Nicola Spirig Hug

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Triathlon
SchweizSchweiz 0 Nicola Spirig
Nicola Spirig, 2012
Nicola Spirig, 2012
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 7. Februar 1982 (35 Jahre)
Geburtsort Bülach
Spitzname Nic, Swiss Miss
Grösse 166 cm
Gewicht 53 kg
Vereine
Aktuell Impuls Triathlon Club Bülach, Schwimmverein Limmat, Leichtathletik Club Zürich (LCZ)
Erfolge
1999 ETU-Europameisterin Triathlon Junioren
2001 ITU-Weltmeisterin Triathlon Junioren
2003 ITU-Weltmeisterin Duathlon U23
2009–2015 5 x ETU-Europameisterin Triathlon
2012 Olympia-Siegerin
2016 2. Rang Olympische Spiele
Status
Mutterschaft

Nicola Spirig Hug (* 7. Februar 1982 in Bülach als Nicola Spirig)[1] ist eine Schweizer Triathletin, deren bisher grösste Erfolge der Olympiasieg 2012, fünf Europameistertitel (2009, 2010, 2012, 2014 und 2015) sowie je ein Welt- und Europameistertitel bei den Juniorinnen sind. Hinzu kommt noch ein U-23-Weltmeistertitel im Duathlon (2003). Sie ist vielfache Schweizer Duathlon- und Triathlon-Meisterin. Sie startete viele Jahre lang hauptsächlich bei Rennen über die Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen) und 2014 erstmals auf der Langdistanz (Ironman). Sie wird in der Bestenliste Schweizer Triathletinnen auf der Ironman-Distanz geführt.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicola Spirig wuchs in einer sportlichen Familie auf – ihre Eltern Ursula und Josef Spirig waren beide als Sportlehrer aktiv und sie wurde 15 Jahre lang von ihrem Vater trainiert.[2] Spirig bestritt als 10-Jährige 1992 ihren ersten Schülertriathlon, war aber als Juniorin auf nationaler Ebene zunächst in der Leichtathletik erfolgreich. So wurde sie Schweizer Juniorenmeisterin im 5000-Meter-Lauf und im Crosslauf.

Bei der Junioren-Europameisterschaft 1999 und 2000 im Crosslauf erreichte sie den zweiten Platz. Im gleichen Zeitraum bestritt sie auch Duathlons. In dieser Disziplin wurde sie je einmal Junioren-Weltmeisterin, Junioren-Europameisterin und U-23-Weltmeisterin. Die Stiftung Schweizer Sporthilfe zeichnete Spirig als Nachwuchsathletin des Jahres 2000 aus.

Junioren-Weltmeisterin Triathlon 2001[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebenfalls Juniorenweltmeisterin wurde Spirig 2001 im Triathlon. Aufgrund der bisher erbrachten Leistungen erhielt sie 2001 im Rahmen der Wahl der Sportler des Jahres die Auszeichnung als beste Newcomerin. Auch in der Kategorie U-23 gehörte sie zur Weltspitze (zweimal Dritte bei Weltmeisterschaften, einmal Zweite bei Europameisterschaften).

Olympische Sommerspiele 2004[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie nahm an den Olympischen Spielen 2004 in Athen teil und erreichte den 19. Platz.

Bei den Elite-Athleten stellten sich die Erfolge ab 2007 ein, als Spirig bei der Europameisterschaft in Kopenhagen die Bronzemedaille gewann. Im selben Jahr siegte sie erstmals in einem Triathlon-Weltcuprennen (in Eilat) und in einem Rennen der Kategorie Ironman 70.3 (in Rapperswil). 2008 folgte der zweite Weltcupsieg in Kitzbühel.

Triathlon-Europameisterin Kurzdistanz 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2009 wurde sie Triathlon-Europameisterin auf der Kurzdistanz. Diesen Titel konnte sie 2010 in Irland erfolgreich verteidigen. 2010 wurde sie zudem Triathlon-Vize-Weltmeisterin auf der Kurzdistanz.

