Le Mémont

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Le Mémont
Le Mémont (Frankreich)
Le Mémont
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Doubs
Arrondissement Pontarlier
Kanton Morteau
Koordinaten 47° 9′ N, 6° 41′ OKoordinaten: 47° 9′ N, 6° 41′ O
Höhe 940–1.051 m
Fläche 3,16 km2
Einwohner 40 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 13 Einw./km2
Postleitzahl 25210
INSEE-Code

Le Mémont ist eine Gemeinde im französischen Département Doubs in der Region Bourgogne-Franche-Comté.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Le Mémont liegt auf 998 m, 13 Kilometer nordnordöstlich von Morteau und etwa 13 km westnordwestlich der Stadt La Chaux-de-Fonds (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im Jura, am Rand des kleinen Beckens von Mémont auf dem gleichnamigen Höhenrücken, der sich im Südwesten des Hochplateaus von Maîche erhebt.

Die Fläche des 3,16 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des französischen Juras. Das gesamte Gebiet wird vom breiten Höhenrücken von Le Mémont eingenommen. Dieser Höhenzug bildet in geologisch-tektonischer Hinsicht eine Antiklinale des Faltenjuras und ist gemäß der Streichrichtung des Gebirges in dieser Region in Richtung Südwest-Nordost orientiert. Infolge der Erosion wurde im Lauf der Zeit die oberste harte Gesteinsschicht ausgeräumt, weswegen sich auf dem Höhenzug ein Becken bildete, das auf allen Seiten von 20 bis 50 m hohen, teils felsigen Kreten umgeben ist. Die westliche Abgrenzung verläuft auf der Krete des Mont Repentir (1050 m), die südliche auf derjenigen von Les Murs. Hier wird mit 1056 m die höchste Erhebung von Le Mémont erreicht. Während das Becken überwiegend von Weideland bestanden ist, sind die Kreten bewaldet. Das Gebiet besitzt keine oberirdischen Fließgewässer, weil das Niederschlagswasser im verkarsteten Untergrund versickert.

Nachbargemeinden von Le Mémont sind Le Luhier im Norden, Le Russey im Osten sowie Le Bizot im Süden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelalter gehörte Le Mémont zur Herrschaft Réaumont, die unter der Oberhoheit der Herren von Montfaucon, ab dem 15. Jahrhundert unter derjenigen der Grafen von Montbéliard stand. Zusammen mit der Franche-Comté gelangte das Dorf mit dem Frieden von Nimwegen 1678 an Frankreich.

Mit 1. Januar 2009 erfolgte eine Änderung der Arrondissementszugehörigkeit der Gemeinde. Bislang zum Arrondissement Montbéliard gehörend, kamen alle Gemeinden des Kantons zum Arrondissement Pontarlier. [1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dorfkirche von Le Mémont wurde im 18. Jahrhundert erbaut.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 50
1968 43
1975 37
1982 27
1990 24
1999 30
2006 38

Mit 40 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) gehört Le Mémont zu den kleinsten Gemeinden des Département Doubs. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich abgenommen hatte (1901 wurden noch 88 Personen gezählt), wurden seit Beginn der 1980er Jahre nur noch geringe Schwankungen verzeichnet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Le Mémont war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Viehzucht und Milchwirtschaft) geprägtes Dorf. Noch heute leben die Bewohner zur Hauptsache von der Tätigkeit im ersten Sektor. Außerhalb des primären Sektors gibt es nur sehr wenige Arbeitsplätze im Dorf. Einige Erwerbstätige sind auch Wegpendler, die in den umliegenden größeren Ortschaften ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen an einer Departementsstraße, die von Le Russey nach Le Bélieu führt. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Le Luhier und Le Bizot.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. INSEE-Modifications de communes