Nilam Farooq

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daaruum/Nilam

Nilam Farooq (2013)

Allgemeine Informationen
Sprache Deutsch
Genre Lifestyle-, Mode-Vlog
Gründung 9. Oktober 2010[1]
Kanäle Nilam
Abonnenten über 1.100.000
Aufrufe über 220.000.000
Videos über 1200

Nilam M. Farooq (* 26. September 1989 in Berlin) ist eine deutsche Schauspielerin und Video-Bloggerin, die in den sozialen Medien unter dem Pseudonym daaruum bekannt wurde.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nilam Farooq wurde als Tochter eines pakistanischen Vaters und einer polnischen Mutter geboren und hat einen jüngeren Bruder.[2] Sie wuchs in ihrem Geburtsort Berlin im Bezirk Wilmersdorf auf,[3] besuchte das dortige Goethe-Gymnasium und machte ihr Abitur. Farooq zeigte früh Interesse an der Schauspielerei und fing schon als 14-Jährige in der Komparserie an.[2] Von 2006 bis 2010 absolvierte sie eine private Schauspielschule in Berlin.[4] Ab 2006/07 hatte sie erste Gast- und Nebenrollen als Schauspielerin im Fernsehen sowie bei Kurzfilmen, ab Ende der 2000er Jahre trat sie in Werbespots auf und ab Anfang der 2010er Jahre übernahm sie zudem einige Aufträge als Synchronsprecherin.[4] So sprach sie unter anderem die Rolle der Laura in Oskar Roehlers Quellen des Lebens.

Von 2012 bis 2013 moderierte sie bei dem – von UFA-Labs eigens für das Online-Netzwerk YouTube hergestellten – „OriginalkanalTrigger.TV den Crime Report und berichtete über aktuelle Kriminalfälle.[5]

Seit dem Frühjahr 2013 ist Farooq regelmäßig in der Fernsehserie SOKO Leipzig als Olivia Fareedi zu sehen.[3] Im November 2013 spielte sie unter der Regie von Peter Gersina und neben Christine Neubauer die Hauptrolle in dem ARD-Degeto-Spielfilm Die Briefe meiner Mutter, der im April 2014 ausgestrahlt wurde.[6] Im Juni 2014 übernahm sie eine Rolle in der Ludwigshafener Tatort-Episode „Roomservice“ (Arbeitstitel: Mord in Suite 700) unter der Regie von Tim Trageser.[7] Dieser Film wurde am 25. Mai 2015 ausgestrahlt.

Im April 2014 wurde sie zusammen mit fünf weiteren „Persönlichkeiten aus der Berliner Szene“, u. a. Daniel Brühl und Eva Padberg, Markenbotschafterin für die japanische Bekleidungsmarke Uniqlo.[8]

Seit 2015 betätigt sie sich ebenfalls als Schmuckdesignerin.[9]

Video-Blogs auf YouTube[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daaruum auf den Videodays 2014

Seit dem 9. Oktober 2010 betreibt Nilam Farooq den YouTube-Kanal daaruum – zwischenzeitlich umbenannt zu Nilam – und veröffentlicht dort seither ein Video-Blog (VLog) zu autobiographischen Themen wie Reisen und Lifestyle.

Zunächst trat sie unter ihrem Pseudonym daaruum auf. Am Neujahrstag 2014 gab sie auf ihrem YouTube-Kanal ihren echten Namen bekannt.[10] Kurz drauf schloss sie sich dem Netzwerk Mediakraft Networks an, für das sie ab Dezember 2014 auch den Geschichtskanal Blast From The Past moderierte.[11]

