Salzburg-Tiroler-Bahn

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Salzburg Hbf–Wörgl Hbf
EC 163 „Transalpin“ passiert das Kaisergebirge.
Streckennummer (ÖBB):101 03
Kursbuchstrecke (ÖBB):200 (Freilassing – Saalfelden)
201 (Saalfelden – Innsbruck Hbf)
Streckenlänge:191,730 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Netzkategorie:A
Stromsystem:15 kV / 16,7 Hz ~
Maximale Neigung: 27 
Minimaler Radius:227 m
Höchstgeschwindigkeit:130 km/h
Zweigleisigkeit:Salzburg Hbf–Wörgl Hbf
von Rosenheim
0,000 Salzburg Hbf 426 m ü. A.
Übergang zur Bahnstrecke Salzburg–Lamprechtshausen
Westbahn nach Wien Westbf
von Salzburg Itzling
2,100 Salzburg Sam seit 2004
Verbindungsschleife zur Westbahn n. Abzw. Hallwang-E.
2,401 Salzburg Gnigl Vbf
2,975 Salzburg Gnigl seit 2003
3,495 Salzburg Gnigl Vbf Einfahrgruppe
4,490 Salzburg Parsch seit 2003
5,756 Salzburg Aigen
7,927 Salzburg Süd
8,092 Hellbrunn-Glasenbach 28. Mai 1978 aufgelassen
8,988 Elsbethen 429 m ü. A.
9,746 Elsbethen 28. Mai 1978 verlegt
12,203 Üst Salzburg Aigen 5
13,200 Puch Urstein seit 2005
15,255
15,300
Fehlerprofil (−45 m)
14,524 Puch bei Hallein (2003: Puch-Oberalm)
15,970 Oberalm seit Ende 2006
17,808 Hallein Verbindung mit der Regionalstadtbahn Salzburg in Planung 445 m ü. A.
19,350 Hallein Burgfried seit 2005
20,923 Bad Vigaun (1944: Vigaun)
22,380 Kuchl Garnei seit 2005
22,875 Üst Hallein 3
25,167 Kuchl Lst (Awanst)
25,580 Kuchl
28,764 Golling-Abtenau 468 m ü. A.
Salzach
31,529 Anschlussbahn (Awanst)
31,556 Anschlussbahn (Awanst)
31,868 Ofenauer Tunnel (940 m)
Salzach
32,954 Geröllschutz-Galerie
34,464 Üst Golling-Abtenau 2
38,565 Üst Golling-Abtenau 4
38,673 Sulzau Lst (Awanst)
41,699
41,723
Fehlerprofil (−24 m)
42,236 Tenneck 519 m ü. A.
(bis 26. September 1971 Konkordiahütte)
45,212 Werfen 526 m ü. A.
46,604 Pfarrwerfen (1944: Dorfwerfen) 528 m ü. A.
49,834 Rupertus-Tunnel (327 m)
51,735
52,000
Fehlerprofil (−265 m)
Ennstalbahn nach Selzthal
52,305 Bischofshofen 544 m ü. A.
55,272 Mitterberghütten 550 m ü. A.
55,386 Anschlussbahn (Awanst)
56,882 Üst Bischofshofen 2
61,266 St. Johann im Pongau (1944: Markt Pongau) 565 m ü. A.
Salzach
66,546 Schwarzach-St. Veit 590 m ü. A.
Tauernbahn nach Spittal-Millstättersee
68,638 Schwarzacher Tunnel (190 m)
69,636 Thumersbacher Tunnel (nur linkes Gleis) (380 m)
70,158 Blaue Wand-Tunnel (nur linkes Gleis) (370 m)
70,528 Lawinengalerie Blaue Wand (nur linkes Gleis) (11 m)
Salzach
74,978 Lend 634 m ü. A.
Salzach
Salzach
79,040 Eschenau 673 m ü. A.
79,291 Unterstein-Tunnel II (nur rechtes Gleis) (851 m)
79,721 Unterstein-Tunnel I (nur linkes Gleis) (464 m)
80,193 Trattenbach-Tunnel (nur rechtes Gleis) (58 m)
80,869 Spritzbach-Tunnel (nur rechtes Gleis) (346 m)
