Florian Lukas

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Florian Lukas, 2009

Florian Lukas (* 16. März 1973 in Ost-Berlin) ist ein deutscher Schauspieler. Seinen Durchbruch hatte er 2003 als Elektriker und Nachrichtensprecher Denis in der Tragikomödie Good Bye, Lenin!.[1][2] Er spielte in über 110 Film- und Fernsehproduktionen, etwa in Filmen wie Der Eisbär, St. Pauli Nacht, Absolute Giganten, Mädchen, Mädchen, Liegen lernen und Nordwand.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühe Jahre und Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Florian Lukas wuchs in Berlin-Prenzlauer Berg auf. Im Alter von 17 Jahren begann er Theater zu spielen, zunächst in freien Theatergruppen, von 1993 bis 1998 auch als Gast am Berliner Ensemble und am Deutschen Theater in Berlin. 1992 gab er unter der Regie von Peter Welz sein Filmdebüt als sechzehnjähriger Schüler Michael Wagner in dem DEFA-Film Banale Tage. Es folgten zahlreiche weitere Rollen in Kino- und Fernsehproduktionen, beispielsweise 1994 im Tatort: Singvogel mit Manfred Krug, in Maria Teresa Camoglios Filmkomödie Bandagistenglück (1997) und in der Tragikomödie Der Hauptmann von Köpenick (ebenfalls 1997) von Frank Beyer. Ein Schauspielstudium an der HFF Potsdam-Babelsberg brach er 1994 ab. 2004 stand er nach längerer Abstinenz in Ulrich Mühes Inszenierung von Heiner Müllers Der Auftrag wieder auf der Bühne.

Karriere in Film und Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einem größeren Kinopublikum wurde Florian Lukas im Jahre 1998 sowohl in der Rolle des jungen Rezas in Til Schweigers Regiedebüt Der Eisbär als auch an der Seite von Frank Giering und Antoine Monot, Jr. in Sebastian Schippers Absolute Giganten in der Rolle des Hamburger Möchtegern-Rappers Rico bekannt. Ebenfalls 1998 war er als Sven in Sönke Wortmann St. Pauli Nacht zu sehen. Für seine schauspielerische Leistung in St. Pauli Nacht und Absolute Giganten erhielt er den Bayerischen Filmpreis als Bester Nachwuchsdarsteller, für Absolute Giganten auch den New Faces Award und den Darstellerpreis des Filmfestivals im russischen Sotschi. 2001 spielte er in Dennis Gansels Teenie-Komödie Mädchen, Mädchen den Trainer Carsten. Seinen endgültigen Durchbruch hatte Lukas 2003 als Elektriker und Nachrichtensprecher Denis in der Tragikomödie Good Bye, Lenin!. Für diese Rolle erhielt er 2003 den Deutschen Filmpreis als „Bester Nebendarsteller“ sowie einen Bambi.

Es folgten weitere Auftritte in Kinofilmen, so zum Beispiel Liegen lernen (2003, Hendrik Handloegten), Kammerflimmern (2004, Hendrik Hölzemann) und One Day in Europe (2005, Hannes Stöhr) sowie in Fernsehfilmen wie dem preisgekrönten Zuckerbrot (2003, Hartmut Schoen). 2005 verkörperte er in dem Filmdrama Keine Lieder über Liebe von Lars Kraume die Rolle des angehenden Regisseurs Tobias Hansen. 2008 spielte er in Philipp Stölzl Bergsteigerdrama Nordwand neben Benno Fürmann und Johanna Wokalek den Bergsteiger Andreas Hinterstoißer. 2009 übernahm Lukas an der Seite von Karoline Herfurth und Susanne Bormann in dem Märchenfilm Die Gänsemagd die Rolle des jungen Prinzen Leopold.

2010 wirkte Lukas im Musikvideo des Songs Danke von den Fantastischen Vier mit. Von 2010 bis 2018 übernahm er eine Hauptrolle in der Fernsehserie Weissensee.[3] Von 2014 bis 2017 spielte er an der Seite von Sophie Dal als Kommissar Jens Jensen eine weitere Hauptrolle in der ZDF-Krimireihe Friesland.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Florian Lukas war mit der Regisseurin und Drehbuchautorin Anna Justice (1962–2021) liiert. Er lebte ab 2003 mit ihr und den aus der Beziehung stammenden beiden Töchtern in Kleinmachnow.[4][5] Seit 2020 ist er in erster Ehe mit Nora Lukas verheiratet.[6]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kinofilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehfilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehserien und -reihen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele und Hörbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred Hobsch, Ralf Krämer, Klaus Rathje: Filmszene D. Die 250 wichtigsten jungen deutschen Stars aus Kino und TV. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2004, ISBN 3-89602-511-2, S. 270 ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Florian Lukas – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Florian Lukas, frankfurt.premiumkino.de.
  2. Starporträt: Florian Lukas, gala.de.
  3. Sven Goldmann: „Weissensee“ liegt bei Potsdam. In: Der Tagesspiegel, 21. November 2011.
  4. Ricarda Nowak: Der Holzkopf ist nicht der Depp: Die in Kleinmachnow lebende Regisseurin Anna Justice hat für „Das Erste“ den Märchenklassiker „Pinocchio“ in einem Zweiteiler modern verfilmt. Märkische Allgemeine. 24. Dezember 2013. S. LAND2
  5. ANNA – Florian Lukas. Abgerufen am 20. Juni 2021 (deutsch).
  6. Impressum – Florian Lukas. Abgerufen am 20. Juni 2021 (deutsch).
  7. Hass! Mehr Hass! Die Geschichte von Eric und Dylan. in der ARD-Hörspieldatenbank, abgerufen am 12. Januar 2019.