Markus Hering

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Markus Hering, als bester Schauspieler mit dem Nestroy-Theaterpreis 2008 ausgezeichnet
Hering mit Meret Becker bei der Österreichpremiere von Das Leben ist zu lang (2010)

Markus Hering (* 26. April 1960 in Siegen) ist ein freischaffender deutscher Film- und Theater-Schauspieler und war lange Jahre Mitglied des Burgtheaters.

Biografie[Bearbeiten]

Hering wuchs in dem Siegerländer Dorf Holzhausen auf. Er bestand 1979 sein Abitur an der Evangelischen Landesschule zur Pforte in Meinerzhagen in der gleichen Klasse wie Oliver Tolmein. Anschließend absolvierte er eine Tischlerlehre und war als Waldarbeiter tätig.

Seine Schauspielausbildung machte er an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Sein erstes Engagement führte ihn ans Staatstheater Kassel. Später wurde er nach Wien engagiert. Hier spielte er unter anderem am Schauspielhaus und am Volkstheater. In der Saison 1992-93 kam er ans Burgtheater. Bis 2011 gehörte er dort zum festen Ensemble. Seit September 2011 arbeitet er am Residenztheater München.

Er ist verheiratet und hat drei Töchter. Seine Frau Bettina ist designierte Intendantin des Niederösterreichischen Landestheaters in St. Pölten. Eine Tochter, Gretchen, spielte die Rolle der Infantin des spanischen Königshauses in Andrea Breths Don Carlos-Inszenierung und wird demnächst in Die Freischwimmerin unter der Regie von Holger Barthel zu sehen sein, die älteste Tochter Lili spielt hin und wieder in deutschen Kinofilmen.

Rollen[Bearbeiten]

Markus Hering war unter anderem in Frank Wedekinds Lulu (Regie Andreas Kriegenburg, 1999) als Enkidu in Gilgamesch von Raoul Schrott (Regie Theu Boermans, 2002) und als Dirigent in Gert Jonkes Chorfantasie (Regie Christiane Pohle, Koproduktion Graz 2003/Burgtheater, Uraufführung) zu sehen. Für diese Rolle wurde er 2003 auch mit dem Nestroy-Preis in der Kategorie Bester Schauspieler ausgezeichnet. Markus Hering spielte die Rolle von Frank in Die Frau von früher von Roland Schimmelpfennig (Regie Stephan Müller) im Akademietheater und er las aus dem finnischen Nationalepos Kalevala von Elias Lönnrot im Vestibül des Burgtheaters, außerdem war er in Babel von Elfriede Jelinek in der Regie von Nicolas Stemann zu sehen. 2008 wurde er zum zweiten Mal mit einem Nestroy als Bester Schauspieler ausgezeichnet. In Stefan Bachmanns Inszenierung von "Verbrennungen" spielte er den Notar Hermile Lebel, "Der freie Fall" von Gert Jonke und die Rolle des Königs in "Philotas" waren letzte wichtige Arbeiten am Burgtheater. In München spielt er seit Oktober 2011 den Doktor Mauer in Martin Kusejs Inszenierung vom "Weiten Land" von Arthur Schnitzler.

Hering betätigt sich auch als Film- und Fernsehschauspieler. Er spielte in den Serien Tatort, Kommissar Rex und in den Filmen Ein Lied von Liebe und Tod – Gloomy Sunday, Charms Zwischenfälle, Wiener Blut, Der Stellvertreter und Whisky mit Wodka mit. In der Komödie Das Leben ist zu lang (2010) von Dani Levy spielte er die Hauptrolle des Alfi Seliger.

Filmografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]