81,9 Kitzlochklamm (aufgelassen)
82,020 Taxenbach-Tunnel (277 m)
82,371 Martinswand-Tunnel I (nur rechtes Gleis) (574 m)
84,328 Taxenbach-Rauris 718 m ü. A.
86,371 Anschlussbahn (Awanst ehem. Sägewerk)
88,875 Gries im Pinzgau 744 m ü. A.
Salzach
93,734 Bruck-Fusch 757 m ü. A.
ehemalige Anschlussbahn nach Kaprun
Salzach
~96,6 Zell am See Schüttdorf (geplant)
Pinzgauer Lokalbahn nach Krimml (760 mm)
99,414 Zell am See 752 m ü. A.
102,139 Anschlussbahn (Awanst für die Firma Hagleitner)
103,944 Üst Zell am See 2
104,000 Maishofen-Saalbach 765 m ü. A.
104,041 Lst Maishofen-Saalbach (Awanst)
106,750
106,823
Fehlerprofil (−73 m)
108,004 Gerling im Pinzgau 748 m ü. A.
110,950
111,050
Fehlerprofil (−100 m)
~112,000 ehemalige Anschlussbahn (600 mm)
der Firma STRABAG/Diabaswerke Saalfelden
112,335 Saalfelden 728 m ü. A.
113,043 Anschlussbahn (Awanst)
der Firma STRABAG/Diabaswerke Saalfelden
118,150 Leogang-Steinberge 796 m ü. A.
120,483 Leogang 840 m ü. A.
120,825 Üst Saalfelden 2
123,076 Hütten 14. Dezember 2008 aufgelassen 885 m ü. A.
126,312 Berg Grießen 28. Mai 1995 aufgelassen 946 m ü. A.
Anschlussbahnen (Awanst)
Landesgrenze Salzburg / Tirol
130,141 Hochfilzen 970 m ü. A.
134,400 Pfaffenschwendt 888 m ü. A.
139,100 Üst Hochfilzen 2 (ehem. Bf Fieberbrunn bis 9.2011)
139,357 Fieberbrunn 783 m ü. A.
141,970
142,050
Fehlerprofil (−80 m)
144,475 Grieswirt 687 m ü. A.
147,675 St. Johann in Tirol 663 m ü. A.
150,295 Anschlussbahn (Awanst) Firma Egger
151,959 Oberndorf in Tirol (bis Dez 2006: Wiesenschwang-O.) 688 m ü. A.
153,783 Anschlussbahn (Awanst) Hartsteinwerke Kitzbühel
153,783 Anschlussbahn (Awanst) Unterwerk Kitzbühel
157,077 Kitzbühel 736 m ü. A.
159,541 Kitzbühel Hahnenkamm 773 m ü. A.
161,442 Schwarzsee 772 m ü. A.
164,175 Klausen 31. März 1951 aufgelassen
165,935 Kalswirt 1. November 1943 aufgelassen
166,385 Kirchberg in Tirol 820 m ü. A.
170,065 Brixen im Thale 806 m ü. A.
173,097 Westendorf 762 m ü. A.
173,591 Üst Kirchberg in Tirol 2 (ehem. Bf Westendorf)
176,447 Windau 723 m ü. A.
176,816 Au-Tunnel (210 m)
178,890 Leidegg-Tunnel (327 m)
182,280 Hopfgarten Berglift
(bis 28. Mai 1961: Berglift-Hohe Salve)
183,447 Hopfgarten 589 m ü. A.
ehem. Itter-Tunnel (45,3 m, im Sommer 2009 abgetragen)[1]
188,504 Wörgl Süd-Bruckhäusl 523 m ü. A.
(bis 14. Dezember 2008: Bruckhäusl)
188,993 Üst Hopfgarten 1
Unterinntalbahn von Kufstein
192,405 Wörgl Hbf 505 m ü. A.
Unterinntalbahn nach Innsbruck Hbf

Koordinaten: 47° 29′ 30,2″ N, 12° 3′ 39,6″ O Die Salzburg-Tiroler-Bahn ist eine Hauptbahn in Österreich. Sie führt in den Bundesländern Salzburg und Tirol von Salzburg nach Wörgl und gehört zum Kernnetz der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB).