Spirig wurde für die Saison 2011 von der Internationalen Triathlon Union (ITU) zum Mitglied der „Gold Group“ ernannt – die zehn besten Frauen und Männer der Vorjahre repräsentieren die ITU in der Öffentlichkeit und sichern ihren nationalen Verbänden für jedes der sieben Rennen der ITU World Championship Series einen zusätzlichen Startplatz.[3]

Siegerin Olympische Sommerspiele 2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicola Spirig war Mitglied des Swiss Triathlon Team London 2012. Im April 2012 holte sie sich ihren dritten Titel bei der Triathlon-Europameisterschaft in Israel. Im Mai wurde sie Schweizer Duathlon-Meisterin. Sie konnte sich zudem im Juni 2012 bereits das dritte Mal für einen Startplatz bei den Olympischen Spielen qualifizieren und startete in London zusammen mit Daniela Ryf, Sven Riederer und Ruedi Wild für die Schweiz.[4] Nach einem spannenden Schlussspurt holte sie sich die Goldmedaille vor der zeitgleich ins Ziel eingelaufenen Schwedin Lisa Nordén. Damit holte sie 12 Jahre nach dem Erfolg von Brigitte McMahon die zweite Gold-Medaille im Triathlon für die Schweiz. Im Dezember wurde sie zur Schweizer Sportlerin des Jahres gewählt.

Am 6. April 2014 unterbot sie beim Zürich-Marathon mit ihrer Zeit (2:42:53 Stunden) die Limite für die Leichtathletik-Europameisterschaften 2014. Im Juni wurde sie in Kitzbühel zum vierten Mal Europameisterin auf der Triathlon-Kurzdistanz. Im November startete sie erstmals auf der Ironman-Distanz in Mexico (3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und 42,195 km Laufen) und konnte das Rennen gewinnen.

Nicola Spirig neben der späteren Siegerin Gwen Jorgensen auf der Laufstrecke bei den Olympischen Sommerspielen 2016

Zusammen mit Nino Schurter, Jolanda Neff (beide Mountainbike) und Giulia Steingruber (Kunstturnen) nahm sie im Juni an den Europaspielen 2015 in Baku teil und konnte den Triathlon-Bewerb gewinnen.[5] In Genf wurde sie im Juli zum fünften mal Europameisterin auf der Olympischen Kurzdistanz. In der Triathlon-Weltmeisterschafts-Rennserie 2015 belegte sie als beste Schweizerin den 17. Rang.

2. Rang Olympische Sommerspiele 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2016 wurde sie im ersten Rennen der Weltmeisterschafts-Rennserie auf dem Rad in einem Sturz verwickelt und sie zog sich einen mehrfachen Bruch des linken Handrückens zu.[6]
Sie konnte sich 2016 zum vierten Mal für einen Startplatz bei den Olympischen Sommerspielen qualifizieren und ging am 20. August in Rio de Janeiro wieder für die Schweiz an den Start – zusammen mit Andrea Salvisberg, Jolanda Annen, und Sven Riederer. Spirig wurde Zweite.

2017 kündigte sie für den St. Moritz Duathlon am 6. August den ersten Start nach ihrer Mutterschaftspause an und sie konnte das Rennen wie schon im Vorjahr erneut gewinnen.[7]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2013 ist sie mit Reto Hug, ebenfalls Ex-Triathlon-Profi, verheiratet. Das Paar wohnt mit ihren Sohn im zürcherischen Bachenbülach.[8] 2017 wurde die Familie noch durch eine Tochter vergrössert.[9] Neben der sportlichen Aktivität ist Nicola Spirig als Referentin für Unternehmen tätig.

