Valwig

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Valwig
Valwig
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Valwig hervorgehoben
Koordinaten: 50° 9′ N, 7° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Cochem-Zell
Verbandsgemeinde: Cochem
Höhe: 72 m ü. NHN
Fläche: 5,7 km²
Einwohner: 427 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56812
Vorwahl: 02671
Kfz-Kennzeichen: COC, ZEL
Gemeindeschlüssel: 07 1 35 086
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Ravenéstraße 61
56812 Cochem
Webpräsenz: www.vgcochem.de
Ortsbürgermeister: Klaus Zucchet
Lage der Ortsgemeinde Valwig im Landkreis Cochem-Zell
Kalenborn (bei Kaisersesch) Eppenberg (Eifel) Laubach (Eifel) Leienkaul Müllenbach (bei Mayen) Hauroth Urmersbach Masburg Düngenheim Kaisersesch Landkern Illerich Eulgem Hambuch Gamlen Zettingen Kaifenheim Brachtendorf Ulmen (Eifel) Alflen Auderath Filz (Eifel) Wollmerath Schmitt Büchel (Eifel) Wagenhausen (Eifel) Gillenbeuren Gevenich Weiler (bei Ulmen) Lutzerath Bad Bertrich Urschmitt Kliding Beuren (Eifel) Moselkern Müden (Mosel) Treis-Karden Lütz Lieg Roes Möntenich Forst (Eifel) Dünfus Brohl Binningen (Eifel) Wirfus Brieden Kail Pommern (Mosel) Briedel Altlay Peterswald-Löffelscheid Haserich Sosberg Forst (Hunsrück) Altstrimmig Reidenhausen Mittelstrimmig Blankenrath Panzweiler Walhausen Schauren (bei Blankenrath) Tellig Hesweiler Liesenich Moritzheim Grenderich Zell (Mosel) Neef Bullay Sankt Aldegund Alf (Mosel) Pünderich Greimersburg Klotten Faid Dohr Bremm Bruttig-Fankel Senheim Nehren (Mosel) Ediger-Eller Mesenich Valwig Ernst (Mosel) Beilstein (Mosel) Ellenz-Poltersdorf Briedern Cochem Landkreis Vulkaneifel Landkreis Bernkastel-Wittlich Landkreis Mayen-Koblenz Rhein-Hunsrück-KreisKarte
Über dieses Bild
Valwig vom Fluss gesehen

Valwig ist ein Weinort an der Mosel im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz. Die Ortsgemeinde gehört der Verbandsgemeinde Cochem an. Valwig ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt am rechten Ufer der Mosel (Flusskilometer 55). Die Kreisstadt Cochem ist etwa drei Kilometer entfernt.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Moseltal gehört zum Rheinischen Schiefergebirge und ist durch steile und zerkluftete Berghänge gekennzeichnet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Valwig gliedert sich in die folgenden Ortsteile (Lage in Höhenmetern ü.NN):

  • Valwig (72 m ü. NN)
  • Valwigerberg (300 m ü. NN)

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemarkung Valwig grenzt an der Mosel flussabwärts an Cochem, flussaufwärts an Bruttig-Fankel und ist durch die Mosel von Ernst getrennt. Über den Valwigerberg ist die Gemeinde Treis-Karden zu erreichen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den ersten Urkunden wird Valwig als „Falavoia“" (866 n. Chr.), „Falaveia“ (893 n. Chr.) und „Valefayer“ (1130 n. Chr.) erwähnt. Man geht allerdings davon aus, dass Valwig schon von Kelten und Römern bewohnt wurde. Dafür spricht die kelto-romanischen Bezeichnung „Balbiacum“, was übersetzt „Siedlung des Balbius“ heißt. Valwig zählt somit zu den ältesten Moselorten. Mit der Besetzung des linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen endete die jahrhundertelange Herrschaft Kurtriers. 1815 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Valwig besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche St. Martin

Pfarrkirche St. Martin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die in den Jahren 1823 bis 1827 von Johann Claudius von Lassaulx erbaute Pfarrkirche die über dem Ortsteil Valwig thront, gilt als erste neuromanische Kirche in Deutschland.

Wallfahrtskirche St. Maria und Magdalena[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bau der kleinen Wallfahrtskapelle auf dem Valwigerberg geht zurück bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts. Nach der Häufung von Berichten über Gebetserhörungen wurde sie vom Ritter Johann von Winneburg erbaut, um das „wundertätige Bild unserer lieben Frau vom Berge“ zu ehren.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wanderwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Gemarkung der Ortsgemeinde Valwig führen 2 überregionale Wanderwege. Der Moselsteig und der Moselhöhenweg, mit 3 Schutzhütten und herrlichen Ausblicken ins Moseltal, laden Sie zum verweilen ein. Zwischen den Weinbergen von Valwig, Cochem/Cond und Bruttig/Fankel an denen hauptsächlich der Riesling angebaut wird, verlaufen zwei bekannte Wanderwege. In Richtung Cochem und Valwigerberg verläuft der 7,5 Kilometer lange Apolloweg-Valwig, dessen Namensgeber der Mosel-Apollofalter ist. Der Apolloweg, der erste Themenweg an der Mosel, wurde von der Gemeinde Valwig, unter anderem mit Mitteln aus dem Europäischen LEADER II Programm geschaffen. Seit 2007 führt auch der 3,9 km lange BREVA-Weg (Herrenbergsteig) moselaufwärts zum Ortsteil Valwigerberg und der Nachbargemeinde Bruttig-Fankel. Hierbei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinden Bruttig, Ernst und Valwig. Aus deren Namensbestandteilen sich auch der Name des Weges ableitet. 17 Winzer gehören der BREVA-Interessengemeinschaft an, und produzieren gemeinsam aus Top Rieslingtrauben der Steillage, den BREVA-Wein. Direkt am Moselufer in Richtung Cochem und Beilstein liegt der neu ausgebaute Mosel Rad- und Wanderweg.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Valwig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen