Liste der Baudenkmäler in Windberg

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Auf dieser Seite sind die Baudenkmäler der niederbayerischen Gemeinde Windberg zusammengestellt. Diese Tabelle ist eine Teilliste der Liste der Baudenkmäler in Bayern. Grundlage ist die Bayerische Denkmalliste, die auf Basis des bayerischen Denkmalschutzgesetzes vom 1. Oktober 1973 erstmals erstellt wurde und seither durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege geführt wird. Die folgenden Angaben ersetzen nicht die rechtsverbindliche Auskunft der Denkmalschutzbehörde. [Anm. 1]

Wappen von Windberg
Wening: Kloster Windberg

Ensemble Kloster Windberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kloster Windberg mit Blasiusbrunnen

Aktennummer: E-2-78-198-1

Das Ensemble Kloster Windberg umfasst die noch vorhandenen, seit der Säkularisation von 1803 zum Teil anderen Zwecken zugeführten baulichen Anlagen des Prämonstratenserklosters Windberg.

In exponierter Lage am Südrand des Bayerischen Waldes auf einem Hügel sich erhebend, wurde das Kloster 1142 am Burgsitz der Grafen von Bogen begründet und nach der Säkularisation erst 1923 von den Prämonstratensern wieder übernommen. Die 1167 im Wesentlichen vollendete Klosterbasilika, eine Anlage des Hirsauer Einflussbereichs, ist der beherrschende Bau im Klosterbezirk. Nach Süden schließen sich der Ost- und der unvollendete Südflügel der seit 1720 neu errichteten Konventsbauten an.

Diese Barockisierung des Klosters, die auch die Basilika, einschließlich ihres Turmes, ergriff, konnte nicht alle Teile des Klosterbezirks durchdringen. In den Bauten an seiner West- und Nordseite (Kanzleibau, Handwerkerhaus und Amtshaus) und der ehemaligen Prälatur (Pfarrplatz 9) hat sich deswegen auch der spätmittelalterliche Charakter des Klosters bewahrt.

Auf den Freiflächen sind im 19. Jahrhundert kleinere Walmdachbauten entstanden, die zum Ensemble gehören. Refektoriums- und Dormitoriumsbauten wurden 1834 abgebrochen; die an die Ostseite der Basilika sich ehemals anschließende Pfarrkirche St. Blasius wurde 1849–1854 ebenfalls abgebrochen; nur der Friedhof und die Annakapelle auf der Nordseite der Basilika erinnern an das frühere Nebeneinander von Kloster- und Pfarrkirche.

Dem südlichen ehemals befestigten Klosterbezirk schließt sich nördlich des Klostertores, des einzigen Zeugen dieses Berings, der West- und ein Teil des Nordtraktes eines großen ehemaligen Wirtschaftshofes des 17./18. Jahrhunderts an.

Baudenkmäler nach Ortsteilen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Windberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
im westlichen Außenhof
(Standort)
Blasiusbrunnen Steinbecken mit Säule und Steinfigur hl. Blasius, bezeichnet 1633 D-2-78-198-17 Blasiusbrunnen
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Dorfplatz 3
(Standort)
Giebelhaus 16./17. Jahrhundert D-2-78-198-3 Giebelhaus
Dorfplatz 5; Dorfplatz 7; Dorfplatz 9; Dorfplatz 11; Dorfplatz 13; Klostergasse 2; Klostergasse 4
(Standort)
Langflügel des ehemaligen Klosters mit einheitlicher First- und Traufhöhe, 17./18. Jahrhundert D-2-78-198-4 Langflügel des ehemaligen Klosters
Klostergasse 1
(Standort)
Wohngebäude ehemals zum Kloster gehörig, 18. Jahrhundert D-2-78-198-5 BW
Klostergasse 3
(Standort)
Wohnhaus ehemals zum Kloster gehörig, im Obergeschoss Nische mit Hausmadonna "Maria Immaculata", 18. Jahrhundert D-2-78-198-6 BW
Pfarrplatz
(Standort)
Kapelle dreiseitig offene, kleine Halle mit Arkaden und Zeltdach, darin Steinfigur des hl. Johannes von Nepomuk, 1733 D-2-78-198-15 Kapelle
Pfarrplatz 1
(Standort)
Torbau auf der Nordseite des Klosterberings Rundbogen in Quadertechnik des frühen 13. Jahrhunderts; angeschlossen Wohnhaus, wohl 18. Jahrhundert D-2-78-198-7 Torbau auf der Nordseite des Klosterberings
Pfarrplatz 2
(Standort)
Ehemaliges Amtshaus jetzt Gasthaus, mit Steilsatteldach und zwei Treppengiebeln, erbaut 1502, 1728 barockisiert D-2-78-198-8 Ehemaliges Amtshaus
Pfarrplatz 4
(Standort)
Teil der ehemaligen Klosterstallungen 18. Jahrhundert; am Haus Steinfigur St. Sabinus, Renaissance D-2-78-198-9 Teil der ehemaligen Klosterstallungen
Pfarrplatz 6; Pfarrplatz 8
(Standort)
Ehemaliges Handwerkerhaus jetzt Schmiede, mit steilem Halbwalmdach, Anfang 17. Jahrhundert; romanische Portalreste an der Südostecke D-2-78-198-10 Ehemaliges Handwerkerhaus
Pfarrplatz 7
(Standort)
Kirche Maria Himmelfahrt dreischiffige Pfeilerbasilika, begonnen um 1140, Einwölbung Mitte 15. Jahrhundert, Turmerhöhung und Barockisierung bis 1755; mit Ausstattung D-2-78-198-1 Kirche Maria Himmelfahrt
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Pfarrplatz 7
(Standort)
Marienkapelle Neubau 1451; mit Ausstattung D-2-78-198-2 Marienkapelle
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Pfarrplatz 9
(Standort)
Ehemalige Prälatur seit 1803 Pfarrhof, im 15. Jahrhundert errichtet; mit historischer Ausstattung; Westflügel des ehemaligen Klosters D-2-78-198-11 Ehemalige Prälatur
Pfarrplatz 10
(Standort)
Ehemaliger Kanzleibau mit Steilsatteldach und Treppengiebel nach Norden, Anfang 16. Jahrhundert D-2-78-198-12 Ehemaliger Kanzleibau
Pfarrplatz 12; Pfarrplatz 14; Pfarrplatz 16; Pfarrplatz 18
(Standort)
Kellergewölbe Keller des ehemaligen Kloster-Gaststockes, 17. Jahrhundert D-2-78-198-13 BW
Pfarrplatz 22
(Standort)
Konventbau Ostflügel und Teil des Südflügels, errichtet um 1720/30 D-2-78-198-14 BW
im östlichen Außenhof
(Standort)
Samariterbrunnen mit Bekrönungsfiguren, bezeichnet 1513; im östlichen Außenhof D-2-78-198-16 Samariterbrunnen
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Beim Gasthof
(Standort)
Ziehbrunnen vor dem Gasthof, bezeichnet 1718 D-2-78-198-18 Ziehbrunnen
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Biehl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Biehl 1
(Standort)
Zugehörig Traidkasten mit Backhaus, Holzblock-Obergeschoss, zweite Hälfte 18. Jahrhundert D-2-78-198-19 BW
Haus Nummer 2
(Standort)
Kruzifix barock; am Bauernhaus D-2-78-198-20 BW

