Hauterive-la-Fresse

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Hauterive-la-Fresse
Hauterive-la-Fresse (Frankreich)
Hauterive-la-Fresse
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Doubs
Arrondissement Pontarlier
Kanton Ornans
Gemeindeverband Montbenoît
Koordinaten 46° 58′ N, 6° 27′ OKoordinaten: 46° 58′ N, 6° 27′ O
Höhe 778–1.210 m
Fläche 7,46 km2
Einwohner 225 (1. Januar 2017)
Bevölkerungsdichte 30 Einw./km2
Postleitzahl 25650
INSEE-Code
Website www.hauterive-la-fresse.fr

Observatorium im Weiler La Perdrix

Hauterive-la-Fresse ist eine französische Gemeinde mit 225 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2017) im Département Doubs in der Region Bourgogne-Franche-Comté.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauterive-la-Fresse liegt auf 830 m, etwa elf Kilometer nordöstlich der Stadt Pontarlier (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im Jura, auf einem Geländevorsprung auf der südlichen Talseite des Doubs, im Val du Saugeais, am Nordfuß der Jurahöhen der Montagne du Larmont, nahe der Grenze zur Schweiz.

Die Fläche des 7,46 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des französischen Juras. Die nördliche Grenze verläuft entlang dem Doubs, der hier in einer relativ breiten Talniederung nach Nordosten durch das Val du Saugeais fließt. Vom Flusslauf erstreckt sich das Gemeindeareal südwärts auf die Höhe von Hauterive, die ein lockeres Gefüge von Wies- und Weideland sowie Wald zeigt, und über eine Combe (Längstal) bis auf den Cerf. Auf dieser überwiegend bewaldeten Krete, die zum Kettensystem der Montagne du Larmont gehört, wird mit 1210 m die höchste Erhebung von Hauterive-la-Fresse erreicht.

Zur Streusiedlungsgemeinde Hauterive-la-Fresse gehören neben dem Ortsteil Hauterive verschiedene Weiler und Einzelhöfe, darunter:

  • Le Mont d’Hauterive (981 m) auf der Höhe von Hauterive über dem Doubstal
  • La Combe d’Hauterive (1044 m) in einer Mulde auf der Höhe von Hauterive
  • La Fresse (1108 m) in einer Längsmulde am Fuß des Cerf

Nachbargemeinden von Hauterive-la-Fresse sind Les Alliés im Süden, Maisons-du-Bois-Lièvremont im Westen, Montflovin und Montbenoît im Norden, Ville-du-Pont im Osten sowie die schweizerischen Gemeinden La Brévine und Val-de-Travers im Südosten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelalter gehörten Hauterive und La Fresse zur klösterlichen Herrschaft Montbenoît. Zusammen mit der Franche-Comté gelangten beide Ortschaften mit dem Frieden von Nimwegen 1678 an Frankreich. Die heutige Doppelgemeinde entstand im Jahr 1823 mit der Fusion der vorher selbständigen Gemeinden Hauterive und La Fresse.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 225 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) gehört Hauterive-la-Fresse zu den kleinen Gemeinden des Départements Doubs. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts markant abgenommen hatte (1881 wurden noch 271 Personen gezählt), wurde seit Beginn der 1980er Jahre wieder ein deutliches Bevölkerungswachstum verzeichnet.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2016
Einwohner 120 124 92 89 103 145 205 220

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauterive-la-Fresse war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Viehzucht und Milchwirtschaft) und die Forstwirtschaft geprägtes Dorf. Daneben gibt es heute einige Betriebe des lokalen Kleingewerbes, vor allem in der Käseherstellung und der Holzverarbeitung. Viele Erwerbstätige sind auch Wegpendler, die in den umliegenden größeren Ortschaften ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen an der Departementsstraße, die von Montbenoît nach Les Alliés führt. Eine weitere Straßenverbindung besteht mit Les Gras.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes du Doubs. Band 2, Flohic Editions, Paris 2001, ISBN 2-84234-087-6, S. 746–747.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hauterive-la-Fresse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien