Niki Luftfahrt

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Niki Luftfahrt GmbH
Logo der Niki
Airbus A320-200 der Niki in neuer Lackierung
IATA-Code: HG
ICAO-Code: NLY
Rufzeichen: FLYNIKI
Gründung: 2003
Sitz: Wien, OsterreichÖsterreich Österreich
Heimatflughafen:

Flughafen Wien

Unternehmensform: GmbH
Leitung: Oliver Lackmann[1]
Mitarbeiterzahl: 836 (2012)[2]
Umsatz: 452,6 Mio. € (2011)[3]
Fluggastaufkommen: 4,9 Mio. (2014)[4]
Allianz:
Vielfliegerprogramm: Topbonus
(von Air Berlin)
Flottenstärke: 19
Ziele: national und international
Website: www.flyniki.com

Die Niki Luftfahrt GmbH, in Eigenschreibweise kurz NIKI, ist eine österreichische Fluggesellschaft mit Sitz in Wien und Basis auf dem Flughafen Wien. Sie ist ein Tochterunternehmen der Air Berlin PLC und angeschlossenes Mitglied der Luftfahrtallianz Oneworld sowie Etihad Airways Partners.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sitz von Niki am Flughafen Wien

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Niki Luftfahrt GmbH entstand aus der Aero Lloyd Austria GmbH, welche infolge der Insolvenz der deutschen Muttergesellschaft Aero Lloyd von Niki Lauda im November 2003 mehrheitlich übernommen wurde und zunächst bis Anfang Jänner 2004 unter dem provisorischen Namen flyniki geführt wurde.

Übernahme durch Air Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jänner 2004 übernahm Air Berlin einen Anteil von 24 % an der Gesellschaft, im Juli 2010 erhöhte sie diesen Anteil auf 49,9 %. Die Mehrheit von 50,1 % der Anteile hielt bis November 2011 die NL Holding GmbH, welche wiederum zu 100 % im Eigentum der Privatstiftung Lauda steht. Im Zusammenhang mit der Aufstockung der Beteiligung gab Air Berlin der Privatstiftung Lauda ein Darlehen in Höhe von 40,5 Mio. Euro. Die Privatstiftung Lauda hatte das Wahlrecht, in drei Jahren das Darlehen in bar oder durch Übereignung der verbleibenden 50,1 % der Anteile an der Niki Luftfahrt GmbH zurückzuzahlen.[5] Gewählt wurde die zweite Option, und Laudas Anteile wurden an die Air Berlin übereignet, der Markenname blieb erhalten. Lauda gab am 8. November 2011 bekannt, dass er als Vorstand von Niki zurücktreten werde. Ihm wurde ein Posten im Verwaltungsrat der Air Berlin zugesprochen,[6] dort schied er jedoch im Jänner 2013 aus.[7]

Seit 20. März 2012 ist Niki über die Mutter Air Berlin eine angeschlossene Fluggesellschaft der Oneworld Alliance.[8]

Übernahme durch Etihad Airways[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dezember 2016 übernahm Etihad Airways von Air Berlin 49,8 Prozent für 300 Millionen Euro. Zusätzlich bekommt Niki von Air Berlin einige Flughafenslots von touristischen Mittelstrecken-Destinationen in Südeuropa, Nordafrika und der Türkei. Die behördlichen Genehmigungen für die Übernahme ist noch ausstehend. Etihad plant zusammen mit TUI eine neue europäische Ferienfluggesellschaft basierend auf den Flugzeugen von Niki und jenen von TUIfly, die aktuell noch für Air Berlin fliegen.[9]

Flugziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niki bedient hauptsächlich Urlaubsziele rund um das Mittelmeer. Angeflogen werden beispielsweise Paris, Rom, Nizza, Rhodos, Teneriffa und Heraklion, Sharm el Sheikh, Larnaka und Abu Dhabi. Zahlreiche Flüge werden auch im Codesharing mit Air Berlin, Air Serbia, Etihad Airways und S7 Airlines[10] angeboten.

Im Frühjahr 2014 wurden die neuen Strecken Larnaka (Zypern), Malta und Madrid in das Programm von Niki aufgenommen und die Frequenzen zu 19 Zielen in Griechenland ausgebaut. Neben den traditionellen Urlaubsdestinationen wie Kreta, Rhodos, Mykonos oder Santorin werden auch Karpathos, Kavalla/Thassos, Lesbos, Volos, Kalamata, Araxos, Lefkas und Skiathos angeflogen.[11] Im April 2015 wurden sechs Verbindungen wöchentlich nach Athen in den Flugplan aufgenommen.[12]

Mit Beginn des Winterflugplans 2014 bietet Niki drei wöchentliche Verbindungen ab Wien nach Marokko an.[13] Ab November 2014 wird zudem einmal täglich das Drehkreuz Abu Dhabi des Air Berlin Teilhabers Etihad bedient, dabei wird zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte auch eine Business Class angeboten.[14]