Die Strecke ist durchgehend zweigleisig ausgebaut und wird im Gleiswechselbetrieb, Regelgleis rechts, befahren. Die gesamte Strecke ist elektrifiziert und wird mit 15.000 Volt Wechselstrom und einer Frequenz von 16,7 Hz betrieben.

Insbesondere im Abschnitt von Salzburg Hauptbahnhof bis Schwarzach-St. Veit wurde – im Zusammenhang mit der Tauernbahn und der Errichtung der S-Bahn Salzburg – die Strecke umfangreich ausgebaut und stellenweise neu trassiert.

Namen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bahnstrecke wird (bzw. wurde[2]) auch als Giselabahn (nach der zweiten Tochter von Kaiser Franz Joseph I. und seiner Frau Elisabeth von Österreich-Ungarn, Erzherzogin Gisela Louise Marie von Österreich) bezeichnet. Heute wird sie häufig als Teil der Westbahn begriffen; den Streckenteil Wien Westbf–Linz–Salzburg–Zell am See–Wörgl bezeichnet man auch als Kaiserin-Elisabeth-Bahn, den Streckenteil Zell am See–Wörgl darüber hinaus als Brixentalbahn.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tirol war zwar seit 1858 mit Salzburg und dem Osten Österreichs durch die Eisenbahn verbunden, die Strecke führte aber über bayrisches Gebiet (Bayerische Maximiliansbahn), was insbesondere nach der Auflösung des Deutschen Bundes 1866 und zunehmenden Spannungen mit Bayern als strategischer Nachteil angesehen wurde. Daher wurde neben der 1871 eröffneten Pustertalbahn eine weitere innerösterreichische Ost-West-Verbindung geplant, die außerdem mit der Kronprinz-Rudolf-Bahn verbunden werden sollte.

Die erste Konzession wurde am 7. September 1869 für den Bau und Betrieb der Strecke Salzburg–Hallein mit dem Anschluss an die Kaiserin Elisabeth-Bahn erteilt.[3] Die Salzburg–Halleiner Bahn ging bereits vom 15. Juli 1871 an in Betrieb.[4] Auf Basis der Concessionsurkunde vom 10. November 1872, für die Actiengesellschaft der privilegirten Kaiserin Elisabethbahn zum Bau und Betrieb einer aus Ober-Steiermark nach Salzburg und Nordtirol führenden Locomotiv-Eisenbahn[5] wurde die Salzburg-Tiroler-Bahn von 1873 bis 1875 errichtet. Sie führt von Salzburg über Hallein, Bischofshofen, St. Johann im Pongau, Schwarzach-St. Veit, Zell am See, Hochfilzen, St. Johann in Tirol, Kitzbühel nach Wörgl.

Die Normalspurstrecke führt durch das Salzachtal, wobei insbesondere der Bahnhof Bischofshofen auf Grund der Abzweigung zur Ennstalbahn von Bedeutung ist. Bei Wörgl trifft die Salzburg-Tiroler-Bahn auf die Bahnstrecke München–Innsbruck bzw. Salzburg–Deutsches Eck–Innsbruck.

1905 wurde die Nordrampe der Tauernbahn zwischen Schwarzach-St. Veit, welches an der Salzburg-Tiroler-Bahn liegt, und Bad Gastein eröffnet, 1909 war die Tauernbahn inklusive Tauernschleuse bis nach Villach fertiggestellt.

Von 1913 bis 1915 wurde im 125 Kilometer langen eingleisig betriebenem Abschnitt zwischen Schwarzach-St. Veit und Wörgl das zweite Streckengleis errichtet. 1915 war die Salzburg-Tiroler-Bahn in ihrem gesamten Verlauf zweigleisig ausgebaut. 1925 wurde mit der Elektrifizierung der Strecke begonnen, 1930 wurde sie fertiggestelt.

