Laubach (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Laubach (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Laubach hervorgehoben

Koordinaten: 50° 14′ N, 7° 4′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Cochem-Zell
Verbandsgemeinde: Kaisersesch
Höhe: 550 m ü. NHN
Fläche: 3,58 km2
Einwohner: 639 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 178 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56759
Vorwahl: 02653
Kfz-Kennzeichen: COC, ZEL
Gemeindeschlüssel: 07 1 35 052
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Römerturm 2
56759 Kaisersesch
Website: laubach.kaisersesch.de
Ortsbürgermeister: Manfred Adams
Lage der Ortsgemeinde Laubach im Landkreis Cochem-Zell
Kalenborn (bei Kaisersesch)Eppenberg (Eifel)Laubach (Eifel)LeienkaulMüllenbach (bei Mayen)HaurothUrmersbachMasburgDüngenheimKaiserseschLandkernIllerichEulgemHambuchGamlenZettingenKaifenheimBrachtendorfUlmen (Eifel)AlflenAuderathFilz (Eifel)WollmerathSchmittBüchel (Eifel)Wagenhausen (Eifel)GillenbeurenGevenichWeiler (bei Ulmen)LutzerathBad BertrichUrschmittKlidingBeuren (Eifel)MoselkernMüden (Mosel)Treis-KardenLützLiegRoesMöntenichForst (Eifel)DünfusBrohlBinningen (Eifel)WirfusBriedenKailPommern (Mosel)BriedelAltlayPeterswald-LöffelscheidHaserichSosbergForst (Hunsrück)AltstrimmigReidenhausenMittelstrimmigBlankenrathPanzweilerWalhausenSchauren (bei Blankenrath)TelligHesweilerLiesenichMoritzheimGrenderichZell (Mosel)NeefBullaySankt AldegundAlfPünderichGreimersburgKlottenFaidDohrBremmBruttig-FankelSenheimNehren (Mosel)Ediger-EllerMesenichValwigErnst (Mosel)Beilstein (Mosel)Ellenz-PoltersdorfBriedernCochemLandkreis VulkaneifelLandkreis Bernkastel-WittlichLandkreis Mayen-KoblenzRhein-Hunsrück-KreisKarte
Über dieses Bild
Laubach, St. Josef, Westseite

Laubach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kaisersesch an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laubach liegt fünf Kilometer westlich der Stadt Kaisersesch auf einem mit dem hier entspringenden Kaulenbach nach Süden abfallenden Gelände. Die Ortschaft umfasst Höhenlagen zwischen 485 m ü. NN und 550 m ü. NN. Naturräumlich lässt sich das zu über einem Drittel bewaldete[2] Gemeindegebiet in der Östlichen Hocheifel noch dem Müllenbacher Riedelland zuordnen, befindet sich aber bereits am Übergang in die sich nördlich anschließenden Elzbachhöhen. Es gehört größtenteils zum Landschaftsschutzgebiet „Moselgebiet von Schweich bis Koblenz“ und umfasst im Süden auch einen Teil des Naturschutzgebiets „Müllenbachtal – Kaulenbachtal“.

Laubach grenzt (im Uhrzeigersinn) an die Ortsgemeinden Eppenberg, Masburg, Leienkaul, Müllenbach und die Stadt Ulmen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Laubachs stammt aus dem Jahre 1455, als das Dorf an die Grafen von Virneburg verkauft wurde. 1548 übernahm Kurtrier die landesherrlichen Rechte. Laubach gehörte zum Amt Monreal und zum Hochgericht Masburg. Das Hochgericht Masburg war ein Lehen der Grafen von Virneburg. Im Trierer Feuerbuch aus dem Jahr 1563 sind 15 Feuerstellen (Haushalte) in Laubach (Laupach) verzeichnet.[3]

Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer annektiert, von 1798 bis 1814 gehörte Laubach zum Kanton Kaisersesch im Arrondissement Koblenz des Rhein-Mosel-Departements. Der Munizipalrat (Laubacher Gemeindevertreter in der Mairie Kaisersesch) war 1808 der Bürger Velling.[4]

Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress (1815) wurde die Region dem Königreich Preußen zugeordnet. Unter der preußischen Verwaltung kam die Gemeinde Laubach zur Bürgermeisterei Kaisersesch im Kreis Cochem, der zum neuen Regierungsbezirk Koblenz sowie von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte.[5]

Seit 1946 ist die Gemeinde Laubach Teil des Landes Rheinland-Pfalz, seit 1968 gehört sie der Verbandsgemeinde Kaisersesch an und seit 1969 zum Landkreis Cochem-Zell.

Haupteinnahmequelle für die Bewohner des Ortes war jahrhundertelang der Schieferbergbau. Urkundlich belegt ist der Bergbau ab 1695, kleinere Gruben bestanden schon viel früher. 1959 wurde die letzte Grube nach einem Wassereinbruch stillgelegt.

Der Name des Ortes stammt wahrscheinlich vom mittelhochdeutschen „lôbach“. Lôb und das heutige Laub verweisen dabei auf einen Wald, während das ach auf ein sumpfiges Gelände hinweist.

Bis 2004 war die heutige Ortsgemeinde Leienkaul ein Ortsteil der Gemeinde Laubach.[6]

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Laubach bezogen auf das heutige Gemeindegebiet, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 192
1835 481
1871 642
1905 856
1939 851
Jahr Einwohner
1950 887
1961 877
1970 966
1987 956
2005 695

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Laubach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[7]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manfred Adams ist Ortsbürgermeister von Laubach.[8] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 86,02 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.[9]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kloster mit der Pilgerstätte Maria Martental liegt in der seit Juni 2004 eigenständigen Gemeinde Leienkaul.

Unter Denkmalschutz stehender Schieferabbau

Die Geschichte der Orte Müllenbach, Laubach und Leienkaul ist eng mit dem Schieferbergbau verknüpft. Zwischen den Orten liegt das Kaulenbachtal, in dem hauptsächlich der Schieferbergbau stattfand. Durch dieses Tal führt der Schiefergrubenwanderweg.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Laubach

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laubach liegt an der Bundesautobahn 48.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Laubach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2021, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 138, 155, 210.
  4. Handbuch für die Bewohner vom Rhein-Mosel-Departement, Koblenz: Prefektur-Buchdruckerey, 1808, S. 65 (www.dilibri.de)
  5. Topographisch-statistische Übersicht des Regierungs-Bezirks Coblenz, Coblenz: Hölscher, 1843, S. 38 (www.dilibri.de)
  6. Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 170 (PDF; 2,8 MB; beachte Fußnote 37).
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  8. Manfred Adams erneut zum Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde Laubach ernannt. In: Region im Blick, Ausgabe 26/2019. Linus Wittich Medien GmbH, abgerufen am 10. Oktober 2020.
  9. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Kaisersesch, Verbandsgemeinde, 19. Ergebniszeile. Abgerufen am 10. Oktober 2020.