Ihr VLog, das seit 2016 den Namen Nilam trägt, gehörte zeitweise zu den 50 meist abonnierten deutschsprachigen Kanälen.[12][13] Seit Mai 2015 beteiligte sie sich am YouTube-Kanal ellevant. Im Juli 2015 gab sie bekannt, dass sie ihre Zusammenarbeit mit Mediakraft sowie ihre zwischenzeitliche Mitgliedschaft im Berliner Verein 301+ beendet hat.[14][15] Gegenüber Broadmark.de kündigte sie zugleich eine Neuorientierung ihrer Arbeit auf YouTube an.[16] An den einstigen Erfolg konnte Nilam jedoch in der Folge nicht mehr anknüpfen. Obwohl ihr Kanal noch zu den 100 meist abonnierten deutschsprachigen Kanälen zählt und regelmäßig neue Videos zeigt, verzeichnet er heute monatlich nur mehr rund zwei Millionen Videoviews.[17]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 gewann Farooq den Google-Nachwuchswettbewerb „Next Up“.[18] 2013 wurde sie im Rahmen des Videodays mit dem PlayAward für den Bereich Beauty, Lifestyle, Fashion ausgezeichnet.[19]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang 2015 schrieb die Süddeutsche Zeitung (SZ), dass „deutsche YouTube-Persönlichkeiten bis zu fünfstellige Beträge für die Einbindung von Produkten bestimmter Konzerne erhalten“ würden. Der Redaktion lag eine „Preisliste der populären Mode-Bloggerin Nilam Farooq alias ‚daaruum‘“ vor; diese erhalte „für die Besprechung eines Produkts in einem Video bis zu 12.800 Euro“, jede Produktplatzierung auf ihrem Instagram-Account „schlage mit 2.970 Euro zu Buche“. Ausgelöst durch die Recherchen der SZ und auch von Report Mainz kam es auf YouTube zu einer kontroversen „Debatte über Transparenz bei Werbeinhalten“. Farooq wies die Kritik zurück, Schleichwerbung betrieben zu haben; sie habe vielmehr im Jahr 2014 in acht von 150 veröffentlichten Videos ein Produkt nach Empfehlung einer Firma getestet und die Kooperationen jedes Mal als solche gekennzeichnet.[20]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurzfilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2007: Stiller Frühling
  • 2007: Türk Rulet
  • 2008: Suzan
  • 2010: Tintenfischwolken
  • 2011: George 90º

Kinofilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werbung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009: Telekom „Grenzen gab es gestern“
  • 2012: Lebe Viva

Synchronsprecherin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010: Berliner Morgenpost: Kinderkram
  • 2010: Upperdog – Rolle: Yanne
  • 2011: Royal Pains – Rolle: Anna
  • 2013: Quellen des Lebens – Rolle: Laura

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nilam Farooq – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kanalinfos, abgerufen am 9. Dezember 2015
  2. a b teleschau – der mediendienst: Nilam Farooq. Schritt für Schritt nach vorn. In: NWZ-Inside.de. 2013, abgerufen am 21. März 2015.
  3. a b dpa: „Soko Leipzig“ bekommt Verstärkung – Nilam Farooq ermittelt in Internet und Social Media. In: LVZ-online. 28. August 2012, abgerufen am 20. März 2015.
  4. a b Pauline Schnor: Youtube-Star: daaruum, Berlins Klick-Millionärin. In: bz-berlin.de. 23. September 2014, abgerufen am 20. März 2015.
  5. Christoph Spangenberg: Berliner Youtube-Stars. Klicks zum Ruhm. In: Tagesspiegel.de. 23. März 2013, S. 4, abgerufen am 20. März 2015.
  6. dpa: Die Briefe meiner Mutter. In: WN.de. 23. April 2014, abgerufen am 20. März 2015.
  7. Drehstart für Lena-Odenthal-Tatort. In: SWR.de. 27. Juni 2014, abgerufen am 20. März 2015.
  8. UNIQLO Berlin Flagship-Store eröffnet am 11. April 2014. In: Uniqlo.com. 10. April 2014, abgerufen am 20. März 2015.
  9. Stilnest - Nilam Farooq aka Daaruum Fine Forms Collection. In: stilnest.com.
  10. ...(Ohne Titel). In: Nilam. 23. September 2014, abgerufen am 20. März 2015.
  11. Alexander Clausen: Daaruum moderiert bei Blast From The Past. In: Broadmark.de. 14. Dezember 2014, abgerufen am 28. Juli 2016.
  12. Top 100 YouTubers in Germany by Subscribed. In: Socialblade.com. Abgerufen am 4. April 2015 (englisch).
  13. Anna Aridzanjan: YouTube-Stars (9): daaruum – Videobloggerin mit Schauspieltalent. In: Rhein-Zeitung. 22. Februar 2014, abgerufen am 20. März 2015.
  14. Caspar von Au: "Daaruum" verlässt Netzwerk Mediakraft. In: Süddeutsche Zeitung. 3. Juli 2015, abgerufen am 5. Juli 2015.
  15. Nilam - daaruum on Twitter. In: Twitter.
  16. Pia Krauss: Nilam Farooq verlässt Mediakraft und 301plus, und pausiert zusätzlich ihren Kanal daaruum. In: Broadmark.de 3. Juli 2015. Abgerufen am 8. Juli 2015.
  17. YouTube Progress for Daaruum. In: Socialblade.com. Abgerufen am 28. Juli 2016 (englisch).
  18. daaruum ist NextUp! In: Fashion4TV.de. Abgerufen am 16. Februar 2015.
  19. PlayAward 2013. In: Videodays.eu. Abgerufen am 16. Februar 2015.
  20. Martin Schneider, Hakan Tanriverdi: So viel verdienen Youtube-Stars. In: Süddeutsche.de. 13. Februar 2015, abgerufen am 20. März 2015.
  21. Nilam Farooq in Türkisch für Anfänger; ab Minute 6:35