Philipp Stölzl

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Philipp Stölzl, 2011

Philipp Stölzl (* 1967 in München) ist ein deutscher Regisseur. Er inszeniert Spielfilme, Werbespots, Musikvideos und Opern.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Philipp Stölzl ist der Sohn des Historikers und christdemokratischen Politikers Christoph Stölzl. Philipp Stölzl absolvierte an den Münchner Kammerspielen eine Ausbildung zum Bühnenbildner.

1997 drehte er sein erstes Musikvideo, Rammsteins Du Hast, mit dem er plötzlich zu einem gefragten Regisseur wurde.

Stölzl drehte unter anderem die Musikvideos Bring me to life, Going Under und Everybody's fool zu den Liedern von Evanescence. Für den Clip zu Stripped der Band Rammstein verwendete er Bilder des Films Olympia – Fest der Völker von Leni Riefenstahl aus dem Jahr 1938. Des Weiteren drehte er für Madonna American Pie sowie für den Titelsong des James-Bond-Films Die Welt ist nicht genug von Garbage. Seit 2000 ist Stölzl in der Werbung tätig und drehte unter anderem Spots für Marken wie BMW, Nokia, Rolex und Sony. Seit 2004 dreht Stölzl Musikvideos für die Katapult Filmproduktion.

Sein erster Spielfilm war 2002 Baby. 2008 startete sein zweiter Spielfilm, das Bergabenteuer Nordwand mit Benno Fürmann, Johanna Wokalek, Florian Lukas und Ulrich Tukur in den Hauptrollen. Die Weltpremiere fand auf dem Internationalen Filmfestival von Locarno, die Deutschlandpremiere auf dem Filmfest Hamburg statt. Nordwand wurde mit dem Deutschen Filmpreis der Kategorie beste Bildgestaltung 2009 ausgezeichnet.

2010 kam Stölzls dritter Spielfilm, Goethe!, in die deutschen Kinos, der die Entstehungsgeschichte von Goethes Werther mit einer autobiografischen Liebesgeschichte des jungen Dichters mit Charlotte Buff, später Kestner, erzählt. Goethe! wurde mit dem Deutschen Filmpreis der Kategorie Bestes Maskenbild 2011 ausgezeichnet.

Im Jahr 2013 übernahm Stölzl die Regie des Films Der Medicus, der nach dem gleichnamigen Buch von Noah Gordon gedreht wurde.

Stölzl inszeniert außerdem am Musik- und Sprechtheater. 2005 hatte seine Fassung von Carl Maria von Webers Freischütz am Südthüringischen Staatstheater Premiere. 2007 inszenierte Stölzl bei den Salzburger Festspielen die Berlioz-Oper Benvenuto Cellini. 2010 inszenierte er Johann Strauss´ Operette Die Fledermaus an der Staatsoper Stuttgart. Im Jahr 2014 inszenierte Stölzl sein erstes Theaterstück, Frankenstein, am Theater Basel. 2015 führte er für den Sender RTL Regie bei dem dreiteiligen Fernsehfilm Winnetou – Der Mythos lebt, welcher grob auf den Romanen von Karl May basiert.

Stölzl hat drei Kinder und wohnt in Berlin.

Kinofilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oper[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theaterinszenierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014 Frankenstein: Theater Basel

Videoclips[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1997 Rammstein: Du hast
  • 1997 Rammstein: Das Modell, unveröffentlicht
  • 1997 Faith No More: Stripsearch
  • 1998 Witt/Heppner: Die Flut
  • 1998 Rammstein: Du riechst so gut
  • 1998 Rammstein: Stripped
  • 1998 Marius Müller-Westernhagen: Wieder hier
  • 1998 Gianna Nannini: Giorno Disumano
  • 1998 VAST: Pretty When You Cry
  • 1999 Marius Müller-Westernhagen: Supermann
  • 1999 Mr. X & Mr. Y: Viva La Revuluccion
  • 1999 Marius Müller-Westernhagen: Durch Deine Liebe
  • 1999 Garbage: The World is not Enough
  • 1999 Marius Müller-Westernhagen: Radio Maria Open Air Tour
  • 2000 Madonna: American Pie
  • 2000 a-ha: Minor Earth Major Sky
  • 2000 Marius Müller-Westernhagen: Rosanna
  • 2001 Die Ärzte: Rock'n Roll Übermensch
  • 2001 Marius Müller-Westernhagen: Nimm mich mit 2000
  • 2003 Evanescence: Bring Me To Life
  • 2003 Evanescence: Going Under
  • 2003 Luciano Pavarotti, Il Canto
  • 2004 Evanescence: Everybody's Fool
  • 2004 Rosenstolz: Liebe ist alles
  • 2004 Die Toten Hosen: Ich bin die Sehnsucht in Dir
  • 2005 Anastacia: Heavy on my heart
  • 2005 Marius Müller-Westernhagen: Eins
  • 2008 Die Toten Hosen: Strom

Werbefilme (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998 Sony Playstation: Verwaist, Es kann nur einen geben
  • 2000 Jump FM: Immer Und Überall
  • 2000 Sony-Wega: New York
  • 2001 Deutsche Bank Italia: Finanza & Futuro
  • 2001 Monoprix: Robbery Streetcorner, Japan, Shining
  • 2002 Lux: Spicy Moonlight
  • 2002 Nordhäuser Eiskorn: Mammut
  • 2002 Tic Tac: Nero
  • 2002 Apollo: Präsentation
  • 2002 E-Plus: Chamäleon
  • 2002 Shark: Female Victim Male Victim
  • 2003 PREMIERE: Have a Good Time Prediger
  • 2003 Lotteria Primitiva: Cross
  • 2003 CNP: Life Will Always Be Life
  • 2004 NKL: Mond, Schneekugel
  • 2004 Rolex: Train
  • 2005 Weihenstephan Glücksmoment
  • 2005 NKL: Villa
  • 2005 Cruzcampo: Fiesta, Cana
  • 2007 Oberösterreichische Energie AG

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bilanz der Spielzeit 2014/15: Die Bilanz der Spielzeit im Urteil von 50 Kritikern. Abgerufen am 5. Mai 2017.