Mit der Übernahme durch Etihad Airways werden die bisherigen Städteverbindungen nicht mehr angeflogen. Schon im Januar 2017 fallen die Destinationen Alicante, Barcelona, Hamburg, Hannover, Madrid, Mailand, Malta, Nizza, Paris, Rom, Stockholm, Valencia und Zürich weg, aber auch Flüge zu den Drehkreuzen von Air Berlin und Etihad Airways fallen weg.[15]

Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Embraer 190 der Niki in der bis 2012 genutzten Lackierung

Mit Stand September 2016 besteht die Flotte der Niki aus 19 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 7,4 Jahren:[16]

Flugzeugtyp aktiv[2] bestellt[17] Anmerkungen Sitzplätze[2]
Airbus A319-100 05 werden an Air Berlin abgegeben[18] 150
Airbus A320-200 12 werden an Air Berlin abgegeben[18] 180
Airbus A321-200 02 22 werden von Air Berlin übernommen[18] 212
Gesamt 19

Für den Sommer 2013 entschied sich Air Berlin, drei Embraer 190 von Niki zur deutschen Schwestergesellschaft Luftfahrtgesellschaft Walter zu übertragen. Zum Winterflugplan 2013/2014 wurden diese jedoch wieder in die Flotte der Niki integriert.[19] Zwischen Dezember 2014 und Juni 2015 wurden die Embraer endgültig ausgeflottet und an Helvetic übergeben.[20]

Erscheinungsbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Airbus A321-200 der Niki in der von Anfang 2004 bis Ende 2005 genutzten Lackierung

Bei Unternehmensgründung 2003 waren die Flugzeuge einfarbig weiß lackiert und trugen einen blau-roten flyniki-Schriftzug am vorderen Rumpf. Ab Anfang 2004 wurde das heutige Logo eingeführt und die Flugzeuge mit zwei roten Streifen auf dem weißen Flugzeugrumpf lackiert. Im Herbst 2005 wurde wiederum eine neue Lackierung eingeführt, jetzt sind die Flugzeuge silbern mit einer stilisierten Fliege am vorderen Flugzeugrumpf. Seit Herbst 2012 wird das Design der Flotte bei Neulackierungen an das rot-weiße Erscheinungsbild der Konzernmutter Air Berlin angepasst, lediglich das ovale Logo bleibt erhalten.[21]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Niki – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Air-Berlin-Tochter Niki bekommt neuen Geschäftsführer. In: airliners.de. 5. April 2016, abgerufen am 7. Juni 2016.
  2. a b c flyniki.com – Über uns abgerufen am 27. August 2012
  3. airliners.de – Bilanz 2012 – Niki mit neuem Passagierrekord, abgerufen am 1. Februar 2014
  4. Air Berlin greift bei Niki durch, abgerufen am 12. August 2015
  5. Air Berlin hält 49,9 Prozent an Flyniki Standard vom 5. Juli 2010, abgerufen am 8. November 2011
  6. airliners.de – Air Berlin übernimmt Niki komplett 8. November 2011
  7. nachrichten.at – Niki Lauda trat nun auch als Air-Berlin-Aufsichtsrat ab 3. Jänner 2013
  8. Giving You Access to More Destinations Around the World. de.oneworld.com, abgerufen am 21. März 2016.
  9. Air Berlin trennt sich von Niki, abgerufen am 6. Dezember 2016
  10. aero.de-Artikel vom 16. Oktober 2008
  11. NIKI: „Mehr Zeit für mich!“ auf der Ferien-Messe (Memento vom 15. Mai 2014 im Internet Archive)
  12. Niki nimmt Wien-Athen auf, austrianaviation.net, 16. Dezember 2014
  13. NIKI: Ab Wien nach Marrakesch und Agadir, traveller online, 14. März 2015
  14. NIKI plant Flüge von Wien nach Abu Dhabi. Niki-Pressemitteilung, 2. Juni 2014, abgerufen am 28. Februar 2015.
  15. aerotelegraph.com - Niki stellt Städteflüge Ende Januar ein, abgerufen am 7. Januar 2017
  16. Planespotters.net: Niki Fleet Details and History (englisch), abgerufen am 28. September 2016
  17. aerotelegraph: Niki ersetzt Embraer mit Airbus, abgerufen am 2. Dezember 2014
  18. a b c Niki übernimmt A321-Flotte von Air Berlin  - Austrian Aviation Net. In: www.austrianaviation.net. Abgerufen am 11. Januar 2017.
  19. airliners.de – Flottenverschiebung: Niki holt Embraer 190 von LGW wieder zurück, 1. August 2013
  20. Austrian Wings – Aus für Embraer bei NIKI, abgerufen 6. Oktober 2015
  21. orf.at Meldung vom 7. Mai 2012
  22. flyniki.com – Über uns abgerufen am 26. August 2011