnig
  1990 DeutschlandDeutschland Peter Celba
  1989
  1988
Jahr 1. Platz 2. Platz 3. Platz
2017 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jessica Learmonth Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Sophie Coldwell ItalienItalien Alice Betto
2015 OsterreichÖsterreich Theresa Moser OsterreichÖsterreich Simone Fürnkranz OsterreichÖsterreich Romana Slavinec
2014 SchweizSchweiz Nicola Spirig -3- DeutschlandDeutschland Sophia Saller ItalienItalien Annamaria Mazzetti
2013 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jodie Stimpson AustralienAustralien Emma Jackson DeutschlandDeutschland Anne Haug
2012 SchweizSchweiz Nicola Spirig -2- SchwedenSchweden Lisa Nordén NeuseelandNeuseeland Andrea Hewitt
2011 KanadaKanada Paula Findlay -2- Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Helen Jenkins Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sarah Groff
2010 KanadaKanada Paula Findlay SchwedenSchweden Lisa Nordén NeuseelandNeuseeland Andrea Hewitt
2009 AustralienAustralien Emma Moffatt SchweizSchweiz Nicola Spirig NeuseelandNeuseeland Andrea Hewitt
2008 SchweizSchweiz Nicola Spirig FrankreichFrankreich Carole Péon NeuseelandNeuseeland Samantha Warriner
2007 NeuseelandNeuseeland Andrea Hewitt OsterreichÖsterreich Eva Dollinger NeuseelandNeuseeland Nicky Samuels
2006 OsterreichÖsterreich Tania Haiböck TschechienTschechien Lenka Radova NeuseelandNeuseeland Andrea Hewitt
1997 SchweizSchweiz Francisca Rüssli
1996 OsterreichÖsterreich Jasmine Hämmerle DeutschlandDeutschland Brigitte Scheithauer DeutschlandDeutschland Susi Habiger
1995 SchweizSchweiz Natascha Badmann
1994 DeutschlandDeutschland Simone Mortier -2-
1993 DeutschlandDeutschland Simone Mortier
1992 OsterreichÖsterreich Monika Feuersinger -2-
1991 OsterreichÖsterreich Monika Feuersinger
1990 DeutschlandDeutschland Brigitte Scheithauer
1989
1988
  ETU European Short Distance Triathlon Championships (Europameisterschaft)     ÖTRV Österreichische Staatsmeisterschaft Triathlon Kurzdistanz      ITU World Championship SeriesWeltmeisterschafts-Rennserien  
* 1991 und 1995 wurde der Kitzbühel-Triathlon witterungsbedingt als Duathlon ausgetragen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Chronik – Kitzbühel Triathlon (Memento vom 21. Juli 2014 im Internet Archive)
  2. Triathlon-EM – Titelkämpfe in Kitzbühel, Sportfest der Superlative