Nordtirol

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Nordtirol (Tirol)
Nordtirol
Nordtirol

Nordtirol ist der nördliche Teil der Region Tirol und der größere Landesteil des heutigen österreichischen Bundeslands Tirol.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die historische Region Tirol, welche die heutige Europaregion Tirol–Südtirol–Trentino darstellt

Die heutige Region Tirol, ehemals Grafschaft im Habsburgerreich, wurde am Ende des Ersten Weltkrieges nach Untergang der Donaumonarchie Österreich-Ungarn zwischen Deutschösterreich und Italien aufgeteilt und gliedert sich in vier Teile:

Nordtirol und Osttirol (der Bezirk Lienz) in der Republik Österreich bilden zusammen das Bundesland Tirol mit seiner Hauptstadt Innsbruck. Südtirol (die Autonome Provinz Bozen/Alto-Adige) mit der Hauptstadt Bozen und das Trentino (Welschtirol, Autonome Provinz Trient/Trento) mit der Hauptstadt Trient bilden zusammen die Region Trentino-Südtirol in Italien. Heute begründen diese vier Landesteile die grenzüberschreitende Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino.

Siehe auch die Abschnitte Geschichte Tirols bis 1918 und 1918 bis heute

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nordtirol umfasst das ganze Gebiet des historischen Tirol nördlich des Alpenhauptkammes, hauptsächlich das Inntal und seine Nebentäler, sowie das obere Tal des Lech und der Großache.
Der Landesteil gliedert sich in die Regionen (Nordtiroler) Unterland östlich von Innsbruck, (Nordtiroler) Oberland westlich von Innsbruck sowie das Außerfern, wobei in jüngeren Jahren der Zentralraum als Innsbruck und Umgebung immer stärkere Eigenständigkeit gewinnt.

Nordtirol hat eine Fläche von 1.062.783,53 Hektar (etwa 10.627 km²), das sind ca. 84 % oder 56 der Landesfläche des Bundeslandes, und 40 % der Fläche der Europaregion (des historischen Tirols). Es hat etwa 625.000 Einwohner (2001: 623.100), das sind 92,5 % der Einwohner Tirols, also über 910, und 36 % (13) der 1,25 Mio. Tiroler und Trientiner (2001) beiderseits der Staatsgrenze.

Nachbarregionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgäu Oberbayern
Vorarlberg Nachbargemeinden Pinzgau
Engadin Südtirol Osttirol
Der zweite Landesteil des Bundeslands Tirol, Osttirol, grenzt nicht an Nordtirol, weil sich das oberste Südtiroler Ahrntal dazwischen schiebt.

Politische und administrative Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politisch gliedert sich der Landesteil in folgende politische Bezirke (von Ost nach West, mit Gerichtsbezirken):

Entsprechend den Großregionen auch die statistische Gliederung NUTS:AT mit AT331 Außerfern, AT332 Innsbruck, AT334 Tiroler Oberland und AT335 Tiroler Unterland.

Von den 279 Tiroler Gemeinden liegen 243, also 88 % in Nordtirol.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verkehrslage Nordtirols ist von mehreren wichtigen Transitrouten geprägt:

Von minderer Bedeutung, primär touristisch, im Regional- und im kleinen Grenzverkehr, sind die Passübergänge Außerfern – Warth − HochtannbergBregenzerwald (L200), die Silvrettastraße vom Paznaun über das Verwall (Bieler Höhe) in den Montafon (B188), der Reschenpass in den Vintschgau (B180SS40), die Gerlos Alpenstraße in den Oberpinzgau (B165), der Grießenpass vom Leukental bei St. Johann nach Saalfelden (B164), der Achenpass vom Achental nach Bad Tölz (B181B307), und Seefeldsattel nach Mittenwald (B177B2), sowie die Talpässe an der Loisach nach Garmisch-Partenkirchen (B187B23), und der Großache bei Kössen nach Marquartstein (B176B307) und Reit im Winkl (B172Deutsche Alpenstraße), und der Finstermünzpass in das Engadin (B18427).

Siehe auch: Liste der Landesstraßen in Tirol

Den Straßenrouten entsprechend verlaufen:

Einzig bedeutender Flughafen ist der Flughafen Innsbruck-Kranebitten, der aufgrund seiner inneralpinen Lage nur für Städteflüge genügt, derzeit aber doch im Liniendienst neben Wien auch Destinationen wie London, Amsterdam, Berlin, Brüssel, Frankfurt, Hamburg, Kopenhagen, Moskau oder St. Petersburg anbietet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikivoyage: Nordtirol – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]