Lagny-sur-Marne

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Lagny-sur-Marne
Wappen von Lagny-sur-Marne
Lagny-sur-Marne (Frankreich)
Lagny-sur-Marne
Region Île-de-France
Département Seine-et-Marne
Arrondissement Torcy
Kanton Lagny-sur-Marne (Hauptort)
Gemeindeverband Marne et Gondoire
Koordinaten 48° 53′ N, 2° 42′ OKoordinaten: 48° 53′ N, 2° 42′ O
Höhe 37–112 m
Fläche 5,72 km2
Einwohner 21.264 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 3.717 Einw./km2
Postleitzahl 77400
INSEE-Code
Website www.lagny-sur-marne.fr

Lagny-sur-Marne ist eine französische Gemeinde mit 21.264 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Seine-et-Marne in der Region Île-de-France. Sie gehört zum Arrondissement Torcy und dem Kanton Lagny-sur-Marne. Lagny ist Teil der Communauté d’agglomération de Marne et Gondoire und gehört zur Ville nouvelle Marne-la-Vallée. Die Einwohner nennen sich Latignaciens.

Die Marne bei Lagny-sur-Marne

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lagny-sur-Marne liegt an der Marne, rund 28 Kilometer östlich von Paris. Angrenzende Gemeinden sind Thorigny-sur-Marne, Pomponne, Dampmart, Montévrain, Saint-Thibault-des-Vignes, Gouvernes, Conches-sur-Gondoire und Chanteloup-en-Brie.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung von Lagny-sur-Marne
Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011
Einwohner 11.945 15.743 16.465 17.959 18.643 19.368 20.086 20.306

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hier fand 1179 das vermutlich größte Ritterturnier des Mittelalters statt, an dem angeblich 3000 Ritter, darunter neunzehn Grafen, teilnahmen.[1]

Lagny ist einer der Geburtsorte des Neoimpressionismus: hier wurde die Groupe de Lagny gegründet, der Cavallo-Péduzzi, Léo Gausson und Maximilien Luce angehören.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Lagny-sur-Marne

Notre-Dame-des-Ardents
  • Kirche Notre-Dame-des-Ardents der Abtei Saint-Pierre aus dem 13. Jahrhundert, (Monument historique seit dem 12. Juli 1886)
  • Kirche Saint-Fursy aus dem 15. Jahrhundert, (Monument historique seit dem 19. Februar 1982)
  • Hôtel de Ville, das frühere Kloster; das Rathaus stammt aus den Jahren 1755 bis 1765 und wurde Ende des 19. Jahrhunderts restauriert. (Monument historique seit dem 30. Mai 1969)
  • Fünfgiebelhaus (Immeuble des Cinq Pignons) aus dem 12. Jahrhundert; es handelt sich dabei um eine alte Markthalle der Händler aus Ypern anlässlich der mittelalterlichen Märkte in Lagny. Die ursprüngliche Halle wurde im 16. Jahrhundert durch Wohnungen ergänzt, deren Giebeldach dem Haus den Namen gab (Monument historique seit dem 12. März 1970)
  • Saint-Fursy-Brunnen auf der Place de la Fontaine; der Brunnen stammt aus dem Jahr 1902 und ersetzte einen Brunnen aus dem 12. Jahrhundert, der wegen seines Alters abgerissen werden musste (Monument historique seit dem 16. März 1926)
  • Musée Gatien-Bonnet
  • Statue der Jeanne d’Arc in einem Park hinter der Abteikirche; die Statue stammt aus dem Jahr 1923 und stand ursprünglich auf dem Marktplatz, bevor sie in den 1960er Jahren hierher versetzt wurde.
  • Waschhaus (Lavoir) in der rue Saint-Paul aus der Mitte des 19. Jahrhunderts; es ersetze eine Reihe von kleinen Waschplätzen, die um den Saint-Fursy-Brunnen platziert waren.

Abtei Saint-Pierre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der heilige Fursa, ein irischer Mönch, ließ in Lagny das Kloster Saint-Pierre bauen. Es wurde im 9. Jahrhundert von den Normannen verwüstet, wieder aufgebaut, von zwei Bränden heimgesucht, besteht heute noch aus zwei Bauwerken: dem befestigten Eingang und der Abteikapelle aus dem 13. Jahrhundert, der Kirche Notre-Dame-des-Ardents.

Hôtel de Ville

Das Kloster wurde während der Französischen Revolution aufgehoben, einige Gebäude 1796 verkauft. Im 19. Jahrhundert wurden die Reste in ein Militärhospital umgewandelt – die Inschrift „Hôpital Militaire“ befindet sich noch auf dem Giebeldreieck des Haupttors. Seit 1842 beherbergt die Abtei das Rathaus von Lagny.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes de la Seine-et-Marne. Flohic Editions, Band 1, Paris 2001, ISBN 2-84234-100-7, S. 607–614.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lagny-sur-Marne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Paul Meyer, L'histoire de Guillaume le Maréchal, Comte de Striguil et de Pembroke, Régent d'Angleterre de 1216 à 1219, 3 Bde., Paris 1891–1901, v. 4453–4968