In der ersten österreichischen Republik war die Strecke dem Zuständigkeitsbereich der Bundesbahndirektion Innsbruck zugeordnet. Nach dem Anschluss Österreichs firmierte diese kurzfristig als Reichsbahndirektion Innsbruck, bevor sie bereits zum 15. Juli 1938 aufgelöst wurde. Die Strecke wurde der Reichsbahndirektion Linz unterstellt.[6]

Im Juli 1945 wurde die BBÖ Struktur wieder errichtet und der Staatsbahndirektion Innsbruck der Aufgabenbereich zugewiesen, den sie bis 1938 als Bundesbahndirektion innehatte. Mit der Neugründung der ÖBB im Sommer 1947 wurde die Staatsbahndirektion dann wieder zur Bundesbahndirektion Innsbruck, als die sie (bis zu ihrer im Zuge der ÖBB Strukturreform erfolgten Auflösung per Ende 2004) den Bahnbetrieb der Salzburg-Tiroler-Bahn führte.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges war die Salzburg-Tiroler-Bahn auf Grund ihrer strategischen Bedeutung Ziel alliierter Bombenangriffe.

Im Juli 2022 begann die ÖBB mit Planungen für 5 km Neubaustrecke in den Salzachöfen beim Pass Lueg. Ziel ist durch einen Bahntunnel parallel zum Hiefler Tunnel der Tauernautobahn Hochwasser- und Lawinengefahr auszuweichen, die wiederholt Streckensperren verlangen. Nach dem bestehenden Ofenauertunnel durch den Ofenauerberg bei Golling sollen 2 km Strecke mit 4 Brücken folgen und dann der erwähnte 3 km lange Bahntunnel. Planungen und Bewilligungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung lassen einen Baubeginn ab 2029 erwarten.[7]

Streckenverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Salzburg - Hochfilzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Giselabahn verlässt in weitem Bogen den Nordkopf des Salzburger Hauptbahnhofs Richtung Südosten und verläuft im Talgrund des Salzachtals bis zum Pass Lueg, den sie im Ofenauer Tunnel passiert. Dem nunmehr deutlich engeren Tal der Salzach weiter am rechtsufrigen Bergfuss folgend, wird Bischofshofen erreicht. Kurz vor der Nordeinfahrt in den Bahnhof überbrückt die Bahnlinie parallel zur ostwärts ansteigenden Ennstalbahn die Salzach. Am Talboden geht es weiter bis Schwarzach, dessen östliche Bahnhofseinfahrt wiederum kurz hinter der nächsten Salzachbrücke der Giselabahn liegt.

Von hier ab westwärts und flussaufwärts wieder eng am Südufer des teils schluchtartig eingegrabenen Gewässers geführt, waren zahlreiche Kunstbauten und eine abschnittsweise getrennte Trassenführung der doppelspurigen Giselabahn bis etwa Taxenbach erforderlich. Auf die Nordseite der Salzach wird dabei kurz vor Lend gekreuzt. Bei Bruck nach Norden aus dem dort breiten Salzachtal abbiegend, hält sich die Trasse am Westufer des Zeller Sees, überwindet bei Maishofen die kaum merkliche Talwasserscheide zur Saalach und folgt dieser bis Saalfelden. Dort beginnt der Anstieg zum Grießenpass, wobei zuerst das Tal der Leoganger Ache gequert und danach in Westrichtung an den Südabhängen der Leoganger Steinberge Hochfilzen erreicht wird.

Hochfilzen - Wörgl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Richtung St. Johann folgt eine seitliche Talschleife hinab nach Pfaffenschwendt und weiter – in nördlicher steiler Hanglange über der Fieberbrunner Ache – der Abstieg zum Talboden bei der Haltestelle Grieswirt. Im Becken von St. Johann wechselt die Strecke ins Leukental Richtung Süden, das mittels einer weiteren Talschleife über den Fuß des Hahnenkamms und einem unmerklichen Sattel beim Schwarzsee ins Tal der Aschauer Ache hin verlassen wird.

