Reuth (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Reuth
Reuth (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Reuth hervorgehoben
Koordinaten: 50° 18′ N, 6° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Vulkaneifel
Verbandsgemeinde: Obere Kyll
Höhe: 560 m ü. NHN
Fläche: 7,15 km2
Einwohner: 173 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54597
Vorwahl: 06552
Kfz-Kennzeichen: DAU
Gemeindeschlüssel: 07 2 33 235
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausplatz 1
54584 Jünkerath
Webpräsenz: www.oberekyll.de
Ortsbürgermeister: Ewald Hansen
Lage der Ortsgemeinde Reuth im Landkreis Vulkaneifel
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Über dieses Bild
Rastplatz mit Siechkreuz

Reuth ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Obere Kyll an, deren Verwaltungssitz in Jünkerath ist. Reuth ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt in der Eifel. Zu Reuth gehört auch der Weiler Neureuth.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname Reuth hat die Bedeutung einer mittelalterlichen Rodung.

1335 übergaben die Grafen von Blankenheim die Stadt Kyle mit dem Ort Reuth an den König Johann von Böhmen und erhielten es als Lehen wieder zurück. 1423 ging Reuth in den Besitz der Grafen von Loon über. Reuth gelangte 1469 an die Grafen von Manderscheid.[4]

Nachdem 1794 das Linke Rheinufer von französischen Revolutionstruppen eingenommen wurde gehörte Reuth von 1798 bis 1814 zum Kanton Lissendorf im Saardepartement und wurde von der Mairie Stadtkyll zugeordnet. Durch den Wiener Kongress (1815) kam Reuth zum Königreich Preußen und wurde 1816 Teil des Kreises Prüm im Regierungsbezirk Trier. Die Gemeinde unterstand der Verwaltung der Bürgermeisterei Stadtkyll.

Im Rahmen der rheinland-pfälzischen Funktional- und Gebietsreform wurde Reuth zusammen mit 14 weiteren Gemeinden am 7. November 1970 vom gleichzeitig aufgelösten Landkreis Prüm in den Landkreis Daun (seit 2007 Landkreis Vulkaneifel) umgegliedert.[5]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Reuth, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 137
1835 222
1871 228
1905 208
1939 240
1950 219
Jahr Einwohner
1961 209
1970 240
1987 208
1997 231
2005 215
2015 173

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Reuth besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Reuth
Blasonierung: „Von Gold und Rot gespalten, über einem von Blau und Silber gespaltenen Wellenbalken vorn eine rechtsgewendete rote Axt, hinten über drei goldenen Kugeln (1:2) eine goldene Mitra, darin ein rotes Kreuz.“[7]
Wappenbegründung: Die goldene und rote Farbgebung des Wappens weist auf die mittelalterliche Zugehörigkeit des Ortes Reuth zur Grafschaft Manderscheid-Blankenheim hin. Der blau-silberne Wellenbalken im unteren Wappenteil symbolisiert den mit dem Ort namensgleichen Reuther Bach. Der Ortsname Reuth wird auf eine mittelalterliche Rodung zurückgeführt. Für die Rodung und den Ortsnamen steht die Axt im vorderen Feld. Für den Patron des Ortes und der kleinen Kapelle stehen die drei goldenen Kugeln und die Mitra als Attribute des Heiligen Nikolaus.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kapelle Sankt Nikolaus

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Reuth

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Handwerksbetriebe, Dienstleister, ein großer Lebensmittelhändler sowie eine Gaststätte befinden sich in der Ortsgemeinde.[11]

Seit 2000 wurde im Windpark Reuth mit der Installation von zehn Windenergieanlagen eine feste Einnahmequelle für die nächsten Jahrzehnte erschlossen. [12]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Reuth (Eifel) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, 1. Januar 2017, S. 74; abgerufen am 12. Juli 2017 (PDF; 1,85 MB).
  4. Darstellung der Ortsgeschichte auf der Internetpräsenz der Ortsgemeinde Reuth
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, S. 160, 161 (PDF; 2,1 MB)
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Wappenerklärung. Abgerufen am 5. Juli 2016.
  8. Hüttenbrennen in der Eifel. Abgerufen am 1. Mai 2016.
  9. Hüttensonntag in der Eifel. Abgerufen am 27. Juli 2017.
  10. Wanderreiten ab Reuth. Abgerufen am 19. Juli 2017.
  11. Wirtschaft in Reuth. Abgerufen am 11. Juli 2017.
  12. Windkraftanlagen. Abgerufen am 11. Juli 2017.