Sportliche Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(DNF – Did Not Finish)

  • Team-Europameisterschaft: Goldmedaille 2000, Silbermedaille 2002, Silbermedaille 2006.
  • Schweizer Juniorenmeisterin 5000 m: 2000, 2001.
  • Schweizer Meisterin Crosslauf: 2001 und 2009.
  • Junioren-EM Crosslauf: Silbermedaille 1999 und 2000.
  • Schweizer Meisterin 5000-Meter-Lauf: 2009

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jörg Greb: Der «schnelle» Sohn der Triathlon-Olympiasiegerin. In: Tages-Anzeiger. 24. März 2013.
  2. Christoph Gertsch: Wie Nicola Spirig zu einer Goldmedaillengewinnerin wurde – Triathlon statt Trampolin. In: Neue Zürcher Zeitung. 4. August 2012, abgerufen am 14. Juli 2014.
  3. Prize Money and Gold Group for 2011 World Championship Series
  4. 7 weitere Athleten für London selektioniert (15. Juni 2012)
  5. Spirig, Schurter, Neff und Steingruber nehmen an den Europaspielen 2015 in Baku teil (29. April 2015)
  6. Nicola Spirig muss pausieren (6. März 2016)
  7. Nicola Spirig startet Wettkampf-Comeback in St. Moritz (2. August 2017)
  8. «Mit der Familie ändern sich die Prioritäten» (26. März 2015)
  9. Nicola Spirig bringt ein Mädchen zur Welt (11. Juli 2017)
  10. SUPER LEAGUE TRIATHLON JERSEY, TAG 2: NICOLA SPIRIG FREUT SICH ÜBER 3. PLATZ IN DER GESAMTWERTUNG (25. September 2017)
  11. Nach Duathlon gewinnt Spirig auch den Triathlon! (7. August 2016)
  12. Ironman 70.3 Antwerpen 2012: Spirig und Aernouts gewinnen (22. Juli 2012)
  13. Nicola Spirig lässt Konkurrenz auch in Zürich keine Chance. In: Aargauer Zeitung. 14. Juli 2012, abgerufen am 14. Juli 2014.
  14. Del Corral And Morrison Win Alpe d’Huez Triathlon
  15. Alpe d’Huez Short Course results and report 2011
  16. Nicola Spirig gewinnt Zürich Triathlon
  17. Ironman 70.3: Spirig beendet Saison mit Sieg in Austin
  18. Kai Baumgartner: Nicola Spirig holt souverän den Titel beim Monaco Ironman 70.3. In: 3athlon.de. 7. September 2008. Archiviert vom Original am 11. September 2008.
  19. Erster japanischer Erfolg beim Weltcup in Eilat/Israel
  20. Vanessa Fernandes siegt auf der Olympiastrecke in Beijing
  21. Triathlon SM/Europacup Genf (VW-circuit)
  22. 2010 Dextro Energy Triathlon - ITU World Championship Series Kitzbuehel : Elite Women : Results
  23. 2010 Dextro Energy Triathlon - ITU World Championship Series Seoul : Elite Women : Results
  24. Dextro Energy Triathlon-ITU World Championship London
  25. Triathlon: Emma Moffat siegt überlegen (Memento vom 15. Juli 2009 im Internet Archive)
  26. Kurzdistanz-EM Athlone: Spirig verteidigt Titel
  27. ETU-Kurzdistanz EM: Titel an Gomez und Spirig
  28. Ruedi Wild erstmals Schweizer Meister – Ruedi Wild und Nicola Spirig holen die nationalen Titel. In: Neue Zürcher Zeitung. 28. August 2011, abgerufen am 14. Juli 2014.
  29. Meistertitel für Sven Riederer und Nicola Spirig. In: Neue Zürcher Zeitung. 8. August 2010, abgerufen am 14. Juli 2014.
  30. Favoriten machten in Lausanne das Rennen
  31. Triathlon-Titel für Riederer und Spirig
  32. Nicola Spirig und Sven Riederer neue Schweizermeister
  33. Hattrick für Schildknecht und Spirig. In: Neue Zürcher Zeitung. 16. Mai 2010, abgerufen am 14. Juli 2014.
  34. Marathon in Zürich: Spirig erfüllt EM-Limite bei Debüt. In: Neue Zürcher Zeitung. 6. April 2014, abgerufen am 14. Juli 2014.
  35. Silvesterläufe: Rank schlägt Raelert in Rostock (2. Januar 2012)