Westwärts, an Kirchberg vorbei, wird der nächste flache Talpass zur Brixentaler Ache überschritten. Um hinter Westendorf die Talstufe nach Hopfgarten bei Haslau zu bewältigen, wechselt die Linie ostwärts mittels des Au-Tunnels ins Tal der Windauer Ache, zieht im Gefälle eine Schleife bergab an den gegenüber liegenden südlichen Talhang durch den Leidegg-Kehrtunnel und folgt nunmehr ab Haslau – nach Übersetzung der Ache – dem Brixental an dessen Nordflanke. In Hopfgarten ist der Talboden erreicht, in nordwestlicher Richtung strebt die Strecke nun gegen Wörgl Hbf.

Bedeutung und Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Salzburg-Tiroler-Bahn ist heute die einzige Ost-West-Eisenbahnverbindung, die ausschließlich auf österreichischem Gebiet verläuft. Besonders die Tatsache, dass keine Autobahnverbindung zwischen den Bundesländern Salzburg und Tirol auf österreichischem Gebiet besteht, verschaffte der Strecke große Bedeutung. Seit dem österreichischen EU-Beitritt 1995 ist ihre Bedeutung jedoch zunehmend im Schwinden begriffen, auch deshalb, weil auf Grund ihrer Charakteristik als Alpenbahn keine hohen Geschwindigkeiten möglich sind. Die ÖBB nutzt deshalb für Fernverbindungen vorzugsweise die Strecke von Salzburg über Rosenheim nach Innsbruck über das (Große) Deutsche Eck.

Bedeutung hat die Strecke insbesondere im Regionalverkehr, als Teil der Verbindung von Innsbruck nach Klagenfurt und Graz sowie als Teil der Linie von Salzburg nach Graz über die Ennstalbahn. In Kitzbühel an der Salzburg-Tiroler-Bahn beginnt auch die einzige österreichische Busverbindung von Nordtirol nach Osttirol. Eine gewisse Bedeutung hat die Strecke als Ausweichstrecke für den internationalen Bahnverkehr auf der Ost-West-Achse, größere Bedeutung hat sie jedoch als Zulaufstrecke für die Tauernbahn im Nord-Süd-Alpentransit. Auch im Nachtreisezug-Verkehr wird die Salzburg-Tiroler-Bahn genutzt. Der Nachtzug von Bregenz nach Wien fuhr bis Dezember 2008 hier, um Schienenmaut an die Deutsche Bahn für die Benutzung des Großen Deutschen Ecks zu sparen. Eine große Bedeutung kommt der Bahnstrecke auch durch den Nahverkehr im Zentralraum Salzburg zu. Zwischen Salzburg Hbf und Golling-Abtenau wird die Strecke im Halbstundentakt und von Golling bis Schwarzach im Stundentakt von der Linie S3 der S-Bahn Salzburg befahren. An Werktagen fährt die Linie alle zwei Stunden von Schwarzach-St. Veit hinaus weiter nach Saalfelden. Zwischen Hochfilzen und Wörgl verkehrt die S8 der S-Bahn Tirol im Stundentakt, einige Verbindungen werden nach Saalfelden weitergeführt. Zusätzlich zum Bundesländer-überschreitenden S-Bahn-Verkehr werden Regionalexpresszüge zwischen Salzburg Hbf, Schwarzach-St. Veit bzw. Saalfelden geführt. Seit dem Fahrplanwechsel 2020/2021 enden die von Salzburg Hbf kommenden REX-Züge am Wochenende/an Feiertagen nicht mehr im Bahnhof Saalfelden, sondern werden wie an Werktagen weiter bis nach Wörgl Hbf geführt. Zum Einsatz kommen hier neben dem ÖBB Talent (Baureihen 4023 & 4024) auch noch Lokbespannte Züge (Wendezüge), deren fahrplanmäßiger Einsatz jedoch ausgedünnt wird. Stattdessen wird vermehrt der ÖBB Cityjet der Baureihe 4746 zum Einsatz gebracht. Dieser neue Nahverkehrszug der ÖBB ist u. a. mit bequemen Sitzen, einem Fahrgastinformationssystem, kostenlosem WLAN und Steckdosen am Sitzplatz ausgestattet.