Fahrenloh[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Fahrenloh 1
(Standort)
Einzelhof langgestreckter Obergeschoss-Blockbau mit verschaltem Vordach, Giebel- und Traufstangenschrot, im Kern 18. Jahrhundert und 19. Jahrhundert D-2-78-198-21 BW

Irensfelden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Biehler Weg 1
(Standort)
Hierzu Traidkasten mit Steildach Mitte 19. Jahrhundert D-2-78-198-22 BW
Biehler Weg 4
(Standort)
Kapelle erste Hälfte 19. Jahrhundert; im Nordwestteil des Ortes D-2-78-198-25 BW
Dorfstraße 5
(Standort)
Bauernhaus mit Blockbau-Obergeschoss erste Hälfte 19. Jahrhundert D-2-78-198-23 BW
Kapellenweg 17
(Standort)
Wohnstallhaus mit Waldler-Giebel 2. Viertel 19. Jahrhundert. D-2-78-198-24 BW
Nähe Kapellenweg
(Standort)
Kapelle Mitte 19. Jahrhundert; im Südostteil des Ortes D-2-78-198-26 Kapelle

Kreuzberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Kreuzberg 3
(Standort)
Wallfahrtskirche Hl. Kreuz barocke Anlage, 1695; mit Ausstattung; sogenannte Stiegenkapelle, 18. Jahrhundert; verbunden mit Marienkapelle, 18. Jahrhundert D-2-78-198-27 Wallfahrtskirche Hl. Kreuz
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Meidendorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Girletweg 7
(Standort)
Wegkapelle 19. Jahrhundert D-2-78-198-28 BW
Girletweg 10
(Standort)
Obergeschoss und Giebel in Blockbau zweites Viertel 19. Jahrhundert; östlich, Richtung Gattendorf D-2-78-198-29 BW

Netzstuhl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Netzstuhl 2
(Standort)
Ehem. Bauernhaus Wohnstallbau mit traufseitigem Stangenschrot, Wohnteil getünchter Blockbau, im Kern zweite Hälfte 18. Jahrhundert D-2-78-198-30 BW
Netzstuhl 3a
(Standort)
Nebenhaus mit Blockbau-Obergeschoss Mitte 19. Jahrhundert, Dach später D-2-78-198-31 BW

Oberbucha[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Oberbucha 1
(Standort)
Bauernhaus Einfirstanlage, eingadiger Blockbau mit Steilsatteldach, erste Hälfte 19. Jahrhundert D-2-78-198-32 BW

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Diese Liste entspricht möglicherweise nicht dem aktuellen Stand der offiziellen Denkmalliste. Letztere ist über die unter Weblinks angegebene Verknüpfung als PDF im Internet einsehbar und im Bayerischen Denkmal-Atlas kartographisch dargestellt. Auch diese geben, obwohl sie durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege täglich aktualisiert werden, nicht überall den aktuellen Stand wieder. Daher garantiert das Vorhandensein oder Fehlen eines Bauwerks oder Ensembles in dieser Liste oder im Bayerischen Denkmal-Atlas nicht, dass es gegenwärtig ein eingetragenes Denkmal ist oder nicht. Außerdem ist die Bayerische Denkmalliste ein nachrichtliches Verzeichnis. Die Denkmaleigenschaft – und damit der gesetzliche Schutz – wird in Art. 1 des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes (BayDSchG) definiert und hängt nicht von der Kartierung im Denkmalatlas und der Eintragung in die Bayerische Denkmalliste ab. Auch Objekte, die nicht in der Bayerischen Denkmalliste verzeichnet sind, können Denkmäler sein, wenn sie die Kriterien nach Art. 1 BayDSchG erfüllen. Bei allen Vorhaben ist eine frühzeitige Beteiligung des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege nach Art. 6 BayDSchG notwendig.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]