Die letzte Eisenbahnkreuzung im Tiroler Brixental ist seit 29. April 2011 Geschichte. Der letzte beschrankte Bahnübergang wurde durch eine Unterführung ersetzt. Von Roppen im Oberinntal bis zur Haltestelle Kitzbühel-Hahnenkamm gibt es nun keine niveaugleiche Eisenbahnkreuzung mehr (abgesehen von einer rein der LKW-Verladung dienenden, über Ladegleise führenden und mit Lichtsignalen gesicherten Eisenbahnkreuzung im Bahnhof Wörgl Terminal Nord).[8]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Salzburg-Tiroler-Bahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Horn: Die Eisenbahnen in Österreich. Offizielles Jubiläumsbuch zum 150jährigen Bestehen. Bohmann, Wien 1986, ISBN 3-7002-0643-7.
  • Alfred Horn: ÖBB Handbuch 1993. Bohmann, Wien 1993, ISBN 3-7002-0824-3.
  • Eisenbahnatlas Österreich. Schweers + Wall, Aachen 2005, ISBN 3-89494-128-6, S. 63.
  • Michael Alexander Populorum: 150 Jahre Eisenbahn in Salzburg 1860–2010. Ein kleiner Nachruf zum Jubiläum der “Eisenbahnwerdung” des Landes Salzburg im August 2010. Schriftenreihe des Dokumentationszentrums für Europäische Eisenbahnforschung (DEEF), Band 1, 2010, 3. Auflage 2017 auf DVD, ISBN 978-3-903132-06-1. Mercurius Verlag Grödig/Salzburg. Railway Research Austria.
  • Helmut K. Mißbach: Eisenbahnen in Tirol. Vorgeschichte – Bahnbau – Betrieb. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1979, ISBN 3-87943-640-1, S. 71–82.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Itter-Tunnel: 45,30 Meter auf eisenbahntunnel.at, abgerufen am 12. August 2017
  2. Volkswirthschaftliche Zeitung. (…) Giselabahn. In: Das Vaterland, Nr. 314/1872 (XIII. Jahrgang), 15. November 1872, S. 5 (unpaginiert), Spalte 2 Mitte. (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/vtl.
  3. Concessionsurkunde vom 7. September 1869, zum Bau und Betrieb einer an die Kaiserin Elisabethbahn anschließenden Lokomotiv-Eisenbahn von Salzburg nach Hallein. In: Reichsgesetzblatt, Jahrgang 1870, S. 53–60. (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/rgb
  4. Ignaz Konta: Geschichte der Eisenbahnen Oesterreichs vom Jahr 1867 bis zur Gegenwart. In: Geschichte der Eisenbahnen der Oesterreichisch-Ungarischen Monarchie. Band 1.2. Karl Prochaska, Wien / Teschen / Leipzig 1898, S. 94 (archive.org).
  5. RGBl. 1872/170. In: Reichsgesetzblatt für die im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder, Jahrgang 1872, S. 587–614. (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/rgb; Volkswirthschaftliche Zeitung. (…) Giselabahn. In: Das Vaterland, Nr. 359/1872 (XIII. Jahrgang), 31. Dezember 1872, S. 3 (unpaginiert), Spalte 3 unten. (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/vtl.
  6. Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft (Hg.): Amtsblatt der Reichsbahndirektion Mainz vom 6. August 1938, Nr. 36. Bekanntmachung Nr. 488, S. 213.
  7. Neuer Bahntunnel gegen Naturgewalten orf.at, 8. Juli 2022, abgerufen 8. Juli 2022.
  8. Bahnschranken sind Geschichte – Das Brixental ist bahnkreuzungsfrei. Die Unterführung in Brixen wurde eröffnet. (Memento vom 17. September 2012 im Webarchiv